Freitag, 2. Januar 2009

Mag ich ein Unding sein, BILDUNG und so

Auch 2009: der richtige Angang zählt!

- LINDE: Indischer 350 Mio.-Auftrag für Ethylenanlage

- 'Mag ich ein Unding sein
FAZ 31.12.08
Zur Kritik der Anerkennungswirtschaft: Das aktuelle Heft der Zeitschrift "Tumult" widmet sich den Strategien der Diskretion.

Die Zeitschrift "Tumult" ist nicht leicht zu beschreiben. Über die Jahre hat sie Gegenstände, deren Aktualität oft erst auf den zweiten Blick einleuchtete - "Zoopolitik" oder "Katechon" - in Themenheften behandelt, auf intellektuell anspruchsvollste Weise, aber wiederum nicht "kulturwissenschaftlich", sondern in der Form von Essays, die zwar vom forschenden und philosophischen Geist berührt waren, in denen aber doch erkennbar ein Subjekt sprach, das Gedanken nie ohne Erfahrungen mitteilte. Der Untertitel der Hefte, "Schriften zur Verkehrswissenschaft", formulierte änigmatisch eine Distanz zu den akademischen Ressorts.
Zu den Autoren gehörte von Beginn an Frank Böckelmann, der auch im gerade erschienenen Heft wieder vertreten ist ("Was bin ich? Diskretes Dasein im Netzzeitalter", in: Tumult Band 33: "Unter uns. Strategien der Diskretion". Alpheus-Verlag, Berlin 2008).
Seine Jugendenergie hatte Böckelmann, 1941 in Dresden geboren, der "Subversiven Aktion" gewidmet, einer Gruppe, die die Studentenrevolte im Geist von Marx und Freud, von Marcuse und Adorno leise vorbereitete. Doch als das Jahr achtundsechzig gekommen war, da fand man ihn schon nicht mehr unter den Kadern. Er hatte wieder nachgedacht. Er war aber auch kein Renegat im schlichten Verstand geworden. Vielmehr hatte er mit dem Prozess der kritischen Reflexion nie aufgehört.
Diese Reflexion galt stets dem Begriff der Persönlichkeit, zunächst der "autoritären", dann aber immer mehr der eher an Gehlen als an der Linken orientierten Frage, welche Persönlichkeit sich herausbildet, wenn einmal die traditionellen Formungsinstitutionen an Geltung eingebüßt hatten - in einer Epoche der "Diffusion" und der "Indifferenz". Inzwischen hat Böckelmann seiner Skepsis gegenüber der damaligen Bewegung eine neue begriffliche Fassung gegeben. Der Furor der Selbstverwirklichung, so könnte man seine These zusammenfassen, war ja nur das Vorspiel. "Wir wollen alles" hieß die Zeitschrift der Frankfurter Gruppe "Revolutionärer Kampf", die erstmals 1973 erschien. Dreiundzwanzig Jahre später kam das Lied der Schlagersängerin Gitte: "Ich will alles / Und zwar sofort. / Eh' der letzte Traum in mir zu Staub verdorrt. / Ich will leben. / Will mich geben. / So wie ich bin." Die Haltung von 1973 war mit minimalen Veränderungen - aus dem "wir" war das "ich" geworden - ganz ohne Klassenkampf tradierbar geworden, nämlich radikalkonsumistisch und vor allem hemmungslos expressiv, wie der Liedtext dann weiter behauptete: "Ich sage nie mehr vielleicht, / ich schrei hinaus, was ich fühl / Und setzte alles aufs Spiel / Ich will mehr / ich will mehr / ich will alles." Jeder kennt aus der Werbung, aus den Fernsehkrimis und -dramen die Gestik und den Ton des hier idealisierten Menschentyps.
In Böckelmanns Deutung liest sich die neue, postautoriäre Persönlichkeit so: "Der Rechtsnachfolger aller Zugehörigkeiten ist der Anspruch auf Selbstverfügbarkeit und ein erhöhtes Selbstwertgefühl - nach der homogenen Währung der Geltungsmärkte." Wenn die Bastionen des älteren Selbstbewusstseins für geschleift erklärt sind - Böckelmann nennt Religion, Herkunft und Sprache, Kulturlandschaft und Gemeinwesen -, dann bleibt einerseits nur der Vertrag, andererseits ein Ich, das auf absoluter Selbstverwirklichung besteht und dabei noch den Bonus einheimst, seine Haltung weiterhin als "Opposition" deklarieren zu können.
Das ist, obwohl Böckelmann es an einer Stelle entschieden dementiert, Kulturkritik, und zwar im Stil durchaus ähnlich jener frühen in der "Subversiven Aktion". Nur dass eine neue Gelassenheit den Kritiker auszeichnet. Neben der zeitfressenden Autobahn liegen ja noch die alten Ortsnamen wie "Spielmannshöhe" oder "Rabenhütte". Und es wäre falsch, in solcher Bezauberung durch Namen nur eine verspätete Rezeption Heideggers durch den einstmals Subversiven sehen zu wollen. Denn gerade Adorno war es, der in der "Negativen Dialektik" den Sprachklängen die Kraft einer philosophischen Vorschule zugetraut hatte.
Noch unterhalb der Namenssprache liegt die Sphäre des Geräuschs, die Böckelmann feiert: "Das Rauschen von Reifen, an- und abschwellend. Die Schritte eines Passanten, karg auf den Bürgersteig klopfend. Zwei hastige, ferne Stimmen, einander ins Wort fallend." Einen Vierzeiler des Angelus Silesius hat Böckelmann seinem Essay vorangestellt: "Ich bin ein selig's Ding, / mag ich ein Unding sein, / Das allem, was da ist, / nicht kund wird, noch gemein." ' FAZ, LORENZ JÄGER, 31.12.08

- : Köstlich, die sozialdemokratische Variante der Bildungsrede! Das bringt den Geist des Schilderwechselns bei des Kaisers neuen Schulen auf den Punkt. Allerdings ist es immer sinnvoll, bei Senecas NON VITAE, SED SCHOLAE DISCIMUS („ ... nicht für das Leben, sondern für die Schule lernen wir.“ Seneca, Briefe an Lucilius, 106. Brief) zu beginnen. Hätte Kaube für das Leben gelernt, oder würde er auch nur gelegentlich den besten Teil der FAZ, den Wirtschaftsteil lesen, dann wüßte er, daß wir Aluminium haben, die wunderbaren Aluminiumhütten produzieren es, allerdings: "Krisentreffen zu Hamburger Aluminiumhütte. Verschiebung der Stilllegung möglich / Großinvestition in Katar bedroht alle deutschen Standorte von Norsk Hydro" (6/05), die energieintensiven Aluhütten werden ausgerottet durch eine Koalition von Politikern, die in der Schule Caesars Gallischen Krieg gelesen haben, und solchen, die über Wallraffs Sozialreportagen promoviert wurden. Bildung ist ein schwieriger Prozeß, verdienstvoll, das zu benennen. Bildung braucht Intelligenz und kann zur Klugheit führen, muß aber nicht. Wettbewerb, Ansporn, und Belohnung der Mühe sind dabei umumgänglich. Dazu gehören auch unbürokratische, private Organisationsformen. Komm. zu: " Bestanden? Aber wir haben doch gar nichts gelernt!
Was ist uns lieber: eine reiche oder eine kluge Bevölkerung? Solange Schulen und Universitäten nicht zur Selbständigkeit erziehen, sind wir von beidem weit entfernt. Einige Vorschläge zur Klärung unserer Bildungsziele, die mit einer Reform nichts zu tun haben. " Von Jürgen Kaube, FAZ 2.1.09

- Übrigens: "Arbeitsmarkt Versicherungen. Es geht auch ohne Studium.
In der Versicherungsbranche ist eine Karriere auch ohne Studium möglich. Das Einstiegsgehalt beträgt etwa 35.000 Euro im Jahr und kann sich in den folgenden Jahren auf Höhe der doppelten Summe einpendeln. Aber auch Akademiker wie Versicherungsmathematiker sind sehr gefragt. ..." FAZ 21.12.

Donnerstag, 1. Januar 2009

Neujahr 2009


Hochnebel, Frost -4°C

Strizz, Reiche, FAZ










So schön war Krise nie, wie wahr
Gute Autos mit Rabatt
Häuserpreise wunderbar
Angebote satt und satt -
Ein bißchen weniger darfs werden!


- Krise: Millionen feiern ausgelassen (FAZ)

- Ein "Schmidtchen Schleicher"(Schlager von N. Haak) war er nicht , eher ein Schmidtchen Blender: "Auflösung eines Beirats.
Altbundeskanzler Helmut Schmidt sagt im Gespräch mit Patrick Bahners und Frank Schirrmacher ("So sicher waren die Verhältnisse gar nicht", F.A.Z. vom 22. Dezember), er habe "dafür gesorgt, dass im gesamtdeutschen Ministerium eine Arbeitsgruppe sich jedes Jahr Klarheit verschaffte über die ökonomische Lage der DDR". Warum hat er dann im September 1974 den 1952 von der Bundesregierung berufenen Forschungsbeirat für Fragen der Wiedervereinigung aufgelöst, der die Aufgabe hatte, die Wiedervereinigung im wirtschaftlichen Bereich vorzubereiten? Die Arbeit des Forschungsbeirates war von dem Willen diktiert, dass "keine wesentliche Frage unbedacht und kein wichtiger Bereich unbearbeitet bleiben darf, wenn das Gebot des Grundgesetzes, die Deutschen in freier Selbstbestimmung wieder zusammenzuführen, ernst genommen werden soll". Die Tätigkeitsberichte des Forschungsbeirates wurden zuerst in zwei- oder dreijährigem Abstand, seit 1957 in fünfjährigem Abstand publiziert. Die mehr als fünfhundert Seiten umfassenden in grauem Karton gebundenen Berichte waren jedermann zugänglich." Dr. Otto Wenzel, Berlin, Leserbrief
Text: F.A.Z., 31.12.2008 // Schmidts Kernkompetenz war, einen schneidigen, kompetenten Eindruck zu vermitteln - ansonsten steht er für inkompetentes wirtschaftliches Handeln (Stagflation), Kurzsichtigkeit wie im Falle der Auflösung des o.g. Beirats, gigantische Schuldenmacherei und die unverfrorene Wahlkampf-Rentenlüge.
- Apropos SED-Diktatur: im Zeitzeichen blickt der Rotfunk zurück auf Orwells 1984 und die Beiträge dazu von 1984 - dabei vermeidet er jede Erwähnung der kommunistischen Diktaturen, die von Berlin bis Peking, von Nordkorea bis Kuba genau diese lückenlose Überwachung der Untertanen verwirklicht haben, von der Orwell handelt. In der KP-Diktatur gab es durch die Enteignung der Unternehmer keinen Winkel mehr, in dem der jeweilige KGB nicht saß. Die Überwachung war völlig lückenlos. Daß in der Befragung der SPIEGEL-Redakteur von damals, der auch heute noch seinen Spiegeldienst versieht, ausschließlich gegen die Bundesregierung polemisiert, ohne die Stasi-Verbrecher 200 km weiter auch nur anzusprechen, rundet das Zerrbild im Hohlspiegel ab.

- Weniger Naturkatastrophen, meldet die Münchener Rück für 2008 - China aber hatte dreimal Pech: Große Winterschäden im Januar und Februar, Erdbeben im Mai und Überschwemmungen im Juni. In Europa gab es nur den Wintersturm EMMA. Glück gehabt. Aber der Winter war lang und der Sommer kühl.

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Zu kalt: Ice in Greenland is Growing


(Links: Recent Ice-Sheet Growth in the Interior of Greenland, Ola M. Johannessen, Kirill Khvorostovsky, Martin W. Miles, Leonid P. Bobylev, Science Express on 20 October 2005 Science 11 November 2005: Vol. 310. no. 5750, pp. 1013 � 1016, DOI: 10.1126/science.1115356)

- Tut mir leid, Jungs: "The Ice in Greenland is Growing. 30 12 2008.
Old Radar Sites In Greenland Show Icecap Growth Over the Years ..." http://wattsupwiththat.com/
- Hier ist es auch zu kalt: -5 bis 0°, aber sonnig.

- - Eine Steinzeitstrategie: lasse so viele Söhne gebären, daß du nur 10% von ihnen ernähren kannst, die anderen 90% drängen sich in ihrer Aggressivität danach, Kanonenfutter der Hamas, Hizbullah etc. zu sein.

- Die Kleibergeschwister der letzten Saison fliegen noch zusammen aus wie die Meisen.

- Fertig endlich, dieses Jahr!
In die Kiste, trallala!

Dienstag, 30. Dezember 2008

Gesetzesänderungen 2009: Steuern in die Höhe treiben



Ähnelt dieses Profil (FAZ) nicht verteufelt dem Köhlers?
Strizz, Reiche, FAZ 7.8.08

- Wenn man sieht, wie Merkelmünte die Steuern in die Höhe treiben, und sich erinnert, wie unglaublich stark, fast gegen NULL (!!) die Bankgebühren und die Bankprovisionen seit Jahren gesenkt wurden (öff.-rechtl. Sparkassen ausgenommen), dann kommt man ins Sinnieren.
- "Abgeltungsteuer
Zinsen, Dividenden, Kurs- und Währungsgewinne oder Fondsausschüttungen werden pauschal mit 25 Prozent besteuert – zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent und gegebenenfalls der Kirchensteuer. Die Abgeltungsteuer fällt nur an, wenn die Kapitalerträge über dem Sparerpauschbetrag von 801 Euro beziehungsweise 1602 Euro für Verheiratete liegen. Sie wird von den Banken automatisch einbehalten und direkt ans Finanzamt abgeführt. Steuerfrei bleiben nur Kursgewinne von Papieren, die vor 2009 gekauft und mindestens ein Jahr lang im Depot gehalten wurden. Banken und andere Finanzdienstleister haben mit einer großangelegten Werbekampagne versucht, bis zum letzten Moment unter Hinweis auf die „neue Abgabe“ entsprechende Produkte zu verkaufen." FAZ

- "Erbschaftsteuer
Nach dem neuen Erbschaft- und Schenkungsrecht werden Betriebsvermögen und Immobilien höher bewertet werden. Der Bundespräsident hat das entsprechende Gesetz über die Weihnachtsfeiertage unterschrieben, so dass es gerade noch rechtzeitig zum Jahresbeginn in Kraft treten kann. Auch hier war ein Spruch des Bundesverfassungsgerichts die Ursache, das dem Gesetzgeber eine Änderung der bisher unrealistisch niedrigen Bewertungsvorschriften bis zum Ablauf des Jahres 2008 aufgetragen hatte. Absehbar ist allerdings schon jetzt, dass die höchsten Richter auch die jetzige Reform wieder vorgelegt bekommen werden. Witwer, Witwen, eingetragene Lebenspartner und Kinder können demnach ein Wohnhaus steuerfrei erben oder geschenkt bekommen, wenn sie dieses zehn Jahre lang weiter bewohnen. Zudem wird für Ehegatten und eingetragene Partner der Freibetrag auf 500 000 Euro angehoben, für Kinder auf 400 000 und für Enkel auf 200 000 Euro. Geschwister, Neffen und Nichten müssen wie andere Erben mehr Steuer zahlen, auch wenn der Freibetrag steigt. Das Erben von Firmen bleibt steuerfrei, wenn der Betrieb zehn Jahre lang fortgeführt wird und die Arbeitsplätze erhalten bleiben. Bei einer siebenjährigen Haltefrist fallen 15 Prozent Steuern an." FAZ
- "Das Erbschaftsteuergesetz und die Privatsphäre.
Am 27. November ist das Erbschaftsteuergesetz im Bundestag gebilligt worden. Die F.A.Z. vom 28. November zitiert den SPD-Finanzpolitiker Pronold mit seiner Feststellung, dass es sich um eine besonders gerechte Steuer handelt, weil nur die Erben besteuert würden, die ohne eigene Leistung etwas bekämen. Nach diesem primitiven Grundsatz sollen Verwandte mit geringem Verwandtschaftsgrad und Außenstehende, die der eigentlichen Verwandtschaft nicht angehören, sogar höhere Erbschaftsteuer als bisher zahlen.
Worin besteht denn die eigene Leistung, wenn jemand einen Verwandtschaftsgrad vorweisen kann? Zunächst hat der Verwandtschaftsgrad doch nichts mit erbrachter Leistung zu tun. Verwandtschaft ist ein zufälliges Verhältnis zum Erblasser, auf das der Erbe keinerlei Einfluss hat und mit dem kein zu belohnender Verdienst an sich verbunden ist. Verwandtschaft verpflichtet den künftigen Erben nicht einmal ohne Weiteres zu Leistungen gegenüber dem Erblasser. Wir wissen, dass sehr oft eher das Gegenteil zutrifft. Wenn der Erblasser aber im Testament ausdrücklich einen nichtverwandten Außenstehenden mit einem Erbe bedenkt, kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich der Bedachte um den Erblasser verdient gemacht und vielleicht jahrzehntelang in vielfältigster Form Leistungen erbracht hat, die der erbberechtigten Verwandtschaft nicht im Traum eingefallen wären. Wer als außenstehender Erbe, der sich um einen Erblasser gekümmert hat, nach dem neuen Gesetz mit hoher Steuer bestraft wird, während die gleichgültige nähere Verwandtschaft erbschaftsteuerfrei ausgeht, wird dieses Gesetz als schweres Unrecht empfinden.
Dem Erblasser muss es möglich sein, neben den steuerlich begünstigten Familienerben einen Außenstehenden, dem er sich zu Dank verpflichtet fühlt, durch Testament steuerlich in den Rang eines nahen Verwandten zu versetzen. So kann Leistung sichtbar belohnt werden. Es passt gut zusammen, dass der Bundesrat soeben das BKA-Gesetz wegen der Gefahr zu starken Eingriffs in die Privatsphäre zunächst abgelehnt hat. Ist es dem Gesetzgeber nicht bewusst, dass das Erbschaftsteuergesetz durchgehend ein einziger konfiskatorischer Eingriff in die Privatsphäre ist? Weil das aber seinen Zwecken dient, scheint für den Gesetzgeber darin kein Widerspruch zu bestehen.
LB FAZ 30.12.08 DR. HEINZ FRITZ KRUM, HANNOVER
- "Vertriebene Firmen.
Bei den emotionalen Debatten über die Erbschaftsteuer werden einige Tatsachen ausgeklammert: Diese Steuer hat zahlreiche hochmotivierte Unternehmer mit bedeutenden Firmen aus Deutschland vertrieben ..." LB FAZ 30.12.08 Rud. Bock, B. Krozingen

- Krugman, Summers, mal herhören: "
Standpunkt: Joachim Starbatty. Warum die Ökonomen versagt haben
Was wir jetzt erleben ist eine zweite Weltwirtschaftskrise. Und es ist zugleich eine Krise der modernen Volkswirtschaftslehre. Denn kaum ein Wissenschaftler hat rechtzeitig seine warnende Stimme erhoben. Für dieses Versagen gibt zwei Gründe. Ein Gastbeitrag von Joachim Starbatty." FAZ 3.11.08

- Eine sudanesisch-amerikanische Geschichte: "Amerikas Fahnenträger (bei den olymp. Spielen in Peking). Die personifizierte Anklage Lopez Lomong.
Die Mannschaft der Vereinigten Staaten hat Lopez Lomong zu ihrem Flaggenträger gewählt. Der als Kind aus Sudan geflohene Mittelstreckenläufer gibt dem Team ein höchst politisches Gesicht. Lomong engagiert sich mit anderen Sportlern im „Team Darfur'."

Montag, 29. Dezember 2008

Antarktis kühler, Rosegger, Stihl stellt ein, Familienunternehmer der ASU spüren keine Kreditkrise


Ringo, Moon (www.nickelinthemachine.com)
Map from the University of Alabama-Huntsville. Each contour represents 0.2 degree C per decade warming or cooling between Dec. 1979 and Nov. 2008
- Dreißigjahresentwicklung: Arktis wärmer, Antarktis kühler: "John Christy of the University of Alabama-Huntsville reported earlier this month that the Earth’s climate change over the past 30 years has been rather uneven: It’s gotten much warmer in the Arctic and, at the same time, cooler in the Antarctic." http://wattsupwiththat.com/

- Hamas-Attacks: "Israeli citizens have been under the threat of daily attack from Gaza for years. Only this week - hundreds of missiles and mortars shells were fired at Israeli civilian communities including the firing of 80 missiles on a single day." ( Aish.com) // Israel schlägt zurück und bombardiert Hamas-Häuser in Gaza.

- Ja, Peter Rosegger. Ich mag ihn immer noch.
"... Als ich das Ofenhuckert gewesen.
Warum es so frostig wird heutzutage? Warum wir gefroren sind? Weil wir keinen ordentlichen Ofen mehr bauen können. Allen Respekt vor den schwedischen und russischen Öfen, vor den Berliner und Meißner Öfen, gar zierlich sind sie und ein Zimmerschmuck und alles mögliche, aber so recht gemütlich? – So recht gemütlich ist nur der große, breite, behäbige Kachelofen mit seinen grünen oder braunen Augenreihen, mit seinem Holzgeländer und seiner Ofenbank. Die Ofenbank, wo die Kindheit und das Alter hocken, das Enkelein und die Großmutter – und die alten Märchen!
Daheim in meinem Vaterhause, da stand so einer! Ganz hinten in der linken Stubenecke, wo es immer etwas dunkel war. über der breiten Ofenbank, die sich um ihn herumzog, war eine Reihe viereckiger Plattkacheln und darüber in weißen Lehm eingefügt die runden Kacheln mit hervorquellenden Rundungen, in welchen sich die lichten Stubenfenster mit ihren Kreuzen spiegelten. Der Ofen strebte breit auf und wölbte sich oben in Kacheln sachte zusammen. Wenn man fragte, wie alt er sei, so antwortete der Vater: »Dein Ähndl wird ihn haben setzen lassen, oder der Urähndl.« Freilich wurde jeder kleine Schaden an ihm sofort verkleistert und mit weißem Lehm übertüncht, freilich wurden ihm fast alle Samstage die großen Augen gewaschen, so daß er immer [91] jung und frisch in die Stube schaute. Umfriedet war er von dem leiterartigen Geländer, an das die Mutter unsere frischgewaschenen Hemden zum Trocknen hing. Denn warm war es bei diesem Ofen immer, selbst im Sommer, wo sonst der Brunnentrog warm und der Ofen kalt zu sein pflegt. Er wurde überhaupt nie kalt und es mochte sein wie es wollte, es mochte regnen oder schneien oder winden – auf der Ofenbank war's immer gut. Und wenn draußen der Sturm toste in den alten Fichten und der hölzerne Hirsch an der Wand klapperte, und wenn die Blitze bleckten, daß die ganzen Berge über dem Graben drüben grün und gelb waren, und wenn der Donner schmetterte, als breche schon der Dachstuhl nieder mitsamt dem Giebel und seinen Schwalbennestern, da dünkte mich die Ofenbank der sicherste Ort, wohin das Verderben so leicht nicht reichen könne. Kurz, die Ofenbank war mir der trautsamste Mittelpunkt des heimatlichen Nestes. Lange Zeit hatte ich mein Bett auf derselben. Ich lag auf der Ofenbank, als ich so klein war, daß im Munde noch der »Zutzel« und zwischen den Beinen noch die Windel stak; ich lag auf der Ofenbank, als ich so krank war, daß die Mutter mich dem Himmel gelobte, wenn er mich nicht zu zeitlich nähme (das wurde später rückgängig, weil das Geistlichwerden Geld kostete). Ich lag auf der Ofenbank, als ich so schlau war, allmorgentlich die Oberlippe mit Seife einzureiben, damit der Schnurrbart endlich wachse. Ich lag auf der Ofenbank viel später, als der Bruder Jakob mir den Bart wegkratzte, weil er mir zuwider war. Und wenn ich in früheren Zeiten dort so lag, da hörte ich manchmal hinter den Kacheln drin leise das Feuer knistern, wenn dieMutter morgens eingeheizt hatte, es wurde wärmer, aber es wurde nicht schwül um mich. Es wurde nie kalt und es wurde nie heiß, und wenn mir einer so einen alten Kachelofen plump und unförmig schimpft, so stelle ich seinem Leben nach. Über den besten Freund unseres Hauses lasse ich nichts kommen. ..." http://www.zeno.org/Literatur/M/Rosegger,+Peter/Erz%C3%A4hlungen/Waldheimat.+Erz%C3%A4hlungen+aus+der+Jugendzeit/Erster+Band%3A+Das+Waldbauernb%C3%BCbel/Als+ich+das+Ofenhuckert+gewesen

- 29. Dezember 1908. Der Geburtstag des evangelischen Theologen Helmut Gollwitzer: Hat mich damals beeindruckt, da war ich noch Metallarbeiter. SPIEGEL und ZEIT hofierten ihn. Er entpuppte sich linker Sprücheklopfer ohne jedes Niveau.

- Swinging London steckte den ganzen Kontinent an: 'Moon the Loon was only thirty two when he died, but dying young didn’t come to anyone’s great surprise - he was one of the greatest partiers ever. He once outlined his typical daily diet to a doctor: “I always get up about six in the morning. I have my bangers and eggs. And I drink a bottle of Dom Perignon and half a bottle of brandy. Then I take a couple of downers. Then it’s about 10 and I’ll have a nice nap until five. I get up, have a couple of black beauties [also known as Black Birds or Black Bombers and are a combination of Amphetamine (Speed) and Dextroamphetamine], some brandy, a little champagne and go out on the town. Then we boogie. We’ll wrap it up about four”. ' Keith John Moon, 1946 – 1978, Schlagzeuger der The Who.

- Stihl stellt ein, Familienunternehmer der ASU spüren keine Kreditkrise

- Frostwetter dauert an (-5° bis 0°)