Mittwoch, 25. April 2012

Darf's etwas länger sein?





Grabmal für die 27 Opfer des Seriensexualmörders Fritz Haarmann 

(Bild: Tim Schredder / Wiki.) 





Der Rechtsstaat ist wichtiger als die Demokratie, das zeigen u.a. positiv Singapur und negativ Rußland und die Ukraine. Ein demokratischer Rechtsstaat ist natürlich noch wertvoller. Doch neigt die Demokratie zum Despotismus der Mehrheit, darauf wies schon Tocqueville in seiner bedeutenden Schrift “Über die Demokratie in Amerika” hin. Seitdem die Demokratien der Gegenwart sozialdemokratisch orientiert sind, wurde auch der Rechtsstaat fürsorglich. In der Täterorientierung wird er zur Bedrohung potentieller Opfer. Schwerwiegend ist das im wichtigsten Bereich, der Gewalttaten gegen Leib und Leben. Es gibt keine vornehmere Pflicht des Staates überhaupt, als Gewaltverbrechen zu verhindern, insbesondere Kinder vor Kriminellen zu schützen. Wenn diesem Auftrag durch Sicherungsverwahrung gefährlicher Triebtäter nachgekommen wurde, dann hat der Staat pflichtgemäß gehandelt. Wenn jetzt vier Gewaltverbrechern im Nachgang eines Urteils des “Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte” von einem deutschen Gericht “Schmerzensgeld” in Höhe von 240.000 Euro zugesprochen wurde, dann kann man nur eine Denaturierung des Rechtsstaates in der sozialdemokratischen Demokratie konstatieren.  

Dienstag, 24. April 2012

Kompliment!



Wer hat's denn hier bekommen?














Kompliment 
Geht das runter 
Noch dünner wird die Großhirnrinde 
Schmilzt wie Butter 
Still steht der Verstand 
Handstreich bis zum Stammhirn 
Das kringelt sich auf dem Rücken 
Läßt sich den Bauch streicheln 
Und tiefer 
Und noch die Zehen  
Fühlen sich obenauf 

Wolf Doleys 



Montag, 23. April 2012

Fronkreisch






Was liest er denn da? Den 18. Brumaire des Louis Bonaparte? 

Wie Wolf in Frankreich (1974)


Frankreich hat gewählt, im ersten Wahlgang lagen Sarkozy und Hollande gleichauf mit rund 28 %, Le Pen erreichte rund 18 %, insgesamt liegen die ganz linken Kandidaten vorn.
So weit, so schlecht.
Schlecht ist auch die Konstruktion der französischen Präsidialdemokratie. Aus dem Häuptling wurde ein König, aus dem König ein Kaiser Napoleon I., zur Abwechslung versuchte es der Bürgerkönig Louis Philippe, und, nach der Farce des Louis Bonaparte, kam mit der Republik der könig-kaiserliche Präsident aller Franzosen. Er besitzt zuviel Macht im Wasserkopf Paris in einem zentralistischen Land. Wo dem amerikanischen Präsidenten starke Einzelstaaten entgegenstehen und seine Macht kontrollieren, gibt es dergleichen in Frankreich nicht.  
Die Departements regiert Paris. Die Gesetze werden nicht nach Schweizer Art von den Bürgern gegengezeichnet, das besorgt das von den Parteimaschinen über die Kandidatenaufstellung beschickte Parlament.  

So ein Mitterand hat dann tatsächlich die Macht, die Banken zu verstaatlichen und die Wirtschaft in den Dreck zu fahren auf Kosten der Franzosen. Dann kann er kann mit bedauerndem Schulterzucken, nachdem etwas Licht in seinen sozialistischen Verstand gefallen war, alles rückgängig machen. Auf Rechnung Mariannes.
Falls der Linkssozialist Hollande, ein besonders dreister Sozi, die Stichwahl gewinnen sollte, droht Ähnliches erneut.

Sonntag, 22. April 2012

Lisztig



Man glaubt es kaum, aber diese Buchenkeimlinge, 
noch mit dem Keimblatt, werden weder staatlich gefördert noch geistlich betreut - trotzdem (?) sind sie wieder sehr zahlreich.










Alle Machthaber versuchen die Opposition auszuschalten, das ist in Demokratien nicht anders als in gelenkten Demokratien und in Diktaturen. Aber es gibt eine große Breite von Maßnahmen selbst in Diktaturen. 

