Sonntag, 11. Januar 2009

Deutschland auf der Kippe zu Sowjetisierung und Gulag, immer um die Sonne, Habicht, Rom allein

Friedrich Ebert,1871-1925, starb viel zu früh, war seit 1913 Vorsitzender seiner Partei SPD und amtierte von 1919 bis zu seinem Tode als erster Reichspräsident. Wurde von der Luxemburg-Liebknecht-Bande unerbittlich bekämpft.

- -5° bis 0°C; Rekordkälte im sächsischen Oderwitz bei minus 29,1 Grad
- Dow Jones verlor 2,7 Prozent auf 8769 Punkte. Der Euro verteuerte sich auf 1,3635 US- Dollar

- Es geht immer voran mit der Erde, aber immer um die Sonne.
- Kommt ein Habicht geflogen, setzt sich wohlig in die Sonne. Nach fünf Minuten haben ihn sechs Elstern vertrieben.- Übrigens wird aus Hamburg berichtet, daß sich in der Stadt zunehmend Habicht-Brutpaare ansiedeln. Die Tauben müssen ja nicht gebraten sein.
- 銀行票貼,不動產資金週轉,專案規劃,超低 - endlich gibt es jetzt auch chinesischen (jap., kor.?) Spam, Netzstreuwerbung. Mich wundert immer wieder, daß man diese Schrift nicht nur schreiben, sondern sogar lesen kann. Das Lernen der 2000 bis 6000 Schriftzeichen wird der zuständige UNO-Ausschuß vermutlich demnächst, vielleicht unter Leitung von Mugabe, als Menschenrechtsverletzung einstufen.
- Tschaikowsky, Italienisches Capriccio, nicht totzukriegen: Ich erinnere mich, daß mir ein Kommilitone nach einer Besprechung diese Schmalzlocke präsentierte. Damals hörte ich noch keine klassische Musik, aber der Kitschgehalt fiel mir auf. Musikunterricht scheint mir nur auf privater Basis sinnvoll zu sein, Musik in der Schule dagegen integriert in viele Zusammenhänge, besonders in der Grundschule und der Unterstufe, regt an, verbindet, zivilisiert.- Nach dem Capriccio sendete WDR3 noch allerhand klassische Schrecklichkeiten. Klassische Musik als solche kann keinen besonderen Status beanspruchen . Allerdings ist das Beste in der Musik, gemessen an Kunstfertigkeit , Differenziertheit, Ausdrucksvielfalt und Komplexität, stets in der Klassik angesiedelt.- Ich bedaure, daß das Klassikangebot immer weiter zurückgeht: Musique 3 aus Brüssel wurde für irgendeinen Primitivsender aus der Kabelanlage genommen, WDR 3 sendet abends nur noch ausnahmsweise Klassik, nur Radio 4 NL hält sich noch wacker.- Sind aus den Holländern, einmal abgesehen von der Sprache, nicht ohnehin die besseren Deutschen geworden? Sie haben den gleichen germanischen Hintergrund, die typisch germanische Herdengesinnung, machen im Großen und Ganzen den gleichen Blödsinn - die Hauptmeßzahl für jede Gesellschaft zeigt bei Holland für 2003 : 3%, 2004 : 5,30 %, 2005 : 6%, 2006 : 6,60 %, 2007 : 5,50 % und für 2008 : 4,1% , pendelt also schön um die Vollbeschäftigungsmarke von 5% . Natürlich hat das auch etwas mit den großen Erdgasvorkommen zu tun, aber sie wären nie so ideologiesiert, einen wichtigen Wirtschaftszweig des Landes aufgrund von Klimaphantasmagorien anzugreifen. Nehme ich mal an.
- Merkel, die offenbar ihre Anti-Auto-Ideologie kaschieren will, fordert von der deutschen Autoindustrie die Erfindung des Autos für das 21. Jahrhundert. Fährt sie nicht jeden Tag Auto? "Dein Sinn ist zu, dein Herz ist tot! " (Faust)
- Rom allein, Benedikt nachgereicht: " Den Griechen eine Torheit . Warum so verzagt, protestantische Theologen? Eine Reaktion auf Papst Benedikt. Nach der Regensburger Ansprache Papst Benedikts im September 2006 war die Aufregung groß. Im allgemeinen Mediengetöse ging unter, dass die eigentliche Botschaft an den Protestantismus ging ..." FAZ 17.12.

