Freitag, 20. Januar 2012

Italien hat die höchsten Einwohner-Vermögen pro Kopf in der EU





Lieber 2 kleine als 2 unverschämten Italiener wie Monti und Draghi




- Gute Idee: "Bundesbank-Vorstand Thiele lehnt Geld-Drucken durch die EZB kategorisch ab

Deutsche Mittelstands Nachrichten | Veröffentlicht: 17.01.12
Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, schließt jede Art der Geldmengen-Ausweitung durch die Europäische Zentralbank (EZB) aus. Die Staaten müssten sparen, um die Stabilität des Euro nicht zu gefährden.

Bei einer Veranstaltung in Hamburg sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Montag, dass die europäischen Staaten sparen müssen, um die Krise zu überwinden. Durch eine Aufstockung der Rettungsschirme könnten die Regierungen Zeit gewinnen – die Schulden müssten dennoch abgebaut werden. Denn: „Dauerhaftes Vertrauen kann nicht allein mit Geld erkauft werden.“
Thiele erteilte dem Gelddrucken durch die EZB eine klare Absage: „Eine Idee sollte ein- für alle Mal beseite gelegt werden: Nämlich die Idee, dass das benötigte Geld einfach gedruckt wird. Denn dies würde die wichtigste Grundlage für eine stabile Währung bedrohen: die Unabhängigkeit eine auf Preisstabilität achtenden Zentralbank.“
(s. auch FAZ 17.1.12)
Mehr zum Thema:
Monti: Deutschland muss Italien beim Schuldenzahlen helfen

Jörg Asmussen übt scharfe Kritik am EU-Fiskalpakt

Donnerstag, 19. Januar 2012

Kehret um, ruft uns die Stimme!




Erst fing es ganz langsam an - aber dann …

Archaeen waren vielleicht am Anfang des Lebens dabei, als es noch nicht so kalt war wie heute: einige können bei 110 °C wachsen (an Schwarzen Rauchern z.B.).



“Die Geschichte des Lebens auf unserem Planeten passiert seit fast vier Milliarden Jahren. Erst jüngst trat der Mensch auf und generierte ein neuartiges Phänomen: Kultur und Zivilisation. Obwohl auch deren Existenz auf den notwendigerweise sehr konservativen Gensequenzen gründet, erlaubt das Phänomen Kultur eine stürmische Entwicklung – scheinbar abgekoppelt von der Biologie. Was antike Zivilisationen hervorbrachten, ist schon beeindruckend; die Eigenwirklichkeit der modernen Technik und Biotechnologie ist in der Tat überwältigend, euphorisierend und erschreckend. Kann es – metaphorisch gesprochen – nicht sein, dass mit der Entstehung des Menschen am evolutionären Stammbaum des Lebens ein Zweig gewachsen ist, der sich nach üppiger Blüte mit dem Werkzeug der Kultur selbst abschneidet? Oder wächst mit der Gefahr hier auch das Rettende? Das wäre zu diskutieren .”

An die Sündflut wird Bernhard Verbeek, ein dezidierter Gegner der Religion, sicher nicht denken in seiner Vortragsinhaltsangabe ("Kultur - eine toxische Frucht der Naturgeschichte?"). Doch variiert seine Denkfigur nur das, was schon in den Büchern Mose verzeichnet ist: begabte Menschen widmen sich schönen Dingen, zum Beispiel der Bildhauerei in Gold, sie entwickeln einen Kunstkult – und zack! fährt der primitive Grobian Mose dazwischen und haut alles in Klump. Oder das Wasser ertränkt alle Zivilisation bis auf die Archetypen, etc. Johannes kann in seiner einschlägigen „Apokalypse“ gar nicht genug davon bekommen, sich mörderische Strafaktionen gegen die Zivilisation und die schönen Dinge vorzustellen.
Die „Hure Babylon“ hat sich trotzdem durchgesetzt, heizt im Winter, fährt im Auto, verarbeitet Bäume zu Buchpapier und kommuniziert mittels Computer.
„Das Ende ist nahe, wenn ihr nicht umkehrt!“, rufen Mose, Noah, Johannes und Verbeek.
Ob das stimmt?

Mittwoch, 18. Januar 2012

Karl Heinz Bohrer im hr2-“Doppelkopf”

Karl Heinz Bohrer, Kurt Scheel und der MERKUR 

Bohrer und Scheel haben die "Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken" jahrzehntelang herausgegeben und redigiert. Im Dezemberheft haben sie sich verabschiedet und auf ihr erfreuliches Wirken zurückgeblickt. 1989 bildete der Zusammenbruch der SED-Diktatur und die Wiedervereinigung die Ursache für die Kündigung des langjährigen Paten und MERKUR-Autoren Habermas, der die Wiedervereinigung als reaktionär-nationalistisches Projekt strikt ablehnte. Von da an ging’s bergauf, könnte man sagen, oder in der Devise Kurt Scheels formuliert: “Den Rechten ein Ärgernis, den Linken ein Juckpulver”. Der Merkur wollte “freier, unabhängiger, origineller, weniger verharzt und kumpelhaft sein als die anderen Zeitschriften und auch die großen Zeitungen, die selbstgefällig ihre ewigen Wahrheiten verkündeten.” (Scheel, Ich wollte eigentlich nie zum MERKUR, 12/11, S. 1111) Das ist dem MERKUR gelungen, Bohrer und Scheel ist es zu danken. Dem von den alten Herausgebern vorgeschlagene Nachfolger Christian Demand ist alles Glück zu wünschen, den MERKUR auf dem gewohnten Niveau zu halten und den Zumutungen des Zeitgeistes die apollinische Stirn zu bieten.

