Montag, 31. Mai 2010

Mittagstemperatur 31. Mai - Kleine Eiszeit unterwegs?





Susanna Yoko Henkel begann den Geigenunterricht mit 2 Jahren (geht das?), heute spielt sie Bachs Partita 2 g-moll BWV 1001 sehr eindrucksvoll, sehr schön auch die Duos mit Milana Chernyavska.
Schöne Mozart-Probe auf: youtube.com/watch?v=UkSOUya4mlo
Kein süßlicher Ton dringt aus ihrem Instrument.




- "Vortragsreihe: DIE VERSCHWÖRUNG DER KLIMAWANDLER - HABEN UNS POLITIK UND WISSENSCHAFT BELOGEN?
Am 4.6. und am 18.6.2010 wird in Leipzig über den Klimawandel diskutiert. Ist er nun beschleunigt, oder findet er nur statt wie immer? Folgen natürliche Warmzeiten auf natürliche Kaltzeiten, oder ist der Mensch beteiligt? Kann vielleicht sogar Entwarnung gegeben werden?
Prof. Kirstein von der Uni Leipzig wird dazu am 4. Juni 2010 einen öffentlichen Vortrag halten, Titel: "Ist der Mensch verantwortlich für Meeresspiegel-, Gletscher und Polareisänderungen?".
Dieser wird im Studio von studiolounge.tv vor Publikum aufgezeichnet werden."

http://eike-klima-energie.eu/news-anzeige/spannende-klimadiskussionen-in-leipzig-keinesfalls-versaeumen/



- Satellite. Songtext (Lena Meyer-Landrut):
I went everywhere for you
I even did my hair for you
I bought new underwear, they’re blue
And I wore ‘em just the other day

Ja, das haut doch rein! Und so ein nettes Mädel! Und Abiturientin. Da bekommt man auch einen Hinweis auf den Leistungsstand der Gesamtschule. Hätte Lena den Schlagerwettbewerb nicht viel früher gewinnen können? Diesen schönen Text kann man doch auch schon in der Klasse 6 singen. Wieviel Zeit kann man da sparen. Und Geld verdienen mit Spaßmusik. Und eine Schülerin, die den Unterrichtsstoff nicht vertieft, weniger. Gewinn für alle.

Aber daß sich 13 Schuljahre doch lohnen, beweist Lenas Eintrag ins Hannoveraner Gästebuch: "Wow! Verdammte Axt! Ist das geil!"
Genau.



- " 'Hört doch, nun kommt die Stelle, wo es nach Cis geht!' Und er läßt die Verschiebung spielen, indes es nach Cis geht. 'Ob sie es merken?' Ach nein, bewahre, sie merken es nicht! Und darum vollführt er wenigstens einen hübschen Augenaufschlag zum Plafond, damit sie doch etwas zu sehen haben. "

Thomas Mann, Das Wunderkind, Erzählung 1903

Sonntag, 30. Mai 2010

Patriotismus?





Dieses schöne Leuchtelicht von 1972 habe ich repariert und wieder in Betrieb genommen, mit 100W-Glühbirne (muß man jetzt aus China importieren) und Regler, zum Lesen wegen der Rot- und Kontrastwerte doch wohl das Beste, und in diesem kalten Mai (11-13°C) auch noch am Leseplatz selbst Strahlwärme spendend ...





- Patriotismus: Brauchen als Klammer nur Staaten wie die USA, die eine zusammengesammelte, sehr unhomogene Bevölkerung aus allen Ecken der Welt haben. Die konstruktive Haltung zur eigenen Umgebung, die schwach durchaus noch die Großgruppe des angestammten Sprach- und Kulturraums einbeziehen kann, läßt sich zur Not auch noch als "Patriotismus" ansprechen, keinesfalls aber darf es einen Staatspatriotismus geben, wie dies gerade ein linksgrüner Politiker in einem Buch vorschlägt. Die Staatsmaschine mit ihrem Staatspersonal, das zu allen Zeiten und überall nie vor Lug und Betrug zurückschreckte - wenige Ausnahmen gibt es, sehr wenige - das stets eigene Belange zuerst verfolgt und jeder Zeitgeistmarotte zugänglich ist, die Staatsmaschine mit ihrem Personal ist ein notwendiges Ordnungs- und Sicherheitsübel, darf aber kein Ziel von Sozialgefühlen sein wie sie in der sog. "Vaterlandsliebe" aufscheinen. Die politische Klasse und ihre Staatsmaschine bedarf der kritischen Dauerkontrolle und des stetigen Mißtrauens. (Vgl. Wolfg. Reinhard, Geschichte der Staatsgewalt)