- Deutschland auf der Kippe zu Sowjetisierung und Gulag: Am 5. Januar 1919 begann der einwöchige KPD/Spartakusputschversuch, der den Linken die entscheidende Niederlage im Revolutionsverlauf beibrachte. Anlass dazu war, dass die SPD-Regierung den Berliner Polizeipräsidenten Emil Eichhorn, ein USPD-Mitglied, abgesetzt hatte. Bewaffnete Spartakisten besetzten das Berliner Zeitungsviertel, bauten Barrikaden und riefen zum Generalstreik und zu Eberts Sturz auf. Karl Liebknecht trat in den „Revolutionsausschuss“ ein. Zwei Tage lang wurde das Vorgehen beraten; die KPD-Vertreter versuchten vergeblich nach Sowjet-Vorbild, die Unterstützung einiger Berliner Regimenter zu gewinnen.
Die Scharfmacherin Rosa Luxemburg steuerte das Motto bei: >Die Sozialdemokratie ist nichts als ein stinkender Leichnam.< Manfred Scharrer, "Freiheit ist immer ..." Die Legende von Rosa und Karl. Transit Vlg. 2002 . Dort auch wird auch auf den Zusammenhang hingewiesen, in dem das von den SED-PDS-Leuten genutzte, bekannte Zitat stand: >Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden<. "Luxemburg kritisierte zwar 1917 die Auflösung der frei gewählten russischen Verfassunggebenden Versammlung durch die Bolschewisten. Doch nur wenige Zeilen später plädierte sie ihrerseits für eine Diktatur des Proletariats, für >sozialistische Maßnahmen in energischster, unnachgiebigster, rücksichtslosester Weise<.Während die sozialdemokratische Regierung unter Ebert sich zur Vorbereitung freier Parlamentswahlen anschickte, propagierte Lux. die >Aufrichtung der sozialistischen Diktatur<. Als der Spartakusputsch, der diese Diktatur erreichen wollte, mangels Unterstützung durch die Berliner Arbeiter zusammenbrach, verkündete die KPD-Führerin, die Revolution sei nun einmal die einzige Form des Krieges, wo >der Endsieg nur durch eine Reihe von 'Niederlagen' vorbereitet werden< könne."

Und ich darf aus meiner Leipziger Lux.-Ausgabe von 1970 noch die letzten Zeilen des von ihr verfaßten PROGRAMMS DER KOMMUNISTISCHEN PARTEI DEUTSCHLANDS, angenommen auf dem Gründungsparteitag der KPD am 31.12.1918, ihrem Vermächtnis, zitieren: >> In diesem letzten Klassenkampf der Weltgeschichte um die höchsten Ziele der Menschheit gilt dem Feinde das Wort: Daumen aufs Auge und Knie auf die Brust! <<
Sie war eine üble Hetzerin.

Samstag, 10. Januar 2009

Mandeln, Antibiotika, Viren, Medienpropaganda, Glück

- In medizinischer Literatur lesend kann es eigentlich nur besser werden.
- Vier Tage ohne Rotwein geht, wenn auch nicht gut.
- Für alle Freunde der Mandeln alias Tonsillen: " Der unkritische Einsatz von Antibiotika bei viral bedingten Infektionen der oberen Atemwege ist aufgrund der Wirkungslosigkeit von Antibiotika gegenüber Viren definitiv sinnlos und kann verstärkt zur Resistenzentwicklung von Bakterien beitragen. Aus diesen und weiteren Gründen muss die Indikation für jede Antibiotikatherapie verantwortungsvoll gestellt werden. Dies wird im englischen Sprachraum auch als „antibiotic stewardship“ bezeichnet." Wiki.

