Mittwoch, 18. März 2009

Jetzt den Klimakitsch kippen! Europa, Phelps



Nachtfrostreif, tags 10°C

Jetzt den Klimakitsch kippen!

- Beryllium 10 and climate. Quick primer:
Beryllium-10 is an isotope that is a proxy for the sun’s activity. Be10 is produced in the atmosphere by cosmic ray collisions with atoms of oxygen and nitrogen. Beryllium 10 concentrations are linked to cosmic ray intensity which can be a proxy for solar strength. ..." http://wattsupwiththat.com/

- "Europa ist in größter Gefahr. Zu klein, zu allein, zu zaghaft: Der Träger des Wirtschaftsnobelpreises 2008, Paul Krugman, hat vor wenigen Tagen die europäischen Regierungen für deren ökonomisches Krisenmanagement getadelt. Er hat die besten Gründe dafür. Von Thomas Strobl. " FAZ 18.3.09 //
Komm.: Europa sind nicht die Brüsselkraten: Europa ist seit längerem in größter Gefahr durch bürokratischen Zentralismus, völlig überhöhte Steuern, durch soziale Hängematten, die nicht zur Arbeitssuche ermuntern und die die Sockelarbeitslosigkeit seit Jahrzehnten mit jeder Rezession steigen lassen. Sozialbürokratie und Umweltfanatismus kommen noch dazu. Der Herr Krugman sieht das doch äußerst blauäugig. Der Schikanefrieden von Versailles, den Keynes anspricht, hat durch politische Vergiftung nach 1918 selbstredend den Nationalismus und Protektionismus gestärkt, die Europäer, namentlich die französischen Nationalisten, hätten besser auf die kluge amerikanische Position einschwenken sollen statt sie auszuschalten, und diese politische Brunnenvergiftung hatte natürlich auch ökonomische Konsequenzen. Dieser Nationalismus ist heute in Europa fast überall überwunden. Eine Rückkehr scheint unwahrscheinlich. Aber natürlich gibt es ein Länder-Haftungsproblem, wenn sich Balkanstaaten wie Griechenland auf Kosten der anderen EU-Partner durchmogeln wollen und die französische Verwaltung über eine CO2-Politik die deutschen Autohersteller austricksen will. Staatliche Ausgabenprogramme und Nullzinsen sind da kein Patentrezept. Niedrigzinsen und die halbstaatlichen Immobilienfinanzierer Freddie und Fannie Mac initiierten die gegenwärtigen Probleme - und die Haftungsweitergabe pflanzte sich wie ein Kettenbrief fort. Die Haftung muß auf allen Ebenen wieder direkt greifen, angefangen bei den Kreditnehmern, die sich eben nicht mehr große Konsumausgaben wie Großfernseher, große Geländewagen, Schwimmbad und Yachten durch Hypotheken leisten können mit der Kalkulation auf den steigenden Preis ihres Hauses.- Auch alte Probleme der Autoindustrie in einem gesättigten Markt werden durch alte keynesianische Rezepte nicht gelöst: bei steigender Anbieterzahl durch vor allem ostasiatische Produzenten mit niedrigeren Lohnkosten sind Überkapazitäten entstanden. Da müssen wohl die Montagelöhne sinken oder die Zahl der Montageeinheiten. Oder die Zollpolitik muß die Lücke schließen. Das wäre dann Protektionismus, der durch höhere Endverbraucher-Preise zu bezahlen wäre. Das gilt für Amerika und Europa gleichermaßen.

