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Sonntag, 17. Juni 2018

Impulskontrolle überholt?









Mischel-Marshmallow-Testüberholt?
Tyler Watts, Greg Duncan und Hoanan Quan haben den Test modifiziert wiederholt und keine signifikante Ergebnisse gefunden.

“Selbstbeherrschung ist teilweise mit Intelligenz verbunden (wobei der Koeffizient auf einer Skala von -1 bis 1 bei ungefähr 0,23 liegt), und beide Merkmale gehen auch von den gleichen Gehirnteilen aus, allerdings nicht genau auf die gleiche Weise.”

Pinker, Steven. Gewalt: Eine neue Geschichte der Menschheit (German Edition) (Kindle-Positionen16908-16910). FISCHER E-Books. Kindle-Version.
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Da Intelligenz zu gut 50% erblich und Intelligenz mit Selbstkontrolle verbunden ist (Pinker: 0.23), konnte erwartet werden, daß sich die Auswahl von Watts u.a. von der Mischel-Stichprobe mit den Kindern von Universitätsangehörigen unterscheiden könnte. Dazu tritt vermutlich als Wirkfaktor hinzu, daß in der Minder-IQ-Auswahl das Trainingselement schwächer performierte: Ohne immer neue Konsolidierung der neuronalen Verbindungen werden sie zurückgebaut.
Wenn in der Watts-Auswahl viele Afroamerikaner vertreten waren, ist außerdem mit den Befunden von Roland Fryer zu rechnen, daß nämlich in afroamerikanischen Peergroups Lifestyle-Elemente bzw. Paradigmen auftreten wie die, daß Lernen weißer Blödsinn sei. Lernen ist mit Selbstdisziplin verbunden.
Wenn es in den Linksblättern wie dem GUARDIAN heißt, man könne nach der neuen Studie von Tyler Watts u.a. darauf verzichten, das Aufschieben von Bedürfnissen zu üben (“The results, according to the researchers who carried out the new study, mean that parents, schools and nurseries could be wasting time if they try to coach their children to delay gratification.”), so wird genau umgekehrt ein Schuh daraus. Die Unterschicht hat ein Verhaltensproblem der Verschlampung und Verwahrlosung, dem mit dem Training von Selbstkontrolle entgegengearbeitet werden kann.













Sonntag, 24. März 2013

Der Marshmellow-Test



Es gab nicht einmal einen Marzipanlorbeerkranz !







Man könnte sie auch A-Schule, B-Schule und C-Schule nennen, ähnlich wie die Jugend A, B, C in der Leichtathletik. Das sind ähnlich leistungsstarke Alters-Gruppen. Bei den Männern gibt es dann die Kaderzugehörigkeiten und A- und B-Auswahlen, praktisch ermittelt nach der Leistung in den Wettkämpfen. Danach richten sich dann auch die Trainingsgruppen. 

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Hauptschule, dem Gymnasium und der Realschule. Man bildet nach der beobachteten Leistung ähnlich zusammengesetzte Trainingsgruppen. Das hat sich bewährt, obwohl natürlich die Schulklasse eine kollektivistische Veranstaltung bleibt und der einzelne Schüler sich stets nach der Mehrheit strecken muß. Ist er schwächer als die Mehrheit, ergeht es ihm wie dem jungen Sprinter, der bei den Männern mittrainiert, er ist in der Regel ständig überfordert und verliert die Lust. Trainiert er als leistungsstarker Mittelstreckler mit der Jugend B, dann sinkt seine Leistungsstärke und er wird unlustig wie der leistungsstarke Schüler in einer schwachen Klasse. 

Im Unterrichtsgeschehen spielen aber noch viele weitere Faktoren eine Rolle. Nicht zuletzt die Fähigkeit des Schülers zur Selbstdisziplin und zum Bedürfnisaufschub. Vierjährige, die in dem berühmten Süßigkeitentest gut abschnitten, erreichten später in ihrer Schullaufbahn größere Erfolge als die, die die Marshmellows sofort aßen: 
"In the 1960s, a group of four year olds were given a marshmallow and promised another if they could wait 20 minutes before eating the first one. Some children could wait and others could not. The researchers then followed the progress of each child into adolescence, and demonstrated that those with the ability to wait were better adjusted and more dependable (determined via surveys of their parents and teachers), and scored an average of 210 points higher on the Scholastic Aptitude Test." (Mischel, Shoda and Peake (1988)

Lernen ist sehr viel komplexer als Sport. Und die persönliche Entwicklung ist wiederum komplexer als das Lernen. Wenn die persönlichen Voraussetzungen dies nahelegen, dann sollte der kleine Schostakowitsch eben mit 7 Jahren auf das Konservatorium gehen und der junge Alfred Krupp mit 14 Jahren in die Firmenleitung, bevor sie in der Schule jahrelang mit teilweise dümmlichen Lernvorgaben verdummt werden. 
Durch die Flutung des Gymnasiums mit wenig lernbereiten Schülern wurde es praktisch abgeschafft, nur das Schild blieb. Das hat bereits jetzt an den Hochschulen spürbare Folgen.