"Tonsillitis acuta wird meist durch Viren verursacht (80% ...)" Pschyrembel
"Die Tonsillitis wird meistens durch Bakterien, weniger häufig durch Viren ausgelöst. Die typischen Erreger sind: beta-hämolysierende Streptokokken der Lancefield-Gruppe A" Wiki. - WER WEIß ES DENN AM BESTEN?

- Medienpropaganda: "Wer ist Mads Gilbert? Nur ein Arzt?
Eine der Hauptquellen über die Vorgänge in Gaza und die Folgen der israelischen Bombardierungen ist, da sich dort keine ausländischen Journalisten befinden, denen Israel systematisch die Einreise verweigert, der norwegische, aus Tromsö stammende Narkosearzt Mads Gilbert. ... In praktisch allen Auftritten und Zitaten wird Gilbert als "norwegischer Arzt" vorgestellt, als eine quasi neutrale und objektive Instanz.
In Norwegen und seit einem Fernsehbericht über den Propagandakrieg auch in Dänemark weiß man es auch anders. Der Kommunist Mads Gilbert, der für die norwegische Splitterpartei "Die Roten" aktiv ist, setzt sich seit den siebziger Jahren für die Palästinenser ein, seit einiger Zeit besonders für die Hamas-Bewegung. Seit vielen Jahren ist der Arzt in Norwegen als leidenschaftlicher Kritiker Israels und des "amerikanischem Imperialismus" bekannt. Kurz nach dem Terrorangriff auf das World Trade Center verkündete er in der norwegischen Zeitung "Dagbladet", er könne die Terroristen gut verstehen und unterstütze ihren Angriff. (Th.)
Text: F.A.Z., 09.01.2009

- Ganz schön interessant: "26. Dezember 2008 NZZ
«Gerechter» verteiltes Glück.
mbe. Das Ziel des Wirtschaftens ist nicht nur materieller Wohlstand, sondern es geht – zumindest wenn man sich den Utilitaristen anschliessen will – vor allem um das «grösste Glück der grössten Zahl». Um das Glück der Menschen steht es aber nicht besonders gut: Die wissenschaftliche Forschung hat schon vor Jahren das berühmte Ergebnis zutage gefördert, dass die Menschen in den Industrieländern seit dem Zweiten Weltkrieg im Schnitt nicht wesentlich glücklicher geworden sind. Ein aufsehenerregender Befund kommt nun aber aus den USA: Die Ökonomen Betsey Stevenson und Justin Wolfers von der renommierten Wharton School haben nachgewiesen, dass das Glück der Menschen zumindest «gerechter» verteilt worden ist. Laut ihrer Studie hat die Glücks-Ungleichheit in den USA seit 1972 drastisch abgenommen. So haben etwa die Schwarzen und andere Minderheiten in den USA deutlich zu den Weissen aufgeschlossen, und zwischen den Geschlechtern bestehen heute kaum mehr Glücks-Unterschiede (Frauen waren früher allerdings glücklicher als Männer). Die Entwicklung ist auch deshalb bemerkenswert, weil im gleichen Zeitraum die Einkommensungleichheit in den USA stark zugenommen hat. Offenbar geht es beim Glück nicht allein ums Geld und darum, wie es in der Gesellschaft verteilt ist. Die «Benachteiligten» sind laut den Autoren wohl deshalb glücklicher geworden, weil die Gleichheit im sozialen und rechtlichen Bereich zugenommen hat. Den «Bevorzugten» hingegen hat selbst der steigende Reichtum kaum ein grösseres Glück gebracht."

- SPANIEN: "Kälte bleibt: Schnee und Eisglätte haben am Samstag in weiten Teilen Spaniens zu erheblichen Behinderungen geführt. Zahlreiche Straßen vor allem im Norden und in der Mitte des Landes waren gesperrt oder nur mit Ketten befahrbar. ..." FAZ 10.1.