"Patriotismus" und "Vaterlandsliebe" also besser streichen. Durch Heimatverbundenheit ersetzen. Bevor halbgebildete Gesellen wie Ludwig v. Friedeburg, Hartmut v. Hentig, Gerold Becker u.a. ihr pädagogisches Unwesen trieben, gab es Heimatkundeunterricht, auch mit Jugendbüchern wie "Erwanderte Heimat" des nach Verbot 1949 wiedergegründeten Vereins "Jung-Köln", Autor war der Lehrer Karl Sturm. Es trägt 1951 als Motto das Goethe-Wort: "Was ich nicht erlernt habe, habe ich mir erwandert." In der Ansprache heißt es: "Liebe Kölner Jugend. ... bringt "Jung-Köln" ein Buch heraus, das Dich anleiten soll, Deine Heimat kennenzulernen, sie zu erwandern und zu lieben. ..."

- Köln: Raubüberfall zu dritt auf einen Passanten, 21jähriger polizeibekannter Räuber im Koma nach Verteidigungsmesserstich durch den Angegriffenen, dem zuvor eine Bierflasche auf den Kopf geschlagen worden war. (K-St-A 27.5.10)

- Dortmund: Mehr Mittelgesichtsfrakturen aufgrund von Jugendgewalt, konstatiert ein Chirurg des Dortmunder Klinikums.

Samstag, 29. Mai 2010

Die Büchse der Pandora



Da ist sie, die Büchse der Pandora! Genial, wie der Künstler uns die Angst vor solchen Büchsen nimmt, indem er sie leichter Hand mit Assonanzen und Attributen versieht, die uns farbige pointillistische Leichtigkeit anfliegen läßt und uns anregt, die Brücke zwischen moderner Konsumwelt und der Körperlichkeit der Pandora zu schlagen.
Wem schlüge da nicht das Herz bis zum Halse!
Aber da, die dunklen Punkte, der dunkeldrohende Kriegswimpel von Troja! Ja, ganz ohne granitene Erinnerung an die Übel der Welt entläßt uns der Künstler nicht. Große Kunst ist immer auch das andere, das Nichtleichte, aus dem sich dialektisch die Hoffnung speist.

Danke, WDR! Du holst uns heute an deinem Kulturpartnertag die Kultur zurück ins Leben, du beförderst den Wandel durch Kultur, wir wandeln mit und fühlen uns schwebend entrückt!

Freitag, 28. Mai 2010

Gewalt gegen Polizisten, Autobrandstiftungen; Studienabbrecher



Grafik: FAZ 27.5.10 / KFN

Joe Old Surehand Arpaio does it his way, successfully - die Gefangenen kehren zurück vom Außenarbeitseinsatz
(Foto s. blog.vdare.com/.../ )


- Gewalt gegen Polizisten, Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN): "Laut einer Studie haben Gewalttaten gegenüber Polizisten zwischen 2005 und 2009 um 60 Prozent zugenommen. ..." FAZ 27.5.10

- 24 Autobrandstiftungen in einer Nacht vorgestern in Hamburg: Eine besondere Variante des christlich fundierten, sozialistisch gewendeten Schwächekults ist der Täter als Opfer - der Gewalttäter wird kriminell - so die neomarxistische Legende - weil ihn die (kapitalistische) Gesellschaft zuvor zum Opfer gemacht hat; freudianisch angereichert kommen dann noch Mutter und Vater dazu, die das Kind "traumatisiert" haben.
Der Kriminelle "macht dann nur kaputt, was ihn kaputt gemacht hat", diese Losung (als Aufforderung: "Macht kaputt, was euch kaputt macht!") trugen 1968 neomarxistische Studenten überall in den Universitätsstädten durch die Straßen. In Hamburg hat die SPD seit vielen Jahren ein linkes, gewaltbereites Milieu geduldet (Hausbesetzer Hafenstraße, Schanzenviertel), ähnlich in Berlin, wo u.a. in Kreuzberg regelmäßig Autos angezündet werden, die keine Klein- oder Altautos, also "Klassenfeindautos" sind.

