Samstag, 23. August 2008

Moskau muss Waffenstillstandsvereinbarung einhalten

Hat eigentlich schon einmal jemand das Einkommen dieser überflüssigen Fiepsstimmensängerin mit den Schwachsinnstexten getadelt? Ach, nur fleißige Manager werden angerempelt, die den Wohlstand mehren?

14-17° Schauer. 8. Zecke der Saison, eine winzige Nymphe.

- 'Krise in Georgien. Steinmeier: Moskau muss Waffenstillstandsvereinbarung einhalten. 23. August 2008 Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat an Russland appelliert, die Waffenstillstandsvereinbarung in Georgien vollständig einzuhalten. „Jetzt kommt es darauf an, dass wirklich alle Bestimmungen des Waffenstillstandes umgesetzt werden“, sagte Steinmeier der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). „Dazu brauchen wir sehr schnell unabhängige Beobachter vor Ort.“ ' FAZ

- " - "Immobilienbrief: Sprengstoff im Klimapaket .
Für Vermieter kommt die Kombination aus Energieeinsparverordnung (EnEV), Zinsschranke und erhöhtem Instandsetzungsbedarf vieler Gebäude einem enormen Kraftakt gleich ..." 22.8. FAZ

Freitag, 22. August 2008

Russland, Flugabwehrraketen, Rotwein, Schönheit, Sportträume, Meersburg, Elstern


STRIZZ, Reiche, FAZ 22.8.08 // Müller ist ein ziemlich kluger Dackel! Respekt! Aber ich vermute, er hat Zivildienst geleistet. Raketen sind zwar Raketen, wie der Friedensfreund Putin weismachen will, aber kleine Unterschiede gibt es doch: Polen bekommt die kleinen, defensiven Boden-Luft-Raketchen für den Hausgebrauch im Nahbereich, falls sich Putins Flieger mal in unfriedlicher Absicht verfliegen; die strategischen Abfangraketen gegen die iranischen, bereits in Dienst gestellten Mittelstreckenraketen können naturgemäß weiter fliegen und werden, unter US-Regie, nur auf polnischem Boden stationiert.

14-18° R

- " Russland trägt die Beweislast
In der F.A.Z. vom 12. August ist ausführlich zur Frage des Selbstbestimmungsrechts der Bevölkerung Südossetiens Stellung genommen worden. Der ... " LB Karl Doehring, Uni Heidelberg, FAZ 21.8 (Doehring hat umfassend auf den Gebieten des Staatsrechts und des Völkerrechts publiziert.)

-Immerhin: " Rotwein doch nicht lebensverlängernd?
Der in Rotwein enthaltene Stoff Resveratrol bewirkt bei älteren Mäusen zwar eine insgesamt bessere Gesundheit, vermag ihr Leben jedoch nicht zu verlängern. seltener Herzleiden, schwache Knochen und einen grauen Star entwickelten als andere Mäuse. ..." FAZ 20.8.
- " Die Schönheit liegt tief unter der Haut . Körpergröße und Gestalt sind wichtige Kriterien für die sexuelle Anziehungskraft einer Person. Wie einschlägige Untersuchungen ergeben haben, spielt auch die Symmetrie des Gesichts eine große Rolle. ... virtuellen Torsi präsentierte, fanden Körper des jeweils anderen Geschlechts um so attraktiver, je höher deren Symmetrie war. ..." FAZ 20.8.

- "Eon glaubt an Träume ...", an Sportträume, vielleicht an: Es lebe der Sport, er ist gesund und macht uns stark (Fendrich).
- 'Im Gespräch: der Mediziner Toni Graf-Baumann, Vorsitzender der Fifa-Anti-Doping-Kommission, über die exzessive Einnahme von Schmerzmitteln im Fußball. "Es wird geschluckt, als würde man Kaffee trinken: früh, mittags und abends" ' FAZ 22.8.

