Samstag, 12. Juni 2010

Bechtolsheim - Verlust für Deutschland, panem et circensis





Andreas von Bechtolsheim
Bild: © Brian Struble Wikipedia


- Deutschlands Universitäten waren zu bürokratisch für ihn, das trieb ihn in die USA, derzeit ist er zu Besuch in Frankfurt: "Andreas von Bechtolsheim
Das deutsche Computergenie.
Andreas von Bechtolsheim hat einen der ersten Schecks über 100.000 Dollar für Google ausgestellt, Sun mitbegründet und schon wieder eine tolle Idee. Doch viele Menschen in Deutschland haben noch nie etwas von ihm gehört. " FAZ 11.6.10

/// Wahrlich, wahrlich, es ist besser, einen gewähren zu lassen, der viele Arbeitsplätze schafft, als 100.000 Schwache zu fördern.
Es reicht nicht, daß Opel noch da ist! Daß überall Fußballervisagen hängen.

- Arbitragehändler Jérôme Kerviel in Paris auf der Anklagebank: Der Mann fälschte und betrog über längere Zeit, eine exemplarische und demonstrative Strafe für den Kriminellen erscheint angebracht. Interessant, daß auch sein Bruder in einer anderen Bank vor zwei Jahren in ein Unterschschlagungsverfahren verwickelt war. Differentialpsychologisch bemerkenswert ist die Nervenstärke dieses Mannes, der nicht nur das Risiko seines Handels trug, was für die meisten Menschen schon zu viel wäre, sondern er erhöhte es noch durch seine kriminellen Überschreitungen, die für sich ebenfalls schon sehr belastend waren, zumindest für normale Menschen mit etwas Vorstellungskraft. Diese Sorte Mensch kann solche Vorstellungen und Belastungsgefühle offenbar abspalten - dies gilt wahrscheinlich für Kriminelle insgesamt, man denke auch an Politverbrecher wie Hitler - und das macht sie so unverantwortlich und gefährlich und für normale Menschen unberechenbar, weil sie anderen eine solche Skrupellosigkeit nicht zutrauen.

- Landplage Fußball, ein Volk, ein Reich, ein Fußball?: Daß Kinder und Jugendliche gerne dieses primitive Kampfspiel betreiben, wundert nicht, auch nicht, wenn es ältere Männer zur Entspannung spielen. Wenn es aber in der Öffentlichkeit so stark und omnipräsent aufgewertet wird wie bei dieser Weltmeisterschaft, dann setzt das besonders für Schüler und Studenten die Signale auf Zeitverschwendung und Faulheit. Den Primitiven erteilt es einen Erlaubnisschein für Sauferei und Lärmbelästigung.

Freitag, 11. Juni 2010

Das war ja wirklich eine Katastrophe: Tambora 1815, Biermann 1976

Reichholf, Kurze Naturgeschichte: Eine gute Lektüre! Besonders für junge Biologielehrer.
Gute Nachricht: " UN-Klimakonferenz in Bonn endet ohne Ergebnis Die UN-Klimakonferenz in Bonn ist ohne einen gemeinsamen Beschluss zu Ende gegangen. " FAZ - 
Das war ja wirklich eine Katastrophe: 1815 schleuderte der Tambora östlich Balis mit der geschätzten Kraft von 200.000 Atombomben ca. 100 Kubikkilometer Vulkanasche bis in 30 km Höhe (Vgl. Hans-Erhard Lessing, Draisinenreiter, FAZ 29.4.10, https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/karl-drais-die-apokalyptischen-draisinenreiter-1969496.html)

  - Ernst Busch, kommunistischer Egomane mit der elektrisierenden Stimme, die sich aus narzißtischer Spannung speiste, trat 1976 mit seiner Unterschrift gegen Biermann auf, den die SED ausgebürgert hatte, das lohnt sich zu erinnern. Er bekam jetzt eine Biographie (Jochen Voit: „Er rührte an den Schlaf der Welt“. Ernst Busch - Die Biographie. Aufbau Verlag, Berlin 2010., Rez. FAZ 9.6.10)- Die Ausbürgerung Biermanns 1976 war für viele Linke ein starker Impuls, ihre Positionen zu überprüfen; für viele begann damit der Abschied vom Sozialismus.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Reuters fälscht 2 Gazapropagandaflotten-Bilder






Dasselbe Foto, mit Messer rechts, Messer weggeschnitten links

Fotos auf www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E67644016E22E4509AE03BF10469BA702~ATpl~Ecommon~Scontent.html


2. Foto "Another Cropped Reuters Photo Deletes Another Knife - And a Pool of Blood" auf:
http://littlegreenfootballs.com/weblog/weblog.php



" Reuters' Bildbearbeitung
Gaza-Flotte: Messer wurden weggeschnitten
Die Agentur Reuters hat Bilder vom Kampf auf dem Gaza-Schiff „Mavi Marmara“ manipuliert. Das fand ein amerikanisches Blog heraus. Reuters sagt, der Fehler sei bei einer üblichen Beschneidung entstanden. Doch die Fehlerhäufung ist ungewöhnlich. ..." FAZ 10.6.10

