Mittwoch, 30. Dezember 2015

Smart







Was ist smart am Smartphone? Daß man sich die Hörbücher um den Hals hängen und sie entweder über den Außenlautsprecher oder über Ohrstöpsel überall hören kann.  














Dienstag, 29. Dezember 2015

Ob Frans die 10 Gebote gelesen hat?


Regeln, Moral und Frans

“Die großen Religionen sind nicht die Urheber des moralischen Gesetzes; sie wurden vielmehr erfunden, um es zu stärken; … Alle Erkenntnisse, die die Wisssenschaft in den letzten Jahrzehnten gewonnen hat, sprechen gegen die pessimistische Sicht, wonach Moralität lediglich ein dünner Anstrich ist, der eine garstige menschliche Natur notdürftig übertüncht. Ganz im Gegenteil, unser evolutionärer Hintergrund ist uns eine enorme Hilfe, ohne die wir nie so weit gekommen wären.

FRANS DE WAAL, DER MENSCH, DER BONOBO UND DIE ZEHN GEBOTE, MORAL IST ÄLTER ALS RELIGION S. 320/321


Nr

Katholischer Katechismus

Evangelischer Katechismus

1.

Du sollst an einen Gott glauben.

Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.

2.

Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen.

3.

Du sollst den Tag des Herrn heiligen.

Du sollst den Feiertag heiligen.

4.

Du sollst Vater und Mutter ehren, damit du lange lebest und es dir wohlergehe auf Erden.

Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.

5.

Du sollst nicht töten.

Du sollst nicht töten.

6.

Du sollst nicht Unkeuschheit treiben.

Du sollst nicht ehebrechen.

7.

Du sollst nicht stehlen.

Du sollst nicht stehlen.

8.

Du sollst kein falsches Zeugnis geben.

Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

9.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.

10.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

Darstellung: Wikipedia

Die 10 Gebote? Oh Gott! Fängt ganz übel an: “Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.”

Da will sich ein Schamane zum Herrscher aufschwingen und erfindet einen Gott, um seine Gruppe zu verpflichten. Nr. 2 dient dem gleichen Bindungszweck. Widerspruch kostet den Kopf. Die Festsetzung des Feiertages gilt ebenfalls der sozialen Kontrolle. Wer sich nicht daran hält, wird getötet. Nr. 4 hebt die Seniorität auf den Schild, das Alter soll herrschen, egal, wie es sich verhalten hat. Da Eltern ihre Kinder die meiste Zeit in der Geschichte als Arbeitskräfte gebraucht und oftmals übel mißbraucht haben, was in vielen Teilen der Welt auch heute noch der Fall ist, mutet dieses Gebot ziemlich bedenklich an.

Das Tötungsverbot bezieht sich nur auf die einfachen Mitglieder der Binnengruppe, die Oberpriester setzen Hinrichtungen massenhaft gegen ihre Gegner ein. Bis der Atheismus sie hindert. Verbot der Unkeuschheit bzw. des Ehebrechens in Nr. 6 folgt dem gleichen Schema und bezieht sich speziell auf die Frauen; ein Gebot, daß mehr katholisches Kontrollverlangen als Sinn und Verstand verrät. Das Diebstahlverbot spricht nur aus, was praktisch automatisch gilt und auch so geahndet wird, in einfachen Gesellschaften durch Lynchen. Ähnliches gilt für Nr. 8. Und auch die Eigentumsschutzgebote sprechen eher Binsenweisheiten aus bei seßhaften Bauern, besitzen aber etwas mehr Relevanz durch den Aufforderungscharakter im Vorhof des Handelns.

Insgesamt handelt es sich nur um 5 akzeptable überzeitliche Gebote, die aber erst im Zuge der Verrechtlichung, der Konkretisierung, der Einklagbarkeit und der Strafjustiz ihre zivilisierende Kraft entfalten. Also nach 1215, dem Jahr der Magna Charta Libertatum. Von da ist es noch eine lange Zeit bis zur Ablösung der Patrimonialgerichtsbarkeit und bis zum Preußischen Landrecht, dem Code Napoleon und dem Bürgerlichen Gesetzbuch.