- " Spiegelstadium. Elstern können es auch!19. August 2008 Menschenkinder lernen es, und auch Schimpansen, Delphine und Elephanten: beim Blick in einen Spiegel zu erkennen, dass es sich um den eigenen Körper handelt. Bisher hielt man diese Fähigkeit für eine Eigenschaft höher entwickelter Säugetiere. Doch nun hat eine Gruppe rund um den Psychologen Helmut Prior von der Frankfurter Goethe-Universität gezeigt, dass auch Elstern über diese Fähigkeit verfügen. ..." FAZ


- Blauer Blick durch Regengrau: J. R. Becher, Für diesen Blick
Für diesen Blick von Meersburg übern See,
Ein fließend Blau, von Rebengrün umhangen,
Der Säntis wie ein Felsgewölk, von Schnee
Zart übersilbert - welch ein Heimverlangen ...
(Die ersten drei Zeilen gefallen mir schon wegen der Droste, der Rest des Sonetts weniger)(Becher, Das Sonettwerk 1913-1955, Progress-Vlg. D'dorf 1956)

Donnerstag, 21. August 2008

"Russland hat die Georgier immer liebgehabt" (Rogosin), die Tschechen auch


"Déjà-vu.
Berlin 1953?
Budapest 1956?
Grosnyj 1999?
Gori 2008?
Unser Foto stammt vom 21. August 1968 und zeigt einen sowjetischen Panzer im Prager Stadtviertel Vinohrady ..." FAZ

- - Auf die Sozis konnte Moakau zählen: " Wir waren so gut wie der Geheimdienst . Als die Sowjets vor vierzig Jahren den Prager Frühling niedermachten, war ein Sender aus dem Westen ganz nah dran: Österreichs ORF. Der einstige ... Aber SPÖ-Chef Kreisky habe auf seinem Standpunkt beharrt und die ORF-Nachrichten als Neutralitätsverletzung bezeichnet ..." FAZ 21.8.08

"Russland hat die Georgier immer liebgehabt" und zieht bisher nicht ab

Dmitrij Rogosin, Russlands Ständiger Vertreter bei der Nato

"Konflikt zwischen Russland und der Nato
Aufs Haupt geschlagen
19. August 2008 Der frühere russische Präsident Wladimir Putin hat einst gesagt, der Zerfall der Sowjetunion sei die größte Tragödie des 20. Jahrhunderts. Nicht allen im Westen hat diese Auffassung gut gefallen, doch es bleibt eine Tatsache – bis jetzt erleben wir die Folgen dieser ohne Zweifel globalen Katastrophe. Die heutige Situation in Georgien und Südossetien ist ein leuchtendes Beispiel dafür.
Auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion erlebt man diese Folgen in verschiedener Weise. Im Kaukasus gibt es außer Georgien noch zwei souveräne Staaten, zwischen denen schon 15 Jahre lang ein Konflikt herrscht; außerdem ist er viel ernster als die zwei kleineren Konflikte in Georgien. Aber im Unterschied zum Präsidenten Georgiens vermeiden die armenische und die aserbaidschanische Führung eine unnötige Zuspitzung des Konflikts und strengen sich stattdessen an, die Wirtschaft zu entwickeln. Das führt zu dem Ergebnis, dass die Wirtschaft schnell wächst und das Lebensniveau sich verbessert. Dabei unterhalten Baku und Eriwan normale Beziehungen zu allen Partnern – mit Russland, Europa und den Vereinigten Staaten.

