Freitag, 18. März 2016
"Am farbigen Abglanz haben wir das Leben"
Faust
Des Lebens Pulse schlagen frisch lebendig,
ätherische Dämmerung milde zu begrüßen;
Du, Erde, warst auch diese Nacht beständig
Und atmest neu erquickt zu meinen Füßen,
Beginnest schon, mit Lust mich zu umgeben,
Du regst und rührst ein kräftiges Beschließen,
Zum höchsten Dasein immerfort zu streben. –
In Dämmerschein liegt schon die Welt erschlossen,
Der Wald ertönt von tausendstimmigem Leben,
Tal aus, Tal ein ist Nebelstreif ergossen,
Doch senkt sich Himmelsklarheit in die Tiefen,
Und Zweig und Äste, frisch erquickt, entsprossen
Dem duft'gen Abgrund, wo versenkt sie schliefen;
Auch Farb' an Farbe klärt sich los vom Grunde,
Wo Blum' und Blatt von Zitterperle triefen –
Ein Paradies wird um mich her die Runde.
Hinaufgeschaut! – Der Berge Gipfelriesen
Verkünden schon die feierlichste Stunde;
Sie dürfen früh des ewigen Lichts genießen,
Das später sich zu uns hernieder wendet.
Jezt zu der Alpe grüngesenkten Wiesen
Wird neuer Glanz und Deutlichkeit gespendet,
Und stufenweis herab ist es gelungen; –
Sie tritt hervor! – und, leider schon geblendet,
Kehr' ich mich weg, vom Augenschmerz durchdrungen.
So ist es also, wenn ein sehnend Hoffen
Dem höchsten Wunsch sich traulich zugerungen,
Erfüllungspforten findet flügeloffen;
Nun aber bricht aus jenen ewigen Gründen
Ein Flammenübermaß, wir stehn betroffen;
Des Lebens Fackel wollten wir entzünden,
Ein Feuermeer umschlingt uns, welch ein Feuer!
Ist's Lieb'? ist's Haß? die glühend uns umwinden,
Mit Schmerz und Freuden wechselnd ungeheuer,
So daß wir wieder nach der Erde blicken,
Zu bergen uns in jugendlichstem Schleier.
So bleibe denn die Sonne mir im Rücken!
Der Wassersturz, das Felsenriff durchbrausend,
Ihn schau' ich an mit wachsendem Entzücken.
Von Sturz zu Sturzen wälzt er jetzt in tausend,
Dann abertausend Strömen sich ergießend,
Hoch in die Lüfte Schaum an Schäume sausend.
Allein wie herrlich, diesem Sturm ersprießend,
Wölbt sich des bunten Bogens Wechseldauer,
Bald rein gezeichnet, bald in Luft zerfließend,
Umher verbreitend duftig kühle Schauer.
Der spiegelt ab das menschliche Bestreben.
Ihm sinne nach, und du begreifst genauer:
Am farbigen Abglanz haben wir das Leben.
Das sind Fausts erste Worte im Zweiten Teil (V. 4680ff.). Dynamische Vorgänge dominieren hier, es schlagen “des Lebens Pulse … frisch lebendig”. Den Wechsel bestimmt nicht ein Prinzip - hier durch die Sonne symbolisiert - , das wäre verderblich für den Menschen, sondern es sind viele Phänomene, die sich zuletzt in den Farben des Regenbogens zeigen. Dieses Bekenntnis zur “Wechseldauer” hat nicht nur einen öffnende Funktion an dieser Stelle der Handlung, sondern kann darüberhinaus verallgemeinert werden als Bejahung des Pragmatismus. Faust hätte am Ende des Ersten Teils allen Grund, im Schuldkult zu versinken, allein, er tut es nicht, er setzt seine Weltreise fort, die ihn in die Klassische Welt Helenas führt. Und zuletzt endet diese Reise in einer aufwärtsgerichteten Dynamik.