Montag, 28. Dezember 2015

Horowitz, Schumann Novelette op. 21 in F major

Ist Anthropologie überhaupt noch ein ernsthaftes Fach?











Es kommen Barbaren nach Europa mit ihrer barbarischen Tradition der Kinderzwangsheiraten (vgl. http://www.deutschlandfunk.de/schutz-von-minderjaehrigen-niederlande-verbieten.795.de.html?dram:article_id=340931). 
Aber es gibt sehr viele Multikultiideologen, die darum herumschwätzen:

"In den Lagern ist das Leben gefährlich und das Risiko einer Vergewaltigung hoch. Damit stünden das Ansehen des Mädchens und die Familienehre auf dem Spiel: Ein vergewaltigtes Mädchen hat keine Zukunft, es lässt sich nicht mehr verheiraten. So furchtbar es auch klingt: Wenn ein Mädchen als Ehefrau vergewaltigt wird, ist der Schaden weniger groß, als wenn sie unverheiratet ihre Jungfräulichkeit verliert."
So die Anthropologin Marja Buitelaar von der Universität Groningen (DLF).

Im gesamten Orient und in Afrika ist das Risiko einer Vergewaltigung hoch. Ob in Nordindien oder in Nigeria. Das liegt an der orientalischen Kultur, die Frauen als minderwertig qualifiziert. Die Verheiratung minderjähriger Mädchen ist dort gang und gäbe. Und türkische Mädchen aus Berlin werden immer wieder zur Zwangs-Heirat in die Türkei verbracht:

“Eine Lehrerin ersucht sie (Necla Kelek, WD) um Hilfe, weil ein Mädchen in der 4. Klasse nicht mehr zur Schule kommt. Auf Nachfrage wird erklärt, es befinde sich in der Türkei. Die Lehrerin schaltete Polizei und Jugendamt ein. Daraufhin wird sie bedroht, sie solle nicht noch einmal die Behörden auf die Familie hetzen, sonst würde man sich um ihre Kinder kümmern. … Sie zitiert aus einem islamischen Text, daß ledige Mädchen verheiratet werden sollen, und das möglichst mit geschlossenen Augen. Das bedeutet so früh wie möglich, bevor sich die Augen öffnen für die Welt.”
(Necla Kelek zitiert bei Buschkowsky, Die andere Gesellschaft, S. 84f.)
Man kann nur konstatieren, daß sich beträchtliche Teile der geistes- und sozialwissenschaftlichen Fakultäten zu üblen Multikultibuden entwickelt haben, deren wissenschaftlicher Standard langsam unter Null sinkt.











Sonntag, 27. Dezember 2015

Urbi et orbi



"… und eine Alternative

Seit dem Jahre 201x beunruhigten die wachsenden Erfolge rechtspopulistischer Parteien die etablierten Parteien und Regierungen in ganz Europa.
Der Wiederaufschwung nach der Rezession 2008/09 war schwächlich geblieben und hatte sich über viele Jahre mühsam dahingeschleppt. Die Völker hatten Angst um ihren Lebensstandard. Es offenbarte sich zusehends, dass die Außengrenzen des Schengen-Raumes löcherig waren: Die Migration in die europäischen Sozialsysteme aus dem Nahen und Mittleren Osten sowie aus Afrika nach Europa nahm stetig zu.

