Sonntag, 16. Oktober 2011

Neue Richtlinien für die Evolution





300 Jahre Cronenberg - und immer noch keine Vorstandsfrau!
Am besten gleich enteignen durch unbedarfte Politikschwätzerinnen!
(Bild: Cronenberg-Gruppe)




Schon eine Weile her, daß die ersten Vielzeller den Sex erfunden haben, so vor 600 Mio. Jahren, zu Beginn des Erdaltertums. Hat sich bewährt, wurde beibehalten und ausdifferenziert, auch bei ganz neuen Arten wie dem Menschen, den es erst etwa 50tausend Jahre gibt.
Paarbildung ist also uralt, Familie ganz neu. Die Großfamilie wiederum ist älter als die Kleinfamilie, und erst die SPD-Eherechtsreform hat die Flickenfamilie richtig angeschoben. Dabei werden die Kinder oft in die Pfanne gehauen und umgerührt.
Jetzt stehen die Feministinnen und Ideologen vor dem Unternehmenstüren, werfen mit Dreck und Statistiken, und besonders dogmatische Exemplare wie von der Leyen drohen mit einem Vorstandsfrauenquotengesetz. Auch die ungeeigneten Frauen sollen ihr Unwesen per Quote treiben dürfen. Tüchtigkeit und Eignung sollen zweitrangig sein.
Und solche antifeministischen Unternehmen wie die Cronenbergs werden später ganz verboten.

Samstag, 15. Oktober 2011

War das schön warm in der Antarktis!






Bild aus einer Publikation des ZEITTUNNELS WÜLFRATH bei Düsseldorf.
Ein Besuch lohnt besonders für Kinder und kindisch gebliebene Erwachsene wie Schellnhuber, Merkel, Gabriel, Trittin, die glauben, es werde bleiben, wie es schon immer war.




" Buenos Aires. In der Arktis haben Forscher 49 Millionen Jahre alte Fossilien eines Urwals entdeckt. Es handle sich um die ältesten bisher gefunden Teile eines sogenannten Archaeoceten und um die ersten in der Antarktis, erklärte die argentinische Paläontologin Claudia Tambussi am Dienstag (Ortszeit) auf einer Pressekonferenz in Buenos Aires. Das schwedisch-argentinische Paläontologenteam rekonstruierte einen 60 Zentimeter großen Kiefer des Archaeoceten. …" Wiener Zeitung 13.10.11

Das war aber die Antarktis! Gegenüber. Sieht ähnlich aus. Aber die Antarktis schwimmt nicht, sondern ist ein großer Kontinent, und kälter ist es dort auch im größeren Ostteil.
Damals aber nicht, sonst hätten sie diesen kleinen Urwal nicht entdeckt. Die Warmzeit des Erdmittelalters dauerte noch an, die Hamburger hätten sich von Datteln ernähren können, wenn es sie schon gegeben hätte. Im Alt-Tertiär vor 50 Mio. Jahren steckten die Säugetiere aber noch in den Kinderschuhen - 60 cm Kieferlänge für einen Wal, das fing wirklich klein an.
Und den Menschen hatte noch niemand gesehen. Schade eigentlich, wo es so schön warm war, daß man an den Polen baden konnte.

Freitag, 14. Oktober 2011

Rauf, runter, rauf





Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und Werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