SAL. KROONENBERG, DER LANGE ZYKLUS, Rosenthal



Focus Abo-Kündigung 09314#50/ 11042229
- "Vor zehntausend Jahren nimmt der Frühling seinen Anfang. Die glitzernde Eiskappe, die Skandinavien bedeckt, schmilzt wie Schnee in der Sonne ... Jetzt herrscht Hochsommer ... Der Meeresspiegel steigt kaum noch, aber wir benehmen uns, als seien wir in Lebensgefahr ... Aber in zehntausend Jahren beginnt der Herbst ... Das Wetter können wir auch nicht weiter als zehn Tage vorhersagen ... Aber wenn wir auch das Wetter in einem Monat nicht vorhersagen können, so können wir doch prophezeien, daß nach dem Sommer der Herbst kommt. ... Uns genügt das Wissen um eine längerfristige Zyklizität: die Umlaufbahn der Erde um die Sonne ... kann man berechnen, wann die nächste Eiszeit sein wird: in 23000 Jahren sind wir mitten drin. ..." (SAL. KROONENBERG, DER LANGE ZYKLUS, DIE ERDE IN 10000 JAHREN, wb 2008, S. 7-11, KROONENBERG lehrt Geologie an der TU Delft) -
" EU-Klimapaket als gelungener Faschingsbeitrag . Zu "Europäisches Klimapaket nimmt letzte Hürde" (F.A.Z. vom 18. Dezember): Das Europäische Klimapaket ist vielleicht als belebendes Element für den Fasching gedacht ... Der berechnete deutsche Einsparungsanteil von 0,084 ppm ... wird aber der deutschen Wirtschaft (das sind alle Beschäftigten) Kosten in der Größenordnung von mehreren Hundert Mrd. Euro verursachen. ... " FAZ LB Prof. Horst-J. Lüdecke, Heidelberg-

Werter Focus, gerade fiel mir bei -9°C wieder Odenwalds Beitrag: "Und sie erwärmt sich doch ..." (Focus 1/09) in die Hände, in dem wie in den vielen anderen Artikeln dieses Nachschwaflers von Höppe und Rahmstorf zuvor Vokabeln unterhalb der Wissenschaftsgrenze verwendet werden wie "Fieberkurve". In dem Beitrag wird außerdem nicht darauf eingegangen, über welche Wirkungsketten (Verminderung der kosm. Strahlung, Kondensationskernbildung etc., Svensmark u.a.) die Eruptionen auf der Sonne auf die irdische Wolkenbildung wirken könnten. Wasserdampf und Wassertröpfchen (Wolken) spielen bei weitem die Hauptrolle bei der irdischen Wetterbildung. Diese blödsinnige Klima-Propaganda im Focus seit vielen Jahren, die beiträgt zu großen Belastungen für den deutschen Wohlstand, habe ich lange ertragen, ich kann es tragen nicht mehr: ich kündige daher mein Focus-Abo zum nächsten Termin und lese den Scharlatan Schellnhuber lieber im Original. Dort wird zwar mit allen statistischen (Skalierungs- und Zeitreihen-)Tricks gearbeitet, aber es kommen wenigstens keine abgefeimten Höllengrafiken vor. Im gleichen Heft, glaube ich, kommen außerdem mediengeile Zoologen vor, die sich für 2100 Sorgen machen um den Humboldt-Kalmar, ein zehnarmiges Schätzchen, das zwei Meter lang wird. Wenn einem da nicht die Tränen kommen, dann hat man den Eindruck, daß hier die Albernheits- und Schwachsinnsgrenze um Tausende von Einheiten durchstoßen wird. Für den Abdruck solchen Geschwätzes zeichnet Odenwald verantwortlich.
Ich finde den Focus ansonsten ganz prima, sonst hätte ich den Klima-Kitsch des Herrn Odenwald nicht so lange ertragen.
Klimakitschgläubige wie Odenwald kann man natürlich nicht überzeugen, trotzdem sollte er mal öfter bei http://wattsupwiththat.com/ reinschauen. Heute bei Anthony Watts: “The good news is, if this sucker blows, global warming is not going to be a problem. “

