Samstag, 29. März 2014

50 Jahre Abbau der kognitiven Textprogrammteile



Den ganzen Tag schon feiern sie sich beim Westdeutschen Rotfunk, Abt. WDR3. Ich höre ihn immer noch oft, besonders das Klassik-Forum. Aber immer weniger, weil ich oft zu Nederland Radio4 und RTBF, BR u.a. schalte. Das Klassikprogramm wurde besonders zugunsten des Jazz stark gekürzt. Dem Jazz lausche ich zwar auch, aber meist nicht zu den Zeiten, die der WDR für richtig hält. Deswegen höre ich vor allem Radio4, weil dort ein verläßliches Programm wartet.-

Klassische Musik gehört zweifellos zur “Kultur”, aber doch zur Sparte Unterhaltung. Musik bedient Gefühle. Wissen und Denken werden durch die Sprache bedient, wenn überhaupt. Und da vermisse ich seit langem die Sendung “Am Abend vorgestellt”, die nicht einmal mehr erwähnt wird. Diese Rezensionen konnten sich hören lassen; auch wenn sie überwiegend linksgewickelt waren, so besaßen sie jedenfalls Niveau. Dergleichen gibt es nicht mehr auf WDR3. Wenn überall das Niveau absackt, warum sollte der WDR3 da eine Ausnahme machen?




"Wie anders tragen uns die Geistesfreuden,
Von Blatt zu Blatt, von Seit' zu Seit'!"

Goe., FAUST

Freitag, 28. März 2014

Schwermetallfresser ohne Erlaubnis des Bundesumweltamtes



Prima, kann man da nur sagen, weiter so.  Da unten ist was los - eingeheizt von der Radioaktivität des Erdinnern.

(Bild: Wiki.)

Für Landtiere wie den Menschen steht das Land im Vordergrund, obwohl es nur einen kleinen Teil der Erde ausmacht. 
Zwei Drittel sind von Meeren bedeckt, und dort soll ja auch das Leben entstanden sein. Unten in der Tiefsee, an den bis zu 400°C heißen Thermalquellen, “Schwarze Raucher” genannt. 

Wärmeliebende Bakterien “veratmen” dort Metalle, wie der Mensch seine Nahrung verbrennt, und sie wandeln Kohlendioxid in Biomasse um, die dann für alle anderen Lebewesen zur Verfügung steht, bis hin bis zur grasenden Kuh auf der Weide.

Donnerstag, 27. März 2014

Haarig




Parallel zur Muskelmode bei den Jungmännern, den immer größeren Ausschnitten und den längeren Haaren bei den jungen Frauen wuchs auch die Genderei an den Unis. Einen kausalen Zusammenhang dürfte es allerdings dabei nicht geben. Während bei schwellenden Muskeln und Busen der sexuelle Zusammenhang auf der Hand liegt, ist dies bei der Haarlänge nicht so klar. Die im Orient verbreitet eingeforderte Haarbedeckung deutet zwar ebenfalls darauf hin, könnte aber auch kulturell veranlaßt sein. Bei einer Pariser Bilder-Schau wird jetzt das Degas-Bild “Auf der Erde sitzende, sich kämmende Frau” gezeigt. Diese Zeichnung liefert einen weiteren Hinweis darauf, daß es sich bei der weiblichen Haarlänge offenbar um einen stammesgeschichtlich kodierten Sexmarker handelt. Nicht nur hat Degas die nackte Dame mit einer Überlänge ausgestattet, hundert Jahre später schreiben auch zwei Feuilletonisten darüber, nämlich Mario Vargas Llosa und Luc Bondy. Und dies auf Anfrage eines weiteren Feuilletonisten, den der Sexmarker offensichtlich auch anmachte.
Llosa: “Diese Zeichnung von Edgar Degas ist aus vielen Gründen wundervoll, vor allem aber deswegen, weil ihre Schönheit von einem machtvollen erotischen Unterton umspielt wird. …” Und Luc Bondy: “Die Erotik des Bildes ist die Menge an Haar, das sie mit dem linken Arm am Kopf hält, als müsse sie vermeiden, dass ihr ganzer Schopf abreißt.
Die Zeichnung erinnert mich an eine Erzählung von Scott Fitzgerald, in der ein Schulmädchen darunter leidet und nicht mehr schlafen kann, weil ihre Kameradin unendlich viele und schöne Haare besitzt, während sie struppige und kurze trägt. Eines Nachts schleicht sie sich ins Zimmer der begnadeten Lockenfreundin und schneidet ihr, während sie schläft, alle ihre Haare ab. …” (Beide FAZ 25.3.14)
Wenn sich Halbstarke, Jungmädels, Islamisten, Orientalen, Belletristen und Theaterleute so unisono äußern, scheint etwas dran zu sein.



