Donnerstag, 17. Juli 2008

Mindestlöhne, Schaeffler findet Conti gut, Klimawahn



13-17° , richtig warmes Klima . Entspannend: 11447 6241 1,5865 129,45 WTI

- Der einzige, der in der Treibhausregierung noch etwas Bodenhaftung besitzt: "Minister Glos stellt Klimaziele der EU in Frage.
ami. BERLIN, 16. Juli. Die Bundesregierung will wesentliche Teile der von der Europäischen Union gemachten Vorschläge für den Klimaschutz nicht akzeptieren. Angesichts der stark steigenden Öl- und Gaspreise sollten zusätzliche Maßnahmen ... "
F.A.Z.16. Juli 2008

- Klimawahn: " Biokraftstoff hat schlechte Bilanz. Die Kritik an der Biotreibstoff-Subvention wird lauter, und es wächst der Druck auf Deutschland und die EU, ihre ehrgeizigen Ziele für diese erneuerbare Energie zu revidieren. In einer Studie bezweifelt die OECD ... "
F.A.Z.16. Juli 2008

- Versteckt auf S. 10 FAZ : "17.07.08 Amerikas Industrie wächst.
Die Industrieproduktion in den Vereinigten Staaten ist im Juni gegenüber dem Vormonat unerwartet kräftig um 0,5 Prozent gestiegen. Zugleich ..."

- "Standpunkt: Wernhard Möschel, Uni Tübingen. Mindestlöhne in der Postbranche: Ein verbotenes Kartell. Der politische Drang, entgegen aller wirtschaftlicher Vernunft das Land flächendeckend mit Mindestlöhnen zu überziehen, ist für einige übermächtig. Ein Vehikel dafür ist das aus dem Jahre 1996 stammende Arbeitnehmer-Entsendegesetz. ..."
F.A.Z.14. Juli 2008

- Was für ein erbärmlicher Wicht, obwohl er sonst ja ganz tüchtig ist: " Conti im Abwehrkampf. „Egoistisch, selbstherrlich, verantwortungslos“. Die Wortwahl von Continental-Chef Manfred Wennemer ist drastisch. ( Idiotisch! Hat der Mann auch Argumente? WD) Der Autozulieferer wehrt sich heftig gegen Schaefflers Angriff. Doch damit hatten die Franken gerechnet. Die nächsten Schritte zur mehrheitlichen Übernahme sind schon geplant. ..." // Maria-Elisabeth Schaeffler, übernehmen Sie! Die Besseren sollen es gestalten.

- THE WHO : Bassist und Schlagzeuger tot, Gitarrist taub. // Wonderful Rock'n Roll.

Mittwoch, 16. Juli 2008

Kernkraft

So sicher sind unsere Kernkraftwerke

Reinhard Müller ("Blödes Deutschland", F.A.Z. vom 7. Juli) behauptet, es gäbe gute Gründe gegen Kernkraft. Was sind, bitte, diese guten Gründe? Ist es mangelnde Sicherheit? In diesem Zusammenhang immer wieder auf den Reaktorunfall von Tschernobyl hinzuweisen ist unredlich und demagogisch. Bei dem dort verwendeten (und im Osten noch heute aktiven) Reaktortyp werden die hochenergetischen Spaltneutronen mit Hilfe von Graphit "gebremst", um die Energie der hochenergetischen Spaltneutronen abzuschöpfen und gleichzeitig niederenergetische ("langsame") Neutronen herzustellen. Nur durch Letztere lässt sich die Kettenreaktion der Kernspaltung aufrechterhalten. Die Verwendung von Graphit hat zur Folge - wie geschehen -, dass die Kettenreaktion bei einem Kühlwasserausfall bis zu einer Atomexplosion ansteigt und nukleares Material in die Luft geschleudert wird.