- Traurig, Rosenthal meldet Insolvenz an: "Der 1879 gegründete fränkische Konzern schrieb im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 einen Verlust von 10,4 Millionen Euro bei einem Umsatz von 71 Millionen Euro. Den Fabrikanten feiner Tafelservice macht seit Jahren die Billigkonkurrenz aus Osteuropa zu schaffen. Teures Porzellan fehlt heutzutage, anders als früher, meist auf dem Gabentisch zur Hochzeit. ..." FAZ

- US-Arbeitslosigkeit weiter unter der deutschen (7% zu 7,6%)

- Obama-Blödsinn: "Der Chef des Öl-Konzerns Exxon hat sich skeptisch über den Plan des zukünftigen US-Präsidenten Barack Obama zum Ausbau von erneuerbaren Energien geäußert. "Ich glaube, das wird eine sehr große Herausforderung", sagte Rex Tillerson am Donnerstag zu dem Ziel, die Produktion alternativer Energien innerhalb von drei Jahren zu verdoppeln. ..." n-tv
- Wenn man nur an Feierabend, Urlaub, Sex und das Gute denkt: " Im schiefen Dreieck. Drei Viertel der Deutschen würden ihren Strombedarf am liebsten vollständig aus Wind-, Wasser-, Sonnen- und Biomassekraftwerken beziehen. Mit diesem umwerfenden Meinungsbild, ermittelt vom Forsa-Institut, trumpfte die Agentur für Erneuerbare Energien im Dezember auf. ... Der Irrtum, auf dem seine Beliebtheit beruht, ist nämlich, dass Strom aus regenerativen Quellen auch in einem hochindustrialisierten Land eine stetige Versorgung sichern könne. Doch Windräder stehen hierzulande - statistisch gesehen - an 300 Tagen im Jahr still. Bis auf weiteres müssen ihre enormen Leistungsschwankungen von konventionellen Kraftwerken aufgefangen werden. ..." FAZ 9.1. // Einer Mehrheit der Deutschen ist wirklich alles zuzutrauen, leider nichts Neues.

Freitag, 9. Januar 2009

MENDEL, Islam, Johannes Fried, Kurt Flasch


Gregor Mendel

Ralf Königs Kommentar (FAZ) paßt hervorragend zu Stasi-Mitarbeiter H. Müller. Paßt auch sonst noch zu vielen Zeitgenossen und ihrer Haupterblast.

Hundekälte dauert an! -11 bis -4°C . Man sollte die Klima-Scharlatane einmal nachts draußen kampieren lassen zur Schärfung ihres Sensoriums.

- Müller, Heiner: "Die Menschheit braucht ein neues Wozu", dieser Satz wurde im Zz gleich zweimal zitiert. Müller behauptet zu wissen, was für die anderen 6 Mrd. gut ist. So führt sich der WDR auch immer gern auf. Wahrscheinlich hat er als Stasi-Mitarbeiter diese Informationen aus erster Hand. Er war ein totalitärer Schmieren-Skribent, kleingeistig, schmalspurig, lernunfähig und fanatisch. Kurz: ein ekelhafter Bursche.

- Islam. " Sein größtes Problem mit dem Westen ist der Werterelativismus der Postmoderne": da würde ich sagen, daß das wahrscheinlich für den islamischen Gläubigen das größte Ärgernis darstellt, wie das auch für andere Religionsteilnehmer problematisch ist. Sein größtes Problem dürfte die Einfalt des Textes Koran sein, verbunden mit den vielen Sozialgeboten darin, die die zivilisatorische und wissenschaftliche Entwicklung in den islamischen Ländern seit tausend Jahren lähmen. Hinzu tritt der kriegerische Ton in vielen Suren, der bis heute das gegenseitige Abschlachten von Sunniten und Schiiten inspiriert. Man kann es an der Entwicklung zweier arabischer Variationen ablesen: den islamischen Arabern, und den jüdischen Arabern, die Juden waren in der Antike eine arabische Variation, und die Vielfalt der altestamentarischen Texte wirkt religionspsychologisch eben ganz anders als der einfältige Koran. Das Problem der Lessingschen Ringparabel ist heute gelöst.- Komm. zu Stefan Weidner - Manual für den Kampf der Kulturen, Rez. 8.1.
- Johannes Fried: Diese Rezension von Borgolte kann als Kommentar zu Weidner und Hanimann gelesen werden. " Weiter denken auf den Schultern fremder Riesen . Johannes Fried taucht das Mittelalter in helles Licht. Geschichte des Mittelalters in Zeiten der Globalisierung zu schreiben ist eine überaus reizvolle Aufgabe. Der Historiograph könnte sich zuständig ..." 8.1.

