Mittwoch, 20. Juni 2012





Vorsicht! 
Berufspolitiker! 
Deren Karriere beginnt heute bereits im Kinderzimmer, wie im Falle Christian Lindners.  










Anfang des Jahres wurde in der Schweiz per Bürgerabstimmung eine Urlaubsausweitung beim Mindesturlaub abgelehnt, ebenso die Buchpreisbindung. Beides mit guten Gründen.  

Woher stammt diese Klugheit? 
Wohl aus dem Abstimmungsprozeß selbst. Verwaltung, Abgeordete, Parteien und Stimmbürger kontrollieren sich gegenseitig - nichts ist demokratiefeindlicher als Vertrauen - und führen einen Dialog im Kantischen Sinne, daß sich nämlich ein Publikum selbst aufklären könne. Zumindest die Folgen von bestimmten Beschlüssen versucht zu klären. Dies ist schwierig genug, und es sollten sehr verschiedene Gruppen teilnehmen, weil das die Perspektiven erweitert. Keinesfalls darf man das gewählten Berufspolitikern allein überlassen. Sonst kommen so riesenhafte Fehlentscheidungen zustande wie die EURO-Währungsunion. 
Da sei der Stimmbürger Klugheit vor.




Dienstag, 19. Juni 2012






Sieh’ da, sieh’ da, Timotheus, was kommt da aus dem grauen Guß?











Bundesmitgliederversammlung der FREIEN WÄHLER am 16. Juni, 11 Uhr in Geiselwind/Unterfranken
• 14. Juni 2012 • 



“ FREIE WÄHLER als einzige demokratische Kraft für solide Finanzen und gegen den ESM – Verantwortung nach Berlin!
Die FREIEN WÄHLER unterstreichen bei der Bundesmitgliederversammlung am kommenden Samstag in Geiselwind, dass sie eine Kraft der Mitte sind, die Verantwortung übernehmen will - ausgehend von den Kommunen über Land und Bund bis Europa.
Hubert Aiwanger, Bundesvorsitzender der FREIEN WÄHLER und Fraktionsvorsitzender im bayerischen Landtag: „Bundesregierung und Opposition sind gerade dabei, unser Land an die Wand zu fahren. ESM und Fiskalpakt führen zur Vergemeinschaftung der Schulden in der Eurozone und damit zu einem unkontrollierbaren Finanzchaos. Am Ende werden die Sparguthaben der Bürger vernichtet und die Demokratie in Europa gefährdet. Diesen Wahnsinn müssen wir stoppen! Wir FREIEN WÄHLER treten 2013 erstmals auch zur Bundestagswahl an um unsere politische Tradition der Verantwortung nach Berlin zu tragen!“
Die FREIEN WÄHLER erwarten rund 400 Mitglieder aus ganz Deutschland. Nach einer Grundsatzrede des Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger soll eine Resolution mit dem Titel „Für die Zukunft Europas – Nein zu „Rettungsschirmen“ und Zentralismus!“  verabschiedet werden. Es folgt die Beschlussfassung zur Teilnahme an der Bundestagswahl 2013, Satzungsänderungen und Debatte zum Grundsatzprogramm.   “  (www.freiewaehler.eu/)

Das hört sich ja ganz interessant an! Die Volkswirte Carl Christian v. Weizsäcker (MPG Gem.güter Bonn), van Suntum (Uni MS) und Hans-Olaf Henkel sind auch dabei, ein Adenauer-Enkel ebenfalls. Daraus könnte etwas werden.


Die Meldung erschien in der FAZ weit hinten. Es gibt in der FAZ offenbar immer noch viele Redakteure, die eisern am Bundestagsparteienblock festhalten wollen. 
In den Radiosendern DLF, hr2, sr2 und WDR3 und 5 habe ich vom Beschluß der FREIEN WÄHLER gar nichts gehört. Man kann schon von einer Selbstgleichschaltung in vielen Punkten sprechen.   

 




Montag, 18. Juni 2012

Trottel oder Lump?