Bei den westlichen Kernreaktoren werden die Neutronen stattdessen mit Hilfe von Wasser gebremst, das bei Kühlwasserausfall verdampft und dadurch die Kettenreaktion automatisch unterbindet. Dies ist 1979 in Harrisburg geschehen. Trotz des gleichen Kühlwasserausfalls wie in Tschernobyl und etwa 15 technisch vermeidbarer menschlicher Fehler bleibt umstritten, ob bei diesem Unfall, neben teilweiser Kernschmelze, auch nur ein einziger Mensch zu Schaden kam. Dies demonstriert die konstruktionsbedingte Sicherheit unserer Kernkraftwerke und gilt auch für die Eingriffsmöglichkeit von Terroristen. Entgegen der Aussage des Präsidenten unseres Bundesamts für Strahlenschutz, König, wird sich bei uns sogar ein Selbstmordattentäter überlegen, ob sich der Einsatz seines Lebens angesichts der geringen Erfolgsaussichten lohnt.

Als Grund gegen Kernenergie mag angesehen werden, dass das Uran knapp wird. Dies gilt aber nur, wenn man sich den Luxus leistet, weniger als ein Prozent des im Natururan vorhandenen Materials zur Energieerzeugung zu nutzen, das heißt, weder zu brüten noch wiederaufzubereiten. Beim neuen Kernkraftwerk bei Turku planen Finnen und Schweden, die abgebrannten Brennelemente wohl zu hüten, weil sie für kommende Generationen wegen ihres nicht ausgenutzten Kernmaterials einmal sehr wertvoll sein werden.

Ein weiterer Grund ist das immer wieder vorgebrachte Argument der ungelösten Endlagerung. Es besteht kein Zweifel daran, dass auch dieses Problem rechtzeitig gelöst wird, wenn es ohne bewusste Hemmung (Verbot der Endlagerforschung) unter dem Aspekt des Wertes abgebrannter Brennelemente angegangen wird.

Es bleibt die Furcht vor Radioaktivität. Ich selbst habe mich lange mit den biologischen Wirkungen der ionisierenden Strahlung und deren Ursache beschäftigt. Alles Leben auf unserer Erde muss sich seit jeher mit diesen Strahlen auseinandersetzen und ist darauf eingestellt. Auch wir können uns ihnen nicht entziehen. Es kommt aber auf die Strahlenmenge (Dosis) an. Nur sehr große Strahlendosen können unsere Zellerneuerungssysteme gefährlich schädigen, gleichzeitig aber auch Krebs heilen und die Häufigkeit von krebsfördernden Mutationen erhöhen. Für den eigenen Schutz ist sehr wesentlich, dass man die Strahlung bis zu sehr kleinen Werten hinunter genau messen kann. Dies hat aber auch den Nachteil, dass der Laie verängstigt ist, wenn "immer noch" Strahlenwerte gemessen werden, die gar nicht mehr gefährlich sind. Diese Angst hat die Ölindustrie weidlich ausgenutzt und geschürt, weil sie schnell erkannte, dass die Kernenergie ihr einziger ernstzunehmender Konkurrent ist. So konnten die Ölkosten weitgehend ohne Konkurrenz ungehindert ansteigen.

Ein Weg aus dieser immer deutlicher werdenden Energiefalle bei gleichzeitiger Schonung der Reserven an fossiler Energie wäre, so weit möglich, alle Elektroenergie durch Kernkraftwerke (oder durch erneuerbare Energie bei positiver Energiebilanz) zu erzeugen und sich auf die Herstellung von Treibstoffen aus Stein- und Braunkohle zu besinnen, die bei uns etabliert war, bis sie 1946 durch die Alliierten verboten wurde. Im Forschungszentrum Jülich gab es bereits Ansätze zur Verwendung von Kernenergie für die Kohlehydrierung, wodurch die Kohlereserven geschont und der Kohlendioxidausstoß vermindert werden.
PROFESSOR DR. KARL-HARTMUT Von WANGENHEIM, JÜLICH
Text: F.A.Z., 14.07.2008, Nr. 162 / Seite 8
// Eine leicht erhöhte radioaktive Strahlung stimuliert das Immunsystem, Tumorerkrankungen nehmen ab. (Scheint eine Analogie zur Impfung zu sein.)

