Sonntag, 12. Juli 2009

Marie Skłodowska Curie, Globaler Temperaturrückgang






Marie Curie auf dem offiziellen Nobelpreisfoto von 1911

Planet im dritten Jahr eines Abkühlungstrends, s.u.

- 4.7.34 , eine strahlende Begabung aus genetischer Wurzel: "Marie Skłodowska Curie (* 7. November 1867 in Warschau; † 4. Juli 1934 bei Passy; geborene Maria Salomea Skłodowska) war eine Physikerin polnischer Herkunft, die in Frankreich wirkte. Sie untersuchte die 1896 von Henri Becquerel beobachtete Strahlung von Uranverbindungen und prägte für diese das Wort „radioaktiv“. Im Rahmen ihrer Forschungen, für die ihr 1903 ein anteiliger Nobelpreis für Physik und 1911 der Nobelpreis für Chemie zugesprochen wurde, entdeckte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Pierre Curie die chemischen Elemente Polonium und Radium. Marie Curie ist bisher die einzige Frau unter den vier Mehrfach-Nobelpreisträgern und neben Linus Pauling die einzige, die Nobelpreise auf zwei unterschiedlichen Gebieten erhalten hat (Stand Mai 2009).
Marie Curie wuchs im damals zu Russland gehörigen Teil Polens auf. Da Frauen in ihrem Heimatland nicht zum Studium zugelassen wurden, zog sie nach Paris und begann Ende 1891 ein Studium an der Sorbonne, das sie mit Lizenziaten in Physik und Mathematik beendete. Im Dezember 1897 begann sie die Erforschung radioaktiver Substanzen, die seitdem den Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit bildeten. Nach dem Unfalltod Pierre Curies wurden ihr 1906 zunächst seine Lehrverpflichtungen übertragen. Zwei Jahre später wurde sie schließlich auf den für ihn geschaffenen Lehrstuhl für Allgemeine Physik berufen. Sie war die erste Frau und die erste Professorin, die an der Sorbonne lehrte.
Während des Ersten Weltkrieges widmete sich Marie Curie als Radiologin der Behandlung verwundeter Soldaten. Sie entwickelte einen Röntgenwagen, der es ermöglichte, radiologische Untersuchungen in unmittelbarer Nähe der Front vorzunehmen, und beteiligte sich an der Qualifizierung der notwendigen Techniker und Krankenschwestern. Nach dem Krieg engagierte sie sich in der Internationalen Kommission für Geistige Zusammenarbeit des Völkerbundes für bessere Arbeitsbedingungen von Wissenschaftlern. An dem von ihr geleiteten Pariser Radium-Institut setzte sie sich für die Förderung von weiblichen und ausländischen Studierenden ein. ..." (Wiki.)

- Andauer des lausigen "Sommer"wetters, Temperaturanstieg immerhin auf nachmittags 17°C

- Globaler Temperaturrückgang

Wie die neuesten globalen Temperaturwerte sowohl von CRU (UK Met Office) als auch von UAH (Satellitendaten) zeigen, befindet sich unser Planet im dritten Jahr eines Abkühlungstrends, nachdem schon seit 2001 kein Temperaturanstieg mehr zu verzeichnen war. Kein Klimamodell hat dies vorhergesagt. Daten sind im Internet für jeden verfügbar:

http://www.cru.uea.ac.uk/cru/data/temperature/hadcrut3vgl.txt
http://vortex.nsstc.uah.edu/data/msu/t2lt/uahncdc.lt
(Vgl. http://www.dimagb.de/info/umwelt/a_umwelt.html )

Samstag, 11. Juli 2009

Geldschöpfung, Laufzeiten von 60 Jahren



Tafel im Innenhof der Meyer'schen Häuser Hofer Straße, erbaut 1909

Fortdauer des Novemberwetter trotz des Politbürokratengeschwafels über Klimaerwärmung