J.W. Goethe, Selige Sehnsucht
 



Um übereinander herzuziehen haben die Menschen immer Gründe gefunden, gute und schlechte.
Nicht nur Jobs griff Gates an, Scott McNealy, Mitgründer von SUN, tat desgleichen. SUN entstand an der Uni Stanford, daher der Name Stanford University Network. Der Deutsche Andreas von Bechtolsheim war auch dabei, ein Vertriebener des wohlgeordneten deutschen Physikstudiengangs, der große Talente glattbügelt. Diese glorreichen 4, es waren noch andere Pioniere dabei wie Larry Ellison von ORACLE, digitalisierten die Welt, und Jobs und McNealy traten vor Gates’ Schienbein, wo immer es gerade ging. Der Geist des Neuen Testaments taugt vielleicht für das Bestellen alimentierter Pfarrstellen, bei Pionierunternehmen ist er nicht heimisch. Gibt es deswegen im NT-gläubigen Europa fast keine Zukunftsindustrien mehr?
Wer würde sich durchsetzen in der Computerwelt? war damals die Frage. Das war so lange unklar, bis Gates mit Microsoft dort dominierte, wo es auf den Preis und die Verläßlichkeit ankam, bei den Unternehmen. Allerdings lieferte SUN die Computer und Server dort, wo Präzision und hohe Stabilität zuerst zählten.
Apple hatte seine Nische in der Bilderwelt der Werbeagenturen und der Hochschulen, schwächelte aber. Jobs holte deshalb John Sculley, der den Umsatz verhundertfachte, was aber Jobs nicht ganz froh machte. Die beiden Alpha-Tiere traten zum Duell an und Jobs verließ Apple. Aus dem Äpfelchen war ein richtiger Apfel mit 8 Mrd. Umsatz geworden, aber mehr schaffte Sculley nicht, die Unverträglichkeit der Betriebssysteme MacOS, Unix und Microsoft sowie die hohen Apple-Preise verlangten neue, strategische Entscheidungen. Aber welche? Der Apple-Kurs pendelte zwischen 3 und 6 $, was McNealy auf die Idee brachte, Apple zu übernehmen, fast gelang es. Er hätte dem Mac damals das Unix-System verpaßt, das dieser heute erst besitzt. Für beide Unternehmen hätte es einen großen Sprung bedeutet. SUN konnte mit seiner hohen Qualität gegenüber den Preisen von Microsoft und HP nicht mithalten und wurde letztes Jahr von ORACLE übernommen. Bei Apple konnte auch der Deutsche Spindler, der auf den geschaßten Sculley folgte, den gordischen Apfelknoten nicht durchhauen. Der Verwaltungsrat nahm das Rückkehrangebot von Jobs an, der auf eine Multimedia-Konsum-Strategie setzte, und auf seinen Nimbus als alternativer Anti-Bill-Gates-Held.  
Er übernahm von MS das USB-System und sogar die Intel-Architektur und kam mit dem iPod und dem Liedchen-Laden iTunes groß heraus, wie überhaupt das Internet mit den vielen unbedarften Nutzern besonders Apple aus der Stagnation half.
Scott McNealy hätte, wie er vor kurzem sagte, iPod und iPad verhindert ("Mit mir hätte es keine iPods oder iPads gegeben"), er wollte ein ernsthaftes Unternehmen aus dem Apfel schnitzen. Ob er das geschafft hätte, steht dahin. Erfolgreich war letztlich die Unterhaltungsstrategie mit dem mediengängigen Jobs, dem Alternativen, "der seine Drogenerfahrungen nicht missen wollte". So ein bunter Vogel zieht in der Konsumwelt und den Medien. Das iPad (als Tablett-PC) präsentierte HP schon vor ein paar Jahren, da blieb es unbeachtet. Erst die Steve-Jobs-Show machte es zum Erfolg. Die wiederum war angewiesen auf eine esoterische Gemeinde, die Microsoft haßte und jeden Apfel auch mit Wurm für den vierfachen Preis erwarb, wenn ihn nur der Guru zelebrierte. Bei den Inszenierungen spielten die Medien gern mit.

Es war eine spannende Geschichte mit Hollywood-Ende, der Held tot, die Mission erfolgreich. Auch eine Kapital-Geschichte. Nicht die Multimillionen-Schlagersänger wie Michael Jackson und Madonna investierten im Silikontal südlich von Frisko, aber die Wall-Street-Großverdiener taten es. Die legten gerne mal 50 Mio. in den Wagniskapitaltopf, aus dem heraus sich viele Computerfirmen gründeten. Das meiste Geld war verloren, niemand kennt außerhalb Kaliforniens die vielen Unternehmensleichen, die Firmennamen, die es nicht zum Erfolg schafften. Aus vielen Gründen. Weil das Kapital nicht reichte. Weil der Chef löten, aber nicht verkaufen konnte. Weil das Internet zu spät kam, und ähnliches mehr. Aber ohne die Riesenboni der Wallstreet wären es noch mehr gewesen. Manche jedoch schafften es mit den richtigen Egomanen an der Spitze und mit dem Glück der Tüchtigen, das unverzichtbar dazugehört. Apple gehört dazu. Dank der Riesengewinne von Microsoft, das Apple einmal rettete.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Ethisch besonders wertvoll





 
Das Gute als QuickTake  - praktisch, teuer, begrenzte Qualität - aber 1996 die erste digitale Kamera auf dem Massenmarkt. Damals war Michael Spindler Apple-Chef.

