Sonntag, 15. Mai 2016

Pfingstrose fröstelt




„Pfingsten, das liebliche Fest, war gekommen! es grünten und blühten
Feld und Wald; auf Hügeln und Höhn, in Büschen und Hecken
Übten ein fröhliches Lied die neuermunterten Vögel;
Jede Wiese sproßte von Blumen in duftenden Gründen,
Festlich heiter glänzte der Himmel und farbig die Erde.“
Goethe, Reineke Fuchs

Pfingsten zeigt sich heuer mit 10°C wenig lieblich, der Pfingsrose ist es noch zu kalt, während der chinesische Schneeball kräftig blüht.  


Die Photosynthese ist also aktiv, holt sich CO2 aus der Luft zum Zellaufbau. Die Kühle bewirkt auch, daß weniger Methan von den Pflanzen abgegeben wird. Daß Pflanzen überhaupt Methan emittieren, ist ein neuer, revolutionärer Befund und wurde lange bezweifelt. Aber alle Erkenntnis ist vorläufig: Sonnenlicht und Wärme erzeugen tatsächlich in Pflanzen Methan. (Vegetation als Quelle für ein Treibhausgas, FAZ 21.5.08, New Phytologist, Bd. 178. S. 808) Davor haben die Klimawahnapostel große Angst. Macht nichts. Geht vorbei.


















Samstag, 14. Mai 2016

Was lernt uns das?




“Du bist doof!”, heißt es schon im Kindergarten, wenn ein Verhalten nicht gefällt. 
Später wandelt sich der Ausspruch zu “Lieber Gott, laß Hirn regnen!” 
Es bleibt die beliebteste Kritik von der Kita bis zur Bahre. Daher hat sich dieser Primat den zoologischen Titel “homo sapiens sapiens” verliehen, was man zu “Klugheitsmeister” oder “Intelligenzbestie” verkürzen kann. Es ist des Menschenaffen liebste Eigenschaft, sich als intelligent zu definieren. Und da er tatsächlich intelligent ist, dauerte es zwar an die 100.000 Jährchen, aber dann hatte er ihn, den Intelligenztest. Meist als “Hamburg-Wechsler” im Umlauf kann er ziemlich gut den Schulerfolg vorhersagen, vielleicht nicht ganz so gut wie Walter Mischels “Marshmellow-Test”, aber doch aussagekräftig.
Wasser in den schönen Wein der Gattungseitelkeit gossen aber kräftig Spielverderber wie Dörner und Kreuzig, die zwischen hohem IQ und komplexem Problemlösen keinen signifikanten Zusammenhang fanden, s.u.a. http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/ae/allg/mitarb/ms/komplexesproblemloesen.pdf.
Zu dumm! Allerdings gab es bereits vorher Hinweise unwissenschaftlicher Art. So behauptet der Volksmund seit langem, daß die dümmsten Bauern die größten Kartoffeln ernten, und von Studierten heißt es gar: Lehrers Kinder und Pfarrers Vieh gedeihen selten oder nie. Und auch ein Sänger sang es bereits in dem schönen Lied: “In der Schule lernt man eh nur Quark”; dieser “Quark” kann dann nicht besonders hilfreich sein bei der Lösung sehr komplexer Probleme, wie zB die erfolgreiche Bewältigung des Lebens. In dem “macht ein Deppi die Million”, wie das Lied zwitschert.
So deutet sich eine weitere schlimme Zweiklassengesellschaft an: die Hochikuler und die Millionäre. Ganz fatal!











Freitag, 13. Mai 2016

So viel Angebote waren nie, so viel Fehlorientierung ebenfalls nicht


“Vom Leben überfordert? Junge Menschen in der Krise?” fragte der DLF heute. Ein wichtiges Thema. Aber kaum erschöpfend zu behandeln. Denn zu unterschiedlich sind die Lebenslagen der jungen Leute. Während der junge Wissenschaftler fast nichts verdient und um Zeitverträge oft betteln muß, ist der Lehrling in einem Metallberuf bestens versorgt und wird - bei der geringen Stärke seiner Alterskohorte - einen sicheren Arbeitsplatz erhalten.
Nicht zur Sprache kommt der Akademikerwahn. Der beginnt schon mit der Marotte, auch bei wenig Lernbereitschaft das Abitur machen zu müssen. Die überlange Schulzeit verzögert den Kontakt mit dem realen Leben und die Reifung. Enttäuschungen werden dann schlecht verarbeitet.













Rituale schaffen Sinn


Für die Sinnsucher aller IQ-Grade bietet die Religion (oder die Ideologie jeder anderen Art) eine Komplexitätsreduktion höchsten Ausmaßes. Auf jeder IQ-Stufe. Die Religion erfindet sich selbst und flüstert sich Sinn ein, wie die EZB Geld schöpft: aus dem Nichts. Während es bei der EZB schief gehen kann mit der Alchemie, kann das bei der Religion nicht passieren. Es gibt immer neue Propheten und Religionen. 
Auswirkungen gibt es natürlich in Wissenschaft und Wohlstand. Aber die religiös erzeugte Armut beflügelt die Pfaffen und treibt ihnen neue Gläubige zu. Sie bekommen aber keinen Sinn, sondern Rituale. Das ist eine Transsubstantiaton wie bei den Magiern der katholischen Kirche, die täglich in der Wandlung Fleisch in Brot und Blut in Wein verwandeln. So erzeugen die Rituale Sinn.

















Donnerstag, 12. Mai 2016

Stammzellen





Hans Schöler gehört zu den international renommierten Stammzellforschern, er ist Direktor am MPI für molekulare Biomedizin in Münster.

Stammzellen sind nach wie vor hochinteressant für die Züchtung neuer Organe im Labor und die Behebung von Organschäden im Körper. Pfaffen und ihre Verbündeten blockierten die Verwendung von embryonalen Stammzellen - die Überzähligen in der Reproduktionsmedizin werden weiterhin weggegossen. Dann gelang Yamanaka die Umprogrammierung von Zellen zurück zu pluripotenten Zellen, die für die Medizin in Zukunft zur Verfügung stehen könnten.