Montag, 19. Mai 2014

Schweiz Abstimmung Marche Blanche





Der Zeitgeist hat sich bei dieser Vorlage erneut durchgesetzt. Von einem harten Strafrecht erhofft sich der Souverän mehr Opferschutz und Gerechtigkeit. Ähnlich wie bei der Verwahrungs-, der Unverjährbarkeits- oder der Ausschaffungsinitiative werden bereitwillig Grundsätze unserer Rechtsordnung geopfert wie jener der Verhältnismässigkeit. Diese sichert uns allen das Recht zu, nach der Schwere und den Umständen der Tat beurteilt zu werden. Im Fall von straffälligen Ausländern, gefährlichen Straftätern und nun für Pädophile ist dieses Prinzip ausgehebelt worden. Es ist nicht mehr der Richter, der im Einzelfall das Gesetz anwendet. Es ist das Volk, das richtet. Direkt per Volksentscheid, niedergeschrieben in der Verfassung.
So Nadine Jürgensen in der NZZ nach dem Volksentscheid in der Schweiz gestern. Zeitgeist und Richter. Wem fiele da in der Schweiz nicht der Fall des jungen Gewalttäters „Carlos“ ein, für dessen richterlich verfügte Erziehung die Schweizer bisher 1 Million Franken aufbringen durften? 

Zur Kinderschänderei fällt einem in Deutschland u.a. folgendes ein:
„Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle (GRÜNE)
Die „Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule, Päderasten und Transsexuelle“ (BAG SchwuP) setzte sich u.a. für eine Legalisierung von päderastischen Praktiken ein. 1984 erfuhr die BAG SchwuP eine Aufwertung, indem sie dem Arbeitskreis „Recht und Gesellschaft“ der Bundestagsfraktion zugeordnet und von der Bundespartei und der Bundestagsfraktion finanziert wurde.[7][8] Ihr letzter Koordinator war Dieter F. Ullmann, der wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern wenigstens sechs Mal verurteilt wurde und ab 1980 immer wieder im Gefängnis saß. Zugleich war Ullmann auf Landes- und ab 1985 auch auf Bundesebene bei den Grünen aktiv. Im Jahr 1987 wurde die BAG SchwuP aufgelöst.“ Wikiped.
Viele Richter folgen heute noch dem rotgrünen Zeitgeist von 1980. Jürgensen ist wahrscheinlich zu Jung, um etwas von der Abfolge von Zeitgeistern zu kennen, und kleine Töchter und Söhne hat sie vermutlich auch nicht. Um die geht es aber. Da hat eine Mehrheit von abstimmenden Bürgern den rotgrünen Richtern die rote Karte gezeigt bei Ausübung ihrer Verwöhnrechtsstaatlichkeit.









Sonntag, 18. Mai 2014

Warnung vor dem Kante












FAZ 14.05.2014. 

Mobbing schadet Kindern langfristig

Mobbing in der Schulzeit beeinträchtigt die körperliche Gesundheit eines Menschen langfristig, ergab eine Studie amerikanischer Wissenschaftler um Elizabeth Costello vom Duke University Medical Center in Durham, North Carolina. ...

Zudem gaben die Kinder und Jugendlichen Blutproben ab, in denen der Gehalt an C-reaktivem Protein festgestellt wurde. Das C-reaktive Protein ist ein biologischer Marker für einen Entzündungszustand im Körper; es kann Hinweise geben auf einen generell schlechteren Gesundheitszustand. Bei Kindern, die unter Mobbing gelitten hatten, waren die Werte im jungen Erwachsenenalter deutlich stärker gestiegen als bei Kindern, die nicht gemobbt worden waren. Je häufiger ein Teilnehmer Opfer geworden war, desto stärker stiegen die Werte, schreiben die Forscher in den „Proceedings“ der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (doi: 10.1073/pnas.1323641111). Zudem waren aber die Werte bei Kindern, die selbst andere gemobbt hatten, erniedrigt – aktives Mobbing erwies sich sogar als Schutzfaktor.       huch    

Nun soll man bei jeder Studie erst einmal abwarten, was die nächste Studie erbringt. Es sei denn, die Lebenserfahrung und der Umgang mit Menschen verschiedenster Art in allen Bereichen der Gesellschaft verleiht dem Ergebnis einer Studie Plausibilität. Gerade gibt es ja den Fall des Meteorologen Lennart Bengtsson, der die Herde der Klima-Propagandisten verließ und zum Beirat der GWPF wechselte, darauf stark gemobbt wurde und seinen Wechsel widerrief, weil er dem Druck der Klima-Mobber entgehen will. Ein düsteres Kapitel der Wissenschaftsgeschichte und eine Bestätigung der Mobbing-Studie der Tendenz nach. Man müßte mal die Werte des C-reaktiven Proteins bei den Klima-Klamaukern und bei Bengtsson messen.
In jedem Fall aber darf man Menschen wie Kant in solchen Fragen nicht trauen:

Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Ich sehe sie beide vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz.” Kant, Kritik der praktischen Vernunft, Beschluß, Meiner S. 186


Was für Kant selbst gilt, gilt für andere mitnichten. Oft trifft genau das Gegenteil zu. Deswegen sind die Kantischen Kritiken, besonders die der praktischen Vernunft, erst in vorgerücktem Alter zu lesen. Sonst steht man in der Gefahr, sie ernstzunehmen und ein geeignetes Mobbing-Opfer zu werden.