Im Mai 201x, wenige Monate vor der Bundestagswahl, gelang einem unentdeckt gebliebenen Zweig der Sauerlandgruppe ein Sprengstoffattentat am Bahnhof Zoo in Berlin, das 73 Opfer forderte. Nach ähnlichen Anschlägen kurze Zeit später in Paris und Rom trat der Europäische Rat zu einer Sondersitzung zusammen und beschloss neben vielen anderen Maßnahmen grundlegende Änderungen bei der Überwachung der Außengranzen des Schengen-Raums sowie eine Europäische Richtlinie zum einheitlichen Umgang mit illegal Einreisenden. Alle Mitglieder verpflichteten sich, die neuen Bestimmungen innerhalb eines Jahres in Kraft azu setzten. Diese Maßnahmen, die mehrfach verschärft wurden, führten allmählich zu einem Rückgang der illegalen Zuwanderung auf unter 100 000 jährlich für die gesamte Union.
Die im September 201x neu gewählte Bundesregierung setzte in ihrer Koalitionsvereinbarung neue Akzente zur Weiterentwicklung in der Familien-, Integrations- und Bildungspolitik: 

Eine Kombination familienpolitischer Maßnahmen, bei denen immer wieder nachgesteuert wurde, führte dazu, dass im Lauf von zehn Jahren die Zahl der Geburten pro Frau wieder auf 2,1 stieg, ein Niveau, das zuletzt Mitte der 1960er Jahre erreicht worden war. Besonders erfreut zeigte man sich, dass der Anteil der Geburten von Frauen mit mittlerem und hohem Bildungsstand deutlich stieg. Die auf diese Gruppe zielenden Maßnahmen waren besonders umstritten gewesen und wurden immer wieder als sozial ungerecht kritisiert.
Die Regeln für den Familiennachzug wurden verschärft. Als besonders wirksam erwiesen sich die strengeren Anforderung in Bezug auf die Deutschkenntnisse und die Bestimmung, dass nachgereiste Familienangehörige zehn Jahre lang keinen Anspruch auf deutsche Sozialleistungen hatten. Zudem mussten die aufnehmenden Familien so ausreichende Einkünfte aus Arbeit und Vermögen vorweisen, dass der Lebensunterhalt der Eingereisten gesichert war. Der Familiennachzug ging daraufhin stark zurück. 

Ganztagsschulen und Ganztagskindergärten wurden flächendeckend eingeführt. Damit verbunden war die Ausgabe eines unentgeltlichen Mittagessens an jedes Kind. Für den Bezug von Kinderzuschlägen in der Grundsicherung und von Kindergeld war Voraussetzung, dass die Kinder diese Einrichtungen tatsächlich besuchten. Jedes unentschuldigte Fehlen, auch wenn es sich nur um weinig Stunden oder einen Tag handelte, führte zu scharfen Abzügen.
Für Migrantenkinder stand in Kita und Schule der Erwerb der deutschen Sprache im Mittelpunkt. Diese wurde verbindliche Verkehrssprache in allen staatlichen oder staatlich geförderten Bildungseinrichtungen. In allen Einrichtungen wurden alljährlich für jede Altersstufe bundeseinheitliche Sprachstandstests durchgeführt. Das Ranking floss ein in die Bemessung der staatlichen Mittelzuweisung. Einrichtungen, die die Anforderungen mehrfach nicht erfüllten, wurden aufgelöst oder verloren den Anspruch auf staatliche Förderung.
An den Grundschulen wurden die jahrgangsbezogenen Curricula für Deutsch und Mathematik bundesweit vereinheitlicht und dem Niveau des Jahres 1970 angepasst. Dies führte zu einem Aufschrei der Lehrerverbände vor allem in Berlin, Hamburg und Bremen. Auch die Erfüllung dieser Standards wurde jedes Jahr in einem bundesweiten Test überprüft und die daraufhin erstellte bundesweite Rankingtabelle veröffentlicht. Alle Kinder, die die Standards nicht erfüllten, erhielten eine verbindliche Sonderförderung.

Die Erfolge aller dieser Massnahmen zeigten sich nach einem Jahrzehnt. Die Zahl der Schüler in Deutschland wuchs, und offenbar wurden sie auch wieder klüger. Beim Pisa-Test war Deutschland gegenüber dem OECD-Durchschnitt jahrelang deutlich zurückgefallen. Dies änderte sich stufenweise von 2025 an. Deutschland holte wieder auf. (...)
(Sarrazin, Deutschland schafft sich ab, 2010, S. 391ff. )