Samstag, 14. Juni 2014
Flachwurzler und Flachköpfe
Bäume in der Stadt sind ein Problem, besonders Flachwurzler wie diese Pappel fallen bei Sturm um. Das gleiche gilt für die beliebten Fichten, die auch oft nah ans Haus gesetzt werden und dann auf das Dach fallen.
Hohe Platanen verloren bei dem vergangenen Gewittersturm viele Äste, die beschnittenen jedoch nicht. Auch die Sträucher hatten wenig Probleme, sie verdunkeln den Leuten auch nicht die Wohnungen.
Wind gibt es immer wieder, Windhunde auch. Letztere besonders in Potsdam. Zur Wetterlage am 9.6.14 schreibt der Meteorologe Klaus Puls:
Das Unwetter vom 9. Juni 2014 - ein "CO2-Klima-Signal" ?
Im Rahmen der mehr als 150-jährigen meteorologischen Statistiken lag die
Wetterlage vor und am 9. Juni 2014 im normalen atmosphärischen
Spielraum ("Freiheitsgrade") : Selten, aber nicht "einmalig". Als ein
"Klima-Trend-Signal" ist sie nur für Alarmisten und Medien tauglich.
(1) Sind derartige Unwetter-Ereignisse etwas ganz Neues ?
N E I N !
Die Archive der Wetterdienste beweisen es:
Solche Wetterlagen gab und gibt es im Juni über Europa immer mal wieder -
glücklicherweise nicht „alle Tage“.
Warum?
Zunächst:
Wir sind dem Sonnen-Höchststand am 21. Juni schon sehr nahe, haben also in der ersten Juni-
Hälfte in Mitteleuropa schon 15 Stunden Sonnenschein bei klarem oder gering bewölkten
Himmel, wie es in den Tagen vor dem 9. Juni 2014 auch der Fall war.
Damit heizt sich die Luft über Mitteleuropa von Tag zu Tag auf.
Hinzu ...
... kam in den Tagen vor dem 09.06.2014 (Unwetter-Tag) eine keineswegs extrem seltene
Wetterlage (vgl. Abbildungen) :
Über der Biskaya lag ein „orts-festes“ stationäres Tief mit einem weit nach Süden
ausgreifenden Trog. (s.u.)
Klaus-Eckart Puls
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11.06.2014 : http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/das-unwetter-vom-9-juni-2014-ein-co2-klima-signal/
u n d
11.06.2014 : http://notrickszone.com/2014/06/11/ipcc-scientist-mojib-latif-claims-local-german-hot-weather-
extreme-thunderstorms-were-man-made/
u n d
12.06.2014 : http://www.kaltesonne.de/?p=18791
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http://www2.wetter3.de/Archiv/GFS/2014060900_1.gif
Freitag, 13. Juni 2014
Entjüngung
17.06.2014, 16:00 Uhr
Vortragsreihe: Folgen Demografischen Wandels – Altern / Alterssicherung
Der demografische Wandel hat Folgen für unterschiedliche Aspekte der gesellschaftlichen Entwicklung und der individuellen Lebensverhältnisse. Dies stellt jeden Einzelnen, die Gesellschaft, vor allem aber die Politik vor neue Herausforderungen, die bereits jetzt durchdacht und aufgegriffen werden müssen. Ein zentraler Aspekt des demografischen Wandels ist die überproportionale Zunahme alter Menschen. Was wissen wir über Eigenarten und Grenzen menschlichen Alterns? Verlängert sich mit dem Leben auch die Leistungsfähigkeit?
Können bisherige Beschäftigungssysteme erhalten bleiben und wie verändern sich die Märkte? Bleibt unser aller Wohlstand erhalten oder müssen wir um ihn fürchten? Sind die Versorgungssysteme überhaupt haltbar bzw. können Renten und Pensionen weiter finanziert werden, wenn die Relation zwischen jüngeren und älteren Mitgliedern der Gesellschaft sich zunehmend verschiebt? Was ist dann noch unter Generationengerechtigkeit zu verstehen und kann diese in einer alternden Gesellschaft überhaupt gewahrt werden? In der zweiten Veranstaltung unserer zweiteiligen Veranstaltungsreihe zum „Demografischen Wandel“ stehen diese und weitere Fragen im Vordergrund. Diskutieren Sie mit uns – wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Programm
Begrüßung 16.00 Uhr
Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
Einführung
Prof. Dr. Walter Krämer, Universität Dortmund
Vorträge
Programm
Begrüßung 16.00 Uhr
Prof. Dr. Dr. Dr. habil. Hanns Hatt, Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
Einführung
Prof. Dr. Walter Krämer, Universität Dortmund
Vorträge
- Alterung der Zellen
PD Dr. med. Verena Keitel-Anselmino, Junges Kolleg
- Gehirn und kognitive Leistungen im Alter
PD Dr. med. Dr. rer. pol. Svenja Caspers, Junges Kolleg
- Alter und Beschäftigung: Wie lässt sich der Rückgang der Anzahl der Erwerbstätigen kompensieren?
