2015 waren die USA der größte Handelspartner Deutschlands. Die US-Wirtschaft wird stark belastet durch den saudischen Ölpreiskrieg - die Frackingindustrie hat zahlreiche Bohrlöcher geschlossen, einige Firmen stehen in Gefahr der Insolvenz, Fracking-Investitionen sind eingefroren - daher gibt FED-Chefin Yellen keinen klaaren Ausblick und viele fürchten - da auch die Exporte zurückgingen - eine amerikanische Konjunkturabschwächung. Im Dezember 15 reduzierte sich auch der deutsche Export, was von den Herdenmedien unterschlagen wurde. Sinnvoll für alle 0%-Zinsen-Länder wäre die Investition in die Kernkraft. Damit könnte die derzeitige Investitionsschwäche gemindert werden. Die Abhängigkeit von ausländischen Energielieferungen würde insbesondere für Deutschland geringer. Zudem wäre das Hochtechnikprodukt Kernkraft auch ein Qualifizierungsprogramm. Biomasse-, Wind- und Solartechnik als Niedrigtechnik kann China mit niedrigeren Löhnen viel besser, zumal es netzlose Landesteile gibt, wo diese Technik (vorübergehend) sinnvoll ist.
Auch TTIP ist geeignet, die Nachfrageschwäche aus den Rohstoffländern aufzufangen.Donnerstag, 11. Februar 2016
Mittwoch, 10. Februar 2016
Prof. Dr. Gerd Ganteför, Universität Konstanz /// Ein Beispiel aus dem Vortrag: 2010 waren 133.000 Menschen in der Photovoltaik beschäftigt, die 12 Mrd. Kilowattstunden Strom lieferte. Die 700 Angestellten des Braunkohlekraftwerks Niederaußem lieferten mehr als die doppelte Menge Strom, nämlich 27 Mrd. Und die zuverlässig bei Tag und Nacht.
Dienstag, 9. Februar 2016
Im Land des Urchristentums
Die Mehrheit der syrischen Opposition will eine weit finsterere Diktatur errichten als es die der alewitischen Assads war und ist. Ihr Symbol ist der emporgereckte Zeigefinger, er bedeutet : ein Staat und eine Religion, die totalitäre Theokratie also. Sie haben Syrien durch den von ihnen begonnenen Bürgerkrieg schwer geschädigt. Ihr Zentrum war und ist u.a. Homs, das mutmaßlich seit 2011 alle Nichtislamisten verlassen haben. Letzteres dürfte auch für Aleppo gelten. Beide Städte sind jetzt Ziel einer Offensive der Regierungstruppen mit Luftunterstützung Rußlands. Ob das die Niederlage der Jihadisten bringt? Dann wäre ein Ende des Bürgerkriegs vielleicht in Sicht. Auf keinen Fall sollte Europa Jihadisten und ihre Familien aufnehmen. Sie gehören dem Salafistenspektrum an, dessen Mutterland Saudi-Arabien ist. Dort gehören die geschlagenen Islamisten hin.
Montag, 8. Februar 2016
Nietzsche und das Neue Testament
Elisabeth, mir graut vor dir!
(Bild: Nietzsches Schwester, Hertel/Wikip.)
“Die Behandlung, die ich von seiten meiner Mutter und Schwester erfahre, bis auf diesen Augenblick, flößt mir ein unsägliches Grauen ein …”
Nietzsche, Ecce homo, 1888, Abschnitt 3
" Wenn man auch noch so bescheiden in seinem Anspruch auf intellektuelle Sauberkeit ist, man kann nicht verhindern, bei der Berührung mit dem Neuen Testament etwas wie ein unausprechliches Mißbehagen zu empfinden: denn die zügellose Frechheit des Mitredenwollens Unberufenster über die großen Probleme, ja, ihr Anspruch auf Richtertum in solchen Dingen übersteigt jedes Maß." Nietzsche, Aus dem Nachlaß der Achtzigerjahre (Schlechta III, S. 563)
Nietzsche spannt einfach alles zusammen, was seine schreckliche Erziehung im frommen Pastorenhaus unter dem Regiment zweier bigotter Frauen bewirkt hat - die Frömmelei des Neuen Testaments - und die Arroganz des eingebildeten Weltverstehers. Ein Erzfeuilletonist ist Nietzsche, er formuliert blendend und schreibt viel, obwohl er nur wenige Kenntnisse besitzt. Das Defizit gleicht er aus durch forciertes Meinen und philosophische Spekulation.
Ganz unfreiwillig entdeckt Nietzsche aber auch den positiven Zug des NT: jeder darf mitreden, sei er berufen oder nicht, und das ist ein Grundsatz der Demokratie und der Aufklärung. Und auch des Protestantismus. Bei Kant heißt es in seinem berühmten Aufsatz “Was ist Aufklärung?”: “Daß aber ein Publikum sich selbst aufkläre, ist eher möglich; ja es ist, wenn man ihm nur Freiheit läßt, beinahe unausbleiblich.“ Kant dachte zwar nicht an den “großen Haufen”, den Nietzsche die “Crapule” nennt, da fällt er hinter Epikur zurück, aber wir wissen inzwischen, was die Antike wußte, daß nämlich Menschen irren, erare humanum est, im “großen Haufen” irren sie, und außerhalb irren sie ebenfalls. Die Irrtümer der politischen Führer können tatsächlich als die schlimmsten gelten.
Natürlich steckt im Neuen Testament auch viel Geschwurbel, besonders die Bergpredigt darf man nicht zu ernst nehmen. Das haben die Christen auch lange vermieden, heute aber können sie die vielen christlichen Texte nicht mehr in einen konstruktiven Zusammenhang bringen, sie sind dem Neomarxismus erlegen, ihrem säkularen Sproß. Fatal, daß die Politiker die Schwurbelei gegen alle eindringliche Realität mitmachen und ihre Bevölkerung in eine schlimme Zukunft manövrieren.
Sonntag, 7. Februar 2016
Orient und Okzident, immerdar getrennt, vermutlich
"... Zuvor hatte ein ebenfalls im palästinensischen Fernsehen übertragener Auftritt des Jerusalemer Muftis Mohammed Hussein in Israel und im Ausland Empörung hervorgerufen. Der ranghohe muslimische Geistliche hatte während einer offiziellen Feier anlässlich des Jahrestags der Gründung der von Präsident Abbas geführten Fatah-Organisation einen überlieferten Ausspruch (Hadith) des Propheten Mohammed zitiert, der die Ermordung aller Juden zur Vorbedingung für die Auferstehung der Toten macht.
"Der jüngste Tag wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken. Und jeder Baum und Stein wird sagen: ,Oh Muslim, oh Diener Gottes, da ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn.'"
Der Moderator der Veranstaltung hatte den Auftritt des Muftis mit den Worten eingeleitet: "Unser Krieg gegen die Nachfahren der Affen und Schweine ist ein Krieg der Religion und des Glaubens." ..."
Mörderlob im Fernsehen, FAZ 20.1.12
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