Samstag, 26. November 2011

Ornament und Hysterie





Was kommt von was?

Auf dieser freudlosen Couch wäre auch Adolf Loos hysterisch geworden
(Foto: Konstantin Binder / Wiki.)



- Advent, Advent, da ist sie wieder, die Literaturbeilage, dick und fett mitten in der Zeitung, so daß das Titelblatt beim Einschieben in den Briefkasten zerknittert wird.
Meist ist Literatur nur etwas für Leser, die viel Zeit haben und wenig wissen wollen.

- Eine andere Beilage sorgt ebenfalls für zerknitterte Titelblätter: die Stellenanzeigen. Wieviel Prozent der Leser beachten die?


- Unvermeidlich? Wohlstand führt zum Sozialdemokratismus, dieser zur Perforation des Leistungswillens auf breiter Front.
Wohlstand kann natürlich auch zu dem führen, was Nancy Mitford in "Wigs on the Green" beschreibt, als "Landpartie mit drei Damen" neu auf Deutsch erschienen und mit einem Nachwort von Charlotte Mosley versehen. (Graf Vlg., München)

Freitag, 25. November 2011

Da war doch noch was: Einigkeit und Recht und ... und ... irgendwas war da noch





Verschattet




Heidelberg - Erstmals Freiheitsindex für Deutschland vorgelegt

23.11.2011
“ Neuer Index bemisst Stellenwert der Freiheit in Bevölkerung und Medien. Entwickelt wurde er vom John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung an der SRH Hochschule Heidelberg. Partner sind das Institut für Demoskopie Allensbach und das Institut für Publizistik der Universität Mainz

• Gleichheit und Sicherheit werden höher geschätzt als Freiheit
• Bei unter 30-Jährigen steigt die Bedeutung des Wertes Freiheit
• Der Ruf nach Verboten nimmt zu

Die Wertschätzung der Freiheit in der Bundesrepublik Deutschland wird erstmals mit wissenschaftlichen Methoden in einem Index erfasst. Das John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung an der SRH Hochschule Heidelberg (JSMI) hat dazu den „Freiheitsindex Deutschland“ entwickelt. Partner sind das Institut für Demoskopie Allensbach und das Institut für Publizistik der Universität Mainz.
Auf einer Skala von -50 bis +50 befindet sich der für 2011 ermittelte Zahlenwert des „Freiheitsindex Deutschland“ bei -3.

Freiheit hat demnach bei den Deutschen insgesamt offenbar nur noch einen geringen Stellenwert. Andere Werte wie Gleichheit, Gerechtigkeit und Sicherheit werden höher geachtet.
Bei unter 30-Jährigen nimmt die Freiheitsorientierung allerdings im Vergleich zu früheren Untersuchungen zu. So stimmten 58 Prozent der befragten unter 30-Jährigen der Aussage zu „Jeder ist seines Glückes Schmied“. 2003 waren es nur 43 von Hundert.
„Erfreulich ist, dass junge Menschen nicht einseitig staatsgläubig sind, sondern eigenverantwortlich die Gesellschaft mitgestalten wollen“, sagte die Direktorin des JSMI, Ulrike Ackermann. Sie bekleidet an der SRH Hochschule Heidelberg die bundesweit einzige Professur für Freiheitsforschung.

Die Bürger sehen offenbar keinen Widerspruch zwischen der Zustimmung zum Wert der Freiheit einerseits und der Forderung nach mehr staatlicher Regulierung andererseits. Dies gilt selbst im Bereich der persönlichen Lebensführung. So stimmten 65 Prozent für ein Verbot ungesunder Lebensmittel und 52 Prozent waren dafür, Kredite zu verbieten, wenn jemand bereits verschuldet ist. In Sachen Meinungsfreiheit haben die Forscher einen Rückschritt festgestellt: Die Bürger sind vorsichtiger geworden, wenn es darum geht, Themen wie Integration, Sozialismus und Klimawandel kritisch anzusprechen.
Für den Freiheitsindex Deutschland wurden 1.800 Bundesbürger nach wissenschaftlichen Standards befragt und mehr als 2.000 Artikel in überregionalen Printmedien ausgewertet. Demnach hat Freiheit in den analysierten Medien einen geringeren Stellenwert, als in der Gesamtbevölkerung. Angesichts der Tatsache, dass gerade die Medien auf Werte wie Meinungsfreiheit und Pressefreiheit angewiesen sind, ein erstaunliches Ergebnis.

