Sonntag, 8. Dezember 2013

Wir singen das Lied jetzt weniger schrill



Die alte Rahmstorf-Latif-SPIEGEL-PIK-Masche zieht nicht mehr nach mehreren kalten Wintern und stagnierenden Temperaturen - Martin Claußen distanziert sich vom SPIEGEL und tut so, als hätten die Spezial-Klimatologen (Nie mehr Schnee, Latif) das nicht selbst initiiert. Er macht es jetzt eleganter, aber wie vorher. Abweichende Meinungen nicht zugelassen.




“Klimavariabilität aus meteorologischen Beobachtungen und Modellen” war die Tagung benannt, die die Akademie der Wissenschaften am 6.12.13 abhielt. Leider waren zu viele Nikoläuse der frommen Denkungsart am Rednerpult. Es war nicht uninteressant, was Clemens Simmer (Bonn), Stefan Brönnimann (Bern) und Martin Claußen (MPI Meteor. HH) vortrugen, aber es fehlten die abweichenden Meinungen, etwa des Zoologen und Ökologen Josef Reichholf, des Physikers Werner Weber und des Geologen Sebastian Lüning. Um nur drei von vielen zu nennen.
So blieb es bei interessanten Details, aber bei der alten Leier.

Samstag, 7. Dezember 2013

Urban ohne R4, aber mit Bernini





Die kann sich doch sehen lassen, die Therese, mit allem drum herum. 
Ist ja auch von Bernini, geboren 7.12.1598. 
Das waren noch die Zeiten von Galilei und Urban 8. 
Dieser Papst sorgte mit Bernini dafür, daß die Gaffer in Rom heute noch ihre Tour absolvieren können.
Gut, sparsam war Urban nicht, und Bernini brachte fast seinen Bruder um und ließ der Costanza das Gesicht zerschneiden. Urban begnadigte ihn, Schwamm drüber.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Dann waren sie wieder weg





Das Vandalenreich 526 zur Zeit seiner größten Ausdehnung (türkis). 






Waren die Vandalen Zerstörer oder Erben des Römischen Reiches, fragte der Althistoriker Konrad Vössing (Bonn). Sein Vortrag plädierte überwiegend für die Erbenthese. Zwar hätten die Vandalen Westrom (Ravenna) geschwächt, aber sie übernahmen schon in Spanien in großem Maße römische Kultur. Dies blieb auch so, als sie Rom Karthago und Nordafrika entrissen. Als Gelimer den Vandalenthron usurpierte, griff der oströmische Kaiser Justinian I. ein und eroberte zunächst Nordafrika, dann ganz Westrom zurück. Die Vandalen verschwanden aus der Geschichte, sie hatten es nicht vermocht, ihre militärische Macht zu erhalten.
Wie weit wurden die Vandalen ein Stamm, eine Ethnie? Vermutlich angelockt durch die Austrahlung Roms an Wohlstand und Zivilisation, der Druck der Hunnen von Osten tat ein Übriges, begaben sich die Sippengruppen, die von den Römern Vandali benannt wurden, auf ihren Zug nach Westen. Erst durch diese Wanderung dürften sie ein eigenes Gruppenbewußtsein entwickelt haben. Da sie die römischen Sitten weitgehend übernahmen und insbesondere ihre Führer von der römischen Zivilisation gebannt waren, dürfte der Prozeß der Ethnogenese schwierig verlaufen sein. Letztendlich war er offenbar auch nicht erfolgreich.

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Die Goten trieben es ärger





Die Vandalen waren gar nicht vandalistisch bei der Eroberung Roms 455, sie hatten es nur auf Wertgegenstände abgesehen. Sie stammten offenbar aus dem Weichsel- und Neisse-Gebiet, weswegen sie zeitweise für Slaven gehalten wurden. Vermutlich veranlaßten sie die Hunnenangriffe zur Wanderung nach Westen. In Spanien, immerhin ein ein ganzes Stück zu laufen, wurden sie zu arianischen Christen. Zu etwa 80.000 Personen (Prokopios) setzten sie 429 über Gibraltar nach Nordafrika über und eroberten Nordafrika, darunter die Kornkammer Roms, Karthago Land. Ostrom (Justinian, Belisar) erobern Nordafrika 534 und beenden das vandalische Königreich. Die geschlagene vandalische Reiterei setzt Byzanz in den Perserkriegen ein, Gelimer der Letzte verbringt seine Tage komfortabel in Ostrom. Die Vandalen verschwinden fortan aus den Quellen, wo mögen sie geblieben sein?