Die alten Bilder lassen sich nicht mehr ohne spezielles Programm öffnen





- “Mit Steve Jobs verliert die Computerbranche auch eine ethische Instanz “,
schreibt ein Redakteur in der NZZ vom 8.10.11.
Viel wurde geschrieben zum frühen Tod des erfolgreichen kalifornischen Computerbauers.
Ich hätte mir gewünscht, daß 1990 die Journalisten etwas mehr über Apple und den Mac geschrieben hätten. Damals erfuhr man nur etwas darüber, wenn man selbst recherchierte. Ich tat es und entschied mich aus Effizienzgründen für Apple, obwohl ich der etwas esoterischen Mac-Szene nicht viel abgewinnen konnte. Wenn ich jetzt bei den Herdentieren sogar von der “ethischen Instanz” Jobs lese, dann möchte ich doch daran erinnern, daß es Apple mit den Text-Arbeitern nicht gut meinte. Anders als bei Microsofts WORD sind alte Claris-Dateien auf dem Mac nicht mehr lesbar. Das ist eine schlimme Mißachtung der Texterstellung zugunsten der bunten Bilderwelt, und vielleicht sollte man fragen: Konnte Jobs eigentlich lesen und schreiben? Auch wird derzeit berichtet, in anerkennendem Ton, daß er auch auf der inneren Platinenschönheit des Macs bestanden und dafür keine Kosten gescheut habe. Das ist mutwillige Produktverteuerung.
Wer damals die Mac-Geräte teuer bezahlt hat, sehr teuer!, der kann schwerlich den Gedanken unterdrücken: Brate in der Hölle, Steve! Wenigstens für fünf Minuten.

Es gehört zu den Verdiensten des Bill Gates, von der Mac-Sekte als DOSenhersteller veräppelt, bezahlbare Computer-Massenware weltweit verbreitet zu haben. Das hat auch Apple vor der Pleite gerettet. Und die UNIX-Systeme von SUN waren stets stabiler als die hübschen Äpfelchen. Heute setzt Apple ebenfalls eine UNIX-Variante mit Intel-Prozessoren ein. Damit sind auch alte Mac-Lay-out-Dateien und -Programme nicht mehr verwendbar.

Es ist ein altes Lied. Erst wird der Außenseiter von den Herdentieren ignoriert, dann, nach dem späten, großen Erfolg, sprechen sie ihn heilig. Darin dürfen wir eine Konstante menschlichen Verhaltens sehen, konserviert von entsprechenden stammesgeschichtlichen Dispositionen. Die Herde braucht den Führer, und dem dient das Verehrungsbedürfnis der Geführten. Divinisierung inbegriffen.  

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Nicht paradiesisch






Wann treffen wir drei uns das nächstemal
Bei Regen, Donner, Wetterstrahl?

Shakespeare, Macbeth, 1. Szene




- Ägypten, Christenverfolgung:
“Wir wissen bislang von 35 Toten und 200 Verletzten.
...
KNA: Blicken wir trotz alledem auf die politische Großwetterlage - wie hat sich die Lage für die Kopten seit dem Sturz von Hosni Mubarak im Frühjahr verändert?
Damian: Im arabischen Frühling haben wir das schöne Gesicht der Revolution gesehen, nun zeigt sich die hässliche Fratze dahinter. Unter Mubarak hatten die Kopten zwar auch keinen gesetzlich garantierten Schutz - aber er hat mit seinem persönlichen Einsatz jene Kräfte in Schach gehalten, die nun nach vorne drängen und den Kopten gefährlich werden können.

KNA: Welche sind das?
Damian: Es gibt derzeit drei wichtige Kräfte im Land: die Übergangsregierung, das Militär und die Islamisten. Im Militär gewinnen die religiösen Extremisten immer mehr die Oberhand. Und uns fehlt zugleich ein seriöser Ansprechpartner, der unsere Interessen vertritt. Solange man nicht ehrlich über die Probleme redet und die Täter unbehelligt bleiben, ist ein Ende der Gewalt nicht in Sicht. “
domradio.de/aktuell/77028/die-haessliche-fratze-der-revolution-gesehen.html

- In Syrien hat sich der Chef der Orthodoxen Christen auf die Seite der Regierung gestellt und darauf hingewiesen, daß in Damaskus und Aleppo alles ruhig sei; die westlichen Medien verbreiteten ein einseitiges Bild; er fürchte beim Sturz der Regierung Christenverfolgungen. (DLF 10.11.11)

Bei der Reportage auf arte gestern abend fielen immer wieder islamische Bezüge auf: “Allah, Paradies, Märtyrer”; die wenigen Frauen, die ins Blickfeld gerieten, trugen Kopftuch. Die stärkste Oppositionsgruppe dürften die sunnitischen Muslimbrüder sein, die die regierenden Alewiten (eine schiitische Richtung) und andere Ungläubige gerne schnell ins Paradies exekutieren würden.

- Koran: „Wahrlich, in die Herzen der Ungläubigen werfe ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab“ Sure 8,12