- "Zukunft des Kapitalismus (12)
Ohne Aufstiegswille kein Kapitalismus
Allein mit sanften Methoden lassen sich die Finanzinvestoren nicht auf den Boden der Realität zurückholen. Nur durch umfangreiche Staatsmaßnahmen kann die polarisierende Dynamik des Kapitalismus gebändigt werden, meint der Soziologe Christoph Deutschmann ..." FAZ 10.7.
"Kapital, das im Überfluss vorhanden ist"? Ja, wo denn? Bei Herrn Deutschmann in Tübingen? Dann soll er doch QUELLE bitte etwas abgeben. Allerdings gibt es viel mehr Anlagekapital als vor 50 Jahren, das brauchen die Leute auch für ihren Lebensabend, weil sie seit hundert Jahren ihre Lebenserwartung verdoppelt haben und partout nicht mehr mit Eintritt des Rentenalters oder gar vorher sterben wollen, diese Schlingel. Die Produktivität des sog. Kapitalismus macht's möglich. Da Leben aber auch immer Krise beinhaltet, wie uns Konrad Lorenz lehrte, (Ausnahme die sozialistischen Diktaturen, dort kennt man keine Krisen, weil die Dauerkatastrophe herrscht), gibt es natürlich - individuell und überindividuell - Anlageprobleme und Fehlanlagen. Wenn der Staat zB durch seine Zentralbanken zu viel Geld schöpft bzw. druckt und in den Geldkreislauf einschleust und die Zinsen gewaltsam nach unten drückt - Japan macht das seit 13 Jahren - und andere Länder das nachmachen und Politiker aus Wohltätigkeit Banken anweisen, auch nicht kreditwürdigen Bürgern Kredite zu geben, dann gibt es natürlich besondere Anlageprobleme. Mit "Kapital, das im Überfluss vorhanden ist", hat das nicht viel zu tun. Aber das fällt ja auch nicht in das Hobby-Gebiet des Sozialisten Marxmann. Er könnte mal ein bißchen lesen zu dem Thema GELDSCHÖPFUNG und hier beginnen: http://www.teleboerse.de/Kolumne_von_Raimund_Brichta_Beim_Geld_geht_es_um_die_Wurst/110720085505/992304.html (11.7.08)

- "Bankenaufsicht.
Eine Schrumpfkur für das Finanzsystem.
Als Aufseher hat die Bafin in der Krise ebenso versagt wie die Bundesbank. Nun muss das System entschlossen reformiert werden. Eine geteilte Aufsicht verwischt die Zuständigkeiten. Auf dem G-8-Gipfel sollten nicht länger die Wall Street und die City of London die Regeln diktieren. Von Holger Steltzner. " FAZ 10.7.09 ///
Ein schöner Kommentar! "Eine Lehre dieser Krise lautet: Eine Bank, die zu groß ist, um zu fallen, ist zu groß." Ja! Aber: Wie soll das in der Praxis aussehen? Wer soll das beurteilen? Nach welchen Kriterien? Es wird dabei bleiben müssen, daß das eine oder andere Institut demonstrativ schließen muß, wie im Falle Lehman, aber das geht schlecht mit zehn großen, global agierenden Banken. Die zusammenwachsenden Finanzmärkte bieten so große Chancen wie Risiken, die Deutsche Bank führte bisher vor, daß man die Risiken beherrschen kann. Im Vorfeld gilt es, Risiken zu vermeiden, sie ausfindig zu machen. Das aber können bequeme Aufsichtsbeamte nicht, sie haben um 17h Feierabend und ein freies Wochenende ab Freitagmittag. Man könnte natürlich die überflüssigen Staatsbanken ohne Geschäftsmodell schließen, die Landesbanken zeigten sich bekanntlich besonders fahrlässig, aber selbst diese kleinen Fische werden sinnlos gehätschelt, weil sie den Politbürokraten dienlich sind. Man wird sich damit trösten müssen, daß Finanzinnovationen in der Geschichte immer zu Krisen geführt haben. Die aber im Vergleich zu den katastrophalen Dauerkrisen der sozialistischen Diktaturen geradezu angenehme Luxuskrisen sind. - Die wirklich gravierenden Probleme der Industrieländer liegen im Hochlohnbereich. Die GM-, Opel-, Chrysler- und FIAT-Ingenieure können nicht so schnell Neues entwerfen, wie die Brutto-Löhne der Montagearbeiter steigen bzw. die Fertigkeiten der Ostasiatischen Hersteller bei viel niedrigeren Montagelöhnen zunehmen. Statt sich dieses Kardinal-Problems anzunehmen, belastet insbesondere die EU-Politik die Unternehmen mit abenteuerlichem Unsinn aller Art von der Biotechnik bis zur Energieversorgung.