Gelobtes Land: Meine Jahre in Stalins Sowjetunion von Wolfgang Ruge und Eugen Ruge 
“ Das Studium der Freiheit konnte konnte nirgends besser vorgenommen werden als in dem Land, in dem sie sich zum ersten Mal in der Weltgeschichte wirklich entfaltet. “ KPF-Chef Thorez schrieb das seinem Genossen Garaudy ins Vorwort zu dessen Moskauer Dissertation. Gestern, am deutschen Tag der Freiheit in Erinnerung an den Aufstandsversuch in der Sowjet-Zone 1953, gerade an diesem Tag, an dem die russischen Panzer wieder rollten in Ost-Berlin und Leipzig, Dresden und Halle, an diesem Tag starb passend Roger Garaudy, gesegnet mit Gaddafis Menschenrechte-Preis und dem König-Faisal-Preis für Verdienste um den Islam. So ein Preisträger kommt nicht alle Tage vor. Ein Philosoph, der in Stalins Schreckensherrschaft die Freiheit findet und darüber promoviert, auch nicht. So kann das Philosophenleben sein, besonders bunt fällt es in Akademia aus. Da kann aus einem Garaudy auch ein Ragaa Garodi werden, ein Islamist.  

Die Philosphen haben die Welt nur verschieden interpretiert, das war nur manchmal gut. Es kommt aber darauf an, die Welt in individueller Freiheit zu gestalten. 

Dagegen haben die Parteifritzen etwas, weswegen sie sagen: 
1. Wenn es sich bewegt, besteuere es. 
2. Wenn es sich immer noch bewegt, reguliere es. 
3. Wenn es sich dann nicht mehr bewegt, subventioniere es. 
(Ronald Reagan) 














“ Das Studium der Freiheit konnte konnte nirgends besser vorgenommen werden als in dem Land, in dem sie sich zum ersten Mal in der Weltgeschichte wirklich entfaltet. “


KPF-Chef Thorez schrieb das seinem Genossen Garaudy in das Vorwort von dessen Moskauer Dissertation. 

Gestern, am deutschen Tag der Freiheit in Erinnerung an den Aufstandsversuch in der Sowjet-Zone 1953, gerade an diesem Tag, an dem die russischen Panzer wieder rollten in Ost-Berlin und Leipzig, Dresden und Halle, an diesem Tag starb passend Roger Garaudy, gesegnet mit Gaddafis Menschenrechte-Preis und dem König-Faisal-Preis für Verdienste um den Islam. 

So ein Preisträger kommt nicht alle Tage vor. Ein Philosoph, der in Stalins Schreckensherrschaft die Freiheit findet und darüber promoviert, auch nicht. So kann das Philosophenleben sein, besonders bunt fällt es in Akademia aus. Da kann aus einem Garaudy auch ein Ragaa Garodi werden, ein Islamist.


Die Philosphen haben die Welt nur verschieden interpretiert, das war nur manchmal gut. Es kommt aber darauf an, die Welt in individueller Freiheit zu gestalten.

Dagegen aber haben die Parteifritzen etwas, weswegen sie auf einen Dreischritt schwören
:

1. Wenn es sich bewegt, besteuere es.
2. Wenn es sich immer noch bewegt, reguliere es.
3. Wenn es sich dann nicht mehr bewegt, subventioniere es.
(Ronald Reagan)

Sonntag, 17. Juni 2012

Ist Hasso Plattner verrückt?





Drei bekannte Kunstköpfe in Köln

















 
Von jeder Ecke blökt einen ein Museum an - und Hasso Plattner will in Potsdam noch eins bauen. 
Kann der Mann nicht eine Reformschule bauen, die auf Interesse und Leistung der Schüler setzt? Besinnungsaufsatz inklusive?  