Prof. Dr. Christoph M. Schmidt, Essen
Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung
Pause 17.30 – 17.45 Uhr
- Land ohne Kinder
Prof. Dr. Hans Werner Sinn, München
Präsident des ifo – Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung
- Demographischer Wandel und die Staatsfinanzen
Prof. Dr. Christian von Weizsäcker, Bonn
Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern
Podiumsdiskussion ca. 18.45 Uhr
- Prof. Dr. Christoph M. Schmidt
- Prof. Dr. Hans Werner Sinn,
- Prof. Dr. Christian von Weizsäcker
Moderation: Prof. Dr. Walter Krämer
Donnerstag, 12. Juni 2014
Lang war der Weg
Der famose Theophrast Bombast von Hohenheim (1493-1541)
(Bild: Wiki.)
“Die Medizin nach Paracelsus hat auf Natur- und Gotteserkenntnis zu fußen. Zum Verständnis der Dinge und damit auch der Krankheiten und ihrer richtigen Behandlung seien einerseits empirische Befunde, andererseits – und weitaus wichtiger – die Betrachtung des Großen und Ganzen notwendig:
„Denn der Mensch kann nur vom Makrokosmos aus universalistisch erfasst werden, nicht aus sich selbst heraus. Erst das Wissen um diese Übereinstimmung vollendet den Arzt“ (Opus Paramirum). In derganzheitlichen Betrachtung fußt Paracelsus teilweise auf der Medizin der heiligenHildegard von Bingen[5].” (Wiki.)
Da war der Schwabe Hohenheim, der sich Paracelsus nannte, natürlich auf dem falschen Dampfer. Noch im Mittelalter befangen. Aber in der Verbannung (und Verbrennung) der Avicenna, Galen und Aristoteles lag er doch völlig richtig und verabschiedete die Humoralpathologie zugunsten einer mehr chemischen Betrachtung. Die war noch sehr rudimentär, aber führte doch zur wunderbaren modernen Pharmakologie der Gegenwart.
Übrigens las er auch auf Deutsch, eine Neuerung an der medizinischen Fakultät, die das Verständnis seiner Lehre bei den Studenten unterstützte.
Mittwoch, 11. Juni 2014
Weiteres siehe Popper, Logik der Forschung
Aus einer Korrespondenz:
Was aber den Begründer des Kritischen Rationalismus angeht, so verkennen Sie seine erkenntnistheoretischen Absichten. Popper warnt gerade vor der Wissenschafts- und Theoriegläubigkeit des „Szientismus“ und plädiert für empirische Überprüfbarkeit aller Aussagen. Auch Theorien müssen bereits auf Überprüfbarkeit hin formuliert sein, wollen sie als wissenschaftlich gelten. Deswegen bestreitet Popper etwa der Psychoanalyse Freuds den wissenschaftlichen Status.
Hier der Anfang eines Interviews mit Popper, in dem das Erkenntnisproblem eingangs allgemein behandelt wird:
„Die Wege der Wahrheit
Zum Tode von Karl Popper
aus: Aufklärung und Kritik 2/1994 (S. 38 ff.)
Dieses Interview gab Sir Karl Popper im Februar 1982 der französischen Wochenzeitschrift L�Express. Aus aktuellem Anlaß drucken wir es hier mit freundlicher Genehmigung dieser Zeitschrift ab.
Sir Karl Popper: Als Einleitung zu dieser Unterhaltung möchte ich gerne zunächst die wesentlichste Idee unterstreichen, nämlich:
Ich weiß nichts, wir wissen nichts. Unser bestes Wissen verdanken wir der Wissenschaft. Das zu betonen ist wichtig in einer Zeit, in der von überall Angriffe auf die Wissenschaft geführt werden. Aber selbst die wissenschaftliche Erkenntnis ist nur eine auf Vermutungen beruhende, eine hypothetische Erkenntnis. Sie ist also nicht wirklich eine Erkenntnis in dem Sinne, wie die Leute es im allgemeinen verstehen, wenn sie versichern: Ich weiß... Außerdem finden sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse verstreut hier und dort, in Büchern, in Laboratorien, im engsten Kreis von Forscherteams. Niemand kann vorgeben, auch nur ein Tausendstel von einer Wissenschaft wie der Physik oder der Biologie zu kennen. Niemand kann also dieses schon nur hypothetische Wissen vollständig besitzen; wir besitzen davon nur Teile, vom Hörensagen.
L�Express: Warum behaupten Sie dann aber, die wissenschaftliche Erkenntnis sei nichtsdestoweniger die beste, über die wir verfügen?