- "Sarkozys Atomaufsicht.
Laufzeitverlängerungen sind in Frankreich kein Problem
Von Michaela Wiegel / PARIS, 8. Juli. Frankreichs staatlicher Energiekonzern "Electricité de France" (EDF) strebt Laufzeiten von 60 Jahren für ..." FAZ /// Ils sont fous, ces allemands.

Freitag, 10. Juli 2009

"Macht kaputt, was euch kaputt macht"




Zweimal sozialer Wohnungsbau in Leipzig-Reudnitz: Links die Meyer´schen Häuser aus dem Kaiserreich (Eingangstor Hofer Straße der Anlage), rechts aus der Weimarer Republik (Seckendorffstraße umben. Fritz-Hanschmann-Straße, s.u.; die Häuser sind nach der Renovierung nach dem Zusammenbruch der SED-Diktatur kaum wiederzuerkennen, 1956 bröckelten die völlig verschmutzten Fassaden)

Da haben wir ihn wieder, den grün angestrichenen Winter: 12-13°C Schauer; im Dutzend ziehen die Nacktschnecken durch das Gras.

- Geburtstag Calvin : ' Der Pastor und Theologe Henry Babel, bis vor kurzem sein Nachfolger auf der Kanzel der Genfer Kathedrale, hat sich stets gegen die Einschätzung gewehrt, Jean Calvin sei der Vater des Kapitalismus: „Die ersten Calvinisten waren keine Bankiers. Was den Reichtum Genfs ausgemacht hat, ist Calvins Lob des Sparens und sein Kampf gegen die überflüssigen Vergnügungen. Er ließ die Leute arbeiten und schaffte viele Feiertage ab. Das hat sich wirtschaftlich bezahlt gemacht.“ '

- "Macht kaputt, was euch kaputt macht" (Rio Reiser) oder der PROZESS DER ZIVILISATION (Elias): "Abgebrannt: Ihren Einstand in Berlin hatten sich die Hamburgerinnen Lisa B., 28, und Gyde S., 26, anders vorgestellt. Als die beiden jungen Ärztinnen am Morgen nach dem Umzug aufstanden, war der Lkw mit ihrer gesamten Habe abgefackelt. Der wohl entscheidende „Fehler“ der Neu-Berlinerinnen: Sie hatten für den Umzug den Laster einer befreundeten Catering-Firma geliehen. Im Szene-Viertel Friedrichshain, so vermutet die Polizei, muss das Auto militanten Linksradikalen als Feindobjekt erschienen sein." Focus 36/08 // War das vielleicht in der Mühsamstraße, die sich ja im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg befindet?

- "Macht kaputt" oder der PROZESS DER ZIVILISATION:
Erich Mühsam: Der Revoluzzer
Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet

War einmal ein Revoluzzer,
Im Zivilstand Lampenputzer;
Ging im Revoluzzerschritt
Mit den Revoluzzern mit.

Und er schrie: 'Ich revolüzze!'
Und die Revoluzzermütze
Schob er auf das linke Ohr,
Kam sich höchst gefährlich vor.

Doch die Revoluzzer schritten
Mitten in der Straßen Mitten,
Wo er sonst unverdrutzt
Alle Gaslaternen putzt.