- 'Im Gespräch: Edmund Phelps

„Die großen Banken sind unkontrollierbar geworden“ .Edmund S. Phelps
02. März 2009 Viele Anleger blicken voller Hoffnung auf die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken sowie auf die Garantie- und Ausgabenprogramme der Regierungen. Sie hoffen auf steigende Kurse an den Börsen. Auch Politiker versuchen, den Optimismus zu fördern.
Wirtschaftsnobelpreisträger Edmund Phelps sieht das anders. Die Anleger wollten noch nicht erkennen, wie groß die Unsicherheit sei. Gerade die Amerikaner seien noch zu optimistisch. Die großen Banken seien unkontrollierbar geworden, erklärt er weiter und geht davon aus, dass sie in gegenwärtiger Form nicht mehr lange bestehen werden. Er hält sogar eine Verstaatlichung für möglich. In diesem Falle würden sich Aktionäre und Anleihegläubiger die Finger verbrennen.
Präsident Barrack Obama und Notenbankchef Ben Bernanke versuchten in ihren jüngsten Reden, Optimismus auszustrahlen. Sind sie auch optimistisch?
Es ist schwierig, so vertrauensvoll in die Zukunft zu blicken wie sie es tun. Ich glaube nicht, dass wir in diesem Lande zu wenig Vertrauen haben. Im Gegenteil. Amerikas bekannter Optimismus war zwar wichtig für den ökonomischen Erfolg, den wir in den vergangenen Jahrzehnten hatten. Faktisch geht er jedoch manchmal zu weit. Das zeigte sich zum Beispiel daran, dass, egal wie hoch die Hauspreise auch waren, kaum jemand daran denken wollte, dass sie einmal fallen könnten. Das überzogene Vertrauen in die Zukunft macht unsere Wirtschaft sehr anfällig für spekulative Exzesse.
Mit entsprechenden Folgen ...
Ja, wir tragen gerade sehr unübliche Konsequenzen einer solchen Übertreibung. Selbst mitten im wirtschaftlichen Abschwung jedoch scheinen die Leute Monat für Monat überrascht zu werden, dass die Arbeitslosigkeit zunimmt und die Häuser immer weniger wert werden. Insgesamt kann man im Moment nicht sagen, dass die Amerikaner zu wenig Vertrauen hätten. Sondern es gibt Anzeichen dafür, dass sie noch zuviel davon haben.

Heißt das, die amerikanischen Bürger müssen erst einmal ihre Erwartungen herunterschrauben auf ein normales Niveau?

Ich hoffe nicht, dass sie ihren gesamten Optimismus verlieren werden. Aber sie müssen realistischer werden. Sie sollten nicht davon träumen, politische Eingriffe könnten die Hauspreise wieder auf das Niveau bringen, auf dem sie vor einem oder zwei Jahren noch waren. So etwas ist krank. Sie sollten auch nicht erwarten, Investitionen in alternative Energien oder die Ausweitung der Gesundheitsfürsorge könne für Wohlstand sorgen. Es gibt keinen Zusammenhang zwischen diesen Dingen. ...' FAZ

Dienstag, 17. März 2009

Daimler, Persönlichkeitsbeurteilung, Säugetiernähe



Daimler

Das Gras wächst wieder, +5° auf 10° C heute.

- Was für ein Name: Gottlieb Daimler, geb. 17. März 1834 . "Oh Lord, won't you buy me a Mercedes-Benz". Aber: Den Konstrukteur Karl Benz, der 1885 das erste Benzinauto baute, hat Daimler nie persönlich kennengelernt. Nach dem hölzernen Motorrad folgten 1886 das Motorboot und die Motorkutsche, im selben Jahr, in dem Karl Benz seinen, von einem Zweitakter angetriebenen, Patent-Motorwagen der Öffentlichkeit vorstellte. Erst 1926 vereinigten sich die Unternehmen „Benz & Co. Rheinische Gasmotorenfabrik Mannheim“ und „Daimler Motorengesellschaft“ zur Daimler-Benz AG.

- Massaker kann man mit einem Messer begehen, einem Hammer, einem Beil, einer Machete, einem Samurai-Schwert, mit einem Auto, mit einem Sprengstoffgürtel, einem Flugzeug, mit Bakterien und Viren etc. Psychotizisten sind kreativ. Es kommt darauf an, Psychotizisten schon im Kindergarten zu entdecken.
- Persönlichkeitsbeurteilung: "... daß zukünftige Kriminalität mit merklichem Erfolg aus der Persönlichkeitsbeurteilung ganz kleiner Kinder vorhersagbar ist." H.J. Eysenck, 'Kriminalität und Persönlichkeit', Vorwort 1976, S. 12

- Krise: "Die Krise als Waterloo der Ökonomik .
Ordnungsökonomik galt als altmodisch. Die Weltfinanzkrise ist aber entstanden, weil gegen fundamentale ordnungspolitische Grundsätze verstoßen ..." 16.3.

