Nachtfrost, mi 5° s . Da kam ein Bergischer Bachkrebs ins Bad: 1,5 mm Rumpflänge, die Scherenarme ebenso lang. Ob er noch wächst?
- - Boris Becker sitzt in der Schweiz, Schumi auch, Gottschalk in Amerika, aber Ackermann zahlt jedes Jahr mehr als 7 (sieben!) Millionen deutsche Steuern, als Schweizer; und die Reitzle, Obermann, Müller, Wenning, Zetsche, Zumwinkel etc. zahlen ebenfalls jedes Jahr Millionen deutsche Steuern: " - Eine Minderheit zahlt den größten Batzen. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft bereichert die Umverteilungsdebatte mit neuen Zahlen. Danach ... zahlen die obersten 30 % der Einkommen 62 % aller Steuern und Abgaben ..." FAZ 15.11.07 - Nach der jetzt angeblasenen Hatz auf die Megamacher werden eine ganze Reihe Supermänner ihre Wohnsitze verlegen. Merke: ein Bill Gates, der abwandert, kann durch zwanzig Millionen Softwareentwickler nicht ersetzt werden. Und einen Zumwinkel kann man nicht durch 20.000 Steinbrücks austauschen. (Äußerst unfair sozialistisch allerdings sein Mindestlohntiefschlag 2007 gegen die PIN-Gruppe!)
- Dresdner Bank-Supermann 1997: "Der Fall Wolfgang Röller
Der Vorwurf, ein hochkarätiger deutscher Manager habe mit Hilfe einer Liechtensteiner Stiftung Steuern am Fiskus vorbeigeschleust, ruft Erinnerungen ... ergebnislos." FAZ 15.2.
- "Der Fall Dietmar Hopp
Einen unerwarteten Verlauf nahmen die Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue gegen Dietmar Hopp im März 2003: Sie mündeten in einem medial ... eingestellt." SAP-Mega-Mann Hopp gründete danach die Stiftung PRO JUSTITIA gegen Justizwillkür. 15.2.
- "Zürich (Reuters) - Die Liechtensteiner Vermögensverwaltungsbank LGT Group hat Hinweise, dass vor rund sechs Jahren gestohlene Kundendaten der Tochterfirma LGT Treuhand AG entgegen dem bisherigen Wissensstand immer noch im Umlauf sind. ..."
- "Klimabarometer
Bei der geopolitischen Größe, die die Klimaforschung in den zurückliegenden Monaten an den Tag gelegt hat, ist etwas Menschliches zu kurz gekommen, das uns erst jetzt wieder, mit der Lektüre eines neuen klimapolitischen Fanals, in den Sinn kommt: Dass die Klimatologen nämlich eines der kommunikativsten Völkchen unter den Naturforschern sind. Wenn es um die Organisation ihrer Interessen und Botschaften geht, sind sie unschlagbar kreativ und regelrecht gesellig. Nach innen wie nach außen. Ihre politische Sensibilität etwa ist nahezu konkurrenzlos. In dem nun zur Rede stehenden Fanal geht es um eine Arbeit in den "Proceedings" der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften, der das Kippen des Klimas zum Gegenstand hat. Nicht, dass es diese Schlagzeilen nicht längst gegeben hätte: das Klima kippt, droht zu kippen oder steht auf der Kippe. Der Variationen gab es viele. In der klimatologischen Rigorosität freilich, mit der das Thema hier behandelt wird, und - was psychologisch nicht gering zu schätzen ist - mit dem Segen der Akademie hat noch niemand vorher das Thema aufgegriffen. Ein gutes Dutzend Klimaelemente, vom grönländischen Eisschild bis zum westafrikanischen Monsun und den borealen Wäldern, hat man daraufhin geprüft, ob sie innerhalb eines "politischen Zeithorizonts" und eines "ethischen Zeithorizonts" so massiv gestört werden könnten, dass sprunghafte und womöglich unumkehrbare Entwicklungen angestoßen werden. Man wolle verhindern, heißt es, dass sich "die Gesellschaft in einem falschen Gefühl von Sicherheit wiegen könnte". Das Ergebnis dieser Klimakatastrophenbilanz ist schnell zusammengefasst: Abgesehen vom Meereis in der Arktis und dem Grönlandeis, die man als nahezu sicher gefährdet und möglicherweise sogar schon am Kippen sieht, herrscht große Unsicherheit. Der trügerischen Sicherheit im Volk wird die mangelnde Sicherheit der Wissenschaft entgegengesetzt. Beunruhigend ist weniger dieser nicht gerade überraschende Befund als die Art und Weise, wie man die "Kippelemente" dingfest zu machen hoffte: mit einer Umfrage. Forscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und der University of East Anglia in Norwich haben nach einem Berliner Workshop 193 Wissenschaftler weltweit zu ihrer Einschätzung der Kippgefahren befragt. Das sollte dem Ganzen Gewicht geben. Und vielleicht muss man ja wirklich befürchten, dass der klimatologische Politbarometer als wissenschaftliche Methode nun mit der Veröffentlichung in den "Proceedings" einen Durchbruch erzielt hat. Vielleicht aber auch nicht. Denn letztlich haben doch nur 52 der 193 Forscher den Fragebogen auch tatsächlich ausgefüllt. Bei dem üblichen Kommunikationsbedarf in der Branche eine durchaus bemerkenswerte Quote. jom"
Text: F.A.Z., 13.02.2008, Nr. 37 / Seite N1
Freitag, 15. Februar 2008
Donnerstag, 14. Februar 2008
Nur Assimilation bringt auch Integration. Kernenergie
Nachtfrost, mi 8° s
- "Bärendienst. Bei den Überlegungen von Georg Paul Hefty, was wohl den entscheidenden Durchbruch für Frau Ypsilanti bei den hessischen Landtagswahlen 2008 ... sich allein während der Kohl-Regierungszeit der Anteil ausländischer Mitbürger in Deutschland von rund dreieinhalb Millionen auf über sieben Millionen erhöht hatte. ..." 13.2. FAZ
- Türkei - Islamisierung oder Demokratie?