Sie vom Boden zu entfernen,
Rupfte man die Gaslaternen
Aus dem Straßenpflaster aus,
Zwecks des Barrikadenbaus.

Aber unser Revoluzzer
Schrie:'Ich bin der Lampenputzer
Dieses guten Leuchtelichts.
Bitte, bitte, tut ihm nichts!

Wenn wir ihn' das Licht ausdrehen,
Kann kein Bürger nichts mehr sehen,
Laßt die Lampen stehen, ich bitt!
Denn sonst spiel ich nicht mehr mit!'

Doch die Revoluzzer lachten,
Und die Gaslaternen krachten,
Und der Lampenputzer schlich
Fort und weinte bitterlich.

Dann ist er zu Haus geblieben
Und hat dort ein Buch geschrieben:
Nämlich wie man revoluzzt
Und dabei doch Lampen putzt.

So klug wie sein Lampenputzer war der fanatische Phantast Mühsam nicht, er gehörte zu den Totengräbern der Weimarer Demokratie, was er schmerzlich erfahren mußte, als er seinen Kollegen von der anderen Seite der Barrikade in die Hände fiel. Auch seine Frau war so verblendet, den Wert der bürgerlichen Demokratie zu verachten, sie emigrierte vor den braunen Revoluzzern zu den roten Revoluzzern nach Moskau, wo sie verhaftet wurde und im Gulag verschwand. 1956 wollten die Moskauer Genossen sie in die Ost-Berliner Diktatur abschieben, die aber zunächst ablehnte.

- "Macht kaputt" oder der PROZESS DER ZIVILISATION:
Die drei Schläger von München sind alle vorbestraft
Verschlechterter Gesundheitszustand des Opfers
Die drei Schüler eines 10. Schuljahres in Küsnacht, die Dienstagnacht auf der Abschlussreise in München einen Passanten schwer verletzt haben, sind alle vorbestraft. Ihnen drohen mehrjährige Freiheitsstrafen, die, anders als in der Schweiz, in einem geschlossenen Gefängnis vollzogen werden. Derweil hat sich der Zustand des Opfers verschlechtert.
slz./-yr. Die drei 16-jährigen Jugendlichen, die in Küsnacht die Weiterbildungs- und Berufswahlschule besuchen und diese Woche während der Abschlussreise in München einen unbeteiligten Passanten mit Schlägen und Tritten gegen den Kopf sehr schwer verletzt haben, sind alle vorbestraft. Dies hat die kantonale Jugendstaatsanwaltschaft am Freitag mitgeteilt. Demnach wurde einer der betroffenen Jugendlichen wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs verurteilt, einer wegen einfacher Körperverletzung – er hatte dem Opfer eine Nasenbeinfraktur zugefügt – und einer wegen Raubversuchs und Angriffs mittels Faustschlag und Tritten. Alle drei Strafuntersuchungen waren von der Jugendanwaltschaft See/Oberland durchgeführt und abgeschlossen worden. Das Strafmass betrug zwischen neun Tagen und vier Wochen persönliche Leistungen.
Bei einem der Täter wurde zudem eine ambulante Massnahme in Form einer deliktorientierten Therapie verfügt. Eine solche Massnahme wird gewöhnlich bei einer psychischen Auffälligkeit verordnet. Häufig wird die Therapie in Gruppen absolviert. Im konkreten Fall hingegen hat der Betroffene eine Einzeltherapie besucht. Laut Auskunft von Marcel Riesen, dem Leitenden Jugendstaatsanwalt, war die ambulante Massnahme noch nicht abgeschlossen. Zuständig für die Therapie ist die Fachstelle für Kinder- und Jugendforensik der Universität Zürich.
Im Normalfall werden Schulen von der Jugendanwaltschaft nicht über Strafen informiert. Diese unterstehen dem Amtsgeheimnis. Ausnahmen werden laut Jugendstaatsanwalt Riesen nur gemacht, wenn ein schutzwürdiges Interesse von Drittpersonen vorliegt. Die Güterabwägung obliegt dem zuständigen Jugendanwalt. In Küsnacht war die Schule nicht über die Vorstrafen ihrer Schüler informiert worden, wie Schulpräsident Max Heberlein bestätigt.
Sowohl die Münchner Staatsanwaltschaft als auch befragte Jugendstrafverteidiger gehen davon aus, dass die drei inhaftierten Schüler aus der Schweiz mit mehrjährigen Haftstrafen rechnen müssen, da sie nicht betrunken waren. Man ist sich weitgehend einig, dass es sich aufgrund des brutalen Vorgehens sowie der massiven Verletzungen des Opfers um ein schweres Verbrechen handle. Dies umso mehr, als sich laut dem zuständigen Staatsanwalt der Gesundheitszustand des 46-jährigen Geschäftsmanns mittlerweile verschlechtert hat. Der zusammengeschlagene Mann muss mit mehreren Operationen zur Rekonstruktion des Gesichtes rechnen. ...
Die drei 16-jährigen Schüler, die in München einen Mann schwer verletzten, waren mehrheitlich integriert, fielen in der Schule kaum auf und hatten eine Lehrstelle.
Die Angriffe auf alle fünf Personen haben die Jugendlichen laut Dengler am späten Abend des vergangenen Dienstags innerhalb einer halben Stunde verübt. Zuerst traktierten sie in einem Park in der Münchner Innenstadt drei 43- bis 64-jährige Arbeitslose – einer von ihnen schwer körperbehindert – mit Faustschlägen und Fusstritten.
Dann, kurz vor 23 Uhr 30, schlugen sie in der Nähe den Geschäftsmann halb tot, und schliesslich kreuzten sie auch noch den Weg eines 27-jährigen bulgarischen Studenten, den sie ebenfalls attackierten und verletzten. " 4. u. 5.7.09, Neue Zürcher Zeitung
// Wie übrigens macht der Bauer aus aggressiven Bullen zahme Ochsen?