Der Freiheitsindex Deutschland und das John Stuart Mill Institut für Freiheitsforschung werden von der SRH Holding, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Heidelberg, finanziert. Der Index soll künftig jedes Jahr erhoben werden, kündigte SRH Vorstandschef Prof. Klaus Hekking an. Ab 2012 wird zusätzlich der Stellenwert der Freiheit in der Gesetzgebung untersucht. “

http://www.mrn-news.de/news/heidelberg-erstmals-freiheitsindex-fuer-deutschland-vorgelegt-51336

Donnerstag, 24. November 2011

Geglücktes Leben





"Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist viel Zeit, die wir nicht nutzen." Seneca, Briefe an Lucilius



So ist es überwiegend, allerhand Unnützes und Überflüssiges säumt den Weg, der dann irgendwann endet. Elisabeth S., die dieser Tage verstarb, hat fast neun Jahrzehnte gesehen und erlebt. Man hat den Eindruck, daß sie ihre Zeit gut genutzt hat für ihr Leben, ihre Familie und ihren Beruf, den sie wiederaufnahm, nachdem die Kinder auf gutem Weg waren. Es ist angenehm, wenn man ein offenbar geglücktes Leben sieht, diesen Eindruck vermittelte jedenfalls E.S., sogar die Ehe scheint, komplementär gelagert, gelungen zu sein. Trotz des langen Lebens blieb sie interessiert an Vielem über das Private hinaus. Da kann man nur staunen und gratulieren.

Mittwoch, 23. November 2011

Kein Tomatensaft, bitte - soll schon was Echtes sein






- Schwere Todestagskonjunktur. - Kleist hatte keine Angst vor Blut, ob "Penthesilea" oder "Hermannsschlacht"; in fünfzehn Stücken endet die junge Hally, erdolcht von Theuthold, ihrem Vater. Nicht nur Penthesilea, auch Kleist zeigt Sinn für Vernichtungsrausch - kein gemütliches Gemüt bewegte diesen Mann von der frühen "Familie Schroffenstein" bis zu seinem Freitod. Hat der Kerl auch noch seine Freundin erschossen.
Kleists pathologischer Hang zum Schrecklichen und Absonderlichen wird verschiedentlich als “modern” apostrophiert. Das aber wäre eine Moderne, deren Schlüsselmerkmal die Lust an der Grausamkeit wäre. Eine solche Lust aber ist uralt und schon beim Schimpansen zu Hause. Sind die Absonderlichkeiten im AMPHITRYON und in der MARQUISE VON O. modern? Höchstens insoweit, daß die Moderne allerhand Skurrilitäten zuläßt und das Feuilleton sich daran erfreut.
Kleist war ein Psychopath mit Sprachgenie und einschlägiger Intelligenz, nicht mehr und nicht weniger. Goethe meinte nicht zu unrecht:
“Sein Hypochonder ist zu arg; er richtet ihn als Menschen und Dichter zugrunde.”
(Gespräch mit Falk, 1809)

> Das zu Goethe zeitnahe GRIMM'sche Wörterbuch gibt für 'Hypochonder' an: "milzsüchtiger, grämlicher, zu finstern Vorstellungen geneigter mensch" (die Grimms schrieben klein und "Göthe")

