Montag, 22. September 2014

Emmanuel Despax - Schumann, Der Dichter spricht (Kinderszenen)

Natur pur, das Ebola-Virus





Fadenvirus Ebola, Bild: Wikip.










Was war denn wohl zuerst da, die Henne oder das Ei, das Individuum oder die Gemeinschaft? 
Der Blick nach Afrika oder in den Orient verrät zumindest, daß es dort noch immer keine Individuen mit entfalteter Subjektivität gibt, mithin die Gemeinschaft, und darauf aufbauend – die Gesellschaft – das Ursprüngliche und Wirkmächtige darstellt. 
Gemeinschaften aber sind blinde, traditionsaffine Vergesellungen, die ihren einzelnen Mitgliedern wenig Spielraum und noch weniger Freiheit zubilligen. Daher in ihnen die anhaltende Beschränkung, die Beharrung in Aberglauben, Not und Krankheit. 
Mit dem Ahnenkult im Kopf kann man Bakterien und Viren nicht begreifen.





Samstag, 20. September 2014

Das ging ja noch mal halbwegs gut







Attila als ungarischer Museumsheld, Foto: A. Berger/Wikip.
  1. "Gewalt in der Antike

Interview mit Prof. Dr. Martin Zimmermann

Ob Historiographen wie Herodot, Thukydides, Polybios, Plutarch oder Sallust, Livius, Tacitus und Sueton, ob Dichter wie Homer, Hesiod, Aischylos, Aristophanes, Euripides, Sophokles oder Lukian, sie alle haben über Gewalt geschrieben - oft in schillerndsten Farben und mit einer Detailversessenheit, dass es einen schon gruseln kann. Der Althistoriker Prof. Dr. Martin Zimmermann von der LMU München sammelt seit Jahren Gewaltdarstellungen und -beschreibungen aus der Antike und hat darüber nun ein Buch geschrieben - Titel: Gewalt. Die dunkle Seite der Antike. Das Buch erscheint nächsten Montag. Wir haben ihn nun vorab um ein Interview gebeten und unter anderen gefragt, ob die Antike gewalttätiger als andere Epochen der Weltgeschichte war.” http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de/gewalt_in_der_antike?nav_id=4565 "


  1. Die schottische Hebriden-Insel Eigg im Nordwesten Europas brachte eine kleine Bevölkerung hervor, in der alle mit allen verwandt waren. Sie rotteten sich dem Vernehmen nach  im Laufe der Jahrhunderte in blutigen Clankriegen mehrmals fast gänzlich aus.


  1. Ja, und am 20.9.451 war Attila da, aus dem Osten hinter dem Don, in dem heutigen Frankreich, auf Raub- und Beutezug, denn auf produktive Wirtschaft verstanden sich die Hunnen nicht, jedoch gut auf schnelle Reiterei und Kriegerzucht.
Das hätte schwer ins Auge gehen können 451 auf den Katalaunischen Feldern! Aber der weströmische General Aetius hielt die Hunnen auf und Attila, geschwächt, plünderte Nord-Italien. 

Der Name “Attila” ist im Kaukasus heute noch beliebt, ein Hinweis auf die aktuelle Kriegsfreundlichkeit.
Die Westeuropäer sind inzwischen auf "Friede, Freude, Eierkuchen" abonniert und haben ihre Rüstungsindustrie schwer vernachlässigt. Sie sind nicht mehr verteidigungsbereit und haben die Streitkräfte auf Reste reduziert. Genscheristen und Sozialtanten regieren. Das weiß man im Osten und kann sich einiges erlauben.












Freitag, 19. September 2014

Salmonds Karneval vorbei











55 % für Großbritannien, 45 % für das grünnationalistische Abenteurertum

(Karte: Gaba, Wikiped.)


Es war besonders perfide, eine so wichtige Abstimmung ohne 2/3-Mehrheit anzusetzen, wie dies der grünschottische Nationalist Alex Salmond tat. In seinem Wahlkreis Aberdeenshire bekam er dafür die Quittung mit besonders wenigen Stimmen für seine Machenschaften: nur 40% stimmten für das Verlassen Großbritanniens. Das ist erfreulich, war doch die Ölindustrie mit dem Hauptort Aberdeen ein besonders beanspruchtes Scheinargument der grünen Nationalisten. Interessant ist, daß die größte Zustimmung für Salmonds Machtausweitungspläne mit 53% aus dem Raum Glasgow kam, der Labour-Landschaft. Der letzte Labour-Premier in London, der Schotte Gordon Brown, setzte sich hier zwar besonders ein für den Erhalt des UK, doch mit begrenztem Erfolg . In Glasgow blieb es bei „Old Labour“ mit starker Gewerkschafts- und Roteinfärbung.

Wegen Insolvenz war es 1971 bei „John Brown“ zu einer spektakulären Betriebsbesetzung gekommen. London wollte die Werft in Clydebank bei Glasgow, eine von vieren des Verbundes der Upper Clyde Shipbuilders (UCS), nicht länger subventionieren. Unter der Führung der KP-Mitglieder John Airly und Jimmy Reid fand die „Work In“ genannte Betriebsbesetzung statt, die vom britischen Gewerkschaftsdachverband TUC und zahlreichen Labourpolitikern unterstützt wurde. Premierminister war der Konservative Edward Heath. Natürlich kann man mit solchen Aktionen nicht rentabel werden, es kam, wie es kommen mußte: Die alte schottische Werftindustrie mit ihren streikanfälligen Großbetrieben gibt es nicht mehr; aber die Ressentiments gegen London und die Tories sind geblieben. Nach der Wahlniederlage des Schotten Gordon Brown in London sah der Nationalist Salmond seine Chance gekommen. Die Mehrheit hat seinem Abenteurertum die verdiente Abfuhr erteilt. Man kann es nur begrüßen.  

PS: Salmond, der halb Schottland mit Windmonstern vollgestellt und verschandelt hat, wird auf dem nächsten Parteitag zurücktreten.