Dienstag, 17. Januar 2012

Mythischer Mensch




Götter und Geister günstig stimmen: Regentanz in Äthiopien
(Bild: Anderson/Wiki.)



Der Mensch dürfe sich nicht an Gott und seiner Schöpfung versündigen, sonst werde Gott die Menschen strafen: durch die Sündflut, durch Pest und Cholera, durch Strafaktionen aller Art. So etwa lautet der religiöse Mythos, man kann auch sagen, so plappere er durch die Jahrtausende. “Die Wahrheit des Mythos”, so der Titel einer Monographie Kurt Hübners, ist wohl einerseits darin zu sehen, daß er komplexe Phänomene in handliches Hirnformat verzwergt, andererseits, daß stammesgeschichtliche, genetische Vorgaben die Wahrnehmung leiten und bestimmte Denkfiguren - nichtrational, aber wirksam - hervorbringen, etwa die Kausalität einer Schöpfung in Anlehnung an menschliches Absichtshandeln. Die primitivste Einteilung des menschlichen Handelns ist die in “gut” und “böse”, sie erlaubt eine einfache Orientierung und direktes Handeln: die Nachbargruppe ist “böse” und wird ausgerottet, soweit es geht, so verfahren schon die Schimpansen, und der Glaubensgegner kommt auf den Scheiterhaufen, um die Würde Gottes zu wahren. Und natürlich ist die Natur göttlich, Gott hat sie ja geschaffen, und daher ist die Natur auch zu vergöttern, man darf sie nicht beschmutzen und verschmutzen, sonst könnte das bestraft werden. In den göttlichen Naturbauplan von Mensch, Tier und Pflanze darf keinesfalls eingegriffen werden mit menschlicher Anmaßung und Überheblichkeit, das ist “böse”; genetisches Handwerk beschädige die Natur und beleidige Gott. Diese mythische Vorstellung einigt in Deutschland und Europa neuheidnische Naturanbeter und christliche Gottesgläubige und treibt sie auch zur Gewalt gegenüber grüner Technik. Die Versuchsfelder der Pflanzentechniker wurden immer wieder verwüstet, die Zulassung einer harmlosen Pflanze, der Nichtspeisekartoffel AMFLORA, wurde dreizehn (!) Jahre blockiert. Ja, natürlich, der Himmel könnte einem auf den Kopf fallen, man weiß ja nicht, und die Büchse der Pandora könnte geöffnet werden, ja, natürlich, man muß aufpassen und Risiken vermeiden. BASF hat jetzt den langen Kampf zur rationalen Aufklärung der mythischen Natur- und Gottesanbeter in Alteuropa aufgegeben und geht mit seiner Biotechnik in die Neue Welt, wo der mythische Glaube zwar auch nicht unbekannt ist, aber die grünen Mythen noch nicht die Rationalität landesweit bedrohen.
Kein Mythos ist, daß damit der Wohlstandsstandort Deutschland, nach Einführung von Wind- und Solarmythen, weiter geschwächt wird.


- Kein Mythos: “ AFP meldet: Jeder Solar-Job kostet in Deutschland 250.000 Euro Subventionen
Optimistische Prognosen, dass in Deutschland die Entscheidung der Atomenergie den Rücken zu kehren, zur Schaffung von Hunderttausenden von Arbeitsplätzen im Sektor der erneuerbaren Energien führt, wird mit Skepsis begegnet. .."Jeder Job (in Deutschland) in der Solarindustrie (Sektor-) kostet die Stromverbraucher 250.000 €, d.h. sie werden dazu "verdammt" oder haben schon ihre Arbeitsplätze verloren, sagte Frondel. “ ( www.eike-klima-energie.eu/ )

- Es ist kein Mythos, sondern eine Fehlinformation, daß es keine europäische Bewertungsagentur gebe, es gibt sie: die Creditreform Rating AG.
Sie konnte bisher aber nicht die deutschen Belange und Grenzen überschreiten.

Montag, 16. Januar 2012

Ist den Wohlfahrtsstaaten die Verschuldung eingebaut?




Nur vier Länder - wobei Luxemburg ja nur ein winziges Ländchen ist - wirtschaften im grünen Bereich und behalten bei Standard&Poor's die beste Bewertung AAA. Das könnte das Gebiet eines Nord-Euro sein.
Die Herabstufung Frankreichs hat mit der Bürgschaft für Länder wie Griechenland, Portugal und Spanien zu tun. England bürgt nicht und steht daher stabiler da.


- Ist doch schön! Moody’s hält an Bestnote Frankreichs fest. Ob das bei diesem Schuldenstand gerechtfertigt ist, scheint fraglich. So sieht es ja auch S&P.



- “Die Bankiers hingegen sind mittlerweile zu ‘Feldherren’ unserer Zeit geworden. Nur vernichten sie jetzt nicht mehr fremde Armeen, sondern Geld und Arbeitsplätze. Ein reformiertes Strafrecht ist womöglich das einzige Mittel, um ihnen beizukommen.” Nomen est omen: Wolfgang Hetzer, Die Finanzkrise - Inkompetenz oder Systemkriminalität?, Journal 22 / 2012 der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Hier ist Nomen Hetzer tatsächlich omen.

- Mehr Eigenkapital bei den Banken? Prima. Durch weniger Kreditgewährung steigt jedoch die Eigenkapitalquote automatisch. Nur unterstützt das nicht die Realwirtschaft.