Samstag, 14. März 2015

Auch die saudiarabische Ordnung ist eine Ordnung und kein Halsabschneiderchaos





Rasiert, nicht tätowiert - macht doch einen netten Eindruck, der Nicco (1469-1527) 

(Bild: Tito/Wiki.)






“Wir haben bereits gesagt, daß eine Herrschaft gute Grundlagen haben müsse, sonst bricht sie zusammen. Die Hauptstütze aller Staaten … sind gute Gesetze und gute Streitkräfte, und da gute Gesetze nicht ohne gute Streitkräfte bestehen können und da, wo gute Streitkräfte sind, auch gute Gesetze sein müssen, so übergehe ich die Gesetze und rede von den Streitkräften.” Machiavelli , Fürst, S. 64 Insel; S. 81 Reclam, Kap. 12 


Da Machiavelli den „Volksfürsten“ (s. 9. Kap.) hochschätzt, darf man annehmen, daß er in dieser Richtung auch die „guten Gesetze“ verortet, Gesetze also, die der Zufriedenheit des Volkes dienen, und das sind zuvörderst jene, die ein Leben ohne Not ermöglichen, die einen gewissen Wohlstand befördern. Dies geschieht am besten durch den Schutz des Bürgerbesitzes, dessen Bedeutung Machiavelli, anders als die Kommunisten Platon, Campanella und Morus, richtig erfaßt. Francis Bacon übernimmt das später, und Ludwig Erhard hat das dann perfektioniert. Gute, Wohlstand gewährende Gesetze sind heute so aktuell wie in der Renaissance, man blicke nur in den Orient und nach Afrika, das seine Bürger ‚armregiert‘.
Und vielfach auch nicht gegen kriegerische Überfälle schützt. „Gute Streitkräfte“ sind also in der Gegenwart ebenso nötig wie die Wohlstandsgesetze.
Aber auch in Europa? Man muß das bejahen. Hätte die Ukraine die Atomwaffen behalten, hätte Putin mutmaßlich nicht in die Ostukraine einmarschieren lassen. Und da dieser Neonazi überall auf das „Russentum“ pocht, beeilen sich die baltischen Staaten mit ihren russischen Minderheiten, nach- und aufzurüsten. Ihre Schwäche, und die militärische Schwäche der EU-Pappnasen, lädt Putin ein.






Freitag, 13. März 2015

Prima


Liebe Freunde, Mitglieder und Förderer der AfD,

wir alle feiern unseren Geburtstag. Darüber hinaus begehen manche von uns aber auch noch ihren Namenstag, und in diese anspruchsvolle Gruppe gehört unsere junge Partei. Gegründet am 6. Februar 2013, konnte sie schon bald darauf ihren Namenstag feiern. Denn am 11. März desselben Jahres trat sie als AfD zum ersten Mal vor die Öffentlichkeit – mit einer Resonanz, die nicht nur uns selbst, sondern das ganze Land überraschte. Ich hatte Beatrix von Storch, Alexander Gauland und Joachim Starbatty zu einer öffentlichen Diskussion über die desaströsen Folgen der Euro-Rettungspolitik eingeladen. Frauke Petry und Bernd Lucke stießen dazu, und so wurde der Abend mit weit über tausend Teilnehmern, die aus der ganzen Republik angereist waren, zu einem denkwürdigen Ereignis.
Inzwischen sind wir zwei Jahre weiter und um etliche Erfolge, aber auch die eine oder andere Enttäuschung reicher. Die Bundestagswahl kam zu früh für uns. Zu den Erfolgen zähle ich das gute Abschneiden in Sachsen, Brandenburg und Thüringen, zuvor auch schon bei den Wahlen zum Europäischen Parlament. In Hamburg sind wir in die Bürgerschaft eingezogen; die nächste Station heißt Bremen. Als unseren größten und eigentlichen Erfolg betrachte ich aber die nachhaltige Veränderung der politischen Tagesordnung. Seitdem es uns gibt, wird nicht nur über die Rettungspolitik, sondern auch über die unzureichende Familienförderung, den kommunalen Finanzausgleich, ein Einwanderungsgesetz und vieles mehr geredet. Wir haben den mit Recht so genannten Altparteien neue und wichtige  Themen aufgezwungen und damit dem ganzen Land einen Dienst erwiesen.
Zu den Enttäuschungen zähle ich die anhaltenden Differenzen und Rangeleien auf allen Ebenen der Partei; vor allem dann natürlich, wenn sie öffentlich ausgetragen werden. Meinungsverschiedenheiten gehören, sofern sie sachlich und mit Begründung ausgefochten werden, in einer lebendigen Partei wie der unseren dazu. Um keinen Schaden anzurichten, müssen sie aber Regeln folgen; und diese Regeln sind nicht nur der Satzung oder der Geschäftsordnung zu entnehmen, sondern dem, was die Juristen das allgemeine Sittengesetz nennen. Die Gebote des Anstands, der Rücksichtnahme und der Dankbarkeit verpflichten alle; eine Partei wie die unsere, die sich den Mut zur Wahrheit auf die Fahnen geschrieben hat, erst recht. Dieser Mut unterscheidet uns von den anderen; er macht uns glaubwürdig und ist unser größtes Kapital. Wir sollten ihn auch weiterhin beweisen.