Die willkürliche und vielfache Erfindung von Oppositionellen, die tatsächlich Anhänger der Diktatur sind, bleibt ein rätselhaftes Alleinstellungsmerkmal der Stalin-Diktatur. Wir besitzen viele Berichte wie Susanne Leonhards “Gestohlenes Leben. Schicksal einer politischen Emigrantin in der Sowjetunion.” und “Fahrt ins Verhängnis. Als Sozialistin in Stalins Gulag. 1983”,  die Zeugnis ablegen von den grauenhaften Verrücktheiten der Stalin’schen Methoden, die nicht nur von breiten Teilen der Bevölkerung, sondern auch vielen westlichen Intellektuellen mitgetragen wurden (Brecht, Gide, Becher etc.). 


Astrid Volpert hat jetzt einige Namen aus den Reihen der BAUHAUS-Emigranten hinzugefügt (Die Frauen des Bauhauses in Moskau, FAZ 21.4.12). Besonders erschütternd der Fall der Margarete Mengel, die 1931 nach Moskau kommt und 1938 frühmorgens verhaftet wird. “Nach Verhören und Folter in der berüchtigten Lubjanka wird sie am 20.8.1938 (...) erschossen. Der elfjährige Sohn bleibt allein in Moskau zurück.”  

Die Künstler und Intellektuellen, die vom Teufel zum Satan flüchteten, verbanden ihre Kunstideologie mit utopischen politischen Vorstellungen. Die Denkfigur wird von einer fixen Idee gespeist, die bei Saint-Simon und Liszt deutlich greifbar wird: Kunst verbessert die Welt, der Künstler steht im Dienste der Weltverbesserung. Wenn dann politische Erlöser-Scharlatane auftauchen, auch wenn sie Putschisten und Gewaltverbrecher sind, so fühlt sich einer wie Brecht aus wohlhabendem, bürgerlichen Hause sofort angesprochen. Auch ein Maurizo Pollini war Mitglied der KPI.   

Nüchterne Rationalität war und ist eine bedrohte Denkart, die Irrationalität ubiquitär. Wenn Organisationen für Irrationales einen halbwegs rationalen Umgang damit gewährleisten können, ist schon viel erreicht. Hier liegt die zivilisierende Bedeutung der christlichen Kirchen, die ihre Mitglieder vor dem Abgleiten in den puren Wahn von Voodoo und Geistheilerei bewahren können.  

Samstag, 21. April 2012

Nichts verschenken


Nichts Neues im April - man beachte den Hagel auf der Nestfichte

- Sabatina James, auch Sabatina (* 1982 in Dhedar, Pakistan) ist eine österreichisch-pakistanische Buchautorin. (Wiki.)
-- Sabatina. Vom Islam zum Christentum - ein Todesurteil, 2003
-- Sterben sollst du für dein Glück. Gefangen zwischen zwei Welten, 2004
-- Tränenhochzeit, 2006
-- Nur die Wahrheit macht uns frei: Mein Leben zwischen Islam und Christentum, Pattloch 2011, ISBN 3629023088

- Der Koran ist in großen Teilen inhaltlich ein mißlungenes Plagiat des Alten Testaments, das jedoch sprachlich sehr reizvoll sein soll. Da Allah ein Araber war, sprach er arabisch im Koran, weswegen ihn die meisten Mohammedaner nicht lesen können und nicht wissen, was darin steht. Das muß man in Sachen Islam in Europa mitdenken. Übersetzungen des Korans werden vielen europäischen Mohammedanern die Augen öffnen und einen laschen Euro-Islam befördern oder sogar eine Abkehr vom Islam einleiten. Die bosnischen Mohammedaner können dafür als Beispiel dienen. Der Islam wurde ihnen bei der türkischen Eroberung aufgezwungen, doch ist er heute nur noch ein Relikt; bei den Türken gelten die Bosnier als eher “Ungläubige”. So wird es dieser Steinzeitreligion auch in ganz Europa ergehen, allerdings werden viele alte Steinzeittürken noch ihre Kinder und Frauen mißhandeln und junge islamistische Fanatiker noch viel Blut vergießen. Kein Grund jedenfalls, der islamistischen türkischen Regierung und ihrer Religionsbehörde Ditib irgeneinen Gefallen zu erweisen, wie dies der unsägliche Schnorrerkönig Wulff, Grüne, CDU, SPD, FDP u.a. wollen. Letztere wendet sich nun auch, den anderen folgend, immer mehr gegen die Marktwirtschaft, die Mutter unseres Wohlstands. Zwei schwerwiegende Gründe, sie nicht mehr zu wählen.