Donnerstag, 14. November 2013

Kluger Knigge










"... die, welche die allgemeine Stimme des Pöbels aller Klassen für sich haben, sind mehrenteils die mittelmäßigsten Leute, Leute ohne Charakter, oder niedrige Schmeichler und Heuchler. Es ist wahrlich nicht schwer, Menschen zu gewinnen, auch die zu gewinnen, die am heftigsten gegen uns eingenommen waren, … wenn man ihre schwache Seite studiert hat und es recht darauf anlegt - allein das ist eine elende, eines redlichen Mannes unwürdige Kunst."
Knigge, Umgang, 2. Teil, 11. Kap., S. 248f.


Von 1752 bis 1796 lebte Knigge, da konnte er derzeit aktive Politiker nicht gemeint haben.
Es kommt ja nicht unbedingt auf die Länge des Lebens an, aber wären ihm ein paar Jahre mehr gegönnt gewesen, dann hätte er sicher noch kluge Sachen geschrieben. Mit 44 Jahren lag er allerdings schon rund 8 Jahre über der durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland 1750.

Mittwoch, 13. November 2013

Absurdistan








Castro, kubanischer Diktator auf Lebenszeit, lauscht 1972 an der Honecker-Mauer einem SED-General - Thema vielleicht “Munition sparen beim Schießen auf Flüchtlinge”
(Foto: Peter Koard/Bundesarchiv/Wiki.)



Saudi-Arabien, Rußland, China und Kuba wurden neu in den UN-Menschenrechtsrat gewählt. 

Ob Saudi-Arabien das Fahrverbot für Frauen zur UN-Sache machen will?

In Afghanistan wurde die Mohn-Anbaufläche um 36% ausgeweitet. (DLF)

Indien hat eine Marserkundung gestartet, in den Städten sollen 11 Mio. Straßenkinder leben.

Heute will die EU-Kommission mit Untersuchungen zu den deutschen Exportüberschüssen beginnen.

Dienstag, 12. November 2013

Windig

       Verwüstung, soweit das Auge reicht - Galveston an der texanischen Küste nach dem großen Sturm im Jahr 1900, Hurrikan-Kategorie 4/5  

(Bild aus: A.B.C. Whipple, Robert F. Abbey u.a., STÜRME, 1983)  
6000 Tote wurden gezählt, und 5000 Verletzte.


Sie drehen alle Propagandakanäle auf, Töpfer macht's jetzt wie Göbbels und Hitler: die dreiste Lüge wird eher geglaubt: "Dieser Taifun ist ein Augenöffner.
Mehr Anstrengungen beim Klimaschutz gefordert.
Der Taifun auf den Philippinen zeige, welche Auswirkungen die Klimaerwärmung habe, sagt der Chef des Nachhaltigkeitsinstituts IASS, Klaus Töpfer. Den Teilnehmern der Klimakonferenz in Warschau solle das die Augen öffnen: Die wissenschaftlichen Erkenntnisse seien eindeutig." DLF-Interview 12.11.13


Es ist verlogen, mit einzelnen Wetterphänomenen zu argumentieren. Wetterkapriolen wie Schnee im Juni und Baumblüte im Januar hat es immer gegeben, man lese nur Johann Peter Hebel (“Schatzkästlein”) oder Rüdiger Glaser (“Klimageschichte Mitteleuropas”).
 
Wenn es allgemein wärmer würde, nähmen die Stürme ab. Große Luftdruck-und Temperaturunterschiede bauen Stürme auf. Wenn es überall wärmer würde, sänke die Zahl der Stürme.
Der Befund im Global Temperature Report 1978-2003 der Autoren John Christy und Roy Spencer (UAH) lautet, daß es weder eine Zunahme von Sturmereignissen gebe noch eine höhere Sturmgewalt.


Die Tropen, zu denen die Philippinen gehören, verzeichneten in der Vergangenheit keine Erwärmung, dagegen aber geringfügig die Arktis (inzwischen wieder abkühlend offenbar). Eine solche Verringerung der Temperaturunterschiede kann man nur zur Begründung von weniger und schwächeren Stürmen anführen, Töpfer dreht es um. Immer gilt aber, daß nur ein jahrzehntelanger Beobachtungszeitraum ernsthafte Hinweise geben kann. “Klima” bedeutet 30-Jahre-Statistik.


Übrigens gibt es auf den Philippinen während des ganzen Jahres Taifune und Tropenstürme. Ihre Zahl hat seit 1990 abgenommen, siehe das Diagramm unten (WUWT).



http://wattsupwiththat.com/2013/11/11/some-historical-perspectives-on-typhoon-haiyan-yolanda/#more-97255   )

Montag, 11. November 2013

Korruption in den Apparaten, Korruption in den Köpfen

> http://kalte-sonne.de/?p=14192

Mojib Latif 1997: “Gemittelt über die nächsten 20 Jahre gehen wir davon aus, dass es eher kälter sein wird”

