Samstag, 8. November 2014

"Was macht dich heute stolz, deutsch zu sein"? ist die Frage








I've been East, I've been West - FAUST is best! Wenn man mal von Montaignes Essais absieht.



Es gibt keinen Grund, auf etwas stolz zu sein, was man nicht selbst durch eigene Arbeit geschaffen hat. 
Da Stolz stets zu Hochmut neigt, fragt sich ohnehin, ob man es nicht bei der Freude belassen sollte. 
Woran kann man sich in Deutschland erfreuen? Das sind sehr viele Dinge: 
schöne Landschaft ohne Windräder, vielfältige Landschaften, Wohlstand, gepflegte Städte, unglaublich viele Schul- und Studienmöglichkeiten, Berufschancen ohne Ende, individuelle Freiheit weitgehend garantiert durch einen Rechtsstaat, und noch einiges mehr wie Goethes Faust und Beethovens Klaviermusik. Und am guten Bordeaux, oder kommt der gar nicht von der Mosel?    

(Da läuft so eine merkwürdige Chose mit "Deutschland 25" als Portaleinblendung an der Seite, verweisend auf die Heimseite :  https://deutschland25.withgoogle.com/de_DE/home
Dort wird auf dummdämliche Verkürzung abgestellt, man hat nur eine Zeile zur Verfügung und soll dort eine Spruchblase absondern.)


Freitag, 7. November 2014

GDL alias Gemeinschaft der Lumpen?


Der Jurist beleuchtet alles, aber er erwärmt nichts, lautet ein Bonmot. 
Zur Erwärmung wurde das Recht auch nicht geschaffen, sondern zur Lenkung der Bürger und zur Herstellung von Sicherheit. Der Krieg aller gegen alle soll unterbleiben. Übergriffe auf Leben und Freiheit sollen unterbunden werden. Die Rechte des einzelnen Bürgers sollen unangetastet bleiben. Aus der Aufgabe der Grundsicherung früherer Zeiten ist längst ein dichtes Gesetzesgeflecht geworden, zu dem sich Richterentscheidungen hinzufügen. Und solche Richterentscheidungen folgen natürlich den Neigungen der Richter, die dem Zeitgeist folgen. Nach 1968 wuchs eine Juristengeneration heran, die, wie Franz-Josef Degenhardt und Uwe Wesel, um nur zwei Exponenten zu nennen, gegenüber sozialistischen und gewerkschaftsfreundlichen Standpunkten offen war. 
So wurde aus der Koalitionsfreiheit des Grundgesetzes durch Richterurteile immer mehr ein grenzenloses Streikrecht, während das Streikabwehrrecht abgebaut wurde. Selbst subventionierte Staatsbetriebe wie die Bahn dürfen gefahrlos schikaniert werden. Und nicht nur das. Tausende unbeteiligte Bürger dürfen als Reisende schamlos geschädigt werden. Und das einzige, was die große Koalition unternimmt, ist ein Gesetzentwurf zur Tarifeinheit, in dem sie sich auf die Seite des großen DGB stellt, des größten Gewerkschaftskonzerns. Ein Streik einer DGB-Gewerkschaft gegen die Reisenden wäre aber ebenso verwerflich, wie es der Streik der kleinen Spartengewerkschaft GDL alias Gemeinschaft der Lumpen ist.















Donnerstag, 6. November 2014

Und auf einmal fiel er vom Himmel, der Salafismus



Ist eine Sinnkrise in unserer Gesellschaft für das Aufkommen des Salafismus verantwortlich? Für die stolz präsentierten Köpfe, die Menschen mit nicht mehr steigerbarer Grausamkeit mit Messern abgetrennt wurden? Für den Absturz in die allerprimitivste Barbarei?

Es ist das Credo der Linken, daß die Gesellschaft an allem schuld sei, und der Täter das eigentliche Opfer. Es wurde inzwischen so unglaubwürdig, wie es immer schon falsch war, ein Aberglauben, in dessen Hintergrund die Schädelstätten des Stalinismus und Maoismus auszumachen sind. 
Sinnkrisen gab es immer. Und jede Generation muß ihren Sinn neu finden, was aber in zivilisierten Staaten ohne die Abscheulichkeiten des Kopfabschneidens vonstatten geht. Der Salafismus kam in den neunziger Jahren in den arabischen Ländern erneut auf. Da die Einwanderer aus diesen Weltgegenden sich deren Kultur stärker zurechnen als der deutschen und europäischen Kultur, schwappte das Phänomen nach Europa über und zieht Primitive und Schlächtergemüter aller Art an. 

Die linke Politik hat das lange verniedlicht und lügt es vielfach auch heute noch unter Tisch. Und die meisten Zeitungen und Sender verfuhren und verfahren ebenso. 















Mittwoch, 5. November 2014

Dienstag, 4. November 2014

Draghi ist kein Rabenaas










Her mit dem Gold - große katholische Kirche im winzigen Rumbeck.




Ich bin ein rechtes Rabenaas,
Ein wahrer Sündenkrüppel,
Der seine Sünden in sich fraß,
Als wie der Russ' die Zwieppel.
Ach Herr, so nimm mich Hund beim Ohr,
Wirf mir den Gnadenknochen vor
Und nimm mich Sündenlümmel
In deinen Gnadenhimmel.

Hier macht sich jemand über den protestantischen Schuldkult lustig, und Thomas Mann kommt diese Parodie gerade recht, um in den BUDDENBROOKS das protestantische Frömmelmilieu zu karikieren. (5. Teil, 5. Kapitel) 

Alles hat viele Seiten, aber auch die protestantische Gnadenlehre (Rechtfertigungslehre) in der Frömmelform dient der Impulskontrolle, die reflektierte Zivilisation ermöglicht. Und die der Selbstüberschätzung und dem Machbarkeitswahn nicht vorarbeitet. Das Geld nicht katholisch in Gold und Silber steckt, sondern spart. 

Katholik Draghi und die sieben Direktoren halten davon gar nichts. In ihrem neuen, großen und glänzenden Europalast schöpfen sie Geld noch und noch und wollen, daß auch alle anderen nicht sparen, bei Strafe von Minuszinsen, sondern Kredite ausgeben und das Geld verjubeln auf Draghi komm raus. Impulskontrolle? Bedürfnisaufschub? Vorausdenken und sparen für das Alter? Aber nicht doch, nicht im neuen Euro-Europa: 
Sehet die Vöglein auf dem Felde, sie säen nicht, sie ernten nicht, und die Sozialbürokratie und die EZB ernähren sie doch.