Samstag, 17. Mai 2014

Zivilcourage in Neukölln Doku Berlin Straffrei prügeln, bis der Arzt... /// WD : “Ladendiebe verprügeln Baumarktmitarbeiter” ist eine kleine Meldung im Kölner Stadt-Anzeiger überschrieben, sie endet mit der Feststellung: “Alle drei Männer sind polizeibekannt und bekamen Anzeigen.” Wem fiele da nicht der Bericht aus Berlin ein, wo zwei junge Araber zwei Funkstreifenbeamte der Polizei verprügeln, weil das Polizeiauto ihnen zu langsam fuhr? “Einsatzwagen zu langsam – BMW-Fahrer geht auf Polizisten los Ein Autofahrer und sein Begleiter griffen die Besatzung eines Einsatzwagens in der Karl-Marx-Straße an. Zuvor hatte sich der 26-Jährige geärgert, dass der Einsatzwagen zu langsam vor ihm her fuhr. Ein Autofahrer und sein Begleiter haben am Donnerstagnachmittag die Besatzung eines Einsatzwagens in Neukölln an. Der Grund: Offenbar hatte sich der 26-Jährige darüber geärgert, dass der Einsatzwagen zu langsam vor ihm her gefahren war. 70 Menschen beobachteten das Geschehen, aber niemand griff ein, um den Polizisten zu helfen. Nach den bisherigen Erkenntnissen war eine Funkstreife gegen 16.50 Uhr wegen eines Verkehrsunfalls in die Karl-Marx-Straße gerufen worden. Als die Beamten den Einsatzort suchten und sich niemand bemerkbar machte, fuhren sie mit geringem Tempo auf der rechten Spur die Karl-Marx-Straße in Richtung Grenzallee entlang. Auf Höhe eines Einkaufszentrums an der Ecke Flughafenstraße hielt der Einsatzwagen in zweiter Reihe, worauf ein BMW auf der linken Fahrspur neben dem Funkwagen stoppte. Der Fahrer schrie durch das geöffnete Fenster, dass das Polizeiauto schneller fahren solle. Danach setzte der Mann den BMW vor den Einsatzwagen Der Fahrer und dessen Begleiter stiegen aus und gingen auf die Polizisten zu. Im weiteren Verlauf kam es zu einer Rangelei, bei der eine 33 Jahre alte Polizeikommissarin einen Schlag ins Gesicht erhielt. Verletzte Polizistin Ob der Autofahrer oder der 19 Jahe alte Begleiter zuschlugen, ist noch nicht abschließend geklärt. Die Angreifer stiegen dann wieder in den BMW und wollten wegfahren. Der Aufforderung, sich nicht zu entfernen, wollten beide nicht nachkommen, so dass die Beamtin die Tür an der Fahrerseite öffnete. Der 26-jährige Autofahrer schlug daraufhin die Tür wieder zu und traf dabei die Polizistin an der Schulter. Erst weitere Beamte, die zur Verstärkung kamen, konnten schließlich die Flucht der aggressiven Männer verhindern und nahmen deren Personalien auf. Anschließend durften die beiden ihre Fahrt fortsetzen. Sie müssen sich nun wegen Körperverletzung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Nötigung im Straßenverkehr verantworten. Die Polizistin klagte über Schmerzen in der Schulter und am Kopf, musste aber nicht ärztlich behandelt werden und setzte ihren Dienst fort. Während des Einsatzes entstand eine Menschentraube von rund 70 Personen, die das Geschehen verfolgte. Den Beamten kam jedoch niemand zu Hilfe. Der Einsatz erhält durch die Diskussion um sogenannte No-Go-Areas in Berlin besondere Brisanz. Immer wieder waren Äußerungen laut geworden, nachdem Polizisten in manchen Gebieten Berlins nicht mehr für Sicherheit und Ordnung sorgen könnten. Das war von Politik und Senat aber immer wieder zurückgewiesen worden.” Berliner Morgenpost 30.8.13 Insofern ist es sehr begrüßenswert, daß der DLF einmal über seinen linken Schatten springt: DAS WOCHENENDJOURNAL / Beitrag vom 17.05.2014 GESELLSCHAFTKnigge für Migranten? Redakteur am Mikrofon: Ulrich Gineiger. Türkischstämmiger Polizist in München (Sascha Schuermann/ddp) In einem Leserbrief hat sich eine griechischstämmige Polizistin aus Bochum Luft gemacht: Tagtäglich wird sie von verhaltensauffälligen Migranten angepöbelt, beleidigt und attackiert. "Ich kenne nicht wenige Kollegen, die für diese Machtspiele keine Kraft mehr haben", schrieb sie wörtlich. Ihr Leserbrief hat eine öffentliche Diskussion entfacht: Wie soll die Gesellschaft umgehen mit Migranten, die den Staat des Gastlandes ablehnen, straffällig werden und die Polizei offenkundig hilflos reagiert?

