Montag, 23. November 2020

Jefferson's Monticello, Unabhängigkeitserklärung und Epikur

Leben, Freiheit und das Streben nach Lebensglück nennt die Unabhängigkeitserklärung der USA von 1776 als unverzichtbare Rechte:

“certain unalienable Rights, that among these are Life, Liberty and the pursuit of Happiness”.

Alle drei sind für die Zeit revolutionär, in Europa herrschen noch Adel und Monarchien, die ihre Bürger als Söldner verkaufen. Die Adel beutet noch in der Allianz mit dem Klerus den Dritten Stand aus. Zwei der Rechte wurden vorbildlich für spätere, bürgerliche Verfassungen, die Rechte auf Leben und Freiheit, doch mit dem Lebensglück taten sich europäische Staatsrechtler schwer. Sie schwärmten eher - gut hegelianisch - von der höheren Sittlichkeit des Staates. Das paßt(e) besser zu Untertan, Gehorsam, Uniform und Nation. 


Wie aber kommt das Lebensglück in die amerikanische Verfassung?

Da fällt uns doch das riesige Schriftdenkmal des Diogenes von Oinoanda (um 140) ein: „… wie may enjoy happiness through attainment of the goal craved by nature.“ (Übersetzung Martin Ferguson Smith, a.a.O., S. 12)


Da ist sie, die Happiness. Die Eudämonie des Epikur. Denn Diogenes war ein Freund Epikurs (341-270), der für ein glückliches Leben plädierte, nicht für Ruhm, Größe, Würde, Luxus, Sex und Amüsement. Die Philosophie, seine Philosophie, sollte dazu den Weg weisen.  

Und so erreichte die Happiness Thomas Jefferson, der sich als Epikureer verstand und den Entwurf für die Unabhängigkeitserklärung verfaßte. 


Sonntag, 22. November 2020

David Legates, ICCC13 (Panel 1: Scientific Observations)

 Prof. Legates wurde gerade zum Chef des U.S. Global Change Research Program ernannt, der einen neuen US-Klimabericht vorbereitet.

Samstag, 21. November 2020

Franz Schubert, Piano Sonata a-minor, D. 845, Alfred Brendel

Leo Strauss: Ancients v. Moderns I

Die Neokonservativen unter Bush (Kristol, Wolfowitz, Richard Perle etc.) standen im Ruf, in ihrer Vorwärtsstrategie zur Verbreitung der Demokratie Straussianer zu sein; das scheint aber so nicht zuzutreffen. 

Kristol (1920-2009):  

> „Es gibt keine Zusammenstellung von neokonservativen Überzeugungen hinsichtlich der Außenpolitik, nur eine Reihe von aus der Geschichte abgeleiteten Haltungen dazu. (Der neokonservative Lieblingstext über auswärtige Angelegenheiten ist – dank Professor Leo Strauss aus Chicago und Donald Kagan aus Yale – der von Thukydides über den Peloponnesischen Krieg.)“

– Irving Kristol: 2003< (Wiki.)