Sonntag, 12. Juli 2015
Warum nicht in Athen?
Hans Wilsdorf (1881-1960)
(Foto: ROLEX)
"Rolex" macht die Zeitgebung in Wimbledon. Hans Wilsdorf steht für "Rolex", Protestant aus Kulmbach, aufgewachsen als Vollwaise, machte sich 1905 in London als Uhrmacher selbständig.
Samstag, 11. Juli 2015
Econs kennen keine Verlustängste, Menschen schon
Verlieren und gewinnen. Gewinn und Verlust. Als der arrogante Parteifunktionär Kohl mit seinen Helfern - fast dem gesamten Bundestag - die selbstherrliche Einführung des Euro beschloß, spielte in der öffentlichen Diskussion die Verlustaversion keine Rolle.
Die Pro-€-Ökonomen wie Otmar Issing legten dar, daß die fehlende Abwertungsmöglichkeit bei einer Währungsunion durch Umzüge im Währungsraum und durch fallende Löhne und Renten ersetzt würde. Der Effekt wäre der gleiche.
Das trifft theoretisch zu, ist aber psychologisch falsch.
Fallende Löhne sind für die Betroffenen Verluste, die doppelt so stark wahrgenommen werden wie Gewinne. Auch von Nichtbetroffenen. Man kann das ständig bei Umstrukturierungen beobachten, wenn ein Unternehmen auf Billigkonkurrenz reagiert (Post/UPS, Lufthansa / Ryan-Air etc.).
In ganz großem Maßstab findet das in Griechenland statt. Alle Betroffenen wehren sich mit Zähnen und Klauen gegen Einschränkungen, also gegen Verluste, und sie finden viel Unterstützung bei Nichtbetroffenen, so daß sogar eine Schurken- und Abenteurerregierung gewählt wird, die nichts kann, außer Schaumschlägerei, Rederei und Trickserei, und die dadurch das ganze Land lähmt.
Den Ökonomen der homo-oeconomicus-Tradition fehlt eine Urteilsdimension, denn:
„Die Verlustaversion ist eine starke konservative Kraft, die minimale Veränderungen des Status quo bei Institutionen und im Leben von Individuen begünstigt.“ (Kahneman, Denken, S. 375) Will heißen, daß die starke Neigung zur Verlustaversion den Stillstand fördert. Je älter die Menschen sind, desto mehr.
Sie muß von politischen Entscheidern ernstgenommen werden. Insbesondere im verkalkten Europa, wo das Beharrungsvermögen größer ist als etwa in den USA.
Freitag, 10. Juli 2015
Aus Brüssel, 8.7.15.- 12 neue Direktoren im Schulministerium - alle von Syriza. Das war immerhin eine bemerkenswerte Rede. Aber auch die Reduzierung des aufgeblasenen Staatsapparates setzt keinen Unternehmer in Bewegung. Die Rückkehr zur Drachme würde einen starken Beschäftigungsimpuls setzen. Jetzt herrscht Unsicherheit und Abwarten. //// Griechenland: G. Verhofstadt BEST plenary speech to A. Tsipras:"Do a rea...
Griechenland: G. Verhofstadt BEST plenary speech to A. Tsipras:"Do a rea...
Mittwoch, 8. Juli 2015
Die Drachme würde einen Beschäftigungsschub auslösen, das wäre das Wichtigste! Man müßte allerdings auch diese rotbraune Regierungsclique loswerden, die ermutigt keinen Unternehmer, keinen Arzt, keinen Ingenieur. Ein paar neue Wörter wären zu importieren: Fleiß, Ausdauer, Ehrlichkeit. Das wäre eine erste Stufe. Eine nächste große Aufgabe wäre die Reform der staatlichen Institutionen, die derzeit einem Entwicklungsland entsprechen. Wohin mit den staatlichen Scheinbeschäftigten? Dorthin fließen derzeit die Hilfsgelder zur Hälfte. Da hilft nur Privatisierung in großem Stil. Gerade das wollen aber die Politiker nicht, weil sie die Stellen mit ihren Wählern, Schwagern, Vettern und Freunden besetzt haben und die das auch in Zukunft tun wollen. Nur Auslandsgriechen könnten das schaffen. Einfach wird das nicht bei der völligen politischen Unreife der griechischen Wähler. //// Hans-Werner Sinn: Griechenland hilft jetzt nur noch die Drachme
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