Donnerstag, 21. Januar 2016

Kathederblödsinn, eloquent verpackt





"Sloterdijk lobt die Nachhaltigkeit
“(...) Erhaltungswerte bekommen plötzlich positive Vorzeichen. Das muss natürlich auch Auswirkungen auf die Bedeutung des Konservativen haben, des Bewahrens also. Konservativ sind danach viele, wie Sloterdijk mit einer gewissen Neigung zum Anekdotischen anschaulich machte: Wer eine Bibliothek oder einen Weinkeller sein Eigen nennt, wird sich konservativ nennen müssen, entstehen doch beide Einrichtungen erst durch das Bewahren.
Einmal im Redefluss über die Begriffe unserer Zeit, bemächtigte sich Sloterdijk noch schnell der Terminologie des Kapitalismus, die nach seinem Verständnis für unser Wirtschaftssystem völlig falsch sei und eigentlich Kreditismus heißen müsse. Denn es sei der Zins, der Stress angesichts der Rückzahlungspflicht, der Menschen kreativ werden lässt. Auf der Zielgeraden machte er auch mit der geistigen Nachhaltigkeit ernst und erinnerte an vier bereits verstorbene Pioniere eines solchen Innehaltens: an den Christdemokraten Herbert Gruhl, den Autor Carl Améry, an den DDR-Dissidenten Rudolf Bahro sowie seinen Freund Hermann Scheer. Sie hätten den Resonanzboden geschaffen fürs wunderliche Jahr [2011 mit Atomausstieg etc.]. Punkt – und flugs entschwand der winkende Denker aus einem wunderlich mäßig gefüllten Hörsaal.”

"
Gruselig, diese Namen: Öko-Gruhl, Links-Öko Carl Améry, Sozi-Öko Bahro, und der schlimmste Energie-Verteurer und Landschaftsverschandeler durch Windmüll, Träger des “Weltpreises für Windenergie”, Hermann Scheer.

Man kann angesichts dieser Schreckensfiguren nur erneut konstatieren: die meisten Philosophen sind zu doof für dieses Leben. Aber sie sind intelligent genug, sich gegenüber jungen, unbedarften Studenten als klug erscheinen zu lassen. Deswegen: Warnung vor dem Philosophiestudium. Philosophie betreibt man als Nachdenklichkeit zur Erlangung der Lebenskunst. Die meisten Philosophen sind für die Lebenskunst zu kleinkariert.


PS: Den Carl Améry nicht mit dem Jean Améry verwechseln.




















Mittwoch, 20. Januar 2016

Freihandel dient dem Verbraucher









In einem solchen Lager - hier das Abzieher-Lager von KUKKO in Hilden - arbeiteten früher mindestens 4 Leute. 


In einem solchen Lager - hier das Abzieher-Lager von KUKKO in Hilden - arbeiteten früher mindestens 4 Leute. 


Es gibt vielleicht einige Mittelständler, die würden gerne zum Mittelalter zurückkehren, zu einer schönen Zunftordnung mit hohen Zöllen. 

Deutschland aber lebt von den tüchtigen Mittelständlern wie KUKKO in Hilden, Weltmarktführer für Abziehsysteme, und deswegen ist der Familienmittelständler KUKKO/Kleinbongartz für TTIP, wie viele seiner Kollegen. 

http://kukko.com/index.php?lang=de














Sonntag, 17. Januar 2016

TTIP







Nachtsitzung in Brüssel?