- MENDEL : Im heutigen Gymnasium hätte man ihm vielleicht das Arbeiten abgewöhnt: "Der Todestag des Vererbungsforschers Johann Gregor Mendel
6. Januar 1884. Die Arbeit muss ermüdend gewesen sein. Allein im Herbst 1857 schälte er 7000 Erbsen, zählte sie, sortierte runde und kantige in Tüten. Als Gregor Mendel all seine Kreuzungen und Rückkreuzungen nach sieben Jahren abschloss, hatte er alles in allem mehr als 300 000 Erbsen handverlesen und geprüft.
Ein stiller, freundlicher Mönch. Ausgestattet mit dem neugierigen Blick des Naturforschers, dem mathematischen Verstand für exakte Wissenschaften und endloser Geduld. Sie führen Gregor Mendel zu Erkenntnissen, die die Welt verändern. Doch wie genial seine Erbsenzählerei war, verstand zu der Zeit niemand. Seine 1865 veröffentlichte Schrift mit dem bescheidenen Titel „Versuch über Pflanzenhybriden“ wurde erst 16 Jahre nach seinem Tod „entdeckt“. Und es vergingen noch einmal fast 30 Jahre bis die Arbeit Mendels als Basis der modernen Gentechnologie und als Mendelsche Regel weltweit anerkannt wurde.
Ausgerechnet ein Mönch entdeckt in seinem Garten den Einstieg in eine Wissenschaft, die nachhaltig Gott für tot und den Menschen zum Schöpfer erklärt." Zz, WDR5; da wundert sich der PhilFakmensch, er sollte lieber Kurt Flasch und Johannes Fried lesen, um zu begreifen, warum der islamische Klerus seit jeher und bis heute Fatwa-Mörder losschickt, der jüdische und christliche Klerus aber nicht.

Donnerstag, 8. Januar 2009

Volker Reiche, Philipp Reis, Carl Christian von Weizsäcker


Reis telefoniert

- Der Held der westlichen Welt (in Anlehnung an Synge, The Playboy of the Western World): 1650 mal hat Volker Reiche täglich in Äsopscher Manier getextet und gezeichnet - jetzt macht er eine wohlverdiente Pause. Großartige Leistung!

- Telefon: Geburtstag des Physikers Johann Philipp Reis
7. Januar 1834

10 cm Schnee in Marseille. Kölner Bucht -9 bis -5°C - ein teurer Winter, verdammtes Schneeschaufeln, Frostschäden an jeder Ecke.

- Carl Christian von Weizsäcker, Konjunktursteuerung: "... Die hohe Staatsverschuldung liegt ganz wesentlich daran, dass sie für den Wähler nicht direkt spürbar ist. Sie wirkt sich natürlich auf ihn und seine Nachkommen aus; aber diesen diffusen Schaden rechnet er in der Regel nicht der staatlichen Schuldenpolitik zu. Wenn die Einkommensteuersätze aber automatisch an die Zinsleistungen des Staates angepasst werden, dann versteht jeder Wähler, wie drückend die Staatsschuld ist. Es ist dann politisch wesentlich leichter, eine echte Haushaltskonsolidierung durchzusetzen und die heute wieder drohende populistische Subventionitis zu bekämpfen. ..." FAZ 18.11.08 / Carl Chr. v. Weizsäcker forscht am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn

- Schäuble, Leyen: " Was die Gesellschaft zusammenhält . Modernisierung und Individualisierung haben unser Leben verändert; doch nicht alle Menschen können die neuen Chancen nutzen. Ein stärkeres Miteinander ..." FAZ 5.1. // Statt diese Dackelweisheiten abzusondern und damit ihre Säuglingen und Kleinkindern gegenüber gleichgültige Familienpolitik zu kaschieren, hätten die beiden Bernd Hassenstein, Verhaltensbiologie des Kindes, sowie Remo Largo, Babyjahre, lesen sollen.
- Was die Gesellschaft nicht zusammenhält: Eine bestimmte Art von Einwanderung, von der Helmut Schmidt heute sagt, daß sie ein Fehler gewesen sei, von einem Kanzler muß aber erwartet werden, daß er zeitnah begreift; auch da hat er schlimm versagt. : " Mehr als 1100 Autos in Brand gesteckt" (FAZ), "Frankreichs stupidester Silvesterbrauch. Enormer Aufwand gegen das Anzünden von Autos Trotz eines Grossaufgebots von Polizei und ..." NZZ - - Junge Straftäter: "... Es sind überwiegend Buben aus türkischen und arabischen Familien, die nicht nur die Berliner Statistik der Intensivtäter, sondern auch die der Schwänzer, der Schulabbrecher überdeutlich anführen. Trotzdem unterstellen manche Kirsten Heisig „ethnische Vorbehalte“. Sie aber möchte vor allem die Eltern aufrütteln, mehr zu tun, um ihre Söhne vor einer kriminellen Karriere zu retten. Auf Elternabenden schildert sie die überbordende Gewalt der Jungenbanden, die Demütigungen, die man neuerdings Opfern zufügt, und die grenzenlose Verachtung für alle, die als anders oder schwächer gelten. Schwule, Frauen auf der Straße, Lehrer, Busfahrer, Deutsche aus anderen Vierteln. „Es sind zu viele gewesen, seit ich Richterin bin, und es werden immer mehr. Ich will mit Ihnen versuchen, dass sich das in dieser Generation noch ändert“, appelliert sie immer wieder. ..."
Das Drama der unsichtbaren Eltern FAZ 8.1.
- Was die Gesellschaft nicht zusammenhält, das ist die kollektivistische Betreuung in den ersten zwei bis drei Jahren durch das Fremdpersonal von Kinderkrippen.
- Was die Gesellschaft nicht zusammenhält, ist die hohe chronische Sockelarbeitslosigkeit von über 7,4 % oder 3,1 Millionen gemeldeten Arbeitslosen auch in der Hochkonjunktur, Helmut Schmidt führte sie ein.

- - Sie trinken auch im Konzert aus der Plastikflasche, falls sie eine Tasse verwenden, fassen sie sie mit beiden Händen am Trinkrand zur besseren Verbreitung von Viren und Bakterien, und solche Superneobarbaren wie Beckham schlürfen wahrscheinlich aus der Untertasse - wer kauft da noch Wedgwood? Viel schlimmer: was geschieht jetzt mit der schönen Tochter Rosenthal ? "... Die Zukunft liegt nun in den Händen der Insolvenzverwalter, die auf einen Käufer hoffen. Die Nachwelt verdankt Josiah Wedgwood noch ein anderes Vermächtnis: Ohne ihn wäre der „Ursprung der Arten“ womöglich nicht zustande gekommen. Darwin und seine Frau Emma waren beide Enkel des Industriellen. Dank seines Vermögens konnte das Ehepaar seinen Unterhalt bestreiten und sich Darwins Dasein als Privatgelehrter leisten." FAZ 7.1.

- Schadenfreude, höchste Lust. "Vom Wertpapiergeschäft verstand er nichts." Das ist doch sehr unwahrscheinlich, so hat Kleinwort keine Leute eingestellt. Aber man kann das natürlich einem überwiegend wirtschaftlich analphabetischen TV-Publikum aufbinden, und ebenfalls den Feuilletonisten aus dem germanistischen Seminar. Wer's glaubt, hält wahrscheinlich auch Onkel Dagobert Duck aus Entenhausen für einen Unternehmer. (Fernsehen: „Ein Investmentbanker packt aus“) . Könnte es sein, daß der Wohlstand viele Leute nicht nur fauler, untüchtiger, kenntnisloser und außerdem auch noch gehässiger und neidischer macht?