- Stierlauf in Pamplona: 1 toter, 3 schwer verletzte junge Männer.

- Weimarer Demokratie baute auf: Sozialer Wohnungsbau Leipzig: Neben den beeindruckenden Meyer´schen Häusern der Hofer Straße in Leipzig (s.u.) befinden sich ganz ähnlich strukturierte Gebäudereihen mit Innenhof in der Seckendorffstraße, die von den Stalinisten in Fritz-Hanschmann-Straße umbenannt wurde. Sie sind vom Bauhaus inspiriert und wurden in der Weimarer Republik für Arbeiter und Angestellte errichtet, sie können sie sich auch heute noch sehen lassen. Besser kann sozialer Wohnungsbau kaum sein. Ich verbrachte Kinderjahre bis 1956 in der Nr. 1 .

- Meyer baute auf: Die Stiftung Meyer´sche Häuser in Leipzig
Ein Wohnungsbauunternehmen der besonderen Art
Die Meyerschen Häuser - dahinter steht ein über 100jähriges Leipziger Wohnungsbauunternehmen und ein besonderes dazu. Zu verdanken ist dies Herrmann Julius Meyer (1826-1909), dem Inhaber des weltbekannten Bibliographischen Institutes (Meyers Konversationslexikon, Brehms Tierleben). Er machte sich am Ende des 19. Jahrhunderts um eine Reform des Mietwohnungsbaus für Arbeiter und kleine Angestellte verdient.
Sein Credo lautete "Wohltat, nicht Wohltätigkeit!".
Das bedeutete: niedrigere Mieten als auf dem freien Markt, einfache - jedoch zweckmäßige und gesunde Wohnungen mit grünen Innenhöfen und Gemeinschaftseinrichtungen (z.B. eigene Kindergärten!) sowie bestimmte Elemente der Selbstverwaltung (z.B. Vertrauensleute der Mieterschaft).
1888/89 entstanden die ersten Wohnhäuser in Leipzig-Lindenau. Um sein Lebenswerk zu schützen, wandelte Meyer den "Verein zur Erbauung billiger Wohnungen" im Jahre 1900 in eine Stiftung um, die die politischen und wirtschaftlichen Wirren des 20. Jahrhunderts überstand. Zu DDR-Zeiten mußte man zwar das Wort "billig" aus dem Namen streichen, doch blieb dem privaten Unternehmen die Enteignung erspart.
Seit 1990 kann die Stiftung wieder selbständig über ihre Wohnungen verfügen. Nach vielen Jahren zwangsverordneter Vernachlässigung wurde ab 1991/92 ein umfangreiches Erneuerungsprogramm für die heute 2.367 Wohnungen in den vier denkmalgeschützten Ensembles realisiert.
In den "Meyerschen" wohnen viele junge Familien mit ihren Kindern, Alleinerziehende · viele langjährige Mieter, deren Eltern auch schon hier lebten · Arbeiter, Angestellte, Ärzte, Freiberufler, derzeit Erwerbslose, Studenten, Rentner ...
Als Architekt und Vorstandsvorsitzender wirkte Max Pommer (1847-1915) unermüdlich dafür, daß die Meyerschen Häuser schon bald über die Leipziger Stadtgrenzen bekannt wurden.