Es geht um Freihandel. Und um Marktwirtschaft.
Die meisten Sozis und Sozialdemokraten mögen so etwas nicht. Sie wollen regulieren und herrschen. Und auch viele andere Gruppen möchten Sonderrechte in ihrem Bereich. Und so früh wie möglich bringen sie ihre Geschütze in Stellung, inszenieren Theater und initiieren Protestaktionen. Schon ein dickes Kaliber der grünroten Kloakenvereine war das “Chlorhühnchen”. Die Streuwirkung hält noch an und wird von den Linksblättern und Herdenmedien ständig neu befeuert. Und gleich versicherte die grünrote Opportunistin Merkel, daß es “Chlorhühnchen” in Deutschland nicht geben werde. Aber gegen “Chlormenschen” im Hallenbad hat die Linksfront nichts. Im Schwimmbad werden Keime im Badewasser nämlich durch Chlorierung beseitigt. Sehr sinnvoll. Die vielen Hühnchen, die den Krähhälsen von Greenpiss & Co. hinterherlaufen und Petitionen unterschreiben, bringen das nicht auf die Reihe. Merkel und Gabriel schon, doch eigentlich wollen sie auch keinen Freihandel, und Marktwirtschaft nur im Rehpinscherformat von ihren Gnaden.
Aber Deutschland ist sehr exportabhängig, und da muß Handel eben sein. Nolens volens. Dazu kommt die militärische Schwäche Deutschlands und der EU, und die immer stärkere Entwicklung im pazifischen Raum. Da möchte sich die EU rückversichern und Amerika an Europa binden. Und da sich die einzelnen EU-Staaten in vielen Punkten selbst uneins sind, verhandeln sie in der typisch europäischen Klüngelform. Allerdings steht viel auf den Brüsseler EU-Seiten. Dort kann sich jeder informieren.  Von Geheimverhandlungen kann nicht die Rede sein.
Und was die Schiedsgerichte betrifft, so sind sie im Hinblick auf die schnelle Klärung von Problemen sehr wichtig. Die Justizwege sind umständlich und langwierig. Wie schnellebig technische Innovationen und wirtschaftliche Prozesse vielfach ablaufen, zeigen die Beispiele von Blackberry und Nokia. 1 bis 3 Jahre bis zur Annahme eines Falles vor langsamen Normalgerichten mit Bürobotenkommunikation und weitere Prozessjahre können zur totalen Erledigung führen, nämlich durch Unternehmensruin. Über eine solcherart verkürzte Arbeit würden sich viele Richter auch noch freuen, denn wirtschaftliches Handeln ist ihnen fremd und völlig wurscht. Sie sind Beamte, kriegen ihr Geld in jedem Fall und haben Zeit. Viel Zeit. Die EU ist eher in Zeitnot, denn die Musik spielt mehr und mehr in Fernost. Und die ruinöse Masseneinwanderung anpassungsunwilliger Halb- und Ganzanalphabeten in die Sozialkassen setzt Europa zusätzlich unter Druck.

Samstag, 16. Januar 2016

Antoine Beuger - Sekundenklänge (Some Sounds, Just Seconds) I

Ist doch nicht so schwierig!


"Beyreuther: So eine komplexe Krankheit wie Alzheimer wird man mit einfachen Monotherapien nicht in den Griff bekommen, wir müssen Kombinationstherapien entwickeln. Und auch eine Kombinationsprävention. Ich selbst versuche das auch jetzt schon. Ich meide mehrfach gesättigte Fettsäuren, reduziere den Stresslevel, ich nehme Vitamin B12, um die Proteinsynthese anzuregen, und mache jeden Tag Sportübungen. Ich laufe seit zwei Jahren jeden Tag, mache zehntausend Schritte, und belaste gleichzeitig mein Gehirn. Ich zähle von siebenhundert in zwei Schritten rückwärts, immer minus sieben, gefolgt von minus sechs, und so weiter. Ich muss dann jedes Mal bei vier enden. In fünf von sieben Fällen schaffe ich das nicht. Inhibition ist extrem wichtig für das Gehirn. Das braucht eine extreme Konzentration." 
Ein denkwürdiges Drama um unsere geistigen Reserven
Durchbruch im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit – oder wieder eine Hoffnung, die enttäuscht wird wie bei allen Heilversuchen bisher? Zweifel bleiben. Und immer öfter heißt es: Schon das zugrundeliegende Modell ist fragwürdig. Ein Streitgespräch aus aktuellem Anlass."
29.07.2015 FAZ


Der Heidelberger Biochemiker Konrad Beyreuther ist einer der Pioniere der Alzheimer-Forschung.