Dienstag, 15. März 2016
Finstere und grausame Un-Sitten
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In seinem Buch "Die andere Gesellschaft" spricht SPD-Bürgermeister Heinz Buschkowsky zuletzt mit einer Hebamme in Berlin-Neukölln:
“Was betroffen macht, sind ihre Berichte über das, was sie bei afrikanischen Frauen sehen und erleben muß. Nicht nur bei denen, die direkt aus Afrika stammen, sondern auch bei denen, die als Nachkommen in Deutschland leben. Ich verzichte hier auf erschreckende Beschreibungen von körperlichen Verstümmelungen, von Kurpfuscherei und von unglaublichen Leiden, denen diese Frauen ausgesetzt werden. Das ist wohl der barbarischste kulturelle Rückfall, der bei uns still und heimlich um sich gegriffen hat und unter dem Deckmantel des Schweigens und Wegschauens verborgen wird.” ("Die andere Gesellschaft", S. 159f.)
Man müßte bei der dringend nötigen Totalrevision des Asylrechts die Frage stellen, ob nicht grundsätzlich nur Frauen Asyl beanspruchen dürfen. Ohne Familiennachzug. Denn verantwortlich für die Folterung und Verstümmelung von Negerinnen sind die Männer, die die finsteren afrikanischen Un-Sitten in Europa mit Gewalt auch in den folgenden Generationen durchsetzen.
Montag, 14. März 2016
Angezählt
Die kaltlächelnde Politik gegen die schwächsten Teile der deutschen Bevölkerung - Mädchen, Frauen und Alte - durch das Durchwinken der illegalen Eindringlinge aus den Barbarenländern hat bei den Wahlen gestern einen Dämpfer erhalten. Man kann mir Merkel keine Wahlen mehr gewinnen. Ministerpräsident Haseloff in Sachsen-Anhalt konnte seine Position nur verteidigen - bei 2,8% Verlust - weil er sich von Merkel abgesetzt hat. Klöckner in Rheinland-Pfalz und Hahn in Baden-Württ. taten das nicht und verloren - ganze 12% in Baden-Wü.!
Die grünrote Merkel ist angezählt. Die CDU ist ein Wahlverein; die vielen Karrieristen darin machen alles mit, nur nicht den Mißerfolg.
Samstag, 12. März 2016
Aber gern, Herr Fratzscher, wir rufen gleich zurück
Als das Oberhausen-Kolleg noch lernbereite junge Berufstätige zur Erlangung der Hochschulreife anzog, holte Jürgen Kuhn dort 1965 sein Abitur nach, eine Reihe von Jahren vor mir.
Der Volkswirt
Fratzscher des Berliner DIW, der SPD nahestehend, hat einen direkten Draht zu
den Medien. Der Deutschlandfunk zitierte ihn heute morgen mit einer Kritik an
der deutschen vertikalen Mobilität: die da unten dürften nicht aufsteigen noch
oben, die Herkunft bestimme in Deutschland das Schicksal der Menschen. Diese
alte Leier wird durch endlose Wiederholung nicht zutreffender. Gleich mir haben
viele auf dem Zweiten Bildungsweg Abitur gemacht und studiert. Die
Durchlässigkeit der deutschen Gesellschaft - nach unten wie nach oben - ist
groß, größer als in anderen Ländern. Inzwischen ist es jedoch so, daß das
intellektuelle Potential der Unterschicht ausgeschöpft ist. Und daß es in der
Unterschicht ein Drogenproblem gibt, das die Betroffenen trotz Intelligenz zu
Hilflosen und Beschaffungskriminellen macht. Und daß der Wohlfahrtsstaat das
Dauerarbeitslosenproblem erblich gestellt hat, indem Kinder in einem Alkohol-
und Dauerfernsehmilieu vernachlässigt und vorbildlos aufwachsen.
Herr
Fratzscher, bilden Sie sich mal fort! Wenn Ihr Sohn kein Chrystal Meth nimmt
wie Volker Beck, seien Sie froh, denn die Gefahr, daß ein Drogenkonsument aus
Professorenhaus ganz unten in der Unterschicht landet, ist groß. Oder sogar ums
Leben kommt. Wenn ich mich richtig erinnere, dann kam der Sohn des damaligen
BMW-Managers Reitzle abends in der Küche bei einer Messerauseinandersetzung um
Drogengeld unglücklich um.
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