Mittwoch, 1. Mai 2019
Mit platonischem, aristotelischem und theologischem Denken baut man keine Wasserleitung
Nogales, Sonora/Mexiko, und Nogales, Arizona
Bild aus: Acemoglu und Robinson, “Warum Nationen scheitern”, S. 289
Protestantische Europäer also - Mennoniten, ursprünglich aus Deutschland und Holland, und angelsächsische Puritaner, ursprünglich aus England und Schottland - stehen für wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung. Namen wie u.a. William Lee, Edward Jenner, Benjamin Franklin, Walter Hunt, Daimler, Diesel, Edison wären zu nennen. Das protestantische Übergewicht ist faszinierend, und die Lokalisierung zunächst in England ebenfalls.
Wenn Karl d. Gr. einen Anstoß für die Verschriftlichung in Westeuropa gab, so war das nicht hinreichend für ein produktives Denken im Alltag. Sowenig wie in Byzanz, wo das kulturelle Niveau weitaus arrivierter war als in Aachen.
Mit der Geisterdenkerei erfindet man keine Strickmaschine (Lee) oder Nockenwelle (Leonardo).
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Dienstag, 30. April 2019
Drakon
Das 8. Gebot lautet: “Du sollst nicht töten.” Wolffsohn hat darauf aufmerksam gemacht, daß die Übersetzung falsch sei, korrekt müsse es lauten: morden. Solche Gebote existieren überall zum Schutz der Eigengruppe. Die Rechtsgeschichte beginnt erst, wenn zwischen unbeabsichtigtem und beabsichtigtem Totschlag unterschieden wird. Das leisteten Drakons athenische Gesetze, verkündet um 620 vor Seneca. Mit ihnen wurde der erste Schritt zur Eindämmung der Blutrache und der Familienfehden und zum staatlichen Gewaltmonopol getan. Die Blutrache gibt es in der Gegenwart u.a. immer noch bei Arabern, Kurden und Albanern.
(Vgl. Athenische Rechtsgeschichte
Drakonische Gesetze waren besser als ihr Ruf, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.07.2013 )
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