Ihre öfter wiederholten Ausführungen über die neue anatolische Mittelschicht, die im Namen der Demokratie die kemalistische Elite ersetzen soll, ... Die führenden AKP-Politiker sind keine Europäer und verstehen die Rationale der Säkularisierung nicht. ... Wetteifern der MHP mit der AKP um die Islamisierung der Türkei, damit sie enteuropäisiert wird ..." Sükan Gürkaynak, Bad Windsheim 13.2. FAZ LB
- "Die Schule der Türken. Nur Assimilation bringt auch Integration.
Bereits vor mehr als einem Jahrzehnt, als zumindest die Welt der Multikulturalisten noch in Ordnung schien, begann eines ihrer Prestigeprojekte ...", die zweisprachig türkisch-deutsche Schule: Deutsche und türkische Mittelschicht zogen weg. FAZ 13.2.
- "Islamisten vergessen niemanden. Die dänische Polizei hat ein Attentat auf einen Zeichner vereitelt, der für die Zeitung "Jyllands-Posten" den Propheten Mohammed karikierte. ..." 13.2.
- "Gitarretragen ist nicht verboten. Irans Revolutionsführer Ajatollah Chomeini duldete im Gottesstaat nur Marschmusik. "14.2.
- Die Welt setzt auf Kernenergie: China hat in den letzten drei Monaten sechs neue Kernkraftwerke bestellt. In Indien wird ein Schneller Brüter gebaut. In Europa liegt Frankreich weiter an der Spitze. Die Bauarbeiten an der 1600-Megawatt-Anlage Famanville haben begonnen.
- Zumwinkel, ein Mann, der die Post bewegt hat, zum Verhör mit Polizeieskorte und Haftbefehl bei einem Vorwurf von 1 Mio. Steuerhinterziehung - der Mann hat über eine Million zu versteuerndes Einkommen, zahlt also etwa 500.000 € Steuern jährlich - das ist keine kleine Summe - und dann Haftbefehl - wofür? Erinnert das an Moskauer Manieren? Eine gute Werbung für Deutschland: die hohe Einkommenssteuer und der Haftbefehl bei vermuteten Steuervergehen.
- Ach ja: „Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, wenn ihr die Starken schwächt.“ Pestalozzi
- Gerd Roellecke, scharfsinnig und eloquent wie immer: "Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2008, Nr. 38, S. 37
Unsere Studenten singen nicht mehr
Was hat "1968" eigentlich bewirkt? Und war das überhaupt eine Studentenrevolte? Anmerkungen zu den Lebenserinnerungen des Germanisten Peter Wapnewski.
Von Gerd Roellecke
Zu Weihnachten hat mir ein guter Freund die Taschenbuchausgabe der Selbstbiographie des Germanisten Peter Wapnewski "Mit dem anderen Auge. Erinnerungen 1922-2000" geschenkt. Die Originalausgabe ist in zwei Bänden 2005 und 2006 erschienen (F.A.Z. vom 5. Januar 2006 und 2. Februar 2007). Ich habe den ersten Band, der bis 1959 reicht, sofort gelesen, mich über das Deutsch des Germanisten gewundert und über einige lobende Rezensionen gestaunt. Appetit auf den zweiten Band hat mir die Lektüre des ersten Bandes nicht gemacht. Aber ich bin weder Germanist noch Intellektueller.
Da mein Freund erwarten darf, dass ich mit ihm über das Buch sprechen kann, musste ich jetzt auch den zweiten Teil lesen. Er hat den Eindruck bestätigt, den der erste Teil gemacht hat. Deshalb wäre über die Lektüre kein Wort zu verlieren, wenn der zweite Teil nicht von 1959 bis 2000 reichte, also auch die studentischen Massenpöbeleien umfasste, die man "1968" nennt. Wapnewski lehrte damals in Berlin. Von den Pöbeleien war er betroffen, meist als Opfer, in manchen Hinsichten aber auch als Schlichter, Vermittler und akademischer Repräsentant. Deshalb ist seine Darstellung ein Zeitzeugnis und politisch zu diskutieren.
