Dienstag, 29. April 2014

Ist Putin gebildet?




Putin hat sich als Junge so auffällig herumgeprügelt, daß seine Aufnahme in die PIONIERE verzögert wurde. Dem Herumprügeln in Kampfsportarten blieb er bis heute treu. Der Identifikation mit körperlicher Primitivität entspringen auch seine Foto-Inszenierungen mit nacktem Oberkörper und Gewehr u.ä. Dies tut kein gebildeter Mensch. Man kann sich auch in der Bibliothek ablichten lassen. 

Der junge P. ergriff denn auch einen kämpferischen Beruf, den des KGB-Soldaten. Er besuchte eine KGB-Hochschule. Dort hat er sicher einiges gelernt, mit Bildung dürfte es wenig zu tun gehabt haben. Ohnehin waren die kommunistischen Hochschulen in der Sowjetunion keine Bildungsanstalten, sondern Ausbildungsschulen und ideologische Zuchtanstalten der Partei. Auch als Spion in der SED-Diktatur folgte er keinem Bildungs-, sondern einem Dissidentenverfolgungsauftrag. Sein ganzes Leben hat dieser Mann zudem in Diktaturen zugebracht, in denen abweichende Literatur und abweichende Meinungen verboten waren und verfolgt wurden - und er selbst war, als KGBler, ein beruflicher Verfolger. 
Dieser Mann hat manches studiert, Marxismus, Tarnen, Täuschen, Organisieren - so soll er auch seine Doktorarbeit absolviert haben - aber gewiß kam er nie in die Nähe dessen, was Wilh. v. Humboldt in seiner Schrift “Theorie der Bildung des Menschen” so formulierte:

“das zerstreute Wissen und Handeln in ein geschlossenes, die bloße Gelehrsamkeit in eine gelehrte Bildung, das bloß unruhige Streben in eine weise Thätigkeit zu verwandeln.” 
(Menze-Ausg. S. 27)

Nichts im Leben des P. deutet darauf hin, das in diese Richtung zeigt, aber vieles, vom jungen Prügler bis zur Verfolgung der Opposition heute, deutet in Richtung des Despoten.
Mein Vergleichspunkt mit Hitler ist vor allem der Status des Emporkömmlings, der sich nur auf seine eigene Skrupellosigkeit verlassen kann. 
Hier läßt sich noch ein dritter hinzunehmen, Napoleon. Alle drei - wobei P. hier der primitivste ist - haben eine kaum glaubliche Karriere absolviert. Napoleon und Hitler wurden in ganz Europa bewundert (s.u.), aber sie konnten sich selbst nicht beherrschen, was bei Humboldt zur Bildung gehört. Als ausgeprägte Egomanen und mit jedem ihrer Erfolge mehr steigerten sie ihr Selbstbewußtsein über alle Grenzen hinaus und konnten nur militärisch gestoppt und dann niedergeworfen werden. 
Putins Fähigkeiten sind wohl beschränkterer Natur, trotzdem muß man bei einem machtbegabten und machtgierigen Emporkömmling mit allem rechnen. Denn Emporkömmlinge können nur schwer zurücktreten ins Glied, wie es in der Demokratie ein de Gaulle, ein Churchill und ein Adenauer mußten und es auch konnten - Churchill bekam sogar noch einen Literaturpreis für seine Memoiren zum WK2. 
Despotische Egomanen werden meist gestürzt, sie können nicht von der Macht lassen, weil sie die große Fallhöhe fürchten. Putin hat den Fall des läppischen und korrupten Parteibonzen Janukowitsch vor Augen, dagegen trifft er Vorkehrungen. Da er die europäischen Politiker so einschätzt wie seinen eingekauften Gasableser Schröder und den Appeaser Steinmeier, glaubt er, daß ihm das mit Militärspektakel und Nationalismus gelingen wird. 
Und alle Freiheitsgegner auf der Rechten und der Linken in Deutschland glauben es mit ihm und bestärken Herrn Pu. in seinen Zielen. 

Anhang, das Urteil der Zeitgenossen schwankt extrem, zu allen Zeiten:

"Die Bewunderer und Unterstützer Hitlers

Von Loki45 30.05.2010    http://community.zeit.de/node/189606/0/only_recommended          Es ist schon erstaunlich, wie ein ehemaliger Österreicher namens Adolf Hitler - der "böhmische Gefreite", so nannte ihn Reichspräsident Hindenburg abwertend - zum Führer über das deutsche Volk aufsteigen konnte? Wie konnte ein Schmierenkomödiant, ein pathologischer Lügner und manisch-depressiver Psychopath wie er, zu einer derartigen Machtfülle gelangen, dass er die halbe Welt in Brand setzen konnte? War es nur die Gutgläubigkeit der deutschen Bevölkerung? Nein, es gibt noch viele andere Hintergründe, die leider in der "offiziellen Geschichtsschreibung", warum auch immer, nicht genannt werden.
Der amerikanische Historiker John Toland schreibt in seiner Hitler-Biographie:"Wenn Hitler 1937 am vierten Jahrestag seiner Machtergreifung gestorben wäre, dann wäre er - unbeschadet der großen wirtschaftlichen Krise - als einer der größten Deutschen in die Geschichte eingegangen", So ähnlich artikuliert sich auch Joachim Fest im Vorwort zu seiner Biografie über Hitler: "Wenn Hitler Ende 1938 einem Attentat zum Opfer gefallen wäre, würden nur wenige zögern, ihn einen der größten Staatsmänner der Deutschen, vielleicht den Vollender ihrer Geschichte, zu nennen."
Es ist nur eine der vielen Geschichtsverdrehungen, die behauptet, die Deutschen seien die Einzigen gewesen, die dem Charisma des 'Führers' erlagen. Hitler hatte noch 1937 Millionen von Bewunderern, nicht nur in Europa – nein, weltweit. Da wäre z. B. ein so berühmter Schriftsteller wie George Bernard Shaw. Auch er verteidigte Hitler öffentlich in Artikeln in der britischen Presse.
Ebenso der frühere Premierminister Großbritanniens David Lloyd George, schwärmte, Hitler sei wunderbar und das deutsche Volk das glücklichste auf der Welt. Der Londoner Daily Express zitiert ihn 1936 so: "Man bewundert ihn nicht nur für seine volksnahe Führerschaft. (Hitler) wird als Nationalheld verehrt, der sein Land aus der vollkommenen Hoffnungslosigkeit und Erniedrigung errettet hat. Er ist der George Washington Deutschlands, der Mann, der für sein Land die Unabhängigkeit von seinen Unterdrückern gewonnen hat."
Und weiter nach seinem Besuch in Berchtesgaden bei Adolf Hitler im "Daily Express" vom 17.09.1936:
"Gerade bin ich zurückgekommen von einem Besuch in Deutschland... Ich habe nun Deutschlands berühmten Führer gesehen, auch die großen Veränderungen, die er verursacht hat. Was immer einer denkt von seinen Methoden - und diese sind bestimmt nicht jene eines parlamentarischen Landes, kann doch kein Zweifel darüber bestehen, daß er eine wunderbare Veränderung im Geist der Menschen, in ihrem Benehmen untereinander, in ihrer sozialen und ökonomischen Selbstdarstellung bewirkt hat..“
Auch Charles A. Lindbergh, der 1927 erstmals mit einem Flugzeug den Atlantik überquerte, war vom 3. Reich angetan, der wirtschaftliche und technologische Aufschwung in Nazi-Deutschland fasziniert ihn. Er kommt 1936 nach Berlin und ist von den Nazis begeistert. Im Herbst 1938 bekommt er von Hermann Göring das Verdienstkreuz 'Deutscher Adler' verliehen, das war ein Orden, der nur an Ausländer verliehen wurde, „die sich besonders um das Deutsche Reich verdient gemacht hatten“. Weitere Träger des Ordens sind Henry Ford und James D. Mooney, Vizepräsident von General Motors. Übrigens erwägt Lindbergh sogar, nach Deutschland zu ziehen. Doch sein Flirt mit den Nazis und seine Forderung, Amerika möge sich aus dem Krieg in Europa heraushalten, bringen ihm in den USA heftige Ablehnung ein. Aus Unterlagen, die jetzt erst gefunden wurden, geht hervor, dass Lindberghs Bewunderung für Hitler und das Dritte Reich größer war, als bisher angenommen wurde.Noch ein anderer Brite, ein sehr höchstrangiges Mitglied des englischen Hochadels, sympathisierte mit Hitlerdeutschland: König Edward VIII! Er musste im Dezember 1936 abdanken - angeblich, weil er nicht auf seine große Liebe Wallis Simpson, einer zweifach geschiedenen Amerikanerin, verzichten wollte. Leider wurde der Weltöffentlichkeit verschwiegen, dass Wallis Simpson mit den Nazis nicht nur sympathisierte, sondern für den deutschen Geheimdienst tätig war und nachweislich sehr enge Kontakte zum deutschen Botschafter von Ribbentrop hatte! Der MI5 hatte das herausgefunden und somit war eine Verbindung des Königs mit Mr. Simpson für Großbritannien völlig unakzeptabel: Eine Nazispionin in des Königs Bett. Ein deutscher Diplomat ließ dem britischen Außenministerium Informationen über Meldungen des deutschen Botschafters, Joachim von Ribbentrop zukommen, in denen dieser seine Meinung äußerte, dass der Grund der Abdankung war, „jene deutschen-freundlichen Kräfte zu zerstören, die durch Frau Simpson am Werk waren.“ Gerüchte besagten, dass Simpson auch Zugang zu geheimen Regierungsdokumenten hatte, die König Eduard geschickt wurden und die dieser unbeaufsichtigt in seinem Landsitz 'Fort Belvedere' liegen ließ. Sogar nach Eduards Abdankung wurden von Personenschutzbeamten, die Simpson im französischen Exil schützten, Berichte mit der Vermutung an die Regierung geschickt, sie könnte „nach Deutschland abhauen“. Eindeutig ist, dass Simpson zum damaligen deutschen Botschafter in London Joachim von Ribbentrop sehr persönlichen Kontakt hatte, denn sie bekam noch danach zu jeden ihrer Geburtstage einen Blumenstrauß mit einem persönlichen Gruß von ihm! ..."

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