Dax und Dow etwas wärmer, Genitiv, Kurt Semm



- Zz: "Wegen seiner neuen Operationsmethode wäre er fast aus der Berufsvereinigung geflogen. Eine Veröffentlichung lehnte der Verlag ab - man würde sich lächerlich machen.
Der Kieler Gynäkologe Kurt Semm hatte 1980 die Frechheit besessen, zum ersten Mal einen Blinddarm zu entfernen, ohne groß zu schneiden, durchs "Schlüsselloch" sozusagen. Als Pionier der "Minimal-Invasiven-Chirurgie" oder "Schlüsselloch-Chirurgie" hatte sich der Mediziner schon seit 1964 vom großen Schnitt verabschiedet. Das nötige Instrumentarium konstruierte sich der handwerklich Hochbegabte gleich selbst. ..." // Fast eine Semmelweisgeschichte. Große Einsichten und entscheidende Verbesserungen beruhen stets und immer großen Talenten, der große Haufe protestiert erst und rennt dann hinterher. Vgl. IPCC .

10-21° R/w , nicht sehr klimaerwärmt. Dax und Dow etwas wärmer nach WTI auf 134,60: 6155 und 11169, 1,58,06 .
Johnson&Johnson hat gut verdient.
- Ja, es stimmt: Der Dativ ist dem Genitiv sein Feind: die referierende Hochschullehrerin vermied den Genitiv kondequent (Psychologin).
Das ist bei den Altphilologen ganz anders: Die Anwesenheit des Petrus in Rom als antignostischer Teufelsaustreiber des Simon magus ist wahrscheinlich eine fromme Legende.

- - "Urteil im Fall Lea-Sophie.
„Eine kranke Welt“. Die Eltern der in Schwerin verhungerten Lea-Sophie müssen wegen Mordes für fast zwölf Jahre ins Gefängnis. Das Gericht urteilte, sie hätten den Tod ihrer Tochter billigend in Kauf genommen ... " // Daß relativ viele Menschen zu jeder Bestialität kurzzeitig in der Lage sind, ist seit jeher bekannt. Auch eine mehrjährige Barbarei ist hinreichend dokumentiert; eine solche jahrelange Bestialität gegenüber dem eigenen Kleinkind bei einem Paar, das sich im Verhalten grundsätzlich gegenseitig korrigieren könnte - das ist mir neu.

Dienstag, 15. Juli 2008

Reichtum, ins lesebuch für die oberstufe, Armutsgelübde.

STRIZZ, Reiche, FAZ

Kühl (10-20°), aber sonnig. Die frühe Arbeit am Waldrand erinnert mich an die Schülerferienarbeit beim Förster für 2,25 DM/Std. (oder waren es nur 1,25 DM? Lange her, etwa 1962).
Dow und Dax auf Zweijahrestief: 10963 und 6081; 1,5960, WTI 137,23 schwächer .

- 15. Juli 1968: Warschauer-Pakt-Staaten warnen die CSSR vor einer „Trennung von der sozialistischen Gemeinschaft“ : Ulbricht: "Wir waren ganz erstaunt, als wir von der Aufhebung der Zensur in der Zeitung lasen, bei uns hat es das nicht gegeben. " - Der Mann starb im Bett.

- " Im Gespräch: Vermögensforscher Thomas Druyen
„Reichtum ist uns suspekt" ... Haben Reiche ein schlechtes Image?
Reichtum ist den Deutschen suspekt. Wir haben eine sehr verquere Vorstellung davon, welche Leistung welches Einkommen rechtfertigt. Wir gönnen jedem Fußballer seinen Reichtum, aber nicht Unternehmern, die mit einer guten Geschäftsidee ein Vermögen anhäufen. Das ist eine sehr ungesunde Vermögenskultur: Wirtschaftlicher Erfolg wird hinter verschlossener Tür gefeiert. ..." 9.7. FAZ

- Hans Magnus Enzensberger
ins lesebuch für die oberstufe
lies keine oden, mein sohn, lies die fahrpläne:
sie sind genauer. roll die seekarten auf,
eh es zu spät ist. sei wachsam, sing nicht.
der tag kommt, wo sie wieder listen ans tor
schlagen und malen den neinsagern auf die brust
zinken. lern unerkannt gehn, lern mehr als ich:
das viertel wechseln, den paß, das gesicht.
versteh dich auf den kleinen verrat,
die tägliche schmutzige rettung. nützlich
sind die enzykliken zum feueranzünden,
die manifeste: butter einzuwickeln und salz
für die wehrlosen. wut und geduld sind nötig,
in die lungen der macht zu blasen
den feinen tödlichen staub, gemahlen
von denen, die viel gelernt haben,
die genau sind, von dir.

