Samstag, 12. Juni 2021

Stadtarchitektur


Corbusier in Berlin 

(Pachali/Wiki.)

“Stadtluft mach frei” war schon früh ein Schlagwort zur Übersiedlung in die Stadt. Die Stadt kannte keine Frondienste und keine Erbuntertänigkeit. In diesem Entwicklungsgang steht sehr viel später - erst im 20. Jahrhundert - auch das Phänomen, das der Stadt-Soziologe Lewis Mumford “from habit to choice” benannte. Der Großstädter besitzt mehr Wahl- und Freundschaftskontakte als der Dorfbewohner, den stärkere Verwandtschafts- und Nachbarschaftskontakte auszeichnen. 

Bauen in der Stadt war immer ein Problem, die Hygiene war schlecht, die Fläche sehr  begrenzt, der Zuzug stark. Diesen gordischen Knoten zerhieb Le Corbusier mit seinen “Wohnmaschinen”. Da gibt es keinen Streit über die Nutzung der gemeinsamen Einfahrt, und die Abriegelung bei realen oder fiktiven Epidemien gelingt reibungslos - in China ist diese Wohnform in abgespeckter Ausführung daher die erste Wahl der Kommunistischen Partei. 


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