Das wünscht uns und sich
Ihr Konrad Adam
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Die Gründung der AfD war ein positiv einschneidendes Ereignis, eine Alternative zu den Linksparteien ist seitdem vorhanden. 
Dem altphilologischen Bildungsbürger Adam kommt dabei ein besonderes Verdienst zu. Weil die Gründung einer Partei kein Vergnügen darstellt, sondern eine Tortur von Terminen, Debatten und Parteienprofilierung beinhaltet. Eine bittere Sache. Denn nicht umsonst heißt es: Unfreund, Feind, Parteifreund. 












Donnerstag, 12. März 2015

Zeit, daß sich da was ändert


Es gibt so wenig öffentliche Internet-Eintrittspunkte in Deutschland, in Restaurants, Cafes etc., weil die Inhaber für das Verhalten der Nutzer haften! Ich glaube, daß man diesen Gouvernantenunsinn ebenfalls als NEUDEUTSCH bezeichnen kann. Der linke Einheitsbundestag beargwöhnt alles technisch Neue und will es kontrollieren.

Widerspruch: Jede technische Neuerung wurde in Deutschland stets als zweifelhaft angesehen. So wurde die Laufmaschine des Freiherrn Drais in Preußen als zu gefährlich verboten, in England aber bei der Post eingesetzt. Als “hobby horse” gefiel sie zudem manchem Dandy. Daher: nicht neudeutsch, sondern alte deutsche Vorsicht.

Konklusion: In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es eine zunehmende Technikfreundlichkeit, gefördert auch von Wilhelm II., die teilweise auch heute noch besteht, aber von links bedroht wird, oder im Falle der Großtechnik Kernkraftnutzung, fanatisch bekämpft wird. 










Mittwoch, 11. März 2015

NEUDEUTSCH


Was deutsch sei, fragte eine Propagandasendung des Deutschlandfunks heute. Das läßt sich am besten von Ausländern beantworten. Deren tausend Antworten aus 100 Ländern muß man dann versuchen dahingehend auszuwerten, daß man eine Schnittmenge DEUTSCH erhält.
Was NEUDEUTSCH, fällt einem da und dort auf. Zum Beispiel, wenn die Verkäuferin um 18.50h bei MANUFAKTUM den Kunden darauf hinweist, “daß wir gleich schließen”. Das kommt in allen möglichen Geschäften regelmäßig vor und kann daher als verläßlich NEUDEUTSCH gelten. Nennen wir es DIENSTUNFREUDIGKEIT.     

Dienstag, 10. März 2015

Gibt's nicht geschenkt, die nationale Identität


Ich habe mein gesamtes Forscherleben mit Versuchen zugebracht, Gefühl und Sinn für die gemeinsame Menschlichkeit zwischen reichen Gesellschaften in den Industrieländern und den armen Gesellschaften, den Entwicklungsländern, zu erwecken. Nach einem langen Forscherleben muss ich mich aber der Realität stellen, dass der bei weitem wirkungsvollste Ausdruck einer breiten gegenseitigen Beziehung, welche menschliche Gesellschaften erzielt haben, auf nationalen Identitäten beruht, die große Bevölkerungen umfassen. Es erscheint mir nicht als peinlicher Anachronismus, eine gemeinsame nationale Identität zu haben; es ist auch kein gefährlicher Freibrief für Hass auf Fremde und Einwanderer. In einer moderaten Form ist eine nationale Identität ein wunderbares Erbe von immensem sozialen Wert, das wir pflegen sollten.

Paul Collier ist Professor für Ökonomie und Public Policy an der Universität Oxford und einer der führenden Entwicklungsökonomen der Welt. Sein Buch „Exodus“, das die Probleme der Massenmigration untersucht, hat eine breite Debatte ausgelöst.
Aus dem Englischen übersetzt von Philip Plickert.“ -


So ist es. Es war schwierig genug, zu allgemeineren Identitäten zu finden und zudem mit den Übertreibungen des Nationalismus verbunden. Dieser war aber eher eine Regressionsform, er wiederholte, was auf Clan- und Stammesebene üblich war und es noch immer ist. Auch in Europa. Auf dem Balkan. Serben, Bosnier und Kroaten sind sich nicht grün. Sie empfinden sich nicht als „Jugoslawen“. Sie bekämpfen sich derzeit durch Verwaltungsdestruktion, wobei sich Politiker und ihre Banden befehden. Das Chaos mit hoher Arbeitslosigkeit und (Banden-)Kriminalität scheint ein Teil des Kalküls zu sein, um zu neuen Trennungen zu gelangen. Die bosnischen Serben, die islamisch beeinflußten Bosnier und die Kosovo-Albaner wollen keine Gemeinsamkeiten. Die Lage ist desolat, und man hört allenthalben das Lob der titoistischen Diktatur.