"1968" hat die deutsche Universität verändert, mithin auch die Voraussetzungen der derzeitigen Hochschulpolitik. Die Gremienvielfalt hat die Ordinarienuniversität abgelöst und wird nun ihrerseits von der neuen Behörden- oder Verwaltungsuniversität verdrängt, die durch Orwellsche "Hochschulfreiheitsgesetze" konstituiert wird. Das meint im Prinzip auch Wapnewski.
Wenn diese Diagnose richtig ist, war die "demokratische" Hochschulreform der siebziger Jahre ein furchtbarer Schlag ins Wasser. Die Hochschulpolitik wollte schon damals die Zahl der Studenten erhöhen. Unter "Studenten" verstand sie natürlich die Nutzer der Bildungsanstalten, die man seit dem Mittelalter Universitäten nannte. Diese Bildungsanstalten wurden durch ihre "Demokratisierung" aber gerade aufgehoben. Also hat die staatliche Hochschulpolitik die Zahl der Studenten nicht erhöht, sondern allenfalls auf die Mitglieder jener Humboldtschen Wissenschaftskränzchen vermindert, die sich ohne staatliches Zutun in Anstalten der Erwachsenenbildung regelmäßig entwickeln.
In welchen Einrichtungen die Studenten derzeit unterrichtet werden, weiß man darum nicht mehr. Die Politik hat sich im Wald ihrer eigenen Reformen verirrt. Deshalb hat sie - soweit zu sehen, übrigens ohne gesetzliche Grundlage - Exzellenz-Einrichtungen erfunden, an denen sie sich bei weiteren Förderinnovationen selbst orientieren kann. So wird das Rufen im Walde zum Benchmarking. Was dabei herauskommt, ist naturgemäß offen. Fest steht nur: Wenn es etwas Gutes ist, rechnet es sich die jeweilige Regierungspartei zu, wenn etwas Schlechtes, sind die Anstalten schuld. "Hochschulfreiheitsgesetze" - obwohl damit schlechterdings nichts gewonnen ist. Schuldige Anstalten kann man nicht oder nur durch schuldige Anstalten ersetzen.
Sieht man "1968" in diesem mehr historisch-pragmatischen Sinne, wird fraglich, ob die studentische Aufwallung mehr bedeutete als ein Zuschauer, der während eines Fußballspiels den Ball zurück auf das Spielfeld wirft. Auch Wapnewski hat Zweifel, ob die Studenten mehr bewirkt haben als eine Veränderung der Formen, also als eine Aufhebung des Krawattenzwanges. Allerdings meint er, eine Veränderung der Formen ändere auch Mentalität und Gemüt, "da Form nie nur ein Außen ist".
Das mag sein, aber hier beginnt das Problem. Was ist innen? Das bleibt dunkel. Deshalb klärt Wapnewski keineswegs, was die Studenten zerstört haben. Gewiss, "die alte, auch sentimental bewegte Beziehung, die sich gefühlsreich äußerte in Gemeinschaftsunternehmungen geselliger Natur wie Kneipen und Kahnfahrten und Seminarfesten, ist dahin". Aber diese Beziehung war nicht der bessere Teil der alten deutschen Universität und verhalf nicht dazu, "intellektuell zu denken, bündig zu schließen und das Verstandene angemessen zu formulieren", was Wapnewski für Anforderungen des Studiums hält.
Viel wahrscheinlicher ist, dass die "sentimental bewegte Beziehung" Keime jener Rohheit trug, die studentisches Sozialverhalten über Jahrhunderte kennzeichnete - bis hin zu den wüsten Beschimpfungen jüdischer Professoren in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Linie der Rohheit bis zu den Pöbeleien von 1968 auszuziehen hätte freilich bedeutet, der Studentenbewegung den Stempel der Gewalttätigkeit aufzudrücken und sie grundsätzlich zu kritisieren. Das vertrug sich nicht mit der "Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden", wie sie die alte Universität postuliert hatte, und nicht mit der Regel: Studenten dürfen Professoren angreifen, aber Professoren nicht Studenten. Also übernimmt Wapnewski eins zu eins die Selbstrechtfertigung der Protestler.