- " Standpunkt: Otmar Issing. Die Mär von der Spekulation.
Der „Fall Griechenland“ offenbart ein eklatantes Beispiel für die Verbiegung der Tatsachen: Angeblich war es die Spekulation, die zuerst Griechenland an den Rand des Staatsbankrotts getrieben hat, und dann den Euro fast zu Fall gebracht hat. Die Mär verstellt den Blick auf die wirklichen Ursachen. Ein Standpunkt des früheren Chefvolkswirts der EZB. ..." 27.5.10 FAZ
/// Spät äußert er sich, aber jetzt doch, gut so. Immerhin hatte ja schon Weber als Bundesbank-Präsi gegen die Käufe griechischer Anleihen durch die EZB gestimmt.

- " In Schweden eine stabile Mehrheit für Kernenergie
In dem Beitrag "Hoffnung auf deutsche Verhältnisse" (F.A.Z. vom 21. Mai) ist die Rede davon, in Schweden habe es 1980 bei der Volksabstimmung ..." 27.5.10 Faz

- Studienabbrecher, bis zu 25%, wird von einem Hochschulinformationdienst vermeldet.

Grau, teurer Freund, ist alle Theorie
Und grün des Lebens gold'ner Baum!

Man sollte nicht die goldenen Studienabbrecher vergessen:
Die Bill-Gates-Sorte, die etwas Besseres zu tun haben, als zu studieren.
(Bechtolsheims Andy gehört auch dazu.)

Die Gründe, die ich seinerzeit bei meinen Kommilitonen erlebt habe, waren übrigens:
Revolutionärer Kampf alias Marxismus-Sumpf, Drogen, Faulheit und Orientierungslosigkeit.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Orient und Okzident kann man nicht verwechseln

Orient und Okzident kann man nicht verwechseln Da ist das Christentum vor. Zwar haben Menschen überall auf der Welt nach dem Kleinkind-Vater-Mutter-Schema Götter erfunden, aber einen Gott, der sich schmachvoll töten läßt, um ausgerechnet Menschen zu erlösen, das ist eine sehr merkwürdige, einzigartige Besonderheit. Der Europäer wächst als Kind in diese exotische Phantasie hinein und so ist sie ihm ganz gewöhnlich. Für Erwachsene aus dem Orient aber, aus Ostasien etwa, dürfte ein solcher Exotismus unverständlich sein. Das gilt auch für die ideologischen Weiterungen einer solchen neutestamentlichen Religion, die zur Feindesliebe aufruft. Sie entwickelt einen Schwächekult, der so eigenartig ist wie ihr Ursprung in einem schwachen Gott des Leidens. Lange Zeit, Jahrhunderte hindurch, haben die Europäer das Neue Testament des Christentums nicht ernstgenommen, sondern als religiöse Dekoration aufgefaßt. Erst seit etwa fünfzig Jahren, schon zur Zeit des Absterbens des europäischen Kirchenchristentums, entfaltet die Schwächeverehrung im Rahmen des Sozialismus und des Sozialdemokratismus ihren großen Einfluß im nichtreligiösen Bereich. Besonders in Deutschland. Im Bildungssystem zum Beispiel. Im Zentrum der Pädagogik steht nicht der fleißige, intelligente und strebsame Schüler oder Student, an dem sich die anderen orientieren sollen und der Preisgelder als Belohnung erhält, sondern der faule, dumme und lässige, der besonders viel Geld kostet, der die anderen stört und das Lernklima verdirbt. Für ihn wird die sehr teure Gesamtschule eingerichtet, die in sozialdemokratisch regierten Städten die Lernbegierigen möglichst die ganze Schulzeit hindurch mit den faulen Störern zusammensperrt. Ohne den Hintergrund des Neuen Testaments mit seiner Vorliebe für den einen "Ungerechten" unter 99 "Gerechten" kann man solchen zerstörerischen Pädagogikunsinn schlechterdings nicht begreifen. Es gilt allerdings, daß den protestantischen Christen, insbesondere den calvinistisch beeinflußten amerikanischen Kirchenanhängern, der eine "Bill Gates", "Steve Jobs" oder "Larry Ellison" immer noch lieber ist als 500 untüchtige Normalbürger. Das bewirkt das Festhalten der Calvinisten am Alten Testament, das nicht dem Neuen Testament untergeordnet wird. Solange eine "Tüchtigkeitsorientierung" im amerikanischen Bildungssystem besteht, unterstützt durch eine Tüchtigkeitsauswahl bei der Einwanderung, wird sich Amerika im globalen Wettbewerb behaupten können. Umgekehrt wird der Schwächekult in Europa, insbesondere in Deutschland, das bei der Einwanderung die Untüchtigsten auswählt und die Einwanderung in die Sozialkassen zuläßt, zu einer wachsenden Belastung werden.