Der neue IPCC-Bericht liegt jetzt vor. Falls Sie schon etwas genauer darin gestöbert haben, ist Ihnen vielleicht folgendes Mysterium aufgefallen: Der IPCC schreibt, dass menschengemachte Treibhausgase in der Zeit zwischen 1951 und 2010 die Temperatur um 0,5-1,3°C erhöht haben. Wow, bis zu 1,3°C, das ist wirklich viel. Aber halt, laut offizieller HadCRUT-Temperaturstatistik ist es in dieser Zeit doch nur um 0,64°C wärmer geworden? Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen: Kaum zu glauben, die Modelle spucken mehr Erwärmung aus, als in der Realität festgestellt. Und es scheint offenbar kaum jemanden zu interessieren. Offenbar hat der IPCC die Narrenkappe auf, die ihn gegen jegliche Kritik immunisiert. Helau! Und der Narr warf eine Handvoll Aerosole vom Wagen.
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Mojib Latif ist ein vielbeschäftigter klimaaktivistischer Vortragsreisender und in den Medien stets präsent, wenn es um die Ausdeutung des Klimawandels geht. Eloquent und mit Charme unterhält er die Nation mit gruseligen Zukunftsvisionen und fordert die Menschen auf, endlich auf einen klimatisch tugendhaften Weg zu finden. Bei all dieser Geschäftigkeit unterlief ihm im Jahr 2000 ein folgenschwerer Fehler. Er sagte dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel:
Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben
Wie wir wissen, kam es dann ganz anders und eine Serie von schlimmen Schneewintern mit Kälterekorden suchte Mitteleuropa ab 2010 heim (siehe z.B. Kapitel 4 in unserem Buch “Die kalte Sonne”). Alter Hut, werden Sie sagen, alles bekannt und schön peinlich. Aber die Pointe kommt jetzt erst. Es gibt nämlich noch eine kleine Vorgeschichte hierzu, und das Ganze wird noch um ein Vielfaches peinlicher. Der liebe Herr Latif hatte nämlich bereits im Jahr 1997 in der ZDF-Sendung “Hallo Deutschland” eine Klimaprognose abgegeben. Und die lautete:
Gemittelt über die nächsten 20 Jahre gehen wir davon aus, dass es eher kälter sein wird.
Glauben Sie nicht? Überzeugen Sie sich selbst (mit Dank an Michi Krüger für den Youtube-Upload):


Erst sagt Latif, es würde kälter werden. Wenige Jahre später droht er dann mit einer schneefreien Hitzelandschaft und in der Realität versinken wir mittlerweile allwinterlich in der weißen Pracht. Welches Spielchen betreibt Latif hier? Mehrfach ändert Latifs Fahne seine Richtung und niemand scheint es im munter sprudelnden Redeschwall zu bemerken. Ein wahrhafter Meister im modernen Klima-Hokuspokus.
> http://kalte-sonne.de/?p=14192

Sonntag, 10. November 2013

Stimmen der Opposition - Angelika Cholewa (Kurzversion)

http://www.youtube.com/v/s-YTaC5PpN4?version=3&autohide=1&autohide=1&feature=share&showinfo=1&autoplay=1&attribution_tag=U179BXlkjstHwlNpBDFS0Q


Die Banane war’s!

Launig hielt der Otto die Banane hoch zur Erklärung des schlechten SPD-Abschneidens bei der ersten freien Wahl in der DDR. Bei der Linken war das seit langem ein beliebtes Argument um zu erklären, warum so viele Menschen aus der Ostberliner Diktatur flohen und Ulbricht die Bürger einmauerte. Und natürlich mußte die Banane auch herhalten, um den Mauerfall am 9.11.89 und den Anschlußwillen der der Diktatur entronnenen Ostler an die Bundesrepublik als Motiv darzustellen. Der Sproß aus wohlhabendem Hause war wohlversorgt aufgewachsen, die Marktwirtschaft Erhards war produktiv und sicherte die Versorgung der Westbürger immer erfolgreicher, während in der russisch besetzten Zone unter sozialistischen Bedingungen Mangelversorgung herrschte. Bananen und Südfrüchte habe auch ich in Leipzig erst spät kennengelernt, und tatsächlich umgab sie der Zauber einer begehrenswerten fremden Welt. Weit schlimmer allerdings als das Fehlen von Südfrüchten wog die schlechte Versorgung mit heimischem Obst und Gemüse. In den HO-Geschäften herrschte in vielen Regalen gähnende Lehre, oft  gab es wochenlang im Winter keine frischen Produkte. Das kann sich so ein Schily nur abstrakt vorstellen, denn er hat es nicht über Jahre am eigenen Leib erfahren. Typisch, daß so ein reicher junger Fratz, vollgestopft mit Bananen, ausgerechnet den Sozialismus schick fand und als Linksanwalt dann die Kaufhausbrandstifterin und wohlhabende Pastorentochter Gudrun Ensslin verteidigte und ihr die Bananen ins Gefängnis mitbrachte. Da die Brandstifterin Ensslin im Gefängnis ebenfalls mit Bananen versorgt wurde, kamen ihr die wahrscheinlich schon zu den Ohren heraus und sie beschloß, nicht nur Feuer im Kaufhaus zu legen, sondern auch zu schießen für den Sozialismus. Wie Honecker.

Ganz anders erging es der jungen Angelika Cholewa im Gefängnis der SED. Beim Fluchtversuch aus der sozialistischen Barbarei wurde sie verhaftet. Im Gefängnis bekam sie nicht nur keine Bananen, sondern auch drei Wochen lang keinen Zahnbürste. Zahnschmerzern wurden zur Folter eingesetzt. Nach drei Jahren Haft unter brutalen Honecker-Gysi-Verhälnissen wurde Angelika Cholewa 1983 von der Bundesrepublik freigekauft. Da zog auch der rotgrüne Schily als Abgeordneter in den Bundestag ein.