Samstag, 19. Mai 2012

Patente satt, wohin damit?





Leibinger-Kammüller erbte die väterliche Maschinenfabrik Trumpf (Lasertechnik) und wechselte erfolgreich von der Philologie zur Unternehmensführung. Die Firma hat ihren Sitz im protestantischen Ditzingen; auch in der Familie Leibinger gibt es einen pietistisch reformierten Hintergrund. 


(Bild: TRUMPF)





294.000 Deutsche erreichten 2010 einen Hochschulabschluß. Nie waren es mehr. Man darf allerdings vermuten, überwiegend in den Schwafelfächern, mit Abschreibleistungen vor allem, und mit braven, einfallslosen Fleißarbeiten wie sie die Pädagogin, Theologin und derzeitige Wissenschaftsministerin Schavan abgeliefert hat, die auch diese Zahl stolz verkündete. 
Vorschläge, wohin mit den unpatenten Akademikern, machte sie nicht. Dafür berichtete sie von deutschen Forschungserfolgen, die doppelt so viele ‘weltmarktfähige’ Patente erbracht hätten pro eine Million Einwohner wie die USA. Beeindruckende Tonnenideologie. In den 5-Jahresplänen der kommunistischen Diktatoren wimmelte es von solchen Zahlen. 
Die Forschung in Deutschland ist sicher gut, aber was nützt ein Patent auf den Computer Zuse 1, auf das MP3-Format, wenn es aufgrund der verbreiteten Beamtenmentalität an superreichen, unternehmerischen, risikobereiten Studienabbrechern fehlt wie Jobs, Gates, Brin und Zuckerberg? Das Geschäft mit den Computern machen die Deutschen heute nicht mehr, das MP3-Patent wurde in den USA vermarktet, Apple machte es zum Weltgeschäft. 
Auch mehr unternehmerische Schlosser wie Adam Opel könnte Deutschland mehr brauchen, während der Bedarf an schwadronierenden Damen durch Merkel, Kraft, vd Leyen, Löhrmann, Schröder, Schavan etc. wahrlich gedeckt ist. 
Adam Opel machte erst in Nähmaschinen, dann in Fahrrädern, die Nachfolger in Autos. Opel schaffte es nicht aus eigener Kraft auf den Weltmarkt, nach langen Verlustjahren steht heute das Werk Bochum zur Disposition. Opel produziert zu teuer. Die deutschen Hochlöhne spielen bei teuren Automodellen wie Porsche und Mercedes eine geringere Rolle, beim Opel-Astra aber eine so große, daß er künftig in England und Polen gebaut wird. Da ist es sehr hilfreich, wenn vd Leyen und Schäuble für noch höhere Löhne eintreten. 
Patente hält Opel übrigens ausreichend. Frau Schavan sollte einmal über das geeignete Anwendungsumfeld für Patente nachdenken. 
Ob der Theologin und Pädagogin dazu etwas einfällt?  

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