Und zwar in allen drei Schulformen, denn die Lerntypen unterscheiden sich. Dabei müssen die Curricula durchforstet und entrümpelt werden. Lyrik etwa, und speziell Liebeslyrik in der Klasse 10 darf es nur auf freiwilliger Basis geben.
Dazu gehört auch eine große Kampagne zur Reduzierung der Schulpflicht auf acht Jahre, damit praktische Naturen früher den Lehrerinnen entkommen können.
Bei der Berufsschule könnte man damit experimentieren, eine Grund- und Mittelstufe einzurichten, deren sämtliche Lehrstoffe praxisbezogen ausgewählt und organisiert werden und belletristischer Blödsinnsunterricht auf elementare Prosa eingedampft wird (Inhaltsangaben, Beschreibungen, Korrespondenztexte, Gebrauchsanweisungen, Medienkunde  etc.).



Übrigens:

Meinen Strom hätte ich gerne aus Frankreich. Aus sauberer Kernenergie zu 8,5ct/Kwh!
(Noch lieber aus Kanada =~4,5ct/Kwh)

Samstag, 16. Juni 2012

manch trügrisch Bild



Eichendorff   

Der irre Spielmann 

Aus stiller Kindheit unschuldiger Hut 
Trieb mich der tolle, frevelnde Mut. 
Seit ich da draußen so frei nun bin, 
Find ich nicht wieder nach Hause mich hin. 

Durchs Leben jag ich manch trügrisch Bild, 
Wer ist der Jäger da? wer ist das Wild? 
Es pfeift der Wind mir schneidend durchs Haar, 
Ach Welt, wie bist du so kalt und klar! 

Du frommes Kindlein im stillen Haus, 
Schau nicht so lüstern zum Fenster hinaus! 
Frag mich nicht, Kindlein, woher und wohin? 
Weiß ich doch selber nicht, wo ich bin! 

Von Sünde und Reue zerrissen die Brust, 
Wie rasend in verzweifelter Lust, 
Brech ich im Fluge mir Blumen zum Strauß, 
Wird doch kein fröhlicher Kranz daraus! - 

Ich möcht in den tiefsten Wald wohl hinein, 
Recht aus der Brust den Jammer zu schrein, 
Ich möchte reiten ans Ende der Welt, 
Wo der Mond und die Sonne hinunterfällt. 

Wo schwindelnd beginnt die Ewigkeit, 
Wie ein Meer, so erschrecklich still und weit, 
Da sinken all Ström und Segel hinein, 
Da wird es wohl endlich auch ruhig sein. 


Thomas Mann verwendet diese Meeres-Todessymbolik später in seinem “Tod in Venedig”.   



Beruhigend wirken heute Regen und niedrige Temperatur  





“Am liebsten aß er gegrillte Hammelnieren, die seinem Gaumen den schwachduftigen Geruch von Urin vermittelten.” 
So führt Joyce seinen Leopold Bloom ein. ("Ulysses", Joyce)
Arglos schaltet man mittags hr2 ein für die "Weltzeit, Auslandskorrespondenten berichten" und bekommt den "Bloomsday" stattdessen. Diesen blühenden Unsinn. Nach hundert Seiten “Ulysses” habe ich seinerzeit die endlose Schwätzerei aus der Hand gelegt.
Das Einschalterlebnis wiederholte sich auf hr2, WDR3 und sr2 bis Mitternacht, überall Bloomsday. Sehr gut gelesen, übrigens. Man muß auch zugestehen, daß bei aller Belanglosigkeit des Romans darin ein angenehm berührendes Verhältnis zu Dublin aufscheint. Der Mann mochte seine Stadt. Dieses Empfinden kann der Leser bei Döblins “Berlin Alexanderplatz” nicht haben, er wird dort sogar mit völligem Unsinn konfrontiert: “Das Deutsche Reich ist eine Republik, und wers nicht glaubt, kriegt eine ins Genick.” (S. 237) Bei Joyce bleibt es stimmungsvoll, auch wenn über die Unfehlbarkeit des
Papstes schwadroniert wird. Wenn man den “Ulysses” auf Kurzprosaformat eindampfen würde, wäre er möglicherweise so charmant wie die “Penny Lane” der Beatles. Mit 600 Seiten stiehlt er dem Leser die Zeit.


Es gibt Bildungsgegenstände, es gibt Bildungsschutt. Letzteres überwiegt. Die Hälfte der Tage verbringt man damit, sich vom Schutt freizuschaufeln.