Donnerstag, 26. Juni 2014

Entjüngung II


Aus einer Korrespondenz: 

... ich weiß ja nicht, wie gut Sie es gehabt haben bzw. haben, aber Ihre Kinder haben es auch gut getroffen, weil sie begehrt sind und sich manches leisten können im Beruf, wofür die Älteren abserviert worden wären. 
Da viele Faktoren zu gewichten sind, ist ein Saldo schwer zu bilden. 

Wie lange werden die Unternehmen die Politikfehler, etwa die mutwillige Verteuerung der Energie und die unkluge Rentenpolitik, aussteuern und auffangen können? Das ist völlig ungewiß. Vielleicht zieht sich der Niedergang lange hin und erst Ihre Enkel werden unter den heutigen Politikfehlern gravierend leiden. 
So ist es beabsichtigt, die Politfunktionäre der Gegenwart werden dann ihre üppige Pension verzehren. ..."

20.06.2014 FAZ Die Generation Y will nicht umziehen Heiner Hoppmann hat einiges gesehen von der Welt in seiner langen Karriere in der Pharmaindustrie. Als Jungmanager des Höchst-Konzerns wurde er mit gerade mal 26 Jahren für längere Zeit nach Ecuador geschickt. Dagegen zu protestieren wäre ihm erst gar nicht in den Sinn gekommen. Auch in seinen späteren Stationen bei Schering und Ratiopharm war er häufiger unterwegs als zu Hause. Umso weniger kann der heute 56 Jahre alte Vorstandschef des Pharma-Zulieferers Aenova Group verstehen, wie sehr sich seine Nachwuchskräfte, die sogenannte „Generation Y“, gegen einen Ortswechsel sperren.
Seit Monaten versuche er zum Beispiel, eine leitende Position im sonnigen Miami zu besetzen, erzählt Hoppmann – die ausgesuchten Kandidaten wollen aber lieber in Bayern bleiben. Und selbst innerhalb des Freistaats sind sie bockig. „Die Leute bewegen sich nicht mal von Bad Aibling nach Tittmoning“, sagt er. „Der eine hat gerade ein Haus gebaut, beim anderen will die Freundin nicht mitkommen.“
Das Ganze wäre für den Lenker eines Konzerns mit mehr als 700 Millionen Euro Umsatz und 4500 Beschäftigten (davon 3500 in Deutschland) leichter zu verschmerzen, wenn Aenova nicht ohnehin Personalsorgen hätte. „Der Fachkräftemangel ist unser größtes Problem, wir kriegen keine Leute mehr“, sagt Hoppmann unumwunden. ... Aber insbesondere an seinen süddeutschen Standorten mit geringer Arbeitslosigkeit sind gute Kräfte rar. „Wir brauchen Mechatroniker, Maschinenbediener, Ingenieure, Laboranten, einfach alles“, beschreibt es Hoppmann. Auch deswegen schaut er für neue Werksansiedlungen nach Osteuropa. In Rumänien, sagt der Aenova-Chef, mache man mit den Fachkräften, sobald sie geschult seien, gute Erfahrungen – anders als etwa in Indien. ..."











Mittwoch, 25. Juni 2014

Zivilisation ist schwer errungen und stets bedroht










Es überrascht nicht, daß Fußballspieler treten, kratzen und beißen. (Suarez, Tyson) Der Prozeß der Zivilisation vollzieht sich langsam und erreicht auch nicht jeden. Und natürlich auch nicht allen Ländern. 
So berichtet die Rheinische Post am 20.6.14, daß im schwedischen Norköpping Ärzte herausfanden, daß alle 30 Mädchen einer Schulklasse genitalverstümmelt sind, davon 28 auf besonders brutale Weise. Insgesamt wurden 60 Fälle aufgedeckt. 
Durch die Aufnahme von Afrikanern wird Schweden also in der Bewahrung seiner erreichten Zivilisation nicht unterstützt. Die schweren Krawalle junger Araber und Nordafrikaner in Husby und Örebro 2013 deuten in die gleiche Richtung. Von einwandernden Chinesen, Japanern und Vietnamesen sind Krawalle nicht bekannt.

0,93 betrug die Nettoreproduktionsrate 2010 in Schweden. Pro Frau überlebte weniger als eine Tochter, die wiederum Töchter haben könnte. Die schwedische Bevölkerung geht also etwas zurück, wie in fast allen Ländern Europas. In den Ländern des Nahen Ostens und Afrikas, von dort kommen die meisten Einwanderer nach Europa, verhält es sich umgekehrt. 
“2010 stehen den 7,7 Mio. Geburten in ganz Europa und den 650000 Geburten in Deutschland über 40 Mio. Geburten in Afrika und dem westlichen Asien gegenüber.” (Sarrazin, Deutschland, S. 333)