Freitag, 16. Mai 2014

ALS, Alzheimer, Parkinson im Visier







Und viel Holländisches ist auch dabei – rechts die Preisträgerin Höing aus dem Münsterland. 



Zuerst der MTZ-Preis 2013, jetzt der Wissenschaftspreis des Industrieclubs in Düsseldorf und dabei gleich die Preissumme verzehnfacht auf 25T € – so kann es weitergehen für die über den Zweiten Bildungsweg zur Mikrobiologie gekommene Susanne Höing aus dem MPI-Institut des 2004 aus den USA heimgekehrten Hans Schöler.

Höing forscht in Münster am Schutz von Motorzellen, damit Nervenkrankheiten wie die des Physikers Hawking bekämpft werden können, der an der unheilbaren Amyotrophen Lateralsklerose leidet. 
Ähnliche Krankheiten, die durch Degeneration von Nervenzellen hervorgerufen werden, sind Parkinson und Alzheimer. Höing testet Schutzsubstanzen in großer Zahl an Motorzellen von Mäusen und Menschen, die aus verschiedenen Körperzellen durch Reprogrammierung massenhaft gewonnen werden. Die bisherigen Ergebnisse lassen einiges erwarten.


Viel erwartet wird dabei auch von der jungen Wissenschaftlerin, die Triathlon betreibt. Mit diesem Ausdauersport kann sie vielleicht auch mögliche Spannungen ausgleichen, denn so hohe Erwartungen, wie sie Laudator Otmar Schober und auch ihr Chef Schöler formulierten, sind nicht nur animierend, sondern auch eine potentielle Bürde.







Donnerstag, 15. Mai 2014

Dieses Argument kommt bei Roman Herzog nicht vor!


Roman, und du? 
Liebst du auch ein Mädchen aus einem andern Land? 
Sag's uns!




wiwo 14.03.2014  Buchrezension. 
Roman Herzog fordert einen Ruck durch Europa
von Ben Bügers

„Als überzeugter Europäer schreibt Alt-Bundespräsident Roman Herzog in seinem neuen Buch über die Errungenschaften der Integration, demokratische Mängel und was die EU künftig besser machen muss.
„Schlank, kompetent und schlagkräftig“ – so lautet eine der Zwischenüberschriften in Roman Herzogs neuem Buch, „Europa neu erfinden – Vom Überstaat zur Bürgerdemokratie“. Sie steht exemplarisch für seinen Anspruch. Dem Alt-Bundespräsident geht es um nichts Geringeres als die Zukunft Europas und um die der Europäischen Union – die von vielen Menschen eher als das Gegenteil wahrgenommen wird. Überstaat Europa: aufgebläht, bürokratisch, schwerfällig. Und wie sich im Fall der Ukraine zeigt: wenig schlagkräftig. Ein wirtschaftlicher Koloss, von strukturellen Problemen geplagt und außenpolitisch zahnlos.
In dem - für ein politisches Manifest - recht dünnen Buch von knapp 140 Seiten, widmet sich Herzog nicht nur den Verfehlungen der Europapolitik, sondern zeigt auch die Gründe für den aktuellen Zustand der EU auf. Mit diesem sehr lesenswerten und vor allem verständlich geschriebenen Buch zeigt Herzog dem Leser, dass es in Europa noch Menschen gibt, die den beständigen Strom an Normen, Verordnungen und Gesetzen aus Brüssel bändigen wollen. ...
Um ihre Zukunftsfähigkeit zu erhalten, müsse die EU vor allem den erarbeiteten Wohlstand erhalten und nach außen geschlossen und stark auftreten. „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen“, sagte Herzog 1997 in seiner berühmten Rede. Jetzt möchte er einen Ruck für Europa. Ein solcher ist auch notwendig, wenn das Vertrauen der Bürger in die EU und ihre Organe nicht verloren gehen soll. Das ist auch der Ausgangspunkt von Herzogs Analyse. Seiner Meinung nach besteht die größte Gefahr für die Europäische Union darin, dass die Menschen sich von ihr abwenden. Bürokratie und Engstirnigkeit, gepaart mit dem viel zitierten „Demokratie-Defizit“ und einer „Normenflut“, lassen die Bürger der Union auf Abstand zu ihr gehen. Im Gegensatz dazu stehen die Mitgliedstaaten, die den Menschen viel mehr Identifizierungsmöglichkeiten bieten als die EU. ...“

Aus diesem letzten Punkt ergibt sich ganz zwanglos de Gaulles ‚Europa der Vaterländer’. Es gibt keine gemeinsame Sprache und dominierende Kultur in Europa, weswegen es die ‚Vereinigten Staaten von Europa’ nicht geben kann. Aber eine EU, eine Art Konföderation, ist möglich. Und wäre besser möglich ohne die Konflikte einer gemeinsamen Währung. In jedem Fall muß jeder Staat für seine Finanzen allein verantwortlich sein. So verantwortlich, wie jeder amerikanische Einzelstaat es ist. So lange der Vertrag von Maastricht gebrochen wird, muß man Brüssel bremsen.