Freitag, 17. Januar 2014
Meet the Amazing TAMers: Sanal Edamaruku Part 1 // Katholische Christen in Indien eifern den Hindu-Scharlatanen nach und wollen "Wunder" produzieren. Die deutschen Christen sind rationaler, dem Teufel sei Dank, aber sie leisten sich auch allerhand Scharlatanerien. Derzeit steckt "Brot für die Welt" allerhand Geld in Großplakate, um gegen "Lebensmittelspekulation" zu agitieren. Von Termingeschäften verstehen diese Leute offenbar wenig, denn solche Termingeschäfte mit Ernten entlasten die Bauern und garantieren kalkulierbare Preise. Dagegen wäre es für diese Leute einfach zu verstehen, daß Agrarflächen für Biosprit in jedem Fall destruktiv und preistreibend sind. Dagegen habe ich aber noch kein Plakat gesehen. Und auch keines für den GOLDENEN REIS (FAZ 16.1.14), gelber, Provitamin-A-haltiger Reis, der in Hungergebieten ein großer Segen wäre. ("Kampagne gegen Greenpeace Machtkampf um den Goldenen Reis 15.01.2014 · Biotechniker haben den Goldenen Reis vor 14 Jahren entwickelt, er könnte Leben retten. Doch seine Gegner sind mächtig. Patrick Moore, Mitgründer von Greenpeace, kämpft gegen die „moralischen Abgründe“ seiner Ex-Gefährten.") Pfui, Ihr Christ-Funktionäre!
Donnerstag, 16. Januar 2014
Dian Fossey, Digit's death // Die Zufälligkeit des 16. Januar nennt zwei Persönlichkeiten, die verschiedener kaum denkbar sind: Augustus und die Gorilla-Zoologin Dian Fossey. Damit wird auch die ganze Spannbreite der Conditio humana verdeutlicht: auf der einen Seite der hemmungslose Gewaltmensch Octavian, der am 16.1.27 vor Seneca den Titel "Augustus" verliehen bekommt, und die eremitische Amerikanerin, die mit den Berg-Gorillas in Ruanda lebt und ihr Sozialverhalten erforscht, aber auch eine emotionale und kommunikative Verbindung zu diesen Primaten herstellt. Keine andere Spezies auf dem Globus besitzt so viele Verhaltensmöglichkeiten wie der Mensch. Und kann seine Verhaltensweisen mit dem Lebensalter stark verändern. Der brutale Jungmann Octavian machte später einen langen Frieden nach innen und außen, was ihm den Titel des "Erhabenen" eintrug, der dann dem "Augustäischen Zeitalter" seinen Namen gab. Das gelingt nicht jedem Diktator, man denke nur an den greisen Robert Mugabe, der seit Jahrzehnten sein Land immerfort weiter ruiniert. Heißt es von Augustus, er habe Rom von einem Weideplatz für Ziegen zu einer Marmor-Haupstadt gewandelt, so gilt für Zimbabwe das Gegenteil. Nicht gar so weit von Zimbabwe entfernt, in Ruanda, massakrierten 1994 Hutus massenhaft Tutsis mit Knüppeln, Keulen und Macheten - ein kaum glaubliches Blutbad mit entsetzlichen Greueltaten. Und gerade dort, weit entfernt von ihrer Heimat Kalifornien, freundet sich eine ehemalige Ergotherapeutin mit einer anderen Spezies an, mit den Berggorillas, und wird dabei zur Zoologin. Diese mentale Offenheit - ein Merkmal der differentiellen Psychologie in den Großen Fünf (s. Asendorpf) - besitzen die meisten Menschen nicht, einige aber doch. Auch in den verschiedenen Kulturen ist sie unterschiedlich beheimatet. Regelmäßig gibt es Proteste um den Besuch der japanischen Yakusuni-Kriegsgedenkstätte, weil japanische Spitzenpolitiker dort immer wieder ritualhaft gedenken, was die japanischen Nachbarländer ebenso regelmäßig rituell erzürnt. Da fehlt es an mentaler Offenheit, die Verhaltensänderungen ermöglicht, auf beiden Seiten. Es fällt auf, daß es sich bei der Offenheit für Verhaltensänderungen um eine eher westliche Eigenschaft handelt, die sonst ziemlich unbekannt ist. Die Gorillafreundin Fossey wurde 1985 mit 53 Jahren in ihrer Waldhütte in Ruanda ermordet.
Mittwoch, 15. Januar 2014
Conquest, Ukraine 1929-33
"Vor rund 50 Jahren glichen die Ukraine und die weiter östlich liegenden ukrainischen und kosakischen Territorien der Sowjetunion - ein großes Gebiet mit über 40 Millionen Einwohnern - einem einzigen, riesigen Bergen-Belsen. Ein Viertel der Landbevölkerung - Männer, Frauen und Kinder - war tot oder lag im Sterben. Die übrigen hatte der Hunger teilweise so entkräftet, daß sie nicht einmal ihre Angehörigen oder Nachbarn begraben konnten. Zur selben Zeit überwachten - wie in Bergen-Belsen - wohlgenährte Polizei- oder Parteiverbände ihre Opfer."
So R. Conquest in der Einführung; das Buch erschien 1986, da lehrte Conquest Geschichte an der Stanford University; englischer Originaltitel: The Harvest of Sorrow - Soviet Collectivization and the Terror-Famine.
Dienstag, 14. Januar 2014
Montag, 13. Januar 2014
Mal 'ne Frage
Wenn es denn die Gegenstrahlung geben sollte, dann ist sie hier sehr gering.
In jedem Fall spielen der Wasserdampf und die Wassertröpfchen der Wolken die überragende Rolle.
Nach dem 2. Hauptsatz der THERMODYNAMIK
kann Wärmeenergie nicht von einem kälteren zu einem wärmeren Körper fließen.
Strahlungsenergie hingegen kann sehr wohl von einem kälteren Körper zu einem wärmeren strahlen.
Stimmt das?
Damit hängt das das behauptete Phänomen der Gegenstrahlung zusammen.
Ohne CO2 in der Troposphäre würde die 15µm-Abstrahlung der Erdoberfläche, so die Vorstellung, direkt in den Weltraum gehen. Das CO2 der Troposphäre bewirke, daß etwa die Hälfte der 15µm-Abstrahlungsenergie zurück auf die Erdoberfläche fließe und dort absorbiert werde. Dadurch erhöhe sich der Energieinhalt der Erdoberfläche.
Noch 'ne Frage: Wenn zwei gleich schwere Körper gleicher Temperatur sich gegenseitig anstrahlen, wird dann einer dieser beiden Körper wärmer ? -
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