Gegenangriff auf ein dummes Abenteuer
Und was ist los mit Georgien? Der Staat, der vor kurzem einer der wohlhabenden der Region war, hat sich in 15 Jahren noch nicht aus der tiefen Krise befreit. Vielmehr hat Georgien alles getan, um aufzurüsten – auch gegen das eigene Volk. Der von Beratern in den vergangenen vier Jahren trainierten Armee samt ihren modernen Waffen, die sich Georgien angesichts seiner Haushaltslage eigentlich nicht leisten kann, wurde in wenigen Stunden aufs Haupt geschlagen – in einem Gegenangriff auf ein dummes Abenteuer.
Wer zerstört und wer hütet übrigens das georgische Volk? 1783 schloss der weise georgische Zar Irakli II. den Vertrag von Georgijewsk mit Russland, der den russischen Zaren verpflichtete, das Königreich Kartlien-Kachetien zu schützen. Irakli II. hatte seinen Thron geopfert, aber sein Volk vor der vollständigen Vernichtung durch die Truppen des türkischen Sultans und des persischen Schahs gerettet.

Damals lebten nur zweihunderttausend Georgier; heute gibt es viel mehr Abchasen. Den Georgiern ging es gut im Russischen Reich und in der Sowjetunion – 1990 lebten in dem Land 7,8 Millionen Menschen; heute leben in Georgien ungefähr fünf Millionen. Weil es weder einen großen Krieg noch eine andere Katastrophe nach dem Ende der Sowjetunion gab, bedeutet das, dass ein Drittel der Bevölkerung das „demokratische Paradies“ Saakaschwilis verlassen hat oder seinen militaristischen Reformen zum Opfer gefallen ist.
Chance verspielt
Russland hat die Georgier immer liebgehabt
und für Brüder gehalten. Der Beitrag der besten Vertreter des georgischen Volkes zur russischen Geschichte, Literatur und Kunst ist nicht zu überschätzen. Unsere kulturellen Verbindungen sind vielfältig. Nur ein Beispiel hierfür: Der große russische Dichter Alexander Gribojedow, der mit Nino Tschawtschawadse verheiratet war, einer Tochter des ebenfalls großen georgischen Dichters Alexandre Tschawtschawadse, ist im Pantheon an dem allen Georgiern heiligen Berg Mtazminda in Tiflis beigesetzt.
Für Millionen Russen ist das Geschehen in Georgien und Südossetien keine abstrakte Angelegenheit, sondern es berührt sie auch privat. Aber im Westen interessiert sich wahrscheinlich niemand für die Einzelheiten dieser Geschichte, und in Georgien unterrichtet man Geschichte mittlerweile auf eine ganz andere, speziell auf den georgischen Führer ausgerichtete Weise. Niemand erinnert sich daran, dass es eigentlich Russland war, das eine lange Zeit die Unabhängigkeit und Integrität des georgischen Landes gewährleistete. Niemand erinnert sich auch daran, dass die Georgier seit dem 15. Jahrhundert nach einem russischen Protektorat strebten.

Hätte Georgien den Weg der Nachbarn Armenien und Aserbaidschan gewählt, hätte es die Chance gehabt, die jahrhundertealten Vorurteile der Abchasen und Osseten zu überwinden. Heute, in unserer Zeit, ist diese Chance verspielt. Wer den abenteuerlustigen Saakaschwili inspiriert hat, den militärischen Weg einzuschlagen, ihm Waffen geliefert und auf Nachbarn gehetzt hat, der hat auch das Recht, den Ruhm des „Verlierers“ mit ihm zu teilen."
Der Autor ist der Ständige Vertreter Russlands bei der Nato. FAZ 20.8.08

Mittwoch, 20. August 2008

Raketenabwehrstellung in Polen, Venezuela verstaatlicht, Soziale Ansteckung, Freiheitsinteressen

FAZ, Allensbach: Das Interesse an Wissenschaft und Forschung nahm seit 1998 um 21% ab: "Allensbach-Analyse:
Der schleichende Abschied vom klassischen Bildungskanon.
Die junge Generation verliert immer das Interesse an Politik, Wirtschaft, sozialen Debatten, Umweltfragen oder auch kulturellen Themen. Die Altersklasse bis 30 Jahre informiert sich anders und interessiert sich für anderes als die Generation davor. Im Fokus stehen Computer, Handy und Konsum. Von Professor Renate Köcher. ..." //
Die flächendeckende Einführung des Willy-Brandt-Gymnasiums (Motto: Mehr Demokratie wagen!) wirkt.