Popper: Viele wichtige Ideen sind nicht überprüfbar. Die wissenschaftlichen Theorien dagegen sind es, d.h. wir können versuchen, sie zu widerlegen. Wenn diese Versuche ausgeklügelt genug sind, können sie schließlich zwar nicht zeigen, daß die Theorie wahr ist, denn das ist unmöglich, wohl aber, daß sie wirklich ein Element der Wahrheit enthält. Durch einen solchen Vergleich der geozentrischen mit der heliozentrischen Theorie hat Poincard gezeigt, daß alle möglichen Phänomene, die unseren Planeten und unser Sonnensystem betreffen, nur erklärt werden können, wenn man die Idee zugrunde legt, daß die Erde um die Sonne kreist. Aber seltsamerweise hat er in seinem Buch "Der Wert der Wissenschaft" nicht die Tatsache betont, daß die heliozentrische Theorie trotz ihrer großen Erklärungskraft nicht wahr ist. Sie kommt nur der Wahrheit näher. Die Sonne ist weder das Zentrum des Universums noch das der Milchstraße, sie ist nicht einmal das Zentrum unserer Galaxie.
L�Express: Ist es also ganz einfach die Überprüfbarkeit der Wissenschaft, die ihr auf dem Gebiet der Erkenntnis ihre Überlegenheit gibt?
Popper: Eine Theorie zu überprüfen, das bedeutet immer, daß man versucht, ihren schwachen Punkt zu finden, den Punkt, der uns veranlassen kann zu denken, daß sie dort falsch sein könnte. Das erlaubt schon, viele Theorien auszuschließen. Damit eine Theorie wissenschaftlich ist, muß sie überprüfbar sein, d.h. sie muß sich der Kritik und der Widerlegung aussetzen. Da viele versuchen, die Theorie zu kritisieren und zu widerlegen und sogar ihre ganze Intelligenz daran setzen, um deren schwachen Punkte zu entdecken, können wir sagen, daß die wissenschaftlichen Theorien das beste sind, was wir auf dem Gebiet der Erkenntnis besitzen.
L�Express: Heißt das, daß Sie den Szientismus, die Wissenschaftsgläubigkeit, verwerfen?
Popper: Der Szientismus zeichnet sich vor allem durch den Glauben an die Wissenschaft aus. Diejenigen, die der Wissenschaftsgläubigkeit anhängen, sind keine Wissenschaftler. Der wahre Wissenschaftler darf an seine eigene Theorie nicht glauben. Er muß ihr gegenüber eine kritische Haltung einnehmen, er muß wissen, daß jeder sich irren kann und daß infolgedessen seine Theorie irrig sein kann. Deshalb gibt es in Wirklichkeit einen Gegensatz zwischen der Wissenschaft und der Wissenschaftsgläubigkeit. Ein Szientist zusein, das bedeutet, daß man die Wissenschaft nicht versteht.
L�Express: Welche Schlußfolgerungen ziehen Sie aus der Feststellung unserer Unwissenheit?
Popper: Sie ist von allergrößter Bedeutung, denn sie führt zu einer neuen Ethik, die sich auf die Anerkenntnis der Tatsache gründet, daß es keine geheiligte, allerhöchste Autorität gibt und daß wir nicht aufhören, Fehler zu machen. Sicherlich haben wir die Pflicht, unser Bestes zu tun, um sie zu vermeiden. Aber da wir alle so sind, wie wir sind, Ärzte, Ingenieure, Architekten, Stadtplaner, Politiker, machen wir alle ständig schwere Fehler. In ethischer Hinsicht ist es von grundlegender Bedeutung, sich dessen bewußt zu sein, daß wir alles in unserer Macht stehende tun müssen, um Fehler zu vermeiden, aber daß wir ihnen nicht entrinnen können. Dieses Bewußtsein führt zu einer antiautoritären und antitotalitären Haltung, einer Haltung, in der wir die Hilfe eines anderen suchen müssen und ihn einladen, unsere Vorschläge zu kritisieren. In anderen Worten: diese Haltung fuhrt zu einer Zusammenarbeit mit anderen auf der Basis der Gleichheit. Sie ist also die eigentliche Grundlage der Demokratie. Diese Idee der Toleranz, die auf unserer Unwissenheit beruht, war schon eine Idee Voltaires. Wir müssen sie wieder zum Leben erwecken. Wir müssen zu Voltaire zurückkehren oder zu Sokrates. ...“
Weiteres siehe Popper, Logik der Forschung.
Dienstag, 10. Juni 2014
Kant, Königsberg, Kohlberg und Putin
Despot Putin läßt wieder Manöver auffahren, dieses Mal in der geraubten
Region Königsberg, weil die NATO nach
der Moskauer Annektion der Krim vor kurzem geringfügig mehr Präsenz im Baltikum
zeigt als bisher. Putin will einen begrenzten Dauerkonflikt mit dem Westen, um
seinen Maidan auf dem Roten Platz zu verhindern.
Seine Reaktion erinnert an das Kohlbergsche
Eigenlenkungsschema:
Stufe1: "Ich" (gut ist, was mir
nützt)
Stufe2: "Ich und der andere"(wie du mir, so ich dir)
Stufe3: "Ich und Du + unsere Gruppe
Stufe4: "Ich und du im sozialen Verbund"
Stufe2: "Ich und der andere"(wie du mir, so ich dir)
Stufe3: "Ich und Du + unsere Gruppe
Stufe4: "Ich und du im sozialen Verbund"
(cobocards.com)
Putin befindet sich also, keine Überraschung, auf Stufe
2.
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