Donnerstag, 9. Juli 2009

EDEKA-Solarinitiative

Dr. Dietmar Ufer 04103 Leipzig, Grünewaldstr. 1

EDEKA Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen mbH
Herrn Edo Günther Geschäftsführender Vorstand
Edekastr. 3 97228 Rottendorf

Sehr geehrter Herr Günther,

als EDEKA-Kunde lese ich immer aufmerksam Ihre wöchentlich erscheinenden Prospekte „EDEKA aktuell“, so auch den für die Woche vom 16. bis 21. März. 2009.

Darin fand ich unter der Überschrift „Die EDEKA-Solarinitiative“ Ihre Mitteilung, wonach Sie seit Ende 2007 12 Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von „über 1,5 MW“ auf den Dächern von EDEKA-Filialen installieren ließen. Sie erklärten dazu: „Mit der von unseren Anlagen pro Jahr in das öffentliche Elektrizitätsnetz eingespeisten Energie können über 500 Vier-Personen-Haushalte versorgt werden. Dadurch werden gleichzeitig pro Jahr über 1000 Tonnen CO2 eingespart.“ Zugleich las ich Ihre Ankündigung, in den nächsten Jahren PV-Anlagen „mit insgesamt mehr als 10 MW“ installieren zu lassen.

Als Begründung für diese Investitionen führen Sie an: „So verbessert unser Unternehmen seine Umweltbilanz. Wir setzen ein sichtbares Zeichen für unser Engagement für die Zukunft und die Menschen.“ – Wenn Sie von „Umweltbilanz“ schreiben, dann haben Sie sicher Aktionen im Auge, von denen Sie meinen, damit das Klima „schützen“ zu können.

Gestatten Sie mir dazu einige Anmerkungen:

- Nach Angaben des BDEW (www.bdew.de) verbraucht in Deutschland ein Vier-Personen-Haushalt im Durchschnitt 4.430 kWh/Jahr (Stand 2005). Wenn Sie 500 Haushalte mit Ihren PV-Anlagen „versorgt“ haben wollen, hätten Sie 2.215.000 kWh erzeugen müssen, das heißt mit jedem Kilowatt Ihrer insgesamt 1.500 kW großen PV-Kapazität 1477 kWh/Jahr. Das ist eine Menge, die von PV-Anlagen hierzulande nicht erreicht werden kann. Tatsächlich liegt die Erzeugung von PV-Anlagen um rund 900 kWh/kW, bedingt durch astronomische und meteorologische Gegebenheiten (Sonnenscheindauer, Bewölkung etc.). Zum Vergleich: Ein Braunkohlekraftwerk oder ein Kernkraftwerk produziert mehr als 8.000 kWh/kW im Jahr!