17-18° Sch Schwalben machen sich rar.

- "Aussenministerin Rice unterzeichnet Abkommen in Warschau
Die amerikanische Aussenministerin Condoleezza Rice hat den Vertrag zur Errichtung einer Raketenabwehrstellung in Polen unterzeichnet. Dabei betonte Rice, die Stationierung von Raketen habe defensiven Charakter. ..." FAZ

- " Venezuela verstaatlicht . Venezuela hat mit der Verstaatlichung der Zementindustrie begonnen. Das südamerikanische Land ernannte Kommissionen, die die Überführung der ..." 19.8. // Immer wieder gelingt es Ganoven, Ideologen und Fanatikern, die Zentralregierung zu übernehmen; deshalb ist eine föderale Verfassung sehr wichtig, und, als letztes Mittel, das Sezessionsrecht.

- Soziale Ansteckung und extremer Nationalismus: "Tränen, aber kein Mitgefühl. China weint. Nur so lässt sich beschreiben, was das Ausscheiden von Liu Xiang am Montag ausgelöst hat. Sein Trainer, Sun Haiping, stellte sich tränenüberströmt der Presse und musste sich von Cheftrainer Feng Shuyong zum Trost vor aller Welt tätscheln lassen. Zuschauer, Helfer und Journalisten waren erschüttert, gerührt und enttäuscht. Der Einzige, der nicht zu Wort kam, war Liu Xiang. Dafür sprachen die Fernsehbilder für sich. Sie zeigten, wie Liu Xiang, offensichtlich nicht er selbst, Schmerz mit noch mehr Schmerz zu bekämpfen versucht, in dem er seinen Fuß gegen eine Wand schmettert, wie er zitternd eher seiner Erlösung als seinem Start entgegenfiebert. ..." FAZ 19.8. //


- " Die Moral kommt aus dem Magen . Warum wir keinen Willen haben und mit Ironie geizen sollten. In seiner "Merkur"-Kolumne konfrontiert uns der Züricher Psychologieprofessor Wolfgang Marx gleich mit zwei Einsichten aus der Neurologie und ..." 18.8. FAZ

- " ... Etliche Freiheitsfreunde unter den Philsophen haben Schwierigkeiten, die Trivialitäten der Lebenszwecke zu ertragen, die uns gemeinhin und alltagspraktisch an Freiheit interessiert sein lassen. ..." Freiheitsinteressen, Hermann Lübbe, NZZ 23.4.05 // Man kann hinzufügen: Der lebenslange Schulbesuch mit Beamtenalimentierung und anschließender Pension hält die Kathederphilosophen lebensdumm. Sie sind meist die ersten, die sich für Ideologien und ideologische Verbrechen einspannen lassen.

- Ernst Toller, Das Schwalbenbuch: sentimental, ohne ornithologische Kenntnisse, aber doch anrührend. " ... Ernst Toller wurde nach der Niederschlagung der Räterepublik 1919 als Mitglied der Münchner Räterepublik verhaftet und angeklagt. Ungeachtet seiner prinzipiellen Gegnerschaft zur Räteprepublik engagierte sich Max Weber für die Verteidigung seines ehemaligen Studenten. Im Prozess vor dem Münchner Standgericht am 16. Juli 1919 dürften die Zeugenaussagen des Universitätsprofessors Weber, der Toller die „absolute Lauterkeit“ eines radikalen Gesinnungsethikers attestierte, dazu beigetragen haben, dass Toller das Todesurteil erspart blieb und er zu fünf Jahren Festungshaft verurteilt wurde, die er zum größten Teil im Gefängnis Niederschönenfeld verbüßte. ..." (Wikip.)

- Der Flieger und das Flugzeug - Sprachwandel oder Marotte?