Dienstag, 22. November 2011

Die Sonne macht's, sagen Svensmark, Veizer, Kroonenberg



Wanderer, kommst Du nach München, mit dem E-Auto wirst Du wahrscheinlich laufen müssen, denn die Automobiltechnische Zeitschrift berichtet von einem DEKRA-Test des Citroen C-Zero, baugleich mit dem Mitsubishi i-MieV, in dem 138 km Reichweite für den Sommer (22°) ermittelt wurden, aber nur 65 km bei -5°C (FAZ 22.11.).
Wanderer also, gelaufen oder gefahren, egal, vom 25. bis 26.11.11 findet in München die IV. Internationale Energie- und Klimakonferenz statt:
>
Neu im Programm: Donna Laframboise und Vera Lengsfeld

Freitag, 25. November 2011

09.10 Uhr
IPCC - Warum fast nichts, was Sie über das IPCC wissen, wahr ist
Donna Laframboise
Blog nofrakkingconsensus.com

09.45 Uhr - 11.30 Uhr
Podium: Messwerte vs. Modellwerte
Reale Temperaturmessungen vs. Klima-Alarmismus
Prof. Horst-Joachim Lüdecke
Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes
Gletscher- und Waldentwicklung in alpinen Hochlagen der letzten 10.000 Jahre
Prof. em. Dr. Gernot Patzelt
Universität Innsbruck
Anthropogener Meeres-Spiegel-Anstieg: Vom Konstrukt zur Panik!
Dipl. Meteorologe Klaus-Eckart Puls
Pressesprecher EIKE

Panel: Kosmische Strahlung, CO2 und Klima
Klima, Wasser, CO2 und die Sonne
Prof. Dr. Jan Veizer
Department of Earth Sciences, University of Ottawa
Der Einfluss kosmischer Strahlung auf das Klima – Neuste Erkenntnisse und deren Bedeutung für das Verständnis des Klimawandels
Prof. Dr. Nir Shaviv
Racah Institute of Physics - The Hebrew University of Jerusalem

Die klimatische Rolle der Sonne und der kosmischen Strahlung
Prof. Dr. Henrik Svensmark
Centre for Sun-Climate Research des Danish National Space Centre

Podium: Update zur CERN Studie über Kosmische Strahlung und den Klimawandel
Prof. Dr. Jan Veizer, Prof. Dr. Nir Shaviv, Prof. Dr. Henrik Svensmark
17.30 Uhr – 19.00 Uhr
Vom Umgang mit der Wahrheit bei Forschern und Projektenwicklern
Die unendliche Geschichte des Hockeysticks

Andrew Montfort
Bishop Hill blog

Der Schein trügt – Was haben windige Verträge mit Windkraft zu tun?
Dipl. Ing. Tilman Kluge
Bad Soden am Taunus


19:30 Uhr
Bei der Rettung des Klimas stört der Mensch
Vera Lengsfeld


Samstag - 26. November 2011

Panel: Vorhersagen vs. Szenarien
Klimawandel zwischen Modellen, Statistik und Ersatzreligion
Prof. Dr. Werner Kirstein
Institut für Geographie, Universität Leipzig
Wie akkurate und langfristige Wettervorhersagen möglich sind
Piers Corbyn
Weather Action, London

Climategate – Die Geschichte einer Vertuschung
Andrew Montfort
Bishop Hill Blog


Panel: Klima- und Energiepolitik – Wunsch und Wirklichkeit

Deutschlands Energiewende und ihre Kosten – Plan und Wirklichkeit
Prof. Dr. Gerd Ganteför
Universität Konstanz

Spuren verwischen: Der “Weltklimarat” IPCC und sein Verständnis von Transparenz
Dr. Christopher C. Horner
Center for Energy and Environment, Competitive Enterprise Institute, Washington, DC
17.30 Uhr – 18.30 Uhr
Klimapolitik – eine Gefahr für die Freiheit
Prof. Dr. Gerd Habermann
Universität Potsdam, Friedrich A. von Hayek Gesellschaft
(vollständies Programm siehe www.berlinmanhattan.org/ )