- Mit PV-Anlagen ist es unmöglich, Haushalte mit elektrischem Strom zu versorgen. Versorgung setzt eine jederzeit verfügbare Energiequelle voraus – und das können PV-Anlagen (genau so wenig wie Windenergieanlagen) auf gar keinen Fall gewährleisten. Ein Selbstversuch würde Sie davon sehr schnell überzeugen: Trennen Sie Ihren eigenen Haushalte vom öffentlichen Netz, das (mit Hilfe konventioneller Kraftwerke) die pausenlos zuverlässige Versorgung sichert, und erleben Sie dann, dass mit Photovoltaik auch nicht ein einziger Haushalt wirklich versorgt werden kann!

- Mit Ihren PV-Anlagen investieren Sie in die mit Abstand teuerste Form der Stromerzeugung. Die PV-Erzeugungskosten betragen das 15- bis 20-fache der Erzeugungskosten in Braunkohle- oder Kernkraftwerken! Sie nehmen diese außergewöhnlich hohen Kosten in Kauf, weil das Erneuerbare-Energien-Gesetz Ihnen die Kostenerstattung garantiert: Je nach installierter Leistung erhalten Sie 39,58 bis 43,01 Cent/kWh vom zuständigen örtlichen Energieversorgungsunternehmen, bei dem Sie den Strom einspeisen (EEG vom 25. Oktober 2008, BGBl. I S. 2074). Es verrechnet diese stark überhöhten Kosten an seine Kunden (die zugleich auch Ihre Kunden sind!) weiter. Und Sie preisen diese Subventionierung, praktisch eine Form von gesetzlich verordneter Abzockerei, Ihren Kunden auch noch als vorteilhaft an! Sind Sie sich darüber im Klaren, dass Sie mit Ihren PV-Anlagen einen Beitrag zur ständigen Strompreis-Erhöhung leisten?

- Ihrem Text habe ich entnommen, dass Sie Ihre „Umweltbilanz“ verbessern und „ein sichtbares Zeichen für unser Engagement für die Zukunft und die Menschen“ setzen wollen. Erreichen wollen Sie das durch die Vermeidung von CO2-Emissionen. Bei einer solchen Aussage sollten sie berücksichtigen, dass

· für die Herstellung der Solarzellen immense Energienmengen aufgewendet werden müssen, die zu hohen CO2-Emissionen führen,

· zum Ausgleich der nicht planbaren und sehr unregelmäßigen PV-Einspeisung ständig eine hundertprozentige Reservehaltung in konventionellen Kraftwerken (vor allem in Gaskraftwerken) erforderlich ist, was mit erheblichen CO2-
Emissionen verbunden ist,

· Sie mit einer CO2-Einsparung um 1000 oder auch 10.000 t die Emission von weniger als einem Hunderttausendstel Prozent dessen vermindern, was durch Verbrennung von Kohle, Öl und Gas freigesetzt wird (das wiederum macht nur weniger als 5 Prozent der Gesamtemissionen auf der Erde aus) und

· es keinerlei naturwissenschaftliche (und messtechnisch belegbare) Beweise dafür gibt, dass Kohlendioxid in der Atmosphäre das Klima beeinflusst. Kohlendioxid ist kein „Klimagas“, erst recht kein „Klimakiller“, sondern neben dem Sauerstoff das für das Leben auf der Erde wichtigste Gas!

Mit meinen Ausführungen wollte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie mit Ihrer Werbung für Photovoltaik-Anlagen weder Ihren Kunden noch der Volkswirtschaft einen Dienst erweisen. Genau so wenig leisten Sie damit einen Beitrag zum Umweltschutz, erst recht nicht zur Verhinderung des Klimawandels (der schon so lange im Gange ist wie es Luft, Wasser und Festland auf der Erde gibt). Nach wie vor ist die Sonne der eigentliche „Klima-Motor“ der Erde!