Die Gleichstellungsbeauftragte schätzt es kürzer

Mittwoch, 26. März 2014

Blockdenken und von oben herab



Nachdem die Russen die Turkmenen auf der Krim verdrängt haben, wäre es sicher angemessen, wenn Erdogan in Neukölln einmarschierte, denn dort gibt es viele Türken. Außerdem würde das von seinem Korruptionsskandal ablenken.

Hier sieht man, wieviel Schwarzes Meer Rußland besitzt - auch ohne Krim.

(Karte: N. Einstein/Wiki.)

Schmidt wieder
Helmut Schmidt hat sich ganz ähnlich für Putins Krim-Annektion geäußert wie sein Parteifreund und Putins Einflußagent Schröder.
Das erinnert an die seinerzeitige Ostpolitik. Es war von Anfang an das Problem der Entspannungspolitik, die kommunistischen Diktaturen schöngeredet zu haben - wirtschaftlich seien sie stark, außerdem frauenfreundlich und bildungssolide etc. All das hat sich als weitgehend leeres Gerede entpuppt. Die Wirtschaftsschwäche kennzeichnet den Osten bis heute, die Frauen müssen aus Armutsgründen arbeiten, Kinder werden in KiTas gesteckt, die Bildungssysteme liefern schwache Ergebnisse. Helmut Schmidt ging lieber mit dem polnischen KP-Chef Gierek segeln als mit der SOLIDARNOSZ zu sprechen, die durch ihre mutige Initiative die Befreiung des Ostblocks in Gang setzte. Schmidt hat ganz offenbar nichts dazugelernt.  

Dienstag, 25. März 2014

Neue Verträglichkeit


„TROTZ BÖRSENHAUSSE Sieben Anzeichen für den Abstieg Amerikas

18.3.14 10:20 • Finanzen100
5 - Derzeit leben 29 Prozent aller Amerikaner im Alter von unter 35 Jahren bei ihren Eltern- ein neuer Rekord. Das liegt nicht etwa nur an der Bequemlichkeit der Jungen. Vielmehr leiden sie unter ihren hohen Schulden und dem geringen Job-Angeboten. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das Volumen an Studienkrediten mehr als vervierfacht auf 1,08 Billionen Dollar. Das Volumen ist damit deutlich größer als das der Kreditkartenkredite aller Amerikaner, das bei „nur" 683 Mrd. Dollar liegt. Laut einer Umfrage haben sich 2008 rund 25 Prozent aller Amerikaner im Alter zwischen 18 und 29 Jahren zur „Unterschicht" gezählt. 2014 waren es 49 Prozent.”“ ////
WD: Auch in Deutschland bleiben viele Kinder als Erwachsene im Elternhaus - oft wird der Dachboden ausgebaut. Diese neue Verträglichkeit liegt am Fortschreiten des Zivilisationsprozesses. Die Eltern kehren nicht mehr Härte und Lieblosigkeit hervor, sie haben mehr an Einfühlung und an Entwicklungspsychologie gelernt. Der Umgang wurde freundlicher und angenehmer zwischen den Generationen. Im Orient ist das heute noch völlig anders.
Absurd ist es, diese Entwicklung mit Verschuldung und geringen Jobangeboten in Zusammenhang zu bringen, gerade in den USA, wo der Arbeitsmarkt viel besser funktioniert als in den meisten westeuropäischen Ländern.
Das Zitieren von Umfragen gehört ebenfalls in die Abteilung LUG UND BETRUG, Umfragen können tatsächlich noch windiger sein als ihr Ruf. Fragen nach der Selbsteinschätzung bedürfen besonderer Sorgfalt. Von außen läßt sich ihre eventuell sinnvolle Anordnung in einem Interview nicht erkennen. Ohnehin sind konkurrierende Ergebnisse nötig, ein Ergebnis allein ist immer zu wenig. Umfragen mit dem schillernden Schichtungsbegriff lassen sozialdemokratische Auftragstellung vermuten.
Die Finanzjournalisten haben hier einen Gipfel des tendenziösen Smalltalks erklommen