Dienstag, 24. Juni 2014

Schirrmachers schräge Typen













Selbstzensur durch Massenüberwachung.  Wir werden uns nicht mehr wiedererkennen
Vor mehr als hundert Jahren hat Freud nachgewiesen, dass der Mensch sich selbst zensiert. Im Zeitalter digitaler Massenüberwachung droht uns Selbstzensur in ganz anderem Ausmaß: Unser Verhalten ändert sich grundlegend. Von PETER GALISON” FAZ 8.4.14
Freud hat etwas nachgewiesen? Wann? Wo? Was? Nie hat Freud je etwas nachgewiesen. Er hat seine Theorien so formuliert, daß sie gar nicht empirisch überprüfbar sind. Man kann nur sehen, daß die psychoanalytische “Behandlung” Jahre dauert und meist nichts bewirkt. (s. D.E. Zimmer, Tiefenschwindel)
Peter Galison nennt sich Physiker und Wissenschaftstheoretiker und scheint tatsächlich ein Feuilletonist zu sein, den der verblichene Schirrmacher aufgegabelt hat.

Man könnte eventuell Galisons Einleitung so umformulieren: Wir haben gerade den Fall eines kalifornischen Bürgermeisters, der von einer Kamera aufgenommen wurde, als er einen Beutel Hundekot vor die Haustür seines Kontrahenten wirft. Eine solche Aufnahme ist wirksam. Der Polit-Knilch trat inzwischen zurück, weil die Bürgerschaft protestierte. Ohne diese öffentliche Videoaufnahme wäre des Bürgermeisters Schweinerei unentdeckt geblieben, der Mistkerl wäre noch im Amt. Vielfach haben bereits Videoaufnahmen die Aufklärung von Verbrechen ermöglicht. Wir können vermuten, daß dieser Bürgermeister sich in Zukunft besser benehmen wird. Sein Gewissen wurde geschärft. Und genau das dürfte mehr Überwachung auch generell bewirken in Ländern, in denen eine Entwicklung zur Hemmungslosigkeit aller Art bis hin zu Mord und Totschlag eingetreten ist. 
Galisons Überschrift könnte dann lauten: Kaum wiederzuerkennen, wir mit unserem geschärften Gewissen. 

Anhang: Bürgermeister Dennis Kneier und der Hundekot: rp-online.de/politik/ausland/buergermeister-wirft-mit-hundekot-und-tritt-zurueck-aid-1.4322637


Montag, 23. Juni 2014

Von Mäusen und Menschen









Man könnte hier auch noch einen Anschschluß an die verteuerbaren Energien anbauen und unter EEG abzocken

(Foto: Mylius/Wiki.)


Marianne Birthler übernahm von Gauck die schick bezahlte Leitung der Stasi-Unterlagenbehörde. Es gelang ihr bis zu ihrem Ausscheiden nicht, IM Notar, also Ex-SEDler und Staatskadersohn Gysi, eindeutig zu überführen. Vielleicht ging es nicht besser.
Es fällt aber auf, daß Birthler für die Grünen im Bundestag saß, also für eine Partei, die hemmungslos alles nach ihrer Ideologie regeln und alle bevormunden will. Birthler hat in der SED-Diktatur erlebt, wohin das führt - zum Zusammenbruch nämlich - und wie sich das anfühlt - gräßlich nämlich. Und dann schließt sie sich gleich der nächsten Ideologenpartei an? Merkwürdig.
Das erinnert mich daran, daß auch wilde Mäuse gerne im Hamsterrad laufen (doi: 10.1098/rspb.20140210)



Sonntag, 22. Juni 2014

Wilhelm Reich läßt grüßen





Die Geburtsjahrgänge werden immer dünner, zeigt hier Christoph M. Schmidt, Präsident des Rheinisch-Westfälischen Wirtschaftsinstituts.




Deutschland hatte früher weniger Einwohner, und dies wird wieder der Fall sein. Alles verändert sich, und da die Kinder kaum noch in jungen Jahren sterben, kann ein Land auch mit weniger Kindern auskommen, zumal die Menschen viel länger arbeiten können bei guter Gesundheit. Man kann sich an alles anpassen, man muß es nur tun und reaktionäre Politiker wie die der GroKo nicht wählen. 
Es sind allerdings langsame Veränderungen den schnellen vorzuziehen, weil sie einfacher zu bewältigen sind. Woher stammt also der schnelle Geburtenrückgang? Insbesondere bei den Akademikerinnen? 
Da muß man zumindest die Anti-Familienpropaganda der Studentenbewegung von 1968 erwähnen, die breit in die Akademikerschaft gewirkt und praktisch das alte bürgerliche Familienbild vollständig aufgehoben hat. Das Familienministerium ist inzwischen vor allem ein Frauenemanzipations-, Frauenarbeits-, Homosexuellen- und Restfamilienministerium. Deswegen tritt auch am heutigen Tag die Ministerin Schwesig mit der Schwulenfahne bei der Schwulenparade auf. 
Noch Fragen?