Meine abschließende Empfehlung: Bitte Vermeiden Sie künftig die unausgegorene und falsche Werbung für Photovoltaik! Die Desinformation unserer Bürger auf diesem Gebiet ist ohnehin schon groß genug! Und bitte überdenken Sie die Anlagenplanung Ihres Unternehmens im Hinblick auf die „klimaschützenden“ Photovoltaikanlagen noch einmal!

Mit freundlichen Grüßen gez. Dietmar Ufer

Dauerproblem des Teutonischen alias "Rheinischen Kapitalismus"

Klimaerwärmung auf 12-18°C

- Benedikt im Gespräch : "Wie geht's?", sagte ein Blinder zu einem Lahmen. "Wie Sie sehen", antwortete der Lahme. (Lichtenberg E 382)

- Das Dauerproblem des Teutonischen alias "Rheinischen Kapitalismus": ' "Ich stell' nie mehr jemanden ein".
Ein Taxifahrer versucht sich als Arbeitgeber / Von C. Bröll
NÜRNBERG, 14.1.02 . Wenn Lorenz Pfatrisch am Gebäudekomplex der Bundesanstalt für Arbeit in Nürnberg vorbeifährt und an die knapp vier Millionen Arbeitslosen in Deutschland denkt, packt ihn die Wut. Zehn Zentimeter dick ist der Packen von Formblättern und Informationsunterlagen mittlerweile, den er in seiner Tasche auf dem Beifahrersitz herumfährt. Zehn Zentimeter, nur um einen einzigen Mitarbeiter einzustellen. Der gemütliche Taxifahrer hat sich geschworen: Das ist das allerletzte Mal. Dabei regt ihn nicht einmal so sehr der bürokratische Aufwand auf. Vielmehr machen ihm die Kosten zu schaffen, die nach und nach auftauchen. "Am Ende zahle ich sogar drauf", lautet seine ernüchternde Bilanz, "und das nur, damit mir am Ende jemand anderes auch noch mein Auto kaputtfährt." ... ' FAZ 15.01.2002 //
Wer hat diese Bürokratie genährt und gezüchtet? War da nicht der Herr Helmut Schmidt dabei? Der Macher der 'Stagflation' durch inflationäre Lohnpolitik und riesige Schuldenmacherei? Wie war das mit Schmidts Rentenlüge im Wahlkampf 1976? Schmidt hat sich um die Unterminierung der Marktwirtschaft verdient gemacht. (Siehe Blogeintrag v. 19. Januar 2009) Komm. zu:
"09. Juli 2009 Die Krise hat der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt schon vor zwei Jahren vorausgesagt: Damals nämlich, als die Finanzmanager in London und New York noch unverwundbar schienen, sprach Schmidt vom „Raubtierkapitalismus“. Und genauso ist es, wenn man ihm bei Wort nimmt, wirklich gekommen. ..." FAZ // Schmidt hat keinerlei konkrete Angaben gemacht, nur herumschwadroniert, nicht umsonst trägt er ja den Beinamen 'Schmidt-Schnauze'.

- ' Sozial-Enzyklika des Papstes. „Wirtschaft braucht Ethik“
Papst Benedikt XVI. hat einen Tag vor Beginn des G-8-Gipfels in L'Aquila seine dritte Enzyklika veröffentlicht: „Caritas in Veritate“ (Liebe in Wahrheit). Gier habe den schlimmsten Abschwung seit der großen Depression herbeigeführt, schreibt Benedikt darin - und fordert eine neue Weltfinanzordnung. ...' FAZ //
Könnte der Bischof von Rom nicht gleich den Rest mit übernehmen? Vorher müßte er aber einmal darüber nachdenken, warum das katholische Lateinamerika sich so schlecht entwickelt, und darüber, wie schnell das protestantische, zunächst bitterarme Nordamerika Demokratie und Wohlstand schuf!

- 3200 Bergbautote jedes Jahr allein in China (offizielle Zahl für 2008, inoffiziell vermutlich mehr): findet die Fanatikerorganisation Greenpeace in Ordnung.

- Alcoa mit weniger Verlust als erwartet.