- Säugetiernähe: " Privatschule wirbt mit Streichelzoo .
In Schwalbach werden zwei bilinguale Privatschulen vorbereitet. Die Grundschule am Kronberger Hang soll zunächst 20 Kinder aufnehmen. ..." 16.3. FAZ // Bemerkenswert, daß es zwischen Säugetieren ein solches Nähegefühl geben kann: Mensch und Katze / Hund / Pferd etc.

- Eine neue Studie der Universität von Wisconsin, Milwaukee, stellt die Welt des vermeintlich vom Menschen beeinflußten Klimawandels auf den Kopf.
Jede Änderungsphase des 20. Jahrhunderts kann nach den Worten von Dr. Anastasios Tsonis als natürliche Schwankung begriffen werden. Dabei treten von Zeit zu Zeit Verschiebungen auf, eine Erwärmungsphase wird von einer Abkühlungsphase abgelöst oder umgekehrt. Die letzte Änderung trat etwa 2000 ein, als die Erwärmung von Abkühlung abgelöst wurde. Seit 2001 zeigen die Temperaturen fallende Tendenz. Solange aber nicht klar ist, welches Ausmaß die natürlichen Schwankungen haben, kann man den menschlichen Beitrag nicht bemessen.....
Den gesamten Text finden Sie hier: http://www.eike-klima-energie.eu/?WCMSGroup_4_3=6&WCMSGroup_6_3=1247&WCMSArticle_3_1247=485

- Tonnenideologie: " Literaturmarathon. 100 Feste in 24 Stunden " !