Aus: Hans Magnus Enzensberger, Verteidigung der Wölfe, © Suhrkamp Verlag
Frankfurt am Main 1957. Text: F.A.Z., 15.07.2008, Nr. 163 / Seite 31
//
Im Lesebuch angekommen hat uns dieses Belletristengeschreibsel seinerzeit beeindruckt. Ob der schuldversessene Kafka, ob der damals marxistisch ideologisierte Enzensberger - sie desorientieren.


- "Armutsgelübde.
Junge Nonnen fühlen sich reicher durch Entbehrungen.Klosterleben anno 2003: Im bayrischen Aiterhofen verzichten junge Ordensschwestern zwar auf eigenes Geld und Partnerschaften. Trotzdem wird bei den fortschrittlichen Franziskanerinnen viel gelacht – und auch studiert. ..." http://www.unicum.de/evo/2241_1

- - - Übrigens: Weg mit der Mineralölsteuer! 19% Mst. sind genug!

Montag, 14. Juli 2008

Steuerzahler-Gedenktag Konjunkturindikator, CLIMATE, Vaterlosigkeit


STRIZZ, Reiche, FAZ

Kühl (12-20°), aber sonnig.

- Bergman, Ingmar, Geburtstag des schwedischen Regisseurs: 14. Juli 1918; bevor man weiß, daß er Sohn eines protestantischen (calvinistischen?) Pfarrers war, ist man gewiß, daß es sich bei ihm um eine Spielart des Kulturprotestantismus handelt. Disziplin, Strenge, Beharrung, produktive Sublimierung.

- "Steuerzahler-Gedenktag. Seit 8.7. arbeiten wir für die eigene Kasse. Weniger als die Hälfte ihres Einkommens dürften die Deutschen für sich behalten: Die Einkommensteuerbelastungsquote liegt in diesem Jahr bei 51,73 Prozent. Übertragen auf das Jahr heißt das: Heute ist Steuerzahler-Gedenktag. Seit 7.57 Uhr arbeiten wir rechnerisch wieder für den eigenen Geldbeutel. ..." FAZ.NET Wirtschaft08. Juli 2008

- "Stärkere Anzeichen einer Flaute. F.A.Z. FRANKFURT, 7. Juli. In der deutschen Wirtschaft werden die negativen Einflüsse mehr und mehr spürbar, die vor allem aus dem Ausland kommen. Der F.A.Z.-Konjunkturindikator, der vom Institut für Weltwirtschaft für diese Zeitung berechnet wird, sank zum vierten Mal hintereinander. ..."

- "SPINNING THE CLIMATE by Vincent Gray. 11 July 2008 http://www.tech-know.eu/uploads/Spinning_the_Climate.pdf - 465KB
Er schreibt u.a.:

"... the IPCC is fundamentally corrupt. The only “reform” I could envisage, would be its abolition."
"The disappearance of the IPCC in disgrace is not only desirable but inevitable."
I have been an “Expert Reviewer” for The Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) since its
first major Report in 1990. The IPCC is claimed by some to have provided evidence that the earth’s
climate is harmed by changes in the atmospheric concentrations of greenhouse gases. These claims are
false. This report explains how dubious observations and some genuine science has been distorted and
“spun” to support a global campaign to limit human emissions of certain greenhouse gases which has no
scientific basis.
Mit freundlichen Grüßen, Ernst Beck, Sprecher Klimamanifest von Heiligenroth
http://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de
* Das Klimamanifest von Heiligenroth fordert Realitätsbewußtsein in der Politik
* Die Natur, nicht menschliche Aktivität bestimmt das Klima
* Der Klimawahn und die CO2-Hysterie führen die Menschen in Armut
http://www.eike-klima-energie.eu/ "

- "Vaterlosigkeit ist modern. Alle Menschen werden Brüder - und wer sind ihre Eltern? " Dieter Thomä, NZZ 14.6.08 (Ders., Väter. Eine moderne Heldengeschichte, Hanser)