"Die Immobilität einer Gesellschaft, die sich einigermaßen komfortabel eingerichtet hatte im friedlichen Halb-Staat der Adenauer-Epoche, war diesen Nachkommen eine Provokation. Eine härtere Provokation noch war ihr der Geist der Verlogenheit, Bequemlichkeit, der Unwahrheit, des Verdrängens. Etwa im Bereich der Sexualität. (. . .) Oder und vor allem: Im Bereich der Politik." In dieser aufgeladenen Atmosphäre brauchte nur ein Funke des Unrechts zu fallen. Und er fiel mit der Tötung des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967. "Von da an war die Universität verwandelt." "Linker Faschismus" (Habermas) machte sich breit und "gefiel sich in den abstrakten Wonnen einer eigenen, theoriebelasteten Parteisprache". Wer konnte, floh aus Berlin, Wapnewski nach Karlsruhe. Dann wurde die Studentenbewegung schlapp wie ein Fahrradschlauch, dessen Ventil geöffnet wird. Den zwielichtigen Gestalten, die die Studentenrevolte auf Rektoren- und Präsidentensessel der Universitäten und in das hochschulpolitische Establishment schwemmte, scheint Wapnewski nie begegnet zu sein.
Aber es gibt noch Psychologie: Die Anführer der Studenten wollten nicht verstanden werden. "Nicht von einer abgetretenen Generation, die die ihrer Eltern war und gegen die sich landesweit, ja weitgehend international das Aufbegehren richtete: von Princeton und Berkeley bis Paris und Frankfurt." Internationale Resonanz also. Akademiker aller Länder, vereinigt euch! Aber hatte sich die selbstzufriedene, immobile Gesellschaft des friedlichen Halb-Staates der Adenauer-Epoche auch in Princeton und Berkeley bis Paris komfortabel eingerichtet? Herrschte auch dort der Geist der Verlogenheit, der Unwahrheit, des Verdrängens? Hat auch in Princeton und Berkeley bis Paris die Eltern- und Großelterngeneration "Hitler (. . .) relativiert und abstrahiert zu einer Art Naturereignis, das man hatte über sich ergehen lassen müssen"? Aber das sind nicht Wapnewskis Fragen. Gegen Ende seines Lebens fragt er überhaupt nicht mehr nach der Universität.
Gerd Roellecke ist emeritierter Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Mannheim.
- "Bärendienst. Bei den Überlegungen von Georg Paul Hefty, was wohl den entscheidenden Durchbruch für Frau Ypsilanti bei den hessischen Landtagswahlen 2008 ... sich allein während der Kohl-Regierungszeit der Anteil ausländischer Mitbürger in Deutschland von rund dreieinhalb Millionen auf über sieben Millionen erhöht hatte. ..." 13.2. FAZ
- Türkei - Islamisierung oder Demokratie?
Ihre öfter wiederholten Ausführungen über die neue anatolische Mittelschicht, die im Namen der Demokratie die kemalistische Elite ersetzen soll, ... Die führenden AKP-Politiker sind keine Europäer und verstehen die Rationale der Säkularisierung nicht. ... Wetteifern der MHP mit der AKP um die Islamisierung der Türkei, damit sie enteuropäisiert wird ..." Sükan Gürkaynak, Bad Windsheim 13.2. FAZ LB
- "Die Schule der Türken. Nur Assimilation bringt auch Integration.
Bereits vor mehr als einem Jahrzehnt, als zumindest die Welt der Multikulturalisten noch in Ordnung schien, begann eines ihrer Prestigeprojekte ...", die zweisprachig türkisch-deutsche Schule: Deutsche und türkische Mittelschicht zogen weg. FAZ 13.2.
- "Islamisten vergessen niemanden. Die dänische Polizei hat ein Attentat auf einen Zeichner vereitelt, der für die Zeitung "Jyllands-Posten" den Propheten Mohammed karikierte. ..." 13.2.
- "Gitarretragen ist nicht verboten. Irans Revolutionsführer Ajatollah Chomeini duldete im Gottesstaat nur Marschmusik. "14.2.
- Die Welt setzt auf Kernenergie: China hat in den letzten drei Monaten sechs neue Kernkraftwerke bestellt. In Indien wird ein Schneller Brüter gebaut. In Europa liegt Frankreich weiter an der Spitze. Die Bauarbeiten an der 1600-Megawatt-Anlage Famanville haben begonnen.
- Zumwinkel, ein Mann, der die Post bewegt hat, zum Verhör mit Polizeieskorte und Haftbefehl bei einem Vorwurf von 1 Mio. Steuerhinterziehung - der Mann hat über eine Million zu versteuerndes Einkommen, zahlt also etwa 500.000 € Steuern jährlich - das ist keine kleine Summe - und dann Haftbefehl - wofür? Erinnert das an Moskauer Manieren? Eine gute Werbung für Deutschland: die hohe Einkommenssteuer und der Haftbefehl bei vermuteten Steuervergehen.
- Ach ja: „Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, wenn ihr die Starken schwächt.“ Pestalozzi
- Gerd Roellecke, scharfsinnig und eloquent wie immer: "Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2008, Nr. 38, S. 37
Unsere Studenten singen nicht mehr
Was hat "1968" eigentlich bewirkt? Und war das überhaupt eine Studentenrevolte? Anmerkungen zu den Lebenserinnerungen des Germanisten Peter Wapnewski.
Von Gerd Roellecke
Zu Weihnachten hat mir ein guter Freund die Taschenbuchausgabe der Selbstbiographie des Germanisten Peter Wapnewski "Mit dem anderen Auge. Erinnerungen 1922-2000" geschenkt. Die Originalausgabe ist in zwei Bänden 2005 und 2006 erschienen (F.A.Z. vom 5. Januar 2006 und 2. Februar 2007). Ich habe den ersten Band, der bis 1959 reicht, sofort gelesen, mich über das Deutsch des Germanisten gewundert und über einige lobende Rezensionen gestaunt. Appetit auf den zweiten Band hat mir die Lektüre des ersten Bandes nicht gemacht. Aber ich bin weder Germanist noch Intellektueller.
Da mein Freund erwarten darf, dass ich mit ihm über das Buch sprechen kann, musste ich jetzt auch den zweiten Teil lesen. Er hat den Eindruck bestätigt, den der erste Teil gemacht hat. Deshalb wäre über die Lektüre kein Wort zu verlieren, wenn der zweite Teil nicht von 1959 bis 2000 reichte, also auch die studentischen Massenpöbeleien umfasste, die man "1968" nennt. Wapnewski lehrte damals in Berlin. Von den Pöbeleien war er betroffen, meist als Opfer, in manchen Hinsichten aber auch als Schlichter, Vermittler und akademischer Repräsentant. Deshalb ist seine Darstellung ein Zeitzeugnis und politisch zu diskutieren.
"1968" hat die deutsche Universität verändert, mithin auch die Voraussetzungen der derzeitigen Hochschulpolitik. Die Gremienvielfalt hat die Ordinarienuniversität abgelöst und wird nun ihrerseits von der neuen Behörden- oder Verwaltungsuniversität verdrängt, die durch Orwellsche "Hochschulfreiheitsgesetze" konstituiert wird. Das meint im Prinzip auch Wapnewski.
Wenn diese Diagnose richtig ist, war die "demokratische" Hochschulreform der siebziger Jahre ein furchtbarer Schlag ins Wasser. Die Hochschulpolitik wollte schon damals die Zahl der Studenten erhöhen. Unter "Studenten" verstand sie natürlich die Nutzer der Bildungsanstalten, die man seit dem Mittelalter Universitäten nannte. Diese Bildungsanstalten wurden durch ihre "Demokratisierung" aber gerade aufgehoben. Also hat die staatliche Hochschulpolitik die Zahl der Studenten nicht erhöht, sondern allenfalls auf die Mitglieder jener Humboldtschen Wissenschaftskränzchen vermindert, die sich ohne staatliches Zutun in Anstalten der Erwachsenenbildung regelmäßig entwickeln.
In welchen Einrichtungen die Studenten derzeit unterrichtet werden, weiß man darum nicht mehr. Die Politik hat sich im Wald ihrer eigenen Reformen verirrt. Deshalb hat sie - soweit zu sehen, übrigens ohne gesetzliche Grundlage - Exzellenz-Einrichtungen erfunden, an denen sie sich bei weiteren Förderinnovationen selbst orientieren kann. So wird das Rufen im Walde zum Benchmarking. Was dabei herauskommt, ist naturgemäß offen. Fest steht nur: Wenn es etwas Gutes ist, rechnet es sich die jeweilige Regierungspartei zu, wenn etwas Schlechtes, sind die Anstalten schuld. "Hochschulfreiheitsgesetze" - obwohl damit schlechterdings nichts gewonnen ist. Schuldige Anstalten kann man nicht oder nur durch schuldige Anstalten ersetzen.
Sieht man "1968" in diesem mehr historisch-pragmatischen Sinne, wird fraglich, ob die studentische Aufwallung mehr bedeutete als ein Zuschauer, der während eines Fußballspiels den Ball zurück auf das Spielfeld wirft. Auch Wapnewski hat Zweifel, ob die Studenten mehr bewirkt haben als eine Veränderung der Formen, also als eine Aufhebung des Krawattenzwanges. Allerdings meint er, eine Veränderung der Formen ändere auch Mentalität und Gemüt, "da Form nie nur ein Außen ist".
Das mag sein, aber hier beginnt das Problem. Was ist innen? Das bleibt dunkel. Deshalb klärt Wapnewski keineswegs, was die Studenten zerstört haben. Gewiss, "die alte, auch sentimental bewegte Beziehung, die sich gefühlsreich äußerte in Gemeinschaftsunternehmungen geselliger Natur wie Kneipen und Kahnfahrten und Seminarfesten, ist dahin". Aber diese Beziehung war nicht der bessere Teil der alten deutschen Universität und verhalf nicht dazu, "intellektuell zu denken, bündig zu schließen und das Verstandene angemessen zu formulieren", was Wapnewski für Anforderungen des Studiums hält.
Viel wahrscheinlicher ist, dass die "sentimental bewegte Beziehung" Keime jener Rohheit trug, die studentisches Sozialverhalten über Jahrhunderte kennzeichnete - bis hin zu den wüsten Beschimpfungen jüdischer Professoren in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Die Linie der Rohheit bis zu den Pöbeleien von 1968 auszuziehen hätte freilich bedeutet, der Studentenbewegung den Stempel der Gewalttätigkeit aufzudrücken und sie grundsätzlich zu kritisieren. Das vertrug sich nicht mit der "Gemeinschaft der Lehrenden und Lernenden", wie sie die alte Universität postuliert hatte, und nicht mit der Regel: Studenten dürfen Professoren angreifen, aber Professoren nicht Studenten. Also übernimmt Wapnewski eins zu eins die Selbstrechtfertigung der Protestler.
"Die Immobilität einer Gesellschaft, die sich einigermaßen komfortabel eingerichtet hatte im friedlichen Halb-Staat der Adenauer-Epoche, war diesen Nachkommen eine Provokation. Eine härtere Provokation noch war ihr der Geist der Verlogenheit, Bequemlichkeit, der Unwahrheit, des Verdrängens. Etwa im Bereich der Sexualität. (. . .) Oder und vor allem: Im Bereich der Politik." In dieser aufgeladenen Atmosphäre brauchte nur ein Funke des Unrechts zu fallen. Und er fiel mit der Tötung des Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967. "Von da an war die Universität verwandelt." "Linker Faschismus" (Habermas) machte sich breit und "gefiel sich in den abstrakten Wonnen einer eigenen, theoriebelasteten Parteisprache". Wer konnte, floh aus Berlin, Wapnewski nach Karlsruhe. Dann wurde die Studentenbewegung schlapp wie ein Fahrradschlauch, dessen Ventil geöffnet wird. Den zwielichtigen Gestalten, die die Studentenrevolte auf Rektoren- und Präsidentensessel der Universitäten und in das hochschulpolitische Establishment schwemmte, scheint Wapnewski nie begegnet zu sein.
Aber es gibt noch Psychologie: Die Anführer der Studenten wollten nicht verstanden werden. "Nicht von einer abgetretenen Generation, die die ihrer Eltern war und gegen die sich landesweit, ja weitgehend international das Aufbegehren richtete: von Princeton und Berkeley bis Paris und Frankfurt." Internationale Resonanz also. Akademiker aller Länder, vereinigt euch! Aber hatte sich die selbstzufriedene, immobile Gesellschaft des friedlichen Halb-Staates der Adenauer-Epoche auch in Princeton und Berkeley bis Paris komfortabel eingerichtet? Herrschte auch dort der Geist der Verlogenheit, der Unwahrheit, des Verdrängens? Hat auch in Princeton und Berkeley bis Paris die Eltern- und Großelterngeneration "Hitler (. . .) relativiert und abstrahiert zu einer Art Naturereignis, das man hatte über sich ergehen lassen müssen"? Aber das sind nicht Wapnewskis Fragen. Gegen Ende seines Lebens fragt er überhaupt nicht mehr nach der Universität.
Gerd Roellecke ist emeritierter Professor für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Mannheim.
Mittwoch, 13. Februar 2008
437 Kernkraftwerke in 31 Ländern, Erdogans Vision
Nachtfrost, mi 8° s
- Weltweit arbeiten 437 Kernkraftwerke in 31 Ländern, davon in Frankreich 59. 13 Länder planen 39 neue KKWs. (Focus)
- "Aleviten kritisieren Erdogans Rede
Aleviten kritisieren Erdogans Rede
Die Alevitische Gemeinde Deutschland hat die Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan scharf kritisiert. Erdogan kritisiere einerseits Assimilation als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, betreibe andererseits selbst „Assimilationspolitik erster Güte“.
- Türkischer Humor: "Erdogan-Berater
„Berlin könnte auch dankbar sein“ . Unverständnis in der Türkei über die Debatte in Deutschland: Cüneyd Zapsu, ein enger Berater des türkischen Ministerpräsidenten und AKP-Vorsitzenden Erdogan, kann die Aufregung über dessen Rede in Köln nicht verstehen. Von Rainer Hermann, Istanbul" FAZ 13.2.
- - Nach der Rede auf türkisch an türkische Deutsche mit Aufruf, jede Anpassung zu vermeiden und treu zum islamistischen Türkentum zu stehen, sowie der Aufforderung, türkische Schulen und Universitäten zu gründen, wird Erdogans Vision deutlicher: Die Moschee als Kern, Dienstleistungsbetriebe und Schulen rund um die Moschee, die Ditib als Organisator und Befehlsausführer Ankaras, und dann: Kinder kriegen bis zur kritischen Grenze, Modell Kosovo (die Serben haben eine der niedrigsten Geburtenraten, die Albaner die zweithöchste weltweit).
- Weltweit arbeiten 437 Kernkraftwerke in 31 Ländern, davon in Frankreich 59. 13 Länder planen 39 neue KKWs. (Focus)
- "Aleviten kritisieren Erdogans Rede
Aleviten kritisieren Erdogans Rede
Die Alevitische Gemeinde Deutschland hat die Äußerungen des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan scharf kritisiert. Erdogan kritisiere einerseits Assimilation als Verbrechen gegen die Menschlichkeit, betreibe andererseits selbst „Assimilationspolitik erster Güte“.
- Türkischer Humor: "Erdogan-Berater
„Berlin könnte auch dankbar sein“ . Unverständnis in der Türkei über die Debatte in Deutschland: Cüneyd Zapsu, ein enger Berater des türkischen Ministerpräsidenten und AKP-Vorsitzenden Erdogan, kann die Aufregung über dessen Rede in Köln nicht verstehen. Von Rainer Hermann, Istanbul" FAZ 13.2.
- - Nach der Rede auf türkisch an türkische Deutsche mit Aufruf, jede Anpassung zu vermeiden und treu zum islamistischen Türkentum zu stehen, sowie der Aufforderung, türkische Schulen und Universitäten zu gründen, wird Erdogans Vision deutlicher: Die Moschee als Kern, Dienstleistungsbetriebe und Schulen rund um die Moschee, die Ditib als Organisator und Befehlsausführer Ankaras, und dann: Kinder kriegen bis zur kritischen Grenze, Modell Kosovo (die Serben haben eine der niedrigsten Geburtenraten, die Albaner die zweithöchste weltweit).
Dienstag, 12. Februar 2008
Siemens
Nachtfrost, mi 10° s
- "ZAHL DER WOCHE
220000 Bewerbungen hat Siemens im vergangenen Jahr erhalten, davon 140 000 von Ingenieuren. Dem standen 3000 offene Stellen gegenüber, davon ..." FAZ 9.2.08
- Biotreibstoffe können Klimawandel anheizen
R.W. FRANKFURT, 7. Februar. Der Anbau von Pflanzen für Biotreibstoffe kann die Kohlendioxid-Bilanz auf Jahrzehnte hinaus verschlechtern, statt ..." FAZ
- "ZAHL DER WOCHE
220000 Bewerbungen hat Siemens im vergangenen Jahr erhalten, davon 140 000 von Ingenieuren. Dem standen 3000 offene Stellen gegenüber, davon ..." FAZ 9.2.08
- Biotreibstoffe können Klimawandel anheizen
R.W. FRANKFURT, 7. Februar. Der Anbau von Pflanzen für Biotreibstoffe kann die Kohlendioxid-Bilanz auf Jahrzehnte hinaus verschlechtern, statt ..." FAZ
Montag, 11. Februar 2008
Integration
Nachtfrost, mi 12° s, Südwind; Meisen fliegen Nistkasten an.
- "... Die Politik in Brüssel und Berlin warnte Hambrecht davor, die Rahmenbedingungen zu verschlechtern. Das reiche von überzogenem Klimaschutz über die Gentechnik - die BASF wartet noch immer auf die EU-Genehmigung zum Anbau einer gentechnisch veränderten Kartoffel - bis hin zu den Arbeitskosten. "Mit Tarifforderungen von 8 bis 10 Prozent verfrühstücken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit", sagte er. Die Klimapläne der EU führten zu einer Deindustrialisierung. Hambrecht machte sich für eine ökonomische Verteilung von Produktion weltweit stark. Die werde hierzulande durch Subventionen oder Vorschriften verzerrt.
"Bioethanol aus Zuckerrüben halte ich für Unsinn", sagte er. Das Produkt könne wirtschaftlicher in Südamerika aus Zuckerrohr hergestellt werden. ..." BASF-Chef lässt sich für 2008 nicht entmutigen.
Bis zum Jahr 2020 sollen in Asien rund 20000 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2008, Nr. 34, S. 15
- Es fing ganz naiv in den Geisteswissenschaften an: "... In ihren Schriften (Humboldt-Brüder, Schlegel, Hegel, Hölderlin, Schelling) gehäuft auftretende Begriffe wie 'Volk', 'Nation', 'Geist', 'Kultur' ..." (Das Wissen um 1808. Bruchlinien. Die Münchner Akademie der Bildenden Künste feiert in diesem Jahr ihr zweihundertjähriges Bestehen. Einer der geistigen Väter dieser vergleichsweise ...", 6.2. FAZ)
- " Wir brauchen keinen Jupiter, Christus oder Mohammed. Schon immer Streit in der eigenen Kultur / Neues zum "Colloquium heptaplomeres"
Der neueste Band des "Journal of the Warburg and Courtauld Institutes" (Jg. 69, 2006) enthält einen sehr umfangreichen Artikel von Noel Malcolm, ..." 6.2. FAZ
- "Briefe an die Herausgeber – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 32, 7. Februar, Seite 8
Was Integration ist
Frank Schirrmacher schreibt in seinem Artikel „Junge Männer auf Feindfahrt“ in der F.A.Z. vom 15. Januar, dass wir die Nichtintegration zu verantworten haben. Wirklich? Da pocht beispielsweise eine Gruppe von Einwanderern auf eine dritte Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen mit fünftausend Einwohnern. Ich frage mich, ob man dort drei evangelische und drei katholische Kirchen findet, was der abendländischen Kultur entspräche. Was Integration ist, sieht man in Xi’an, China. In dieser Fünfmillionenstadt gibt es seit mehr als achthundert Jahren eine große muslimische Gemeinde. Natürlich haben sie eine Moschee, Koranschule und so weiter auf einem Gelände von zwölftausend Quadratmetern. Hier wurde in traditionellem chinesischen Stil gebaut, anstelle der Minarette gibt es Pagoden; wenn man die Adresse nicht kennt, findet man die Anlage nicht. Es wird nicht stündlich von dreizehn Uhr an gebetet, da diese Menschen ihrer Arbeit nachgehen, Sozialhilfe oder andere staatliche Unterstützung gibt es in China bekanntlich nicht. Kopftücher sieht man selbstverständlich auch nicht, da man nicht auffallen will. Das verstehe ich unter Integration.
Hagen G. Kirchner, Wölfersheim" 7.2. FAZ Hagen Kirchner
- "... Die Politik in Brüssel und Berlin warnte Hambrecht davor, die Rahmenbedingungen zu verschlechtern. Das reiche von überzogenem Klimaschutz über die Gentechnik - die BASF wartet noch immer auf die EU-Genehmigung zum Anbau einer gentechnisch veränderten Kartoffel - bis hin zu den Arbeitskosten. "Mit Tarifforderungen von 8 bis 10 Prozent verfrühstücken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit", sagte er. Die Klimapläne der EU führten zu einer Deindustrialisierung. Hambrecht machte sich für eine ökonomische Verteilung von Produktion weltweit stark. Die werde hierzulande durch Subventionen oder Vorschriften verzerrt.
"Bioethanol aus Zuckerrüben halte ich für Unsinn", sagte er. Das Produkt könne wirtschaftlicher in Südamerika aus Zuckerrohr hergestellt werden. ..." BASF-Chef lässt sich für 2008 nicht entmutigen.
Bis zum Jahr 2020 sollen in Asien rund 20000 neue Mitarbeiter eingestellt werden. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.02.2008, Nr. 34, S. 15
- Es fing ganz naiv in den Geisteswissenschaften an: "... In ihren Schriften (Humboldt-Brüder, Schlegel, Hegel, Hölderlin, Schelling) gehäuft auftretende Begriffe wie 'Volk', 'Nation', 'Geist', 'Kultur' ..." (Das Wissen um 1808. Bruchlinien. Die Münchner Akademie der Bildenden Künste feiert in diesem Jahr ihr zweihundertjähriges Bestehen. Einer der geistigen Väter dieser vergleichsweise ...", 6.2. FAZ)
- " Wir brauchen keinen Jupiter, Christus oder Mohammed. Schon immer Streit in der eigenen Kultur / Neues zum "Colloquium heptaplomeres"
Der neueste Band des "Journal of the Warburg and Courtauld Institutes" (Jg. 69, 2006) enthält einen sehr umfangreichen Artikel von Noel Malcolm, ..." 6.2. FAZ
- "Briefe an die Herausgeber – Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 32, 7. Februar, Seite 8
Was Integration ist
Frank Schirrmacher schreibt in seinem Artikel „Junge Männer auf Feindfahrt“ in der F.A.Z. vom 15. Januar, dass wir die Nichtintegration zu verantworten haben. Wirklich? Da pocht beispielsweise eine Gruppe von Einwanderern auf eine dritte Moschee im Frankfurter Stadtteil Hausen mit fünftausend Einwohnern. Ich frage mich, ob man dort drei evangelische und drei katholische Kirchen findet, was der abendländischen Kultur entspräche. Was Integration ist, sieht man in Xi’an, China. In dieser Fünfmillionenstadt gibt es seit mehr als achthundert Jahren eine große muslimische Gemeinde. Natürlich haben sie eine Moschee, Koranschule und so weiter auf einem Gelände von zwölftausend Quadratmetern. Hier wurde in traditionellem chinesischen Stil gebaut, anstelle der Minarette gibt es Pagoden; wenn man die Adresse nicht kennt, findet man die Anlage nicht. Es wird nicht stündlich von dreizehn Uhr an gebetet, da diese Menschen ihrer Arbeit nachgehen, Sozialhilfe oder andere staatliche Unterstützung gibt es in China bekanntlich nicht. Kopftücher sieht man selbstverständlich auch nicht, da man nicht auffallen will. Das verstehe ich unter Integration.
Hagen G. Kirchner, Wölfersheim" 7.2. FAZ Hagen Kirchner
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