- Dow 7.395 +2,5% Dax 7.395 -1,4%

Montag, 16. März 2009

Lehrbuchfall Wagner, Unmäßigkeit als Programm, Sozialisation




Psychotizist Ernst August Wagner

Gegenwehr gegen die journalistischen Schmeißfliegen von BILD & Co. in Winnenden

- Lehrbuchfall Wagner: "Ernst August Wagner. Der erste Amokläufer von Winnenden. Von Peter-Philipp Schmitt. Ernst August Wagner töte am 3. September 1913 aus Scham und Rache 14 Menschen.
FAZ 13. März 2009 Sorgfältig legte sich Ernst August Wagner am Abend des 3. September 1913 ein Dolchmesser und einen Totschläger bereit. Am nächsten Morgen erschlug und erstach er zunächst seine Frau Anna im Bett neben sich, danach - noch immer nur mit Nachthemd und Socken bekleidet - seine schlafenden Kinder, die Söhne Robert und Richard sowie die beiden Töchter Klara und Elsa. Die fünf Toten deckte er zu.
Dann zog er sich an, holte seine drei Schusswaffen, dazu reichlich Munition (mehr als 500 Patronen), schloss die Haustür hinter sich ab und ging von Degerloch hinunter nach Stuttgart zum Bahnhof. Dort stieg er in den Zug nach Ludwigsburg und erreichte schließlich nach einem weiteren Fußmarsch den Ort Mühlhausen an der Enz, wo er als junger Mann (1901) Lehrer war. Dort zündete er mehrere Gebäude an und schoss auf jeden, der ihm in die Quere kam - so lange, bis ihm die Munition in seinen Mauserpistolen ausging und er überwältigt wurde. Am Ende sind neun Mühlhausener tot, elf weitere schwer verletzt.
Der Amokläufer Wagner, Jahrgang 1874, tötete an einem Tag 14 Menschen. Als Beweggrund seines Handelns gab der unbescholtene schwäbische Hauptlehrer an: Scham und Gewissensbisse. Weil er vor zwölf Jahren in Mühlhausen Unzucht mit Tieren getrieben habe, die Leute sich seither über seine Verfehlungen lustig gemacht hätten, habe er sich zur Selbsttötung entschlossen, sagte Wagner.
Seine Familie wollte er mit in den Tod nehmen und sich zugleich auch noch an den Mühlhausenern für ihre „Schadenfreude“ rächen. Das Gerede und Getuschel über sein schändliches Tun, all die Verhöhnungen, Verspottungen und sogar Verfolgungen, von denen Wagner vor Gericht sprach, existierten allerdings nur in seiner Phantasie: Niemand in Mühlhausen, schreiben die Autoren Bernd Neunzer und Horst Brandstätter in ihrem Buch „Wagner“, habe auch nur etwas von der Sodomie in den Ställen des Dorfs geahnt.
Der dichtende Wahnsinnige
Das Strafverfahren gegen den offensichtlich unter Wahnvorstellungen leidenden Wagner wurde Anfang 1914 eingestellt, der Neununddreißigjährige in eine bekannte „Irrenanstalt“ gebracht - in die Heil- und Pflegeanstalt Winnenthal im Ort Winnenden. Dort starb der Patient, als „Mordbrenner“ weithin bekannt, 24 Jahre später an Tuberkulose. „Der gehört nach Winnenden“ ist bis heute synonym für einen Menschen, der nicht ganz richtig im Kopf ist.
Im Schloss der Stadt Winnenden befindet sich noch immer ein Krankenhaus für Psychiatrie und Neurologie, „Zentrum für Psychiatrie“ genannt. Wagner war gewiss nicht der einzige Massenmörder, der in Winnenden „einsaß“. Er war aber der erste Amokläufer, der mit dem Ort in Verbindung gebracht wurde. In den dreißiger Jahren zählte das Haus etwa 600 Kranke, Hunderte von ihnen wurden von den Nationalsozialisten infolge der sogenannten Euthanasieaktionen getötet oder starben an Hunger und Vernachlässigung. Etwa 400 Patienten hat das Zentrum heute wieder.
Ernst Wagner, von Schriftstellern wie Hermann Hesse literarisch verarbeitet (in der Novelle „Klein und Wagner“, 1919), wurde in Winnenden zum Dichter. Er bekam eine Beamtenpension und eine Einzelzelle, schrieb Gedichte, Flugblätter und Dramen - unter anderem das Theaterstück „Wahn“ über König Ludwig II. von Bayern.
// Ein erschreckend interessanter Fall. Nach Wagner könnte der Persönlichkeitspsychologe Eysenck sein Psychotizismus-Extraversion-Neurotizismus-Modell entwickelt haben. Für Kriminalität aller Art spielt Psychotizismus eine bedeutende Rolle, siehe: H.J. Eysenck, 'Kriminalität und Persönlichkeit'. Psychotizismus ist eine von drei Persönlichkeitseigenschaften im P-E-N-Modell von Eysenck, neben Extraversion und Neurotizismus. Die Dimension beinhaltet abgeschwächte Merkmale der Schizophrenie bei gesunden Menschen. Nach Eysenck zu Psychotizismus gehörende Merkmale sind Aggressivität, Gefühlskälte, Egozentrik, Impulsivität, Kreativität und Antisozialität.

- " Den typischen Psychotizisten sieht Eysenck “als Einzelgänger, der sich nichts aus Menschen macht; er ist oft unangenehm, paßt nirgend hinein. Er kann grausam und unmenschlich sein, es kann ihm an Gefühl und Einfühlungsvermögen mangeln, er kann ganz und gar gefühllos sein. Er ist anderen, sogar seinen eigenen Verwandten und Bekannten, feindlich gesinnt, und aggressiv selbst denen gegenüber, die er liebt. Er hat eine Schwäche für sonderbare und ungewöhnliche Dinge und ist gleichgültig gegenüber der Gefahr, er liebt es, andere zum Narren zu halten und aus der Fassung zu bringen (Eysenck, 1976, S. 31).
Diese Beschreibung bezieht sich in ihrer Gesamtheit natürlich nur auf Extrembeispiele, auf Personen, die relativ hohe Ausprägungsgrade aufweisen. Personen, die mittlere Ausprägungsgrade besitzen, sind selbstverständlich viel häufiger als die extremen und zeigen diese Verhaltensmuster nur zu einem viel geringer ausgeprägten Grad. Psychiatrische Begriffe, die mit diesen Verhaltensmustern zu korrespondieren scheinen, sind ‘schizoid’ und ‘psychopathisch’. ‘Persönlichkeitsstörungen’ ist ein anderer Begriff, der einem in den Sinn kommt. Unser Konzept des ‘Psychotizismus’ überlappt sich mit allen drei dieser diagnostischen Begriffe (Eysenck & Eysenck, 1991, S. 6).
Aus diesen Beschreibungen geht hervor, daß Eysencks Psychotizismus v.a. an Verhaltensmuster von Menschen erinnert, die von Persönlichkeitsstörungen wie der paranoiden, der schizoiden, der schizotypischen und v.a. der antisozialen Persönlichkeitsstörung betroffen sind. Daher scheint es angemessener zu sein, sich den Pol Psychotizismus als zusammenfassende Beschreibung für diese Persönlichkeitsstörungen und weniger für Psychosen vorzustellen." http://freenet-homepage.de/oliverwalter/Psychologie/Personlichkeit/Gesamtsysteme/gesamtsysteme.htm

- Rocknacht, Jazznacht, Literaturmarathon - Unmäßigkeit als Programm.
- Monika Ferres und Weizsäcker auf einem Niveau: BILD-Werbung: Daß sich Fußballer, Schauspieler, Unterhalter, Sänger daran beteiligen, kann nicht verwundern; daß sich Rich.v. Weizsäcker ebenfalls einspannen läßt, will etwas heißen. Der Sänger bedankte sich bei BILD: "Danke für die Titt'n."
- Besuch einer Abiturklasse in der Akademie: eine Fastabiturientin trug bei 4°C Außentemperatur einen Minirock, der knapp das Gesäß bedeckte, ohne Strümpfe. Das wird bestimmt die Lernatmosphäre stark unterstützen.
- Die Gesellschaft besteht nicht aus Menschen, sondern aus den Kommunikationen von Personen, meint Luhmann; aus Menschen werden durch die Sozialisation Personen mit zurechenbaren und erwartbaren Handlungen. Was darf man von der Schule als Sozialisationinstanz erwarten? Die Schuluniform?

Sonntag, 15. März 2009

Psychotizismus, Gemeinschaftsangebot, Paul Ehrlich



Paul Ehrlich

Erster Hummelflug bei 8°C, auch die Nachtigall ward schon gehört.

- Psychotizismus: "Wahn totaler Prävention, fragt Bahners rethorisch und irreführend, um zu verdecken, daß er immer noch der Frustrationshypothese und der Milieutheorie aus der neomarxistischen Strickkiste anhängt. Es gibt aber auch seit langem die Differentielle und Persönlichkeitspsychologie. Für Kriminalität aller Art spielt Psychotizismus eine bedeutende Rolle, siehe: H.J. Eysenck, 'Kriminalität und Persönlichkeit'. Psychotizismus ist eine von drei Persönlichkeitseigenschaften im P-E-N-Modell von Eysenck, neben Extraversion und Neurotizismus. Die Dimension beinhaltet abgeschwächte Merkmale der Schizophrenie bei gesunden Menschen. Nach Eysenck zu Psychotizismus gehörende Merkmale sind Aggressivität, Gefühlskälte, Egozentrik, Impulsivität, Kreativität und Antisozialität. Der Massaker-Knabe von Winnenden war bereits psychiatrisch auffällig und sogar zeitweilig in der Psychiatrie - solche Taten werden immer von Tätern mit psychotizistischem und neurotizistischem Hintergrund verübt, die Umwelt spielt dabei praktisch keine Rolle. Das Potential dieser Täter findet stets Anlässe um zu töten. (Vgl. http://freenet-homepage.de/oliverwalter/Psychologie/Personlichkeit/Gesamtsysteme/gesamtsysteme.htm)

- Gemeinschaftsangebot: " Die fünf Regeln Polens . Im Juli 2006 hatte ich Gelegenheit, das Gymnasium in Gietrzwald (Dietrichswalde) im Ermland zu besichtigen. An der Stirnseite jedes Klassenzimmers hing eine Trias: Fünf gerahmte Regeln, das Kreuz und der polnische Adler. Die fünf Regeln lauten: 1. Wir sind Polen. 2. Der Glaube unserer Väter ist der Glaube unserer Kinder. 3. Der Pole ist dem Polen ein Bruder. 4. Jeden Tag muß ein Pole dem Vaterland dienen. 5. Polen ist unsere Mutter. Über die Mutter spricht man nicht schlecht. ..." FAZ LB 13.3. Orlob, Riedberg // Ein bißchen viel Nationalismus, aber doch ein Gemeinschaftsangebot an die Schüler. Im Falle des fürchterlichen Schulmassakers in Winnenden fällt auf, daß die heimgesuchte Realschule nach der französischen sog. Partnerstadt Albertville benannt wurde von einer CDU Verwaltung in einer Kleinstadt, die stets mehrheitlich CDU wählte. Vom Stadtrat wurde also ein Gemeinschaftsangebot an die Schüler als Orientierung ausgeschlossen zugunsten einer früher zufällig ausgewählten ausländischen Stadt, mit der weiter keinerlei Gemeinschaft besteht und auch nicht bestehen kann. Das hat natürlich nicht direkt etwas mit dem psychopathischen Massenmörder zu tun, der seine ehemalige Schule heimsuchte und fast ausschließlich Schülerinnen erschoß. Aber es ist doch symptomatisch für eine Jugend, die immer weiter in viele Formen der Desorientierung abgleitet und der Gemeinschaftsangebote, wie sie alle gesellig lebenden Säugetiere brauchen, besonders aber der Mensch, verweigert werden aufgrund einer großen Desorientierung auch in der Welt der Erwachsenen selbst. Es ließe sich da viel von allen anderen Ländern lernen, namentlich auch von Japan. Aber auch im Lande selbst könnte man Anleihen aufnehmen, beispielsweise musikalisch bei den von Yehudi Menuhin initiierten Muse-Schulen. - Das massenhafte widerliche Medienangebot an Mord und Totschlag wurde am Samstagmorgen , kurz nach dem Blutbad in Schwaben, durch WDR5 auf eine ekelhafte Spitze getrieben. An der Stelle des Zeitzeichens lief noch der sog. Literaturmarathon, eine Dauerlesung von überwiegend Idiotenliteratur, nach dieser Lesung um 9.05h zu urteilen: Beschrieben wurde eine Szene, in der eine Gruppe von jungen Leuten in der Mittsommernacht von einem Beobachter, der der dauerreflektierende Erzähler war, beiläufig erschossen wurde.

- Paul Ehrlich (1854 Breslau -1915 Homburg): 14. März 1854 Geburtstag des Mediziners Paul Ehrlich. Die Geburt Paul Ehrlichs fiel in eine Zeit, als Chemie und Physik Eingang in die Heilkunde fanden und sich die Medizin zu einer Naturwissenschaft entwickelte. Für seine bahnbrechenden Forschungen auf dem Gebiet der Serologie und Immunologie wurde Ehrlich im In- und Ausland vielfach geehrt. 1908 erhielt er den Nobelpreis für Medizin. Unvergessen aber machte ihn zwei Jahre später die Erfindung des Salvarsans. Das Mittel gilt als erstes Chemotherapeutikum und erwies sich insbesondere bei der Behandlung der „Lustseuche“ Syphilis als wirksames Medikament." Zz

- Burkina Faso: " Weißes Gold, schwarze Kassen.
Der Bauer Gabriel Hien in Burkina Faso hat gerade wieder seine Baumwolle geerntet und kaum etwas verdient. Das liegt auch an der grassierenden Korruption ...
" 13.3. FAZ // Und vor allem liegt es am Fehlen einer Marktwirtschaft. Und immer sollte man die Fertilitätsrate (Kinder pro Frau) erwähnen, sie liegt bei 6,1 Kindern.

Samstag, 14. März 2009

Schönbein, Mord- und Totschlagsspiele



Sie sind auch schon da

- SCHÖNBEIN, 1799-1869, nicht gefördert, sondern gefordert: 13. März 1839 .Christian Friedrich Schönbein entdeckt das Ozon. Der stechende Geruch war auch schon anderen aufgefallen, aber erst Christian Friedrich Schönbein ging der Sache auf den Grund. Er fand ein neues Gas und gab ihm den Namen: "Ozon" (griech. "das Riechende"). Aber die Chemiker suchten noch Jahrzehnte nach seiner wahren Natur. Ozon zeigte sich schließlich als Verwandter des Sauerstoffs .

- Mord- und Totschlagsspiele, Killerspiele:" Psychologe Helmut Lukesch im Interview
„Aggressive Spiele müssen verschwinden“
Beispiel: "Menschen umbringen, um den Auftrag auszuführen": Grand Theft Auto IV
FAZ 13. März 2009 Nach dem Amoklauf von Winnenden fordern Politiker ein Verbot brutaler Computerspiele. Auch der Psychologe Helmut Lukesch spricht sich im FAZ.NET-Interview dafür aus, Ego-Shooter vom Markt zu nehmen - weil sie ein Teil der Ursache sein könnten.
Herr Lukesch, wie schon bei anderen Amokläufern hat man bei Tim K. Horrorfilme und Gewaltspiele gefunden. Es scheint, als könne man von einer wiederkehrenden Kausalität sprechen. Wie sehen das Wissenschaftler, die sich in ihrer Forschung mit Mediengewalt und -wirkung beschäftigen?
„Durch Computerspiele werden gewisse Einstellungen und Bereitschaften geweckt”: Psychologe Helmut Lukesch
Um eines gleich festzustellen: Alle, die sich mit Medienwirkung beschäftigen, sagen nicht: Jemand spielt ein Spiel und wird hinterher zum Mörder. Wir sagen: Durch Computerspiele werden gewisse Einstellungen und Bereitschaften geweckt, die sich dann in einer bestimmten Situation auswirken können. Psychologen gehen immer davon aus, dass eine Tat multikausal und nicht eindimensional bedingt ist. Vergleichen sie diese Multi-Kausalität mit Ursachen für Krebs: Asbest ist mittlerweile verboten, Rauchen ist in den meisten Kneipen nicht mehr erlaubt und der Feinstaub wird reduziert, weil all das Krebs verursachen kann. Aber natürlich gibt es noch immer Leute, die Krebs bekommen.
Zu dem Thema „Computerspiele, Medien und Gewalt“ gibt es mittlerweile zahlreiche Studien. Was sind die wichtigsten empirischen Erkenntnisse?
Es kann zum Teil gezeigt werden, dass der Einfluss der Medien viel stärker sein kann als der Einfluss der Familie. Doch man sollte die Familie von Tim K. nicht sofort verurteilen. Natürlich ist es eigenwillig, wenn der Vater 16 Schusswaffen zu Hause gelagert hat. Aber das ist nicht gleich eine mangelnde Erziehungskompetenz, die zu Problemen führen muss. Es gibt immer Einflüsse von verschiedensten Seiten.
Inwieweit wirkt sich der Konsum von Spielen und Videos auf das Verhalten von Jugendlichen aus?
Ich glaube fest daran, dass die Gedanken eine starke Macht über den Menschen haben. Man kann sich in Spiele und Videos hinein denken, ohne dass man vorher pathologisch merkwürdig ist. Spiele bieten Konfliktlösungen an. Bei Grand Theft Auto IV bringt man Leute um, während man seinen Auftrag ausführt. Da liegt jemand auf dem Boden, fleht um Gnade und man schießt auf ihn.
Spielt die Verfügbarkeit von Waffen eine entscheidende Rolle für die Motivation eines Amokläufers?
Was Dave Grossman (Autor, der den Begriff der „Killology“ prägte, Anm. d. R.) sagt, ist nicht falsch. Zu der Verfügbarkeit von Waffen muss auch eine Kompetenz hinzukommen. Der Amokläufer konnte anscheinend gut schießen. Auch die Motivation muss da sein. Diese kann aus unterschiedlichsten Quellen genährt werden. Da bietet die Spieleindustrie und Medienwelt vieles an. Beispiel: Terroristen. Da kommt für viele rüber: Wenn man die umbringt, macht das nichts. Diese Dämonisierungsprozesse laufen die ganze Zeit ab.
Wie kann das die Gesellschaft verhindern?
Es ist kein kultureller Verlust, wenn dieser ganze Schrott verschwindet und solche Computerspiele vom Markt genommen werden. Spiele können natürlich auch unterhaltend sein. Es gibt tolle Sport- oder Jump-and-run-Spiele, die auch sehr actionreich sein können, ohne dass man gleich jemanden umbringt. Für die Computerspielindustrie ist es an der Zeit, sich von den aggressiven Spielen zu trennen und diesen menschenverachtenden Schrott nicht mehr zu verbreiten. Es sollte in der Gesellschaft geächtet werden, wenn jemand mit solchen Spielen Geld verdient.
Was halten sie von der gemäßigten Variante, etwa der Altersbeschränkung?
Beim Film funktioniert die Alterskontrolle besser als bei Spielen. An Computerspiele, die wie Grand Theft Auto IV ab 18 freigegeben sind, kommt anscheinend jeder 14- oder 15-Jährige ran. Computerzeitschriften werben damit, dass man indizierte Spiele problemlos über den Versandhandel bekommen kann. Was ich nicht verstehe: An den Schulen macht man all diese Anti-Gewaltprojekte. Es ist ein hohes Bewusstsein da, Familien werden aufgeklärt und sogar das Strafgesetz hat entsprechende Passagen. Doch in der Gesellschaft gibt es nun mit den Computerspielen einen Bereich, wo das alles keine Rolle zu spielen scheint. Je blutiger und grausamer, desto besser.
Aber es gibt ja auch Jugendliche, die das Spielen von Ego-Shootern als Sport begreifen. Was ist mit denen?
Da würde ich die Parallele zu den Liebhabern von Horrorfilmen sehen: Da gibt es auch viele Zuschauer, die solche Filme aus cineastischen Gründen anschauen und auf Schnitte und Spezialeffekte achten. Diese Menschen verarbeiten das Gesehen kognitiv ganz anders. Sie tauchen nicht komplett in die Story ein. So wird das auch bei den Extremspielern sein.
Helmut Lukesch ist Professor für Psychologie an der Universität Regensburg. Schwerpunkt seiner Forschung ist „Pädagogische Psychologie und Medienpsychologie“. Er ist zweiter Vorsitzender des Vereins „Mediengewalt - Internationale Forschung und Beratung“ und war 2008 Referent auf dem Kongress „Computerspiele und Gewalt“ in München." FAZ 13.3.09
- ? Werden durch Tötungsspiele nicht Spiralen in Gang gesetzt, die Aggression hochtreiben, speziell in der Pubertät? Das Aggressionspotential ist in der Pubertät hoch und die Kontrolle schwer.

- Nota bene: Einzelgänger, Außenseiter, Sonderlinge - alles Soziopathen?
In Meldungen über "Winnenden" ist nun wieder viel von Einzelgängern und Außenseitern die Rede. Sie werden gerne als Soziopathen hingestellt, was natürlich völliger Unsinn ist.

- Der Massaker-Knabe von Winnenden war bereits psychiatrisch auffällig und sogar zeitweilig in der Psychiatrie - solche Taten werden immer von Tätern mit psychotizistischen und neurotizistischen Einträgen verübt, die Umwelt spielt dabei praktisch keine Rolle.