Strahlender Azur, Warnung vor dem Schinken





Besser den Hautkrebs nur an den Füßen - die Sonne schickt Ultraviolett-, Infrarot- und Röntgenstrahlung (und ein paar Neutrinos)





Munter hüpft die junge Heuschrecke in die Welt ins Netz der Spinne



- Strahlend: Die Strahlenbelastung von innen erfolgt in der Hauptsache durch Kalium 40. Weiterhin findet sich in geringer Menge Kohlenstoff 14 in der Luft und in den Speisen. Auch Radium ist in geringer Menge im Organismus vorhanden. Die Strahlenbelastung ist entsprechend der Anreicherung dieser Substanzen regional recht unterschiedlich. Sie wird im allgemeinen wesentlich geringer angegeben als die natürliche Strahlenbelastung von außen. Es sei bereits darauf hingewiesen, daß die Art der Strahlen recht unterschiedlich in der Energieabgabe ist. So emittieren Alpha-Teilchen eine 10-100fach größere Energie als Beta-Teilchen, und diese wiederum eine höhere Energie als Gamma-Strahlen."
R. Gross, P. Schölmerich, Lehrbuch der Inneren Medizin, S. 1312 (Vgl. Eintrag v. 24.4. u. 20.5.10)

- 5.9.1918, Lenin begründet die KZs
für politische Gegner im Dekret "Über den roten Terror", Geburtsstunde des Archipel GULag: ' "Tschekistische Maßnahmen" . Die NKWD-Lager in der SBZ/DDR dienten der Isolierung potentieller Feinde.
Er war ein Schlüsseldokument, streng geheim, mit dem die Existenz russischer Internierungslager in der Sowjetischen Besatzungszone Deutschlands ...' 7.6.10 FAZ, Rez. Bettina Greiner, Verdrängter Terror, 2010

- Warnung vor dem Schinken: " Eine Portion Wurst täglich ist zu viel. Fleisch begünstigt nicht grundsätzlich die Entstehung von Herzanfällen und Diabetes. Nur stark verarbeitetes, gepökeltes, geräuchertes und mit Zusätzen konserviertes Fleisch – etwas Schinken, Speck und Wurst – wirken sich offenbar ungünstig aus. ..."

FAZ, 19.05.2010

Mittwoch, 9. Juni 2010

Epikur. Sparen, aber richtig. Wehrpflicht





Auch die Blindschleiche fängt klein an






- Ein guter Tag beginnt mit einem guten Text: Epikur, zB, Katechismus

- Wehrpflicht: Jede Form die Zwangsarbeit bedarf sehr sorgfältiger Begründung, meist wird sie nicht gelingen. Hinzu treten individuelle Motivation und Fähigkeiten, das gilt für den technischen Zeichner, für den Friseur, für die Hebamme und für den Soldaten selbstverständlich auch, insbesondere in einer Armee, deren technische Anforderungen steigen. Eine Berufsarmee ist daher sinnvoll und notwendig.
Guttenberg sollte dieses Ziel weiterverfolgen.

- Sparen, aber richtig. Generallinie bei Einsparungen muß sein, Konsumausgaben zu kürzen, Infrastrukturinvestitionen zu halten. Das eine geht durch den Schornstein, das andere beschäftigt und sichert Beschäftigung.
Bei den Sozialleistungen wurde viel zu wenig gekürzt. Sozialleistungen machen bequem.
Das gleiche gilt für Subventionen. Da scheint nur die generelle Kürzungsmethode zu funktionieren: jedes Jahr 10% überall. Aber sinnvoll wäre, teuren und umweltschädlichen Wind- und Solarstrom gar nicht mehr in irgend einer Form zu subventionieren, zumal die Solarpaneelen inzwischen zunehmend aus China kommen und die Verkabelung aus der Tschechei.
Außerdem kürzen bei der EU-Verwaltung und Reduzierung des EU-Haushaltes auf das notwendige Minimum: Weder brauchen wir eine EU-Außenministerin mit einem großen, vierstelligen Beamtenapparat, noch sind die hohen Milliardenbeträge angemessen, die die EU Entwicklungsländern als „Entschädigung“ für eingebildeten Klimawandel in den nächsten Jahren zahlen will.

- Tafelsilber verkaufen: 60 Jahre ARD sind genug, alle Sender abspecken auf die intellektuelle Grundversorgung, alles andere verkaufen. 5 Milliarden ARD-Etat stellen eine Krebswucherung dar. Strikte Begrenzung der verbleibenden Sender auf einen 500tausend Euro-Etat. Es müßte einen einzigen Sender geben, der auf jeden Schnickschnack verzichtet, der auf jeden Unterhaltungsblödsinn verzichtet, einen, der einem nicht schon bei den Nachrichten die Zeit stiehlt. Den könnte man abonnieren.

- - Löblich, löblich: "Nur mit informierten Bürgern ist gesundes Wachstum möglich"
Festival dell'Economia in Italien / Kritik an Medien
tp. TRIENT, 6. Juni. Wirtschaftsreformen schaffen nicht automatisch Zustimmung, selbst wenn sie für die Betroffenen zu spürbaren Vorteilen geführt ...' FAZ