Montag, 8. November 2021

Religion in Detroit




Ende der fünfziger, Anfang der sechziger Jahre interviewten Gerhard Lenski und Mitarbeiter von der Uni Michigan rund 600 Detroiter in Bezug auf Religion und Lebensstil. Er fand, daß Religion in vielerlei Hinsicht einen klaren Einfluß auf das Leben von modernen Großstädtern besitzt.

“On many of the variables analyzed, the four major socio-religious groups split into two divisions: white Protestants and Jews on the one hand; Negro Protestants and Catholics on the other. This pattern is most evident in economic behavior. White Protestants and Jews have a positive attitude toward work more often than Negro Protestants or Catholics, especially in upper middle class jobs. They are liklier to believe that ability is more important than family connections; to be self-employed; to believe in intellectual autonomy; and to have small families.”*

Daher läßt sich auch verstehen, warum Südamerika und die USA sich so stark unterscheiden. 


Gerhard Lenski, The Religious Factor, 1963, S. 321


Sonntag, 7. November 2021

Klimaschau #77: Südpol mit kältestem Winterhalbjahr der gesamten Messges...

In einer Warmzeit sind per definitionem die Pole eisfrei - wie etwa vor rund 40 Mio. Jahren https://zeitung.faz.net/faz/natur-und-wissenschaft/2020-05-27/warme-antarktis/463921.html - wir leben daher in einer Zwischeneiszeit, in der es hoffentlich erst einmal nicht kälter wird. In England ist der erste Schnee gefallen. 

Samstag, 6. November 2021

Winckelmann

"Das allgemeine vorzügliche Kennzeichen der griechischen Meisterstücke ist endlich eine edle Einfalt, und eine stille Größe, sowohl in der Stellung als im Ausdrucke."

Winckelmann, Johann Joachim. Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst, 1755, (S.16). Kindle-Version.


Die Idealisierungen Winckelmanns bestätigten sich nicht. Aber sie machten Schule in ganz Westeuropa. Winckelmann, das Wunderkind aus der Schusterwerkstatt, brachte es zum Präsidenten der Altertümer in Rom. 

“Ein brennender Bildungshunger ließ ihn keine Anstrengung scheuen, um begehrte Bücher zu erlangen. In jedem Jahre wanderte er zur Messe nach Leipzig; Magdeburg, Halle, Hadmersleben und Braunschweig, Pfarrhäuser und Adelssitze waren seine Ziele, wenn sie nur Bibliotheken hatten oder Bücher zum Verkauf bereithielten.”

(Helmut Holtzhauer, Winckelmanns Werke, Einleitung, S. XIV)


Freitag, 5. November 2021

Isokrates

Sprache als Formkraft des Denkens

“... so haben wir nicht nur aufgehört, nach Art der Tiere zu leben, sondern wir haben auch durch Zusammentreten Städte gegründet, und uns Gesetze gegeben und Künste erfunden, und beinahe alles, was durch uns mit Vernunft und Kunst erfunden wurde, hat uns auch die Sprache zur Vollendung gebracht. Denn sie hat über das, was gerecht und ungerecht, was edel und schimpflich ist, Gesetze gegeben, Bestimmungen, ohne welche wir nicht imstande wären, beisammen zu wohnen”.*

In der Tat, die Sprache ist das Menschliche schlechthin, sie befähigt zu einer kulturellen Evolution ohnegleichen. Sie wird eingesetzt zur Dokumentation, zur Argumentation, zu Hetze und Gehirnwäsche. Multifunktional. Man kann sich nur wundern, daß die Entwicklung im Westen per Saldo ziemlich erfolgreich war. 


Isokrates, Vom Vermögenstausch 15, zit. bei Walter Ruegg, Antike Geisteswelt, Bd. II, S. 74


Mittwoch, 3. November 2021

Klimaschau #76: Immer mehr Menschen benötigen immer mehr Energie

E10 ist destruktiv, Palmöl-Plantagen müssen nicht sein. Das unbegrenzte Bevölkerungswachstum ist das Hauptproblem